Diderot, Denis und Jean d'Alembert
Encyclopedie, ou dictionnaire raisonné des sciences
Los 531
Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)
BUCHWESEN
Diderot, (Denis) und (Jean) d'Alembert. Encyclopédie, ou dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, par une société de gens de lettres. Mischauflage. 42 Text- und 3 Tafelbände. Mit 448 teils gefalteten und doppelblattgroßen Kupfertafeln. 25,5 x 19,5 cm. Marmorierte Lederbände d. Z. (berieben und bestoßen, mit Schabspuren) mit reicher floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern (diese bei den Tafelbänden modern im Stil d. Z. erneuert). Genf, Pellet bzw. Lyon, Amable le Roy bzw. Neuchatel, Societé Typographique, 1777-1781.
Brunet II 973f. Carter-Muir 200. Graesse II, 474 f. Lough Essays, 52-110. Zischka 7. – Mischauflage verschiedener Neudrucke. Vorhanden sind die 36 Bände "Discours" (komplett; Nouvelle édition Genf, Pellet, 1777-1779), 6 Bände "Table" (komplett; Lyon, Amable le Roy, 1780-1781) sowie drei Tafelbände (Band I: Neuchatel, Societé Typographique, 1779; Bände II und III: Genf, Pellet, 1779) mit zusammen 448 Kupfern. Die Tafeln zu folgenden Wissensgebieten: Band I: Mathematik: 78 Tafeln; Erdkunde: 19 Tafeln; Schiffsbau: 46 Tafeln. - Band II: Anatomie: 28 Tafeln; Architektur: 66 Tafeln; Chemie: 25 Tafeln; Chirurgie: 36 Tafeln; Musik: 19 Tafeln. - Band III: 131 Tafeln zu diversen Wissenschaften, darunter Musik, Militaria, Architektur, Astronomie, Mathematik, Physik etc.
Die Encyclopédie, von Diderot und D'Alembert herausgegeben, die selbst auch einen großen Teil der insgesamt über 70.000 Artikel verantworteten, gilt als das bedeutendste Werk der Aufklärung. Sie ist heute eine der herausragenden Quellen für die Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft des 18. Jahrhunderts. "Ein Monument in der Geschichte des europäischen Denkens; der Gipfelpunkt des Zeitalters der Vernunft" (PMM). Diderot und D'Alembert beabsichtigten mit dem Werk, nicht nur das ganze Wissen ihrer Zeit zu bündeln und zusammenzutragen, sondern auch das Denken der Menschen im Sinn der Aufklärung zu beeinflussen und zu verändern. Sie verzichteten weitgehend auf historische und biographische Artikel, legten dafür umso mehr Wert auf die Behandlung der angewandten mechanischen Künste, denen sie gleichberechtigten Status neben Kunst und Wissenschaft zubilligten. Von den etwas mehr als 4000 gedruckten Exemplaren fand rund die Hälfte außerhalb Frankreichs einen Käufer, obgleich Hof, Kirche, und Richterschaft außer sich vor Empörung waren. Im Jahr 1759 wurden die bis dahin veröffentlichten sieben Bände vom Pariser Generalstaatsanwalt verboten und vom Papst auf den Index gesetzt. Nach jahrelangem Rechtsstreit konnten die übrigen Bände doch noch in "Neufchâstel" (Druckort Paris) und Amsterdam erscheinen. – Nicht kollationiert, augenscheinlich komplett. Etwas gebräunt oder fleckig. Einheitlich gebundene Reihe.
Dodsley, Robert
Der Lehrmeister oder ein allgemeines System der Erziehung, worinne die ersten Grundsätze einer feinen Gelehrsamkeit vorgetragen werden
Los 532
Schätzung
200€ (US$ 230)
Dodsley, Robert. Der Lehrmeister oder ein allgemeines System der Erziehung, worinne die ersten Grundsätze einer feinen Gelehrsamkeit vorgetragen werden. Aus dem Englischen übersetzt. 3. durchgängig verbesserte und vermehrte Auflage von J. M. Schröckh und J. J. Ebert. 2 Bände. 20 Bl., 1108 S.; 4 Bl., 1268 S., 2 Bl. Mit 2 gleichen gestochenen Frontispizen und 27 gefalteten Kupfertafeln. 20 x 12 cm. Halbleder d. Zeit (berieben, 1 Deckel nachgefärbt) mit RSchild. Leipzig, Heinsius, 1782-1783.
Price & Price, Engl. humaniora 60. Hamberger-Meusel 8, 30. – Letzte und umfangreichste Ausgabe der deutschen Bearbeitung. Ein ausgeführtes Bildungscurriculum für die oberen Klassen der Gymnasien und Fürstenschulen. Das Werk soll die Grundlagen der Rhetorik, Mathematik, Architektur, Mechanik, Naturgeschichte, Sittenlehre, Geographie, Geschichte, Vernunftlehre, Staatslehre etc. lehren und ist Ausdruck des etablierten Bildungskanons in der Epoche der Aufklärung. Zuerst 1762/63 von H. E. v. Teubern ins Deutsche übersetzt. Die 2. und noch mehr die vorliegende 3. Ausgabe wurden von dem Historiker J. M. Schröckh und dem Mathematiker J. J. Ebert, beide Professoren an der Universität Wittenberg, bearbeitet. – Durchgehend etwas braunfleckig. Exlibris.
Gerths, Johannes und Druckstock
Geätzte und gravierte Messingplatte
Los 533
Schätzung
300€ (US$ 345)
Druckstock. - Gehrts, Johannes (?). Geätzte und gravierte Messingplatte für den Schwarz- und Konturendruck des Bucheinbandes von Sophie Wörishöffers Werk "Im Goldlande Kalifornien". Wohl nach einem Entwurf des bekannten Illustrators Johannes Gehrts. 21,5 x 14,1 x 0,7 cm. 1891.
Das posthum erschienene Buch "Im Goldlande Kalifornien" der seinerzeit sehr beliebten Autorin S. Wörishöffer (1838-1890) erschien 1891 bei Velhagen & Klasing in Bielefeld und Leipzig. Es ist mit farbigem Frontispiz und 16 "Vollbildern" des Illustrators und Graphikers Johannes Gehrts (1854-1921) ausgestattet. "Das von G. illustrierte Themenspektrum erstreckte sich von german. Heldensagen, Marine- und Piratengeschichten bis zu Reiseabenteuern und Märchen." (AKL 51, S. 45). Die vorliegende Druckplatte wurde für den Schwarzdruck des Bandes benötigt, der außerdem noch mit Gold- und Braundruck ausgestattet gewesen ist (vgl. Kat. Bilderwelt im Kinderbuch Nr. 1596 mit Abb.). "Seit den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts waren die Voraussetzungen dafür gegeben, durch neuere und preiswertere Plattenherstellungen und durch Ätzverfahren die Bedruckung der Einbanddecken sowohl qualitativ als auch quantitativ zu vervielfachen. Zum Farbendruck wurden entweder gravierte Messing- oder geätzte Zinkplatten eingesetzt..." (Kat. Verlagseinbände aus der Stadtbibliothek Mainz und der Sammlung Mühlinghaus. Mainz 2009, S. 26f.; Abb. 79 mit einem ebenfalls wohl von Gehrts stammenden Einband). – Tadellos erhalen.
Historisches Papier
2 Blocks mit historischem Schreibpapier. Büttenpapier mit Wasserzeichen
Los 534
Schätzung
500€ (US$ 575)
Historisches Papier. 2 Blocks mit historischem Schreibpapier. Büttenpapier mit Wasserzeichen und feines Vélin. 76 Blätter 33 x 20,5 cm bzw. 94 Blätter 34,6 x 22,4 cm. Mit Schnittfarbe, ein Block in zeitgenössischem Einband. Deutschland um 1800-1840.
Umfangreiche Blöcke von Restpapier - mit hochwertigen Bögen historischen Schreibpapiers, davon der frühere Block in zeitgenössischen Halbledereinband mit Titelschild "Dorfs-Gerichts-Protokoll" von 1811. Das besonders schöne, fein gesiebte Büttenpapier mit dem Wasserzeichen "PFUNDSTEIN" verweist auf eine Entstehung des Papiers um 1800. Es stammt aus einer Papiermühle in Schramberg im Schwarzwald, wo die bekannte Papiermacherfamilie des Matthes Pfundstein um 1800 seinen Namen als Wasserzeichenmarke und damit als Echtheits- und Herkunftsnachweis in das Sieb einarbeitete. Nur wenige Seiten mit zeitgenössischen Einträgen oder kleiner Nummerierung, sonst blütenweiß und sauber.
Der zweite Block enthält schöne große und ebenfalls komplett weiße, nur mit einer vertikalen Seitenlinie versehene und hs. nummerierte Bögen feinsten, höhergeleimten Vélinpapiers ohne Wasserzeichen, Block gebunden. – Kaum Gebrauchsspuren, sehr schön - ein perfektes Material für Buchbinder und Papierrestauratoren.
Hübner, Johann
Neu-vermehrtes und verbessertes Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon
Los 535
Schätzung
250€ (US$ 287)
Hübner, Johann. Neu-vermehrtes und verbessertes Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon. Allerneueste Auflage. 13 Bl., 1280 Sp., 26 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Textvignette und 9 (statt 10) doppelblattgroßen Kupfgertafeln. 21,5 x 13 cm. Leder d. Z. (berieben) mit modernem RSchild. Regensburg, Felix Bader, 1748.
Vgl. Collison 99 f. Humpert 1410. Zischka 4. – Spätere Auflage der erfolgreichsten einbändigen deutschen Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts. Als ihr Initiator gilt der Barockdichter Philipp Balthasar Sinold von Schütz. Die Kupfer illustrieren u. a. Schiffbau, Festungsbau, Heraldika, Astronomie etc. – Es fehlt Tafel Nr. II. Anfangs und im Tafelteil im unteren Bug mit kleiner Wurmspur, sonst nur unbedeutende schwache Flecken.
Hübner, Johann
Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon
Los 536
Schätzung
240€ (US$ 276)
Hübner, Johann. Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon, darinn so wohl die Religionen, die Reiche und Staaten, Meere, Seen, Inseln, Flüsse, Städte, Festungen, Schlösser, Häfen... als auch andere in Zeitungen und täglichem Umgang vorkommende, ingleichen juristische und Kunstwörter beschrieben werden. Neue verbesserte und vermehrte Auflage. 13 Bl., 2734 (recte 2740) Sp. Mit gestochenen Frontispiz von Bernigeroth fil. nach Richter und 8 gefalteten gestochenen Tafeln von Leonhard Michael Steinberger. 22 x 13,5 cm. Lederband d. Zt. (beschabt, oberes Kapital mit minimaler Fehlstelle) mit goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Gleditsch, 1777.
Seemann 316. – Spätere Auflage des bekannten Lexikon. Mit einem 16 S. umfassenden "Verzeichniß der Bücher, welche auf Kosten Johann Friedrich Gleditschens Buchhandlung in Leipzig gedruckt, oder in starker Anzahl nebst vielen andern zu bekommen sind. 1776." Sp. 2363-2368 doppelt vergeben. – Francisco Carolinum; entwidmeter Stempel auf dem Titel. Gering stockfleckig.
Jöcher, Christian Gottlieb. Allgemeines Gelehrten-Lexicon: Darinne die Gelehrten aller Stände sowohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfange der Welt bis auf ietzige Zeit gelebt, und sich der gelehrten Welt bekannt gemacht. 4 Bände. Mit gestochenem Portraitfrontispiz und gestochener Kopfvignette. 25,5 x 20,5 cm. Halbleder d. Z. (bestoßen, stärker berieben, Kapitale brüchig) mit goldgeprägten RSchild. Leipzig, Johann Friedrich Gleditsch, 1750-1751.
Zischka 133. Bestermann 819. – Erste Ausgabe. "Umfasst die ganze historische Periode bis 1750. Wertvoll für das Mittelalter und für weniger bekannte Autoren" (Zischka). Die vorliegenden vier von Jöcher selbst herausgegebenen Bände sind ein abgeschlossenes Werk von A-Z. – Stempel auf Titel. Kaum braunfleckig.
Jöcher, Christian Gottlieb. Compendiöses Gelehrten-Lexicon. Dritte Auflage. 2 Teile in 1 Band. 15 Bl., 1888 Sp.; 2102 Sp., 2 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Frontispiz. 21 x 13,5 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, Gelenke unschön geplatzt, Rücken fast lose). Leipzig, Johann Friedrich Gleditsch, 1733.
Zischka 134. – Dritte Auflage. Noch heute außerordentlich nützlich bei der Aufspürung obskurer "Gelehrter" aller Fachgebiete und aller Länder, verzeichnet sind ca. 20.000 Namen. "Gewissenhafte Arbeit" (Zischka). – Erste Lage gelockert, die beiden Schlussblatt mit Wurmfraß im weißen Seitenrand. Etwas gebräunt und braunfleckig, Innengelenke angeplatzt.
Kippenberg, Anton
Katalog der Sammlung Kippenberg. Goethe, Faust, Alt-Weimar
Los 539
Schätzung
100€ (US$ 115)
Kippenberg, Anton. - Katalog der Sammlung Kippenberg. Goethe, Faust, Alt-Weimar. XVI, 408 S. Mit 73 Tafeln. 28 x 20 cm. Halbleder d. Z. (beschabt, berieben und etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und Kopfgoldschnitt. Leipzig, Spamer, 1913.
Sarkowski 919. – Erste Ausgabe. Eines von 100 römisch nummerierten Exemplaren, die nicht für den Handel bestimmt waren (Gesamtauflage: 600). – Etwas gebräunt. – Dabei: Gedrucktes Begleitschreiben von Kippenberg (1 gefalt. Bl.).
Lippold, Georg Heinrich Christian
Neues Natur- und Kunstlexicon
Los 540
Schätzung
180€ (US$ 207)
Lippold, G(eorg) H(einrich) C(hristian). Neues Natur- und Kunstlexicon, enthaltend die wichtigsten und gemeinnützigsten Gegenstände aus der Naturgeschichte, Naturlehre, Chemie und Technologie. Zum bequemen Gebrauch insonderheit auch für Ungelehrte und für gebildete Frauenzimmer ausgearbeitet... und herausgegeben von C(arl) Ph(ilipp) Funke. 3 Bände und Supplementband. Mit 1 gestochenen Tafel. 22 x 13 cm. Halbleder d. Z. (beschabt, bestoßen, teils mit Fehlstellen und feuchtrandig) mit goldgeprägtem RSchild. Weimar, Verlag des Industrie-Comptoirs, 1801-1805.
Engelmann S. 108. Bertuch-Verlagsverzeichnis 166 (www.ora-web.swkk.de:7777/sw-db/bertuch/db_ber.html). Slg. Seemann 204 (mit nicht zugehörigem Atlasband). Vgl. Zischka 208. Vgl. Poggendorf I, Sp. 819 (zu Funke). Hamberger-Meusel XIV, S. 448 u. Neuer Nekrolog, Jg. 19, 1841, S. 1196 (zu Lippold). – Erste Ausgabe dieses umfangreichen Speziallexikons, das als Nachfolger von J. Hübners "Natur-, Kunst- und Gewerks-Lexikon", dem Standardwerk des 18. Jahrhunderts, konzipiert worden ist. Ursprünglich nur auf zwei Bände angelegt, wurde aufgrund der Materialmenge ein dritter Band nötig. Der vierte Band bringt aktuelle Ergänzungen in Anlehnung an das "Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle appliquèe aux arts" sowie ein lateinisch-deutsches u. ein Synonymen-Register. Wenn auch der Schwerpunkt eindeutig auf der Naturgeschichte liegt, so werden doch zahlreiche damals aktuelle veredelte Produkte, Maschinen, Erfindungen, physikalische Erscheinungen etc. abgehandelt. Wichtig auch die reichen Quellenangaben, die häufig auf Zeitschriften, Jahrbücher oder Serien verweisen. Das Kupfer mit Darstellung einer Elektrisiermaschine. – Teilw. etwas stockfleckig. Vorsätze leimschattig.
Morhof, Daniel Georg
Polyhistor sive de notitia auctorum et rerum commentarii
Los 541
Schätzung
150€ (US$ 172)
Morhof, Daniel Georg. Polyhistor sive de notitia auctorum et rerum commentarii. 2 Teile in 1 Band. 8 Bl., 557 (recte 561), (3) S., 8 Bl., 160 S. 20,5 x 16,5 cm. Pergament d. Zt. (leicht fleckig, Innengelenke mit Wurmspuren). Lübeck, P. Böckmann, 1688-92.
VD 17 23:278493X. Erman-Horn I, 6364. ADB 22, 237 ff. Dünnhaupt 122.1. Petzholdt 29 und 442. – Erste Ausgabe. Einziger von Morhof noch selbst veröffentlichter Teil dieses klassischen Werkes für ein Studium generale. Buch I: Liber bibliothecarius mit einer Einführung in die Buch- und Bibliothekswissenschaft als dem wichtigsten Hilfsmittel der gelehrten Studien. Buch II: Liber methodicus zur Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Angebunden der zweite Teil (= Buch III), 1692 posthum von H. Muhle herausgegeben (1707 schließlich veröffentlichte der Flensburger Rektor Johann Möller 1707 einen ersten Versuch zu einer noch um einen dritten Teil erweiterten "vollständigen Gesamtausgabe"). Morhof (1639-91), angesehenster Professor der neugegründeten Universität Kiel, sah bereits zu seiner Zeit die Gefahr, daß durch Spezialisierung und Verselbständigung der Einzelwissenschaften die Universität aufhöre, Pflegestätte der 'universitas litterarum' zu sein. Die Antwort könne nicht mehr ein im Stoff ertrinkendes Studium universale sein; notwendig sei vielmehr, die Gesamtheit des Wissens strukturierend mit selbständigen Urteil zu durchdringen. Als Anleitung sollte das vorliegende, aus seinen Vorlesungen hervorgegangene Werk dienen, das "mit Recht hochbewundert und vielbenutzt", den Ruf Morhofs "über das ganze gelehrte Europa verbreitete" (ADB). – Gleichmäßig gering gebräunt, Titel mit teils entferntem Namenseintrag und verso mit Stempel der Herzoglichen Bibliothek Sachsen-Meiningen. Paginierung springt nach S. 320 zurück auf 317.
Morhof, Daniel Georg
Polyhistor, literarius, philosophicus et practicus
Los 542
Schätzung
200€ (US$ 230)
Morhof, Daniel Georg. Polyhistor, literarius, philosophicus et practicus. Hrsg. von J. A. Fabricius. Mischausgabe. 3 Teile in 2 Bänden. 3 Bl., 768 S., 406 S.; 4 Bl., 80 S.; 534 S., 130 S., 104 Bl. Mit gestochenem Portraitfrontispiz. Ein Titel in Schwarz und Rot. 21,5 x 16 cm. Leder d. Z. (beschabt und Rücken erneuert) mit goldgeprägtem RSchild. Lübeck, Peter Böckmann, 1708.
Dünnhaupt S. 2836, Nr 122.4. Goed. III 272, 12. Faber du Faur 1521 und 1522 (spätere Ausgaben). – Erste von Möller bearbeitete und ergänzte Ausgabe. "Erster Grundriss der allgemeinen Literaturwissenschaft" (Goed.); "a work partaking somewhat of the nature of a modern 'Konversations-Lexikon'" (Faber du Faur). Noch
heute als Quelle verwendet, u. a. von Hispanisten. – Vorsätze erneuert und mit Exlibris "Gerhard Dünnhaupt". Feuchtrandig und teils braunfleckig und mit Randläsuren.
Non-Books
3 Buchattrappen aus Einbänden des 19. Jahrhunderts
Los 543
Schätzung
400€ (US$ 460)
Non-Books. 3 Buchattrappen aus Einbänden des 19. Jahrhunderts. Davon 2 aus je 2 aufeinander montierten Einbänden im Stil d. Z. über Holzdeckeln (etwas beschabt und bestoßen). Alle mit RVergoldung und goldgeprägter Vorderdeckelbordüre. Deutschland frühes 19. Jahrhundert.
Dekorative sogenannte "Tresorbücher" bzw. "Nonbooks" in Gestalt historischer Bände zur Aufbewahrung kleiner Wertgegenstände oder persönlicher Erinnerungsstücke.
Die drei Buchattrappen wurden jeweils mit Titelblatt und den ersten Lagen gedruckter Werke ausgestattet. Vorhanden sind: I. Le Tasse. La Jérusalem délivrée. 1825. - II. Jacques Delille. Les Géorgiques de Virgile. 1806. - III. Thomas von Aquin. Supplementum tertiae partis Summae totius theologiae. 1663.
Pihan, A(ntoine) P(aulin). Exposé des signes de numération usités chez les peuples orientaux anciens et modernes. 3 Bl., XXIX, 271 S. Mit zahlreichen Tabellen. 23,5 x 15,5 cm. Halbleinen d. Zt. (Kanten berieben). Paris, Imprimerie Impériale, 1860.
Erste Ausgabe. Antoine Pihan (1810-1879) war Korrektor für orientalische Sprachen an der Imprimerie Impériale und ist mit weiteren Arbeiten zu orientalischen Themen hervorgetreten. In vorliegendem Band behandelt er u.a. die Zahlenzeichen des Afghanischen, Albanischen, Arabischen, Armenischen, Bengalischen, Chinesischen, Ägyptischen, Georgischen, Hebräischen, Japanischen, Mongolischen, Persischen, Syrischen und Türkischen. – Gering stockfleckig, Ränder leicht gebräunt.
Watt, James. Kopiermaschine. Mahagoni Kiste mit Messingplakete "J.G." auf dem Deckel sowie Messingbeschlägen und -Henkeln und mit Eisenschlüssel. 44,5 x 29 x 13,5 cm. Um 1820.
Eine der ersten tragbaren "Kopiergeräte" aus der Werkstatt von James Watt (1736-1819). Watt erfand die Maschine aus der Notwendigkeit heraus, auf seinen vielen Reisen Kopien seiner eigenen Briefe und Baupläne bei sich zu haben. Das beschriebene Original wurde angefeuchtet und mit Japanpapier zusammengepresst. Durch Druck und Zeit entstand nun eine Spiegelverkehrte Kopie, die anhand des dünnen Blattes verso gelesen werden konnte. Neben der tragbaren Reise-Variante, erfand James Watts auch ein stationäres Modell. Neben dem Erfinder benutzen auch Persönlichkeiten wie Thomas Jefferson, Benjamin Franklin und George Washington die Watt-Kopierpresse. – Mit kleineren bis größeren Gebrauchspuren, vollständig erhalten und funktionsfähig. Selten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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