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Lot 216, Auction  128, Heister, Lorenz, Chirurgie

Heister, Lorenz
Chirurgie
Los 216

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Heister, Lorenz. Chirurgie, In welcher alles, was zur Wund-Artzney gehöret, Nach der neuesten und besten Art, gründlich abgehandelt ... werden. 7 Bl., 1078 S., 12 Bl. Mit gestochenem Porträt und 38 meist gefalteten Kupfertafeln. 20,5 x 16,5 cm. Halbleder d. Z. (beschabt, bestoßen Gelenke teils offen und Kapitale mit größeren Einrissen) mit RSchild. Frankfurt und Augsburg, Wolffs, 1779.
Blake 203. Vgl. Engelmann 238, Lesky 292, Waller 4236. – Lorenz Heister (1683 - 1758), ein renommierter Professor in Altdorf und Helmstedt, gilt als der Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie in Deutschland. Sein berühmtes chirurgisches Hauptwerk fasst alles Wissenswerte zusammen, was bis zu diesem Zeitpunkt an bleibenden Erkenntnissen gewonnen wurde und hat maßgeblich zur Weiterentwicklung der Wissenschaft beigetragen. Besonders bemerkenswert sind die detaillierten Abbildungen von chirurgischen Instrumenten und Apparaturen wie der Gliedersäge, dem Hirnbohrer etc. und einigen Anwendungsbeispielen. – Vorsätze leicht leimschattig, mit montierten Besitzschildchen auf dem Titel. Etwas knickspurig und stockfleckig sowie Innengelenk zwischen dem dritten und vierten Blatt offen.

Lot 217, Auction  128, Heister, Lorenz, Chirurgie, In welcher alles

Heister, Lorenz
Chirurgie, In welcher alles
Los 217

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Heister, Lorenz. Chirurgie, In welcher alles, Was zur Wund-Artzney gehöret ... gründlich abgehandelt, und in 38 Kupfertafeln die neu-erfundene und dienlichste Instrumente, Nebst den bequemsten Handgriffen der Chirurgischen Operationen und Bandagen deutlich vorgestellet werden. Neue viel vermehrte und verbesserte Auflage. 6 Bl., 1078 S., 12 Bl. Mit gestoch. Porträt und 38 gefalteten Kupfertafeln. 21,5 x 17 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (etwas beschabt mit Kratzern und kleinen Fehlstellen an den Kapitalen) mit goldgeprägtem RSchild und reicher RVergoldung. Nürnberg, Johann Adam Stein und Gabriel Nicolaus Raspe, 1752.
Hirsch-Hübotter III, 141. Vgl. Waller 4265 (nur gekürzte Ausgabe) und Garrison-Morton 5576 (mit der EA von 1718). – Frühere (6. deutsche), noch zu Lebzeiten des Verfassers erschienene Ausgabe. Heister (1683-1758) gilt als der Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie in Deutschland. In dem vorliegenden wissenschaftl. Hauptwerk hat er alles, was bis dahin auf diesem Gebiet bekannt war, zusammengefaßt. Die Kupfer sind vor allem wegen der vielen abgebildeten chirurgischen Instrumente und Bandagen medizinhistorisch interessant. – Erstes Blatt mit hs. Besitzvermerken. Teilweise etwas stockfleckig, knickspurig mit kleinen Fehlstellen und kleinen Gebrauchspuren. Insgesamt wohlerhalten.

Heister, Lorenz
Compendium anatomicum totam rem anatomicam brevissime complectens
Los 218

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Heister, Lorenz. Compendium anatomicum totam rem anatomicam brevissime complectens. Edition quinta. Teil I und II in 1 Band. 2 Bl., 207 S.; 190 S., 21 Bl. Mit gestochenem Portrait, gestochener Titelvignette und 9 gefalteten Kupfertafeln. 20 x 12,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit kaum leserlichen RTitel. Nürnberg, Georg C. Weber, 1741.
Hirsch-Hübotter. 111, 141. Wellcome II, 236. – Fünfte Ausgabe. – Etwas stockfleckig und feuchtrandig. Innengelenk am letzten Blatt offen. Manche Tafeln mit teils größeren Einrissen und Knickspuren.

Lot 219, Auction  128, Hellwig, Christoph von, Anatomicum vivum Frankfurt und Leipzig, Hieronymus Philipp Ritschel, (1720).

Hellwig, Christoph von
Anatomicum vivum Frankfurt und Leipzig, Hieronymus Philipp Ritschel, (1720).
Los 219

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Anatomieatlas mit beweglichen Teilen
Hellwig, Christoph von. Nosce te ipsum vel Anatomicum vivum oder: Kurtz gefaßtes doch richtig gestelltes Anatomisches Werck, worinnen die gantze Anatomie ... zu finden ... nebst nöthigen Kupffern, wovon die Invention gantz sonderlich, indem man die Viscera heraus nehmen, nach denen Tabellen wohl betrachten, sich aus dem Tractätlein darbey informiren, und wiederum einsetzen kann. Nebst Beschreibung tödtlicher Wunden. (2. Auflage). 4 Bl., 42 S. Mit gestoch. TVignette (Porträt Hellwigs) und 4 Kupfertafeln mit zahlreichen, an Falzen montierten, ausklappbaren und beweglichen Teilen von I. H. Werner. 31 x 20 cm. Pappband mit grauschwarz gezogenem Kleisterpapierbezug (gering bestoßen und mit wenigen Bezugsfehlern) mit RSchild (mit Abplatzung). Frankfurt und Leipzig, Hieronymus Philipp Ritschel, (1720).
Hirsch-Hübotter III, 140. Waller 4288. Wellcome III, 240. Nicht bei Garrison-Morton. – Der Atlas, der zuerst 1715 erschien, stammt von dem Lic(entiatus) Christoph von Hellwig (1663-1721), einem praktischen Arzt in Weissenfels und später Erfurt. Das Werk ist quasi eine überarbeitete Ausgabe von Remmelins Catoptrum. – Titel mit kleinem alten Namenszug und altem privatem Eignerstempel "F. A. Hauffe", leicht wellig, vereinzelt etwas gebräunt, angstaubt und fingerfleckig, insgesamt jedoch bemerkenswert gut erhalten, wohl mit allen beweglichen Teilen komplett und insgesamt nur mit geringen Gebrauchsspuren. Der hintere Innenspiegel des Einbands mit einmontiertem anatomischen Kupferstich aus dem Werk des James Benignus Winslow, An Anatomical Exposition of the Structure of the Human Body, 1734.

Lot 220, Auction  128, Hennings, Wilhelm, Eine wahre und zuverläßige Beschreibung

Hennings, Wilhelm
Eine wahre und zuverläßige Beschreibung
Los 220

Schätzung
150€ (US$ 172)

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(Hennings, Wilhelm). Eine wahre und zuverläßige Beschreibung von den Kenntzeichen und der Cur der Entzündung des Magens und der Gedärme von einem Practico der Arzneykunst. 2. Ausgabe. 38 Bl., 106 S., 1 Bl. 16,5 x 10,5 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben und fleckig) mit handschr. RTitel. Kopenhagen, P. H. Höecke, 1781.
Vgl. Hirsch-Hübotter III, 168. – Enthält einige sehr ergreifende Fallgeschichten von "elenden" und "verhudelten" Patienten, die meist einen Druck in der Herzgrube verspürten. Hirsch-Hübotter hält nicht viel von dem in Kopenhagen wirkenden Arzt (1716-1794): "Seine literarischen Productionen sind nur unbedeutend." – Gutes, sauberes Exemplar auf festem Bütten.

Lot 221, Auction  128, Himly, Karl, Die Krankheiten und Missbildungen des menschlichen Auges und deren Heilung

Himly, Karl
Die Krankheiten und Missbildungen des menschlichen Auges und deren Heilung
Los 221

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Himly, Karl. Die Krankheiten und Missbildungen des menschlichen Auges und deren Heilung. 2 Bände. XVI, 585 S.; VIII, 521 S. Mit lithographischem Frontispiz und 5 lithographischen Tafeln. 22 x 16,5 cm. Halbleder d. Zeit (gering berieben, Rücken von Band I oben bestoßen und mit geklebtem Einriss, Gelenke angebrochen) mit etwas RVergoldung. Berlin, Hirschwald, 1843.     
Garrison-M. 5857. Waller 4483. Wellcome 268. Hirsch-Hübotter III, 227. – Erste Ausgabe. Das Lebenswerk des Ophthalmologen und Chirurgen (1772-1837), aus dem Nachlass herausgegeben von seinem Sohn. Die Erkenntnisse der Augenheilkunde der Mitte des 19. Jahrhunderts werden hier in einem breiten Entwurf zusammengeführt. K. Himly führte den klinischen Unterricht in die Ophthalmologie ein und gründete die erste Fachzeitschrift für diese Disziplin. Das Frontispiz zeigt den Verfasser bei einer Operation. 5 gefaltete Tafeln veranschaulichen das Spektrum der damals verfügbaren Instrumente. – Stockfleckig und vor allem in den Rändern gebräunt. Vordere Spiegel mit Leimflecken durch gelöste Exlibris.

Lot 222, Auction  128, Hoffmann, Christoph Ludwig, Vermischte medicinische Schriften

Hoffmann, Christoph Ludwig
Vermischte medicinische Schriften
Los 222

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Hoffmann, C(hristoph) L(udwig). Vermischte medicinische Schriften. Herausgegeben von Heinrich Chavet. Teile I und II (von 3). X, 534 S.; XXIV, 526 S., 1 w. Bl. 16,5 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit RVergoldung und 2 goldgeprägten farbigen RSchildern. Münster, Friedrich Christian Theißing, 1790-1791.
VD18 90557263. VD18 90557271. – Erste Ausgabe der Schriftensammlung des aus Rheda in Westphalen stammenden Arztes und Gesundheitswesenreformers Christoph Ludwig Hoffmann (1721-1807), der "besonders als Begründer eines humoral-pathologischen Systems bekannt (ist), das trotz seiner Einseitigkeit durch die scheinbar consequente Ableitung der in demselben niedergelegten Grundsätze nicht ohne Einfluß auf die Zeitgenossen des Verfassers geblieben ist" (ADB XII, 575). – Etwas braun- oder stockfleckig, Titel mit altem Namenseintrag.

Lot 223, Auction  128, Jones, John, The mysteries of Opium

Jones, John
The mysteries of Opium
Los 223

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Jones, John. The mysteries of Opium. 3 Bl., 371 S., 4 l. w. Bl. 20 x 12,5 cm. Modernes Leder (berieben und bestoßen) unter Verwendung der ursprünglichen Deckel (stärker berieben und mit teils restaurierten Fehlstellen). London, Richard Smith, 1701.
Garrison-Morton 2070.1. – Zweite Auflage. Die erste Auflage erschien 1700. John Jones (1645-1709) arbeitete als Physiker und behandelt in seinem Werk verschiedene Aspekte des Gebrauches und der Anwendung von Opium. – Papierbedingt gebräunt. Braun- und fingerfleckig. Vorsatz mit hs. Besitzvermerk.

Lot 224, Auction  128, Kraepelin, Emil, Psychiatrie. Ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte

Kraepelin, Emil
Psychiatrie. Ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte
Los 224

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Kraepelin, Emil. Psychiatrie. Ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte. 6. vollständig umgearbeitete Auflage. XIII, 362 S. ; X, 607 S. Mit 6 Tafeln in Autotypie, 3 Tafeln in Fotografie, 16 Kurven, 3 Diagrammen und 13 Schriftproben. OLeinen (etwas berieben und bestoßen, Kapitelle teilweise mit kleinen Einrissen sowie Rückengelenke vereinzelt etwas offen) mit goldgeprägtem RTitel. Leipzig, Barth, 1896.
Vgl. Garrison-M. 4941 (EA. v. 1883). – Berühmtes Hauptwerk. – Vorsatz mit Besitzstempel "Akademische Turnverbindung zu Greifswald". Papierbedingt leicht gebräunt, Titel mit Besitzvermerk, teilweise mit Unterstreichungen im Text und Band zwei mit teils gelösten Innenstegen. – Dabei: Rudolph Hermann Lotze. Medicinische Psychologie oder Physiologie der Seele. VIII, 632 S. 20,5 x 13 cm. Späterer Pappband (berieben und betoßen, Rücken etwas brüchig) mit goldgeprägtem RSchild.Leipzig, Weidmann, 1852.

Lot 225, Auction  128, Manning, Henry, Über die Mutterbeschwerung nach der 2. Londoner Auflage

Manning, Henry
Über die Mutterbeschwerung nach der 2. Londoner Auflage
Los 225

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Manning, Henry. Über die Mutterbeschwerung nach der 2. Londoner Auflage. LXXII, 258 S., 23 Bl. 21 x 12,5 cm. Pappband d. Z. (stärker bestoßen und berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Wien, Franz Jakob Kaiserer, 1790.
Engelmann 355. GV 92, 350. Erste dt. Ausgabe. – Sehr seltenes medizinischen Werk von Henry Manning (keine Lebensdaten bekannt) über weibliche Krämpfe und sogenannte "Mutterbeschwerden". – Innengelenk am Titel offen, vereinzelt leicht braun- und fingerfleckig sowie leicht gewellt.

Lot 226, Auction  128, Maury, F., Handbuch der Zahnarzneikunde, nach dem gegenwärtigen Standpuncte der Wissenschaft

Maury, F.
Handbuch der Zahnarzneikunde, nach dem gegenwärtigen Standpuncte der Wissenschaft
Los 226

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Maury, F. Vollständiges Handbuch der Zahnarzneikunde, nach dem gegenwärtigen Standpuncte der Wissenschaft. 2., nach der dritten Ausgabe des französischen Originals verbesserte Auflage. XII, 382 S. Mit 40 lithographierten Tafeln. 20,5 x 12,5 cm. Halbleder d. Zeit mit RSchild (leicht berieben, Ecken und 1 Kante bestoßen, Innengelenke gebrochen, Vorsätze sauber beschrieben). Weimar, Landes-Industrie-Comptoir, 1840.
Poletti 135. Hirsch-Hübotter IV, 126. – Deutsche Übersetzung des 'Traité complet de l'art du dentiste'. Maury (eig. Auguste Tillet) war Zahnarzt an der École Polytechnique zu Paris und Ehrenmitglied der medizinischen Fakultät. Die Tafeln zeigen u.a. sehr ausführlich zahnärztliche Bestecke, Zahnbürsten, Kieferprothesen und Geräte zur Herstellung von Zahnersatz. – Gebräunt und stockfleckig, die Tafeln stärker. Teils mit leichten Knickspuren, wenige Bl. etwas angeschmutzt. Die letzten 10 Tafeln mit kl. Wasserfleck in der oberen Außenecke.

Lot 227, Auction  128, Mead, Richard, Monita et praecepta medica

Mead, Richard
Monita et praecepta medica
Los 227

Schätzung
100€ (US$ 115)

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Mead, Richard. Monita et praecepta medica. 5 Bl., 174 S. Leder d. Z. (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Hamburg und Leipzig, Grund und Holle, 1752.
Vgl. Hirsch-Hübotter. IV, 142. Waller 6398 (1. Ausgabe von 1754). Poggendorff II, 98. Eimas, Heirs of Hippocrates 771. – Wohl zweite Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahr 1751 in Venedig in der Offizin von Storti. "Mead's text of medicine covers a wide range of subjects: fevers, diseases of the skin, mental derangements, cardiovascular diseases, gastrointestinal complaints, apoplexy, afflictions of the eyes, and gynaecological problems." Richard Mead (1673-1754) war englischer Arzt und praktizierte unter anderem für den König. – Papierbedingt gebräunt sowie stock- und feuchtfleckig.

Lot 228, Auction  128, Meyer, Ernst Julius Jacob, Versuch einer medicinischen Topographie und Statistik der Haupt- und Residenz-Stadt Dresden

Meyer, Ernst Julius Jacob
Versuch einer medicinischen Topographie und Statistik der Haupt- und Residenz-Stadt Dresden
Los 228

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Meyer, Ernst Julius Jacob. Versuch einer medicinischen Topographie und Statistik der Haupt- und Residenz-Stadt Dresden. XX, 350 S. Mit 1 gefalteten grenzkolorierten lithographischen Stadtplan von J(ohann Anton) Williard nach W. Jäger und 3 lithographischen Tafeln mit Linienkolorit. 28,5 x 21,3 cm. Grüner Halblederband d. Zt. (Kanten etwas beschabt, Ecken bestoßen) mit Romantikerrückenvergoldung, dreiseitigem Goldschnitt, blauen Vorsätzen und geprägtem Bezugspapier. Stolberg am Harz und Leipzig, B. G. H. Schmidt, 1840.
Nicht bei Hirsch-Hübotter, Wellcome und Waller. – Einzige Ausgabe. Meyer war praktischer Arzt in Berlin und zum Zeitpunkt der Publikation in Dresden, außerdem Mitglied der Dresdner "Gesellschaft für Natur- und Heilkunde". "Unter den neueren Werken dieser Art (med. Topographien) gebührt der Schift Meyer's (!) nach Umfang, Reichhaltigkeit und Sorgfalt der Anordnung unbestritten die erste Stelle. Ja, es verdient diese Stelle schon durch seine überaus interessanten statistischen Bemerkungen, die sich selbst über Gegenstände erstrecken, die man sonst in ähnlichen Werken unerörtert findet." ("H. H." in der Jen. Allg. Lit.-Zeitung, 37. Jg., 1841, Sp. 347-349). Sicherlich spielt der Rezensent damit auf die umfangreichen Abt. Flora, Fauna und Mineralien um Dresden an. Die weiteren Abschnitte behandeln u.a. Bauart der Wohnungen, nächtliche Beleuchtung, Kleidung, Nahrungsweise und Reinlichkeit der Bewohner, Vergnügungen, Moralität, Konstitution, Temperament und Charakter sowie im Besonderen natürlich das Medizinalwesen und Krankheitszustand u. Mortalität. Der vorliegende Band ist (im Gegensatz zur Normalausgabe) auf besserem, kräftigen Papier gedruckt. Stadtplan und Tafeln sind linienkoloriert, auch enthält der Stadtplan statt 42 insgesamt 89 Bezeichnungen und umfasst damit auch die Straßen der Vorstädte. Gebunden ist er von dem Dresdner Buchbinder Otto Bor(r)mann, der zwischen 1840 und 1860 in den Adressbüchern nachweisbar ist (1861 nur noch seine Witwe). – Mit gedruckter Widmung an die Königin Marie von Sachsen (1805-1877). Vorblatt mit gekröntem Monogramm-Stempel "PP". Etwas stockfleckig. Sonst schönes Exemplar der Vorzugsausgabe.

Lot 229, Auction  128, Primerose, James, De mulierum morbis et symptomatis libri quinque

Primerose, James
De mulierum morbis et symptomatis libri quinque
Los 229

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Primerose, James. De mulierum morbis et symptomatis libri quinque. 4 Bl., 390 S., 3 Bl. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel. 19,5 x 14,5 cm. Pergament d. Z. (fleckig, bestoßen und etwas geworfen) mit hs. RTitel. Rotterdam, A. Leers, 1655.
STCN 058063919. Hirsch-Hübotter IV, S. 675. Krivatsy 9282. Wellcome IV, S. 438. – Erste Ausgabe. – Vorderes, hinteres und wenige Stellen im Text mit geöffnetem Innengelenk. Leicht braun- und feuchtfleckig, gewellt und vereinzelt mit winzigen Randläsuren.

Lot 230, Auction  128, Reil, Johann Christian, Archiv für die Physiologie

Reil, Johann Christian
Archiv für die Physiologie
Los 230

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Reil, Johann Christian. Archiv für die Physiologie. 3 Bände. Mit 11 (teils gefalteten) Kupfertafeln. 20 x 11 cm. Pappband des 19. Jhr. (berieben, bestoßen und teils mit Einrissen an den Kapitalen) mit goldgeprägtem RSchild. Halle, Curt, 1796-1799.
Hirsch IV, 694. ADB 700. – "In R. tritt uns an der Schwelle der neuesten Zeit einer der damals bedeutendsten deutschen Aerzte und medicinischen Schriftsteller entgegen ... In dem von ihm gegründeten Archiv für Physiologie verfolgte er das Bestreben, der praktischen Medizin durch innige Vereinigung mit der Physiologie eine wissenschaftliche Grundlage zu schaffen" (ADB). – Titel mit privatem Besitzstempel. Papierbedingt gebräunt, feuchtrandig, stockfleckig, knickspurig und mit Fehlstellen (teils hinterlegt). Ein Band mit offenem Inngelenk, Block teils gelöst.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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