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Lot 251, Auction  128, Bacon, Francis, Sylva sylvarum

Bacon, Francis
Sylva sylvarum
Los 251

Schätzung
300€ (US$ 345)

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NATURWISSENSCHAFTEN
Bacon, Francis. Sylva sylvarum, sive Historia naturalis, in decem centurias distributa. 16 Bl., 549 S., 19 Bl., 56 S. Mit Kupfertitel (in Pag.). 13 x 7 cm. Pergament d. Z. Amsterdam, Louis und Daniel Elzevier, 1661.
Poggendorff 85. Willems 1264. Vgl. Matsuda 1321. Rahier 1069. Caillet I, 618. – Nachdruck der Elzevierausgabe von 1648, die ebenfalls im verlagstypischen Duodezdruck erschien (vgl. Willems 1058). Der Erstdruck von Bacons Naturbeschreibung in zehn "Centurien" mit Naturphänomenen verschiedenster Art erschien 1621 in London. Der letzte Teil mit dem Titel Nova Atlantis, opus imperfectum "contains a description of the Island of Bensalem, on which there is a cooperative college of Science called Salomon's House ... it ranks among the bestknown and most delightful Utopian writings in the world and has been perhaps the most influential" (DSB I, 375). – Lediglich im Rand schwach gebräunt, insgesamt wohlerhalten.

Lot 252, Auction  128, Becher, Johann Joachim, Chymischer Glücks-Hafen/ Oder Grosse Chymische Concordantz Und Collection

Becher, Johann Joachim
Chymischer Glücks-Hafen/ Oder Grosse Chymische Concordantz Und Collection
Los 252

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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Becher, Johann Joachim. Chymischer Glücks-Hafen/ Oder Grosse Chymische Concordantz Und Collection. 4 Bl., 810 S., 18 Bl. Register und Druckfehler. Mit einigen kleinen Holzschnitten. 20,5 x 17 cm. Pergamentband d. Zt. auf Holzdeckeln (etwas fleckig u. angeschmutzt, ohne vord. fliegenden Vorsatz, Holz des Rückendeckels gebrochen). Frankfurt, J. G. Schiele, 1682.
VD17 23:238915Z. Dünnhaupt 448, 32.1. Brüning 2504. Ferguson 1, 86 Anm. – Erste Ausgabe einer der letzten umfangreichen Publikationen des berühmten Kameralisten und Naturwissenschaftlers J. J. Becher (Speyer 1635-1682 London), der an den Höfen in München und Wien tätig gewesen ist. "Seine letzten Jahre wurden ein unstetes Wanderleben in Holland und England ... Die chemischen Traktate dieser Jahre entwickelten seine Naturlehre nicht mehr weiter, sie blieb trotz starker Betonung der quantitativen Momente bei Mischung und Lösung der Metalle im wesentlichen die der aristotelischen Physik und der Renaissancephilosophie, in der auch die Alchemie ihren Platz hatte. Daher dauerten von ihr nur die mechanistisch umgedeuteten Elemente wie die Darstellung der Auflösungsprozesse, aus denen G. E. Stahls Phlogistontheorie erwuchs." (NDB 1, S. 689f.) Stahl besorgte 1726 auch eine bearbeitete neue Ausgabe des "Glücks-Hafens". – Einige kleine Einrisse, teilweise leicht wasserrandig und angestaubt sowie mit kleinen Wurmgängen in den Rändern. Titel mit Jahreszahl 1682 in Kugelschreiber.

Lot 253, Auction  128, Bertholon de St. Lazare, Pierre, Die Elektrizität der Lufterscheinungen

Bertholon de St. Lazare, Pierre
Die Elektrizität der Lufterscheinungen
Los 253

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Bertholon de St. Lazare, Pierre. Die Elektrizität der Lufterscheinungen, worinne von der natürlichen Elektricität überhaupt, und von den Lufterscheinungen besonders gehandelt wird ... Aus dem Französischen. 2 in 1 Band. X, 260 S.; VI, 250 S. Mit 6 gefalteten Kupfertafeln. 20 x 11,5 cm. Pappband des 20. Jahrhunderts (leicht berieben und bestoßen, fleckig) mit RSchild. Liegnitz, Siegert, 1792.
Wohl erste deutsche Ausgabe des Physikers und Priester des Lazarus Ordens Pierre Bertholon de St. Lazare (1741-1800). Er spezialisierte sich besonders auf "Elektrizität" und war einer der führenden Physiker seines Gebietes. Die Tafeln zeigen Naturphänomene und pysikalische Apparaturen. – Papierbedingt leicht gebräunt und stockfleckig.

Bianchi, Jakob Franz
Einladung zu seinen offentlichen [!] Vorlesungen in gedachter Wissenschaft
Los 254

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1.800€ (US$ 2,069)

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Bianchi, Jakob Franz. Einladung zu seinen offentlichen [!] Vorlesungen in gedachter Wissenschaft. 23 S. 15 x 9 cm. Leder d. Z. (berieben und bestoßen, untees Kapital fehlt und mit kleinen Wurmlöchern) mit reicher RVergoldung. O.O. , o. Dr. und o. J. (wohl Wien um 1777).
Worlcat datiert ca. 1778, jedoch ohne Bibl.-Nachweis. Vgl. Wurzbach 1, S. 273. – Sehr seltenes Verzeichnis der Instrumente des Physikers Jakob Franz Bianchi (1732-1785). Er stammte aus Italien und war in den 50er Jahren als Hofmechanikus in Mannheim tätig. Anschließend lehrte er in Tübingen Experimentalphysik und ging spätestens 1762 nach Wien, wo er Mathematicus bei Fürst von Liechtenstein wurde. 1777 übersiedelte er nach Paris, wo er wie in Wien öffentliche Vorlesungen über Experimentalphysik hielt. Die Instrumente stammen aus den Bereichen Chemie, Optik, Aerometrie, Hydraulik und Hydrostatik, Elektrizität, Mathematik und Magnetismus. Ein "Auserlesenes Cabinet Physicalisch- und Mathematischer Instrumente" hatte er 1763 in Wien bei Trattner publiziert (vgl. Giese 576). Eine nicht identische "vollständige Anzeige" seiner Instrumente von ca. 1750 liegt in Bamberg und München vor. – Spiegel mit einfachem Exlibris "Baron Tschiderer". Gelenke innen angeplatzt, Vorsätze teilweise gelöst. Vereinzelt gering stockfleckig, innen jedoch insgesamt gut erhaltener Sammelband mit seltenen naturwissenschaftlichen Schriften des 18. Jahrhunderts. – Vorgebunden: Le moyen de devenir peintre en trois heures, et d'exécuter au pinceau les Ouvrages des plus grands Maîtres, sans avoir appris le dessein. 96 S. Paris, Libraries associés, 1756.

Nachgebunden: I. Achates
(d.i. Johann Rosenreich Difrage). Aus allen Eisen Stahl zu machen, auf eine noch niemals erhörte, leichte, geschwinde und wohlfeile Weise in allen Proben beständig. 28 S. Nürnberg, Chr. Riegels Seel. Wittib, 1760. - VD 18 10538178. - II. (Johann Wiegand). Vollständige Anweisung zum Tabakbau ... 88 S. Wien, J. Th. Trattner, 1759. - VD18 90003373. Arents III, 819. Immensack 15. Nicht bei Giese. - III. Joh. Georg Gotthelf Hübsch. Herrn Andreæ Gärtners ... Langwirige Lampen, Oder Sonderbare, ungemeine und durch untrügliche Proben bestätigte Erfindung, Lampen auf eine leichte Arth also zuzurichten ... 4 Bl., 110 (recte 102 S., S. 10-17 übersprungen). Mit gestochenem Frontispiz. Leipzig und Frankfurt 1725. - VD18 10861343. Vgl. ADB 8, S. 376 u. NDB 6, S. 20.

Lot 255, Auction  128, Brander, Georg Friedrich und Christoph Caspar Höschel, Sammelband mit vier Werken der beiden bekannten Augsburger Mechaniker

Brander, Georg Friedrich und Christoph Caspar Höschel
Sammelband mit vier Werken der beiden bekannten Augsburger Mechaniker
Los 255

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750€ (US$ 862)

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Brander, Georg Friedrich und Christoph Caspar Höschel. Sammelband mit vier Werken der beiden bekannten Augsburger Mechaniker. Mit zusammen 4 (von 5) mehrfach gefalteten Kupfertafeln. 16 x 9 cm. Halbleder d. Z. (leicht berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem Rückenschild. Augsburg, Wittwe E. Klett und Frank, 1777-1794.
Vorhanden sind: I. Brander. Beschreibung des von ihm neu verfertigten Spiegelquadranten nach Hadleys Theorie mit einem Artificialhorizonte zu geometrischen und astronomischen Gebrauche ... Mit 1 Tafel von E. Eichel nach Höschel. 1777. 64 S. - Druckschriften von G. F. Brander 22. - II. Höschel. Nachricht von dem katoptrischen Zirkel, als Zugabe zu der An. 1777. herausgegebenen Beschreibung des Spiegelquadranten nach Hadley's Theorie, von Georg Friedr. Brander Mechanicus. Ohne das Kupfer. 1783. 31 S. - Druckschriften 32. - III. Brander. Beschreibung und Gebrauch eines geometrischen Instruments in Gestalt eines Proportionalzirkels, welches in allen praktischen Fällen der Feldmeßkunst leicht und gut zu gebrauchen; auch zu astronomischem Vergnügen dienet, und auf Reisen sehr bequem mit sich geführet werden kann: nebst angehängter Beschreibung eines Systems von Maaßstäben zu Zeichnungen. (2. Auflage). Mit 2 Tafeln (davon 1 mit daumennagelgroßem Braunfleck in der Darstellung). 1780. 64 S. - Druckschriften 29. - IV. Höschel. Kurze Beschreibung eines neuen bei ihm verfertigten Winkel- oder Scheibeninstruments, welches nicht nur bei Partikular- sondern auch bei größern Landes-Vermessungen die größte Genauigkeit leistet. Mit 1 Tafel von Leizelt. 1794. 31 S. - Druckschriften 33. – Vorsatz mit gestochenem Wappenexlibris "Franç: Antoine Glonner a: BurgHausen", d. i. Franz Anton Glonner II. (1750-1834), seit 1777 Stadt- u. Hofmaurermeister des Rentamtes der Stadt Burghausen (vgl. AKL 56, S. 213), sowie rotem Lacksiegel und handschriftlicher Nummer 369. Etwas fleckig, Vordergelenk mit kleinem Wurmgang. Minimal gebräunt, vereinzelt leichte Wasserränder. Kleiner Wurmgang im Rand der letzten Seiten, der Tafel (ohne Bildberührung) und im Spiegel. Insgesamt sehr schönes Exemplar.

Lot 256, Auction  128, Brie, Friedrich, Exotismus der Sinne +Eigenh. Brief m. U. des Verfassers

Brie, Friedrich
Exotismus der Sinne +Eigenh. Brief m. U. des Verfassers
Los 256

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Brie, Friedrich. Exotismus der Sinne. Eine Studie zur Psychologie der Romantik. 79 S. 24,5 x 17 cm. OBroschur (stärker lädiert und bestoßen). - Beiliegend ein eigenh. Brief m. U. des Verfassers. Heidelberg, Winter, 1920.
Aus: Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften Persönlicher Brief aus dem Jahr 1920, verfasst in Freiburg. Brie berichtet über die Trauerfeier für "Onkel Otto" und erinnert sich an eine gemeinsame Holland-Reise. Erwähnt wird u. a. der Besuch eines Vortrags von Rabindranath Tagore in der Aula der Universität Leiden über dessen Erziehungsideal. Ferner kündigt Brie die Übersendung seines neuesten "Opus" an und berichtet über familiäre Neuigkeiten, darunter den Umzug der Familie Herckel nach Düsseldorf. – Brief mit Eckknick und einmal gefaltet.

Lot 257, Auction  128, Dielhelm, Johann Hermann, Rheinischer Antiaquarius

Dielhelm, Johann Hermann
Rheinischer Antiaquarius
Los 257

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Dielhelm, Johann Hermann. Rheinischer Antiquarius, Oder Ausführliche Beschreibung des Rheinstroms, Von seinem Ursprung an ... Auf das neue verbessert und vermehrt herausgegeben. Gestochenes Frontispiz, 4 Bl., 1030 S. mit 1 Textholzschnitt, 23 Bl. (Register und Errata), insgesamt 18 gefaltete Tafeln, Karten und Pläne. 18 x 10,5 cm. Halbpergament d. Zt. (beschabt und bestoßen, vorderes Außengelenk unten mit ca. 8 cm langem Einriss). Frankfurt und Leipzig, J. G. Eßlinger, 1776.
Neue Ausgabe des umfassenden Werks über den Rhein (zuerst 1739 erschienen), verfasst für Reisende und Kunstliebhaber. Enthält zwei Rheinlaufkarten (vom Ursprung bis Oppenheim, von Mainz bis zur Nordsee) und eine hübsche Bodenseekarte. Unter den Kupfertafeln ein Plan der Gegend von Rheinfels sowie Ansichten der Rheinfälle in Graubünden, bei Lauffen und bei Zurzach, von Mannheim, der Schwedischen Säule bei Oppenheim, des Mäuseturms, der Pfalz bei Kaub, der Festung Schenkenschanz, von St. Goar und Umgebung, Eichelstein, Brittenburg und vom Königstuhl bei Rense und eine Doppeltafel mit Darstellungen 8 römischer Kaiser im Dom zu Speyer. – Leicht gebräunt, erste und letzte Lagen etwas braunfleckig.

Lot 258, Auction  128, Ferber, Johann Jakob, Nachrichten und Beschreibungen einiger chemischen Fabriken

Ferber, Johann Jakob
Nachrichten und Beschreibungen einiger chemischen Fabriken
Los 258

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Ferber, Johann Jakob. Nachrichten und Beschreibungen einiger chemischen Fabriken nebst Joh(ann) Chr(istian) Fabricius mineralogischen und technologischen Bemerkungen auf einer Reise durch verschiedene Provinzen in England und Schottland mit Anmerkungen und Zusätzen von Johann Jakob Ferber. 2 Teile in 1 Band. 1 Bl., 92 S., 2 Bl., S. 93 -166, 1 Bl. Mit 18 Abbildungen auf 2 gefalteten gestalteten Tafeln. 17 x 10,5 cm. Einfacher Pappband d. Zt. (berieben und leicht bestoßen) mit Kiebitzpapierbezug. Halberstadt, Erben Gross, 1793.
VD18 11484470. Bolton, 437. Vgl. Poggendorff I, 713f. (Fabricius), S. 733 (Ferber) und NDB IV, 736 (Fabricius). – Neuauflage der bereits 1778 in Ferbers "Neue Beyträge zur Mineralgeschichte verschiedener Länder" publizierten Berichte über chemische Fabriken in Europa. Ferber (1743-1790) liefert Berichte von seinen Reisen der Jahre 1768 bis 1769 nach Holland, England und Frankreich und beschreibt u.a. die Herstellung von Vitriol und Vitriolsäure, Scheidewasser, Salmiak, Zinnober, Grünspan, Lackmus und roter Schmincke. "F. war ein genauer und scharfer Beobachter in mineralogischen Dingen und die physikalische Geographie verdankt ihm werthvolle Beiträge." (Gümbel in ADB VI, S. 630). Fabricius (1748-1808) hatte seine Reisen nach England u. Schottland noch vor Ferber unternommen. Die Tafeln mit Darstellungen von Laborgeräten. – Einige schwache Wasserränder.

Lot 259, Auction  128, Frontinus, Sextus Iulius, De aquaeductibus urbis Romae commentarius

Frontinus, Sextus Iulius
De aquaeductibus urbis Romae commentarius
Los 259

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Frontinus, Sextus Iulius. De aquaeductibus urbis Romae commentarius. Opera et studio Ioannis Poleni. 4 Bl., 32, 296 S., 2 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und 15 Kupfertafeln. 26,5 x 18,5 cm. Blindgeprägter Pergamentband d. Z. (gering fleckig, Rücken mit aufgeplatzter Fehlstelle) mit hs. RTitel. Padua, Johannes Manfrè, 1722.
Poggendorff I, 812. Brunet II, 1410. Graesse II, 640. Ebert 7967. Cicognara 511. Borroni 79067. . Engelmann-Preuss 264. – Zweite Ausgabe des Standardwerks zum antikrömischen Wasserbau, der Erstdruck erschien bereits um 1490 in Rom. Sextus Iulius Frontinus (um 35-103) beschreibt darin die Entstehung der Aquädukte der Stadt Rom sowie ihre Quellen. Besonders wichtig sind ihm die Normung der Rohrgrößen für die Leitungen und genaue Messungen der Zu- und Abflüsse. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Verteilung der Wassermenge und der Verbesserung der Wasserqualität. Die Kupfer zeigen u. a. architektonische Darstellungen von Wasserleitungen und verschiedene Pläne mit dem Leitungsverlauf. Frontinus war Befehlshaber im Römischen Heer, Statthalter in Britannien und Konsul. Ab 97 hatte er als Curator Aquarum die Oberaufsicht über die Wasserversorgung in Rom. Herausgegeben und "mit trefflichen Noten" (Ebert) kommentiert wurde diese Ausgabe von dem italienischen Mathematiker Giovanni Poleni (1683-1761), der an der Universität von Padua Astronomie und Physik lehrte. – Es fehlt das doppelblattgroße Textkupfer. Titel gestempelt und mit altem hs. Besitzeintrag, ohne das vordere fl. Vorsatz. Wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 260, Auction  128, Gloesener, Michel, Recherches sur la télégraphie électrique

Gloesener, Michel
Recherches sur la télégraphie électrique
Los 260

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Gloesener, Michel. Recherches sur la télégraphie électrique. Mit 14 gefalteten lithographischen Tafeln. 2 Bll., 124 S. 22 x 13,5 cm. Moderner Pappband. Lüttich, H. Dessain, 1853.
Ronalds Libr. S. 204. - Vgl. Poggendorff III, S. 527. – Einzige Ausgabe. Michael Gloesener (1794-1876) war seit 1830 Professor der Physik in Lüttich und ist mit verschiedenen Werken zur Elektrizität hervorgetreten. In vorliegendem Werk beschreibt er neben seinem eigenen System der elektrischen Telegraphie auch die Entwicklungen von W. Siemens, S. Morse, E. Stoehrer, Carl August Steinheil (1801-1870) und G. E. Kramer. – Vortitel mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift des Verfassers für den Bonner Professor August Beer (1825-1863). Titel verso mit Bibliotheks- und Dublettenstempel. Mit zahlreichen handschriftlichen Korrekturen des Verfassers in brauner Tinte. Leicht knickspurig und papierbedingt am Rand etwas gebräunt.

Lot 261, Auction  128, Grüson, Johann Philipp, Vollständige Anleitung zur niedern, höhern und angewandten Mathematik

Grüson, Johann Philipp
Vollständige Anleitung zur niedern, höhern und angewandten Mathematik
Los 261

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Grüson, Johann Philipp. Vollständige Anleitung zur niedern, höhern und angewandten Mathematik, in so fern solche sowohl dem Officier überhaupt, als auch dem Ingenieur, Artilleristen und Seemann unentbehrlich ist. 2 Bände. VII, 398 S., 11 Bl.; X, 654 S., 14 Bl. Mit 16 Kupfertafeln. 20,5 x 11,5 cm. Halbleder d. Z. (Deckel stärker berieben, Kanten leicht beschabt, Ecken etwas bestoßen) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem rotem RSchild. Berlin, F. T. Lagarde, 1799-1800.
Poggendorff I, 963f. – Erste Ausgabe. Johann Philipp Grüson (1768-1857) war Professor für Mathematik in Berlin. Behandelt in Teil die Arithemtik und in Teil II "Longimetrie, Planimetrie, Stereometrie, ebene und sphärische Trigonometrie, Verwandlung und Theilung von Figuren, Feldmesen und Nivelliren, Berechnung der Gewölber, der Pontons, des Schiffraums und der Fässer" (Untertitel). – Stellenweise etwas fleckig, fl. Vorsatz mit altem Besitzeintrag. Dekorative Halblederbände.

Lot 262, Auction  128, Gütle, Johann Conrad, Die elegante Chemie oder Anweisung zur Bereitung derer zur Toilette gehörigen Parfüms

Gütle, Johann Conrad
Die elegante Chemie oder Anweisung zur Bereitung derer zur Toilette gehörigen Parfüms
Los 262

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Handbuch der Parfümherstellung
Gütle, Johann Conrad. Die elegante Chemie oder Anweisung zur Bereitung derer zur Toilette gehörigen Parfüms, als: Verschiedene Arten auserlesener Schmink- und Abwischwasser und besonderer Hautreinigungsmittel, ingleichen Regeln zur Erhaltung der Schönheit und Gesundheit des Körpers. XXVIII, 2 Bl., 334 S., 1 Bl. 17,5 x 10,5 cm. Halbleinen 20. Jahrhundert (mit winzigen Gebrauchsspuren) mit Hs. RSchild. Ulm, J. Ebner, 1818.
Vgl. Kett Bd. 96, 177-228. Engelmann 130. Poggendorff I, 973. – Erste Ausgabe (eine zweite unveränderte Auflage erschien 1836). Ein im Vorwort angekündigter zweiter Band der "Eleganten Chemie" erschien 1821 mit dem Titel "Neueste Vorschriften für Destillateur, Brandtweinbrenner und Parfumerie-Fabrikanten" ebenfalls bei Ebner. Beide Bände gehören zu den selteneren Schriften des in Nürnberg tätigen Mechanicus, der vor allem durch seine Elektrisiermaschinen bekannt geworden ist. Gütle (1747-1827) beruft sich bei seinen Rezepturen u.a. auf die bekannten Chemiker Hermbstädt und Trommsdorff, hat jedoch auch eigene Herstellungsverfahren entwickelt und in Nürnberg einen schwunghaften (Versand-)Handel mit seinen Produkten betrieben. – Etwas stockfleckig, teilweise knapp beschnitten. Titel und letztes Blatt angeschmutzt.

Lot 263, Auction  128, Hagen, Karl Gottfried, Grundriß der Experimentalchemie

Hagen, Karl Gottfried
Grundriß der Experimentalchemie
Los 263

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Hagen, Karl Gottfried. Grundriß der Experimentalchemie. Zum Gebrauch bey dem Vortrage derselben. XVI, 389 S., 7 Bll. Mit gestochener Titelvignette und 2 (1 von C. Darchow) gestochenen, gefalteten Tabellen und 2 gefalteten Holzschnitttabellen. 19,5 x 11,5 cm. Marmoriertes Halbleder d. Z. (gering berieben, Ecken etwas bestoßen, Deckel mit kleinen Wurmspuren) mit 2 farbigen RSchildern und RVergoldung und Buntpapiervorsätzen. Königsberg und Leipzig, G. L. Hartung, 1786.
VD18 11406437. Poggendorff I, 992. Schelenz 564. Ferguson I, 358. NDB VII, 473. Hein-Schwarz I, 241. – Erste Ausgabe. "Bereits zu Lebzeiten als 'Schutzpatron der deutschen Pharmazie' (Martius) verehrt, hat Hagen die Emanzipation der Apothekerkunst zu einer selbständigen, naturwissenschaftlichen Disziplin in der Tat entscheidend gefördert: Einmal durch seine 53jährige Lehrtätigkeit ... Zum anderen durch seine insbesondere methodisch richtungweisenden Werke, wovon namentlich zwei über ein halbes Jahrhundert lang größten Einfluß ausgeübt haben: Sein in acht Auflagen verbreitetes und in mehrere Sprachen übersetztes 'Lehrbuch der Apothekerkunst'... ferner sein ebenfalls mehrfach erschienener 'Grundriß der Experimentalchemie', den Kant - zu dessen Tafelrunde H. gehörte - als 'ein logisches Meisterstück' bezeichnet hat" (Hein-Schwarz I, 240). – Eine Ecke mit leichtem Wasserrand, vereinzelt gering stockfleckig. Insgesamt ein schönes Exemplar.

Lot 264, Auction  128, Harsdörffer, Georg Philipp, Delitiæ philosophicæ et mathematicæ.Dritter Theil

Harsdörffer, Georg Philipp
Delitiæ philosophicæ et mathematicæ.Dritter Theil
Los 264

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Harsdörffer, Georg Philipp. Delitiæ philosophicæ et mathematicæ. Der Philosophischen und Mathematischen Erquickstunden. Dritter Theil. Teil III (von 3). 7 (von 8) Bl., 659 S., 18 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, 2 (von 3) gestochenen Tafeln und zahlreichen, teils halbseitigen Textholzschnitten. Pergament d. Z. (stark fleckig, angestaubt und berieben). Nürnberg, Joh. Andreas Endter, 1653.
VD17 39:118097K. – Erste Ausgabe des dritten Teils. Georg P. Harsdörffer (1607-1658) befasst sich in seinem Werk mit allerlei Fragen zur Sternenkunde, Baukunst, Luft- und Wasserkunst, aber auch zur Tugendlehre. – Es fehlt eine Kupfertafel und das erste weiße Blatt. Papierbedingt gebräunt, etwas braun- und fingerfleckig, an manchen Stellen etwas feuchtrandig und mit wenigen Knickspuren.

Lot 265, Auction  128, Hellmann, Gustav, Repertorium der deutschen Meteorologie

Hellmann, Gustav
Repertorium der deutschen Meteorologie
Los 265

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Hellmann, Gustav (Hrsg.). Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus. 4 Bände. Mit zahlreichen faksimilierten Tafeln und Textabbildungen. 23,5 x 19,5 cm. OHalbleinen (etwas berieben, Rücken lichtrandig) mit goldgeprägtem RTitel. Leipzig, W. Engelmann, 1896-1904.
Vorhanden sind: I. No. 5 Bauern-Praktik. II. No. 12 Wetterprognosen und Wetterberichte. III. No. 13. Meteorologische Beobachtungen. IV. No. 15 Denkmäler Mittelalterlicher Meteorologie. – Vorsätze mit Bibliotheksschild und Titel mit Bibliotheksstempel "Bibliothek der k. k. deutsch. techn. Hochschule Brünn". Innenglenke verstärkt. Teilweise papierbedingt gebräunt, und leicht stockfleckig.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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