Hooghe, Romeyn de
Hieroglyphica, oder Denkbilder der alten Völker
Los 2060
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Hooghe, Romeyn de. Hieroglyphica, oder Denkbilder der alten Völker, namentlich der Aegyptier, Chaldäer, Phönizier, Jüden, Griechen, Römer, u.s.w. Übersehen und besorgt von Arnold Heinrich Westerhovius. Ihrer Schönheit wegen ins Hochdeutsche übersetzt, und mit einer Vorrede S. J. Baumgartens begleitet. 16 Bl., 396 S., 14 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, gestochenem Portrait, gestochener Titelvignette, großem gestochenem Wappenkupfer, gestochener Kopfvignette und 63 Kupfertafeln. 25 x 19,5 cm. Pergament d. Z. (schwach fleckig und berieben, Deckel minimal geworfen, mit hs. RTitel). Amsterdam, Arkstee und Merkus, 1744.
Landwehr 108. Hollstein IX, 131. Nagler VII S. 109, 52. – Erste deutsche Ausgabe in der Übersetzung Baumgartens, mit der üppigen Ausstattung der niederländischen Originalausgabe. Prächtig illustriertes mythologisches und emblematisches Bestimmungswerk, jedes Blatt mit einer Fülle von phantastischen, grotesken, politischen und allegorischen Figuren und Anspielungen. "Though not strictly an emblem-book, it contains so much allegorical material that it is in it's right place in a collection of emblem books" (Landwehr, Dutch 94). "Hooghe ist der wichtigste und glänzendste Vertreter des holländischen Spätbarocks mit seiner Häufung von starken Effekten, seinem Streben nach Ausdruck und Charakter, dabei auch vor dem 'Häßlichen' nicht zurückschreckend; barock ist auch das Raumgefühl mit der plastischen Herausarbeitung des Körperlichen und der Tiefenwirkung" (Thieme-Becker). – Anfangs schwach braunfleckig. Sehr schönes und wohlerhaltenes Exemplar, mit dem zumeist fehlenden Schlussblatt "Erinnerung an den Buchbinder".
Horatius Flaccus, Quintus
Opera cum erudito Laevini Torrentii commentario
Los 2061
Schätzung
180€ (US$ 207)
Horatius Flaccus, Quintus. (Opera) cum erudito Laevini Torrentii commentario, nunc primum in lucem edito. Item Petri Nannii Alcmariani in artem poeticam. 10 Bl., 839 S., 24 Bl. Mit gestochener Druckermarke auf dem Titel, Holzschnitt-Druckermarke am Schluss sowie 2 gestochenen blattgroßen Portraits. 26 x 17,5 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, vorderes Gelenk unschön geplatzt) und hs. RTitel. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1608.
Schweiger II1, 401. Brunet III/1, 316. – Erste Ausgabe der umfangreichen Horaz-Kommentare des Antwerpener Bischofs Laevinus Torrentius (1525-1595), im bekannt schönen Plantin-Druck. "Edition estimee a cause du commentaire" (Brunet). – Stellenweise schwach gebräunt. Mit alten Annotationen, insbesondere am Anfang einige Blatt sehr ausführlich.
Horatius Flaccus, Quintus. Opera. 2 Bände. 17 Bl., 264 S., 1 Bl.; 12 Bl., 191 S., 7 Bl. (komplett in Kupfer gestochen). Mit 2 gestochenen Frontispices und zahlreichen Textkupfern, Vignetten und Initialen. 22 x 14,5 cm. Moderner Halblederband mit goldgeprägtem RTitel. London, John Pine, 1733-1737.
Brunet III, 320. Graesse III, 354. Cohen-Riccie 497-498. Thieme Becker XXVII, 53. Dibdin4II, 108. – Mit dieser prächtigen Ausgabe, die zahlreiche antike Darstellungen enthält, schuf der Londoner Kupferstecher John Pine (1690-1756) "das erste ganz in Kupfer gestochene Buch in Europa" (Thieme-Becker). Pine, Verleger, Graveur und Kartograph, erlangte Bekanntheit durch seinen künstlerischen Beitrag zur Augusteischen Literatur und dem newtonianischen wissenschaftlichen Paradigma, das während der britischen Aufklärung florierend war. – Vereinzelt braun- und stockfleckig. Schönes Exemplar.
Horatius Flaccus, Quintus. Poemata, quae extant, omnia. Argumentis et scholis virorum doctiß. illustrata, cum indicatione diversarum lectionum, partim e sex codicibus veteribus manuscriptis, partim ex opt. notae libris aliquot impreßis, studio et opera Gregorii Bersmani. 12 Bl., 496 S., 12 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 16 x 10 cm. Halbpergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, Rückenbezug etwas lädiert, hinteres Gelenk gebrochen, Rückdeckel dadurch gelöst). (Leipzig), Gotthard Vögelin für Henning Grosse, 1602.
VD17 3:008477N. ADB II, 508. – Erste Ausgabe der kommentierten Edition durch den aus dem erzgebirgischen Annaberg stammenden lateinischen Dichter Gregor Bersmann (1538-1611), einer von zwei im selben Jahr erschienen Drucken mit abweichender Kollation. "Bersmann war nicht ohne Reizbarkeit und Heftigkeit und zog sich dadurch viel Feindschaften zu, aber die ungestörte Freundschaft aller seiner Lehrer und der ausgebreitete Verkehr mit den Besten seiner Zeit spricht zu seinen Gunsten. Er hat sich hauptsächlich mit den lateinischen Dichtern beschäftigt, für die Herstellung des Textes ganz gegen die Sitte seiner Zeit auch Handschriften (freilich wenig werthvolle) benutzt und am Rande der Ausgaben scholia d. h. kurze Anmerkungen aus den früheren Werken und eigener Gelehrsamkeit hinzugefügt. So erschien zuerst 1581 Virgil, 1582 in drei Bänden Ovid’s sämmtliche Dichtungen und endlich 1602 Horaz (erweitert 1616)" (ADB). – Papierbedingt gleichmäßig etwas gebräunt, einige Eckknicke, Titel und erstes Textblatt zur Hälfte gelöst. Sehr seltene frühbarocke Klassikerausgabe, für die in den letzten 30 Jahren kein Ergebnis auf einer deutschen Auktion nachweisbar ist. – Beigebunden: Marcus Antonius Sabellicus. De Latinae linguae reparatione, dialogus. Accessit etiam dissertatio De periodis litterarum. Ex bibliotheca Joh. Philippi Parei. 60 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Neustadt an der Weinstraße bzw. Frankfurt, Johann Karl Unckel für Heinrich Stark, 1617. - VD17 1:043922L. - Seltener Druck der zuerst 1489 erschienenen gelehrten sprachwissenschaftlichen Abhandlung des italienischen Historikers Marcantonio Sabellico (um 1436-1506). - Etwas gebräunt und braunfleckig, Titel mit dezentem Tinteneinrag, am Schluss mit ausführlichen zeitgenössischen Notaten. - Franciscus Floridus. Apologia pro M. Accio Plauto, aliisque poetis Latinis. Adversus linguae Latinae obtrectatores. Ex Bibliotheca Joh. Philippi Parei. Accessit eiusdem opera libellus De imitatione Terentiana. 2 Teile. 54 S., 1 w. Bl.; 38 S. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. Ebenda 1618. - VD17 14:625940Y. - Zweite Ausgabe der bereits ebenda im Vorjahr erschienenen altertumskudlichen Streitschrift des italienischen Humaisten Franciscus Floridus (1511-1547). - Beide Drucke mit dem kuriosen Signet der wenig bekannten Offizin von Heinrich Stark in Neustadt an der Weinstraße (Gewölbe, in dem ein Mann Säulen verschiebt). - Etwas gebräunt und braunfleckig. Insgesamt wohlerhaltener Sammelband mit drei sehr seltenen frübarocken Drucken.
Horn, Moritz. Am Erlenhof. Original-Roman. 3 Bände. 16,5 x 10,5 cm. Halbleinen d. Z. Leipzig, E. F. A. T. Rötschke, 1870-1871.
Kosch VIII, 126 (Erscheinungsjahr irrig 1871). – Einzige Ausgabe des seltenen Romans, Spätwerk des sächsischen Erzählers und Dramatikers Moritz Horn (1814-1874). – Papierbingt schwach gebräunt, Titel von Band III mit kleinem Eckabriss, sonst wohlerhalten. Über den KVK nur zwei Standortnachweise in Schwerin und Chemnitz (Geburtsort des Verfassers).
(Jung-)Stilling, (Johann) Heinrich. Das Heimweh [und:] Der Schlüssel zum Heimweh. Mischauflage. 5 Bände. Halbleder d. Z. (etwas berieben, Band V minimal abweichend gebunden, am oberen Kapital bestoßen sowie mit kleiner Bezugsfehlstelle) mit goldgeprägtem RSchild. Frankfurt und Leipzig, o. Dr., 1794-1796 bzw. Marburg, Neue akademische Buchhandlung, 1796.
Vgl. Borst 714. Goedeke IV/1, 689, 10 und 12. Schulte-Strathaus 77f., 25a/b und 28a. – In erster Ausgabe bzw. aus dem jeweiligen Jahr der Erstausgabe. – Leicht gebräunt und gering braunfleckig. Fl. Vorsatz jeweils mit größerem Abschnitt der oberen Ecke, Vorsätze teils erneuert.
Justinus. Opera. Item Athenagorae, Theophili, Tatiani, & Hermiae tractatus aliquot. Editio nova juxta Parisinam anni 1636. 3 Teile in 1 Band. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Portrait und gestochener Titelvignette. 21 Bl., 539, 56 S., 24 Bl., 197 S., 1 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Portrait und gestochener Titelvignette. 36,5 x 22,5 cm. Kalbsleder d. Z. (bestoßen und mit Schabspuren). Köln, Jeremias Schrey und Heinrich Johann Mayer, 1686.
VD 17 1:071949C. – Kölner Neudruck der Pariser Ausgabe von 1636. Mit griechisch-lateinischem Paralleltext. – Im Rand etwas gebräunt, leicht stockfleckig, stellenweise mit verblassten Feuchtigkeitsrändern.
Klassikerausgaben. - Sammlung von 26 historischen Ausgaben griechischer und lateinischer Klassiker des 17. bis 19. Jahrhunderts, teils in deutschen Übersetzungen und zumeist mit gelehrten Kommentaren. Oktavo und Quarto. Zumeist Einbände d. Z. Verschiedene Orte und Verlage. 1675-1832.
I. T. M. Plautus. Comoediae viginti et fragmenta. Illustravit J. Operarius. Paris 1679. - II. L. A. Florus. Rerum Romanarum epitome. Interpretatione et notis illustravit Anna Tanaquilli Fabri filia. Paris 1674. - III. C. V. Paterculus. Historiae Romanae. Interpretatione et notis illustravit R. Riguez. Paris 1675. - IV. L. C. F. Lactantius. De mortibus persecutorum. Recensuit P. Bauldri. Utrecht 1692. - Vorderes Innengelenk geplatzt. - V. Derselbe. Opera omnia. I. G. Walchius recensuit. Leipzig 1715. - VI. Dasselbe. Emendata a C. A. Heumanno. Göttingen 1736. - VII. Q. Horatius Flaccus. (Opera) cum commentariis Johannis Bond. Leiden 1653. - Mit Feuchtigkeitsrand. - VIII. Derselbe. La poetica. Rom 1777. - IX. P. C. Tacitus. Opera, quae exstant. I. F. Gronovius recensuit. 2 Bände. Amsterdam 1685. - X. Theophrast. Characteres. Illustravit F. Astius. Leipzig 1816. - XI. M. T. Cicero. Von dem Redner. Drei Gespräche. Übersetzt und erläutert von F. C. Wolff. Altona 1801. - XII. Diogenes Laertios. Von dem Leben, den Meinungen und merkwürdigen Reden der berühmten Philosophen. Mit Anmerkungen von Snell. Gießen 1806. - Titel in Kopie. - XIII. L. A. Seneca. Tragoediae cum notis J. F. Gronovii. Amsterdam 1682. - XIV. Justinus. Historiae Philippicae. Curante A. Gronovio. Leiden 1719. - XV. C. Claudianus. (Opera) quae exstant. Illustrata a I. M. Gesner. Leipzig 1759. - XVI. G. Plinius C. Secundus. Epistolarum libri decem. Cum adnotationibus I. M. Gesner. Leipzig 1739. - XVII. L. A. Florus. Epitome rerum romanarum ex recensione I. G. Graevius. Leipzig 1760. - XVIII. Xenophon. Apomnemoneumata. Eine Schrift zur Ehre des Sokrates, aus dem Griechischen übersetzt von Benjamin Weiske. Leipzig 1794. - XIX. Aristophanes. Comoedia Plutus. Recognovit ad T. Hemsterhuis. Harlingen 1744. - XX. Chrestomathia graeca. Editi a I. M. Gesner. Leipzig 1792. - XXI. Hesiod. Gedichte übersetzt von Christian Heinrich Schütze. Hamburg und Kiel 1797. - XXII. Platon. Gastmahl. Herausgegeben von F. A. Wolf. Leipzig 1782. - XXIII. Sanchuniathon. Historiarum Phoeniciae. Editit F. Wagenfeld. Bremen 1837. - XXIV. M. T. Cicero. Libri De divinatione. Ex recensione I. I. Hottingeri. Leipzig 1793. XXV. Apollonios von Rhodos. Der Argonautenzug oder die Eroberung des goldenen Vließes. Verdeutscht von Dr. Willmann. Köln 1832. - XXVI. - Alkiphron. Epistolae. Recensitae cum S. Bergleri commentario integro. 2 Teile in 1 Band. Leipzig 1798. Normale Gebrauchsspuren. - Weitere Beigaben, teils in Einzelbänden, ohne Kupfertafeln, inkomplette Exemplare etc.
Kleist, Heinrich von
Die Familie Schroffenstein. Bern und Zürich, Gessner, 1803
Los 2068
Schätzung
6.400€ (US$ 7,356)
Kleist, Heinrich von. Die Familie Schroffenstein. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen. Titel, 265 S. Schwarzes Maroquin d. Z. (Kanten leicht bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild (angesplittert) und reicher Goldprägung. Bern und Zürch (sic!), Gessner, 1803.
Goedeke VI 100, 1. Sembdner 1. Borst 947. – Erste Ausgabe von Kleists erster, anonym erschienener Veröffentlichung, außerordentlich selten. Obwohl in einem kleinen Schweizer Verlag und in wenig korrektem Druck erschienen, erregte das erste Werk des fünfundzwanzigjährigen Kleist bei Erscheinen beträchtliches Aufsehen. Die Freunde in der Schweiz, Ludwig Wieland und Heinrich Gessner, hatten nach Kleists Abreise das Manuskript überarbeitet und druckfertig gemacht, durchaus nicht zu Kleists Zufriedenheit, der das Buch eine 'elende Scharteke' nannte und seinen Namen dafür nicht preisgeben wollte" (Sembdner in: Marbacher Magazin 7, Nr 1.). – Etwas fleckig, stellenweise leicht gebräunt. Zwei Blätter mit hinterlegter Randläsur (ohne Textverlust). Titel mit Eintrag des Verfassers, weiterem Besitzvermerk (dieser auch auf dem letzten Blatt) und verso gestempelt. Buchblock leicht angebrochen und gering verzogen, Vorsätze erneuert.
Körner, Theodor. Leyer und Schwert. Zweite rechtmäßige, vom Vater des Dichters veranstaltete Ausgabe. 1 Bl., VIII, 101 S., 1 w. Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 19 x 14 cm. Neuerer marmorierter Pappband im Stil d. Z. (oberes Kapital leicht bestoßen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Friedrich Nicolai, 1814.
Goedeke VII, 841, 18. – Zweite rechtmäßige, im Jahr des Erstdrucks erschienene Ausgabe. Das Vorwort im Erstdruck. – Stellenweise etwas stockfleckig. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar, unbeschnitten.
Kolibri. Oder:
fleißiger Sammler vermischter kleiner Aufsätze
Los 2070
Schätzung
300€ (US$ 345)
Nicht im KVK
Kolibri. Oder: fleißiger Sammler vermischter kleiner Aufsätze, auch sonstiger im menschlichen Leben vorkommender lesenswerther Anecdoten und Begebenheiten. Abteilung VII, Stücke I-XII. 192 S. 16,5 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben). Zittau, J. G. Seyfert, (um 1835).
Nicht bei Diesch und Kirchner. – Sehr seltene, bibliographisch nicht nachweisbare Zittauer Zeischrift mit literarisch-historischen Beiträgen für den einfachen Leser, herausgegeben von K. A. A. Riemer. Enthält zwölf Hefte der Abteilung VII, wohl ein ganzer Jahrgang. Mit zahlreichen Textbeiträgen, u. a. der schönen Spukgeschichte "Zwei Gespenster auf einmal, wovon eins das andere erschreckt". Der Erscheinungszeitraum der Zeitschrift konnte nicht ermittelt werden. Über den KVK ist lediglich ein Exemplar des sechsten Jahrgangs in Frankfurt nachweisbar; für den vorliegenden Jahrgang VII gibt es keinen Standortnachweis. – Gering fleckig, einige Textblatt mit Monogrammstempel "HW".
Kotzebue, August von. Die Grille. Eine Sammlung von Geschichten, die sich ganz artig lesen lassen. 3 Teile in 1 Band. Mit 3 gestochenen Frontispices. 16,5 x 10 cm. Pappband d. Z. (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Königsberg, o. Dr. (Friedrich Nicolovius), 1812.
Goedeke V, 285, 186. Diesch 1470. – Erste Ausgabe. Fortsetzung der in den Jahren 1808 bis 1810 von Kotzebue herausgegebenen antinapoleonischen Zeitschrift Biene. – Vereinzelt etwas braun- und fingerfleckig sowie mit wenigen Knickspuren.
La Fontaine, Jean de. Fables choisies, mises en vers. 4 Bände. Mit gestochenem Portrait, Holzschnitt-Titelvignette (wdh.), 275 Kupfertafeln nach Oudry und zahlreichen Holzschnitt-Vignetten. 43 x 27 cm. Marmorierte Kalblederbände d. Z. (beschabt und bestoßen, Kapitale teils mit Einrissen und Fehlstellen) mit goldgeprägtem RTitel, reicher RVergoldung und goldgeprägter Titelbordüre auf beiden Deckeln, goldgeprägten Innenkanten und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Desaint & Saillant, Durand, 1755-1756.
Cohen-Ricci 548f. Sander 1065. Fürstenberg S. 75ff. – Eines der prächtigsten Werke der französischen Buchillustration des 18. Jahrhunderts, an dem zahlreiche vorzügliche Stecher gearbeitet haben. U. a.: Aubry, Baquoy, Cars, Cochin, Dupuis, Fessard, Galimard, Legrand, Moitte, Tardieu etc. Die phantasievollen Cul-de-Lampe-Holzschnitte am Ende einer jeden Fabel sind von Papillon und Le Sieur nach Bachelier geschnitten. Über die Qualität der Ausstattung und Illustrationen sagt Fürstenberg: "Seine (Oudrys) berühmten Zeichnungen zu den 'Fables' von La Fontaine sind bereits vor 1735 entstanden, begannen aber erst in seinem Todesjahr zu erscheinen. Sie waren allerdings so rein malerisch entworfen, daß sie von dem jüngsten Cochin für die Zwecke des Kupferstichs überarbeitet werden mußten. Vom Standpunkt der Buchillustration war diese Überarbeitung ein Erfolg". – Es fehlt das gestochene Frontispiz. Insgesamt leicht stockfleckig, vereinzelt mit Randläsuren und knickpsurig, mit kleineren Gebrauchsspuren, sonst gutes Exemplar. Die Kupfertafeln in hervoragend kräftigem Druck und nur vereinzelt minimal fleckig.
Lavater, Johann Caspar
L'art de connaitre les hommes par la physionomie
Los 2073
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Lavater, Johann Caspar. L'art de connaitre les hommes par la physionomie. Nouvelle édition, corrigée et disposé par J. L. Moreau. 10 Bände. Mit 603 Kupfern im Text und auf Tafeln. 23 x 15 cm. Rote Halblederbände d. Z. (etwas fleckig und berieben, Ecken leicht bestoßen, Kanten mit schwachen Schabspuren) mit dezenter klassizistischer RVergoldung. Paris, (Prudhomme), 1806-1809.
Brunet III, 887. Schulte-Strathaus 109, 77 e. – Zweite französische Ausgabe, gegenüber der ersten (vierbändigen) in veränderter Ordnung und sowohl im Text als auch in den Illustrationen erheblich vermehrt. "Edition d'un usage beaucoup plus commode que la precedente" (Brunet). Lavaters Hauptwerk Physiognomische Fragmente erschien zuerst 1775 bis 1778. – Etwas stock- und braunfleckig. Unbeschnittenes Exemplar in dekorativen Halblederbänden. Schöne Reihe.
Lessing, Gotthold Ephraim. Kleinigkeiten. Neue Auflage. 100 S., 2 Bl. Mit gestochener Titelvignette von J. A. Fri(e)drich. 17 x 10 cm. Leder d. Z. mit neuem goldgeprägten RSchild (berieben und mit 2 Schabstellen). Frankfurt und Leipzig (d. i. Stuttgart, Metzler), 1757.
Muncker 372; Goed. IV/1, 361, 36 b. Seifert 175. – Zweite Ausgabe dieser Sammlung von Gedichten, Liedern und Sinnsprüchen, die gegenüber der ersten (1751) um 21 Stücke vermehrt ist und die Lessing erstmals auf dem Titelblatt als Verfasser nennt. Die Titelvignette ist eine Arbeit des Augsburger Kupferstechers Jakob Andreas Friedrich, die Lanckoronska-Oehler zu seinen "reizvollsten Arbeiten" zählen: "das tanzende Pärchen, mit Weinlaub bekränzt und in einen Rahmen von Reben und Musikinstrumenten gefaßt, spiegelt meisterhaft die anakreontischen Tändeleien des jungen Lessing" (S. 39). – Etwas gebräunt und fleckig. Titel mit privatem Stempel und zwei Besitzvermerken (1 gestrichen). – Beigebunden: Marc Akenside. Die Vergnügungen der Einbildungskraft. Ein Gedicht in dreyen Büchern. Aus dem Englischen. 148 S. Mit gestochener Titelvignette von G. L. Crusius. Greifswald und Leipzig, Weitbrecht, 1757. - Erste vollständige deutsche Ausgabe. Hauptwerk des englischen Dichters und Leibarztes der Königin, Marc Akenside (1721-1770).
Lessing, Gotthold Ephraim. Wie die Alten den Tod gebildet. 5 Bl., 87 S. Mit gestochener Titelvignette, gestochener Kopfvignette und 5 Kupfertafeln. 19,5 x 13,5 cm. Halbleder d. Z. (leicht berieben und bestoßen, Deckel lichtrandig) mit goldgeprägtem RSchild. Berlin, Christian Friedrich Voß, 1769.
Goedeke IV, 1, 417, 113. Muncker S. 418f. Seifert 1189. Borst 201. – Erste Ausgabe. "Trotz der Unzulänglichkeit von Lessings künstlerischem Beweismaterial und der für das größere Lesepublikum trockenen Materie gewinnt die Schrift durch ihren klaren, kraftvollen, elegant durchkomponierten Prosastil eine Lebendigkeit der Argumentation, die Goethe und Schiller begeisterte" (KLL VII, 1108). – Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar.
Lever, Charles
Sammlung von 3 Werken in bibliophilen Handeinbänden
Los 2076
Schätzung
300€ (US$ 345)
Lever, Charles. Sammlung von 3 Werken in 5 Bänden. Mit zahlreichen Stahlstichtafeln von Phiz. 20,5 x 13 cm. Spätere marmorierte Halbmaroquinbände (Rücken stark ausgeblichen) mit dezenter ornamentaler RVergoldung (dreiblättriges Kleeblatt), goldgeprägtem RTitel und KGoldschnitt. Verschiedene Orte und Verlage, 1844-1850.
Drei Schriften des irischen Erzählers Charles Lever (1806-1872) in bibliophilen Handeinbänden mit dem irischen Nationalsymbol (dreiblättriges Kleeblatt) als Rückendekor.Vorhanden sind: I. The knight of Gwynne. 2 Bände. London, Chapman and Hall, 1847. - II. Roland Cashel. 2 Bände. Ebenda 1850. - III. Tom Burke of "ours" (Band I). Dublin, William Curry, 1844. – Papierbedingt schwach gebräunt, die Tafeln etwas fleckig. Wohlerhaltene Exemplare aus einer Adelsbibliothek mit entsprechendem Wappenexlibris auf dem Innenspiegel.
Longinus, Dionysios (Pseudo-Longinos). Peri hypsous hypomnima. De sublimitate commentarius (graece et latine), quem nova versione donavit, perpetuis notis illustravit Zacharias Pearce. 4 Bl., XV, 187, 28 S., 8 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, Wappenkupfer und Textkupfer. 28,5 x 21,5 cm. Marmorierter Halbpergamentband um 1890 mit hs. RTitel. London, Jacob Tonson und Johannis Watts, 1724.
Schweiger 189. – Erste von dem englischen Bischof Zachariah Pearce (1690-1774) edierte Ausgabe. "Neue Recension nach Manuskripten und der princeps, mit genauer Angabe der Varianten" (Schweiger). Die Abhandlung Über das Erhabene des Pseudo-Longinos zähl bekanntlich zu den wirkungsmächtigsten dichtungstheoretischen Werken der Antike mit weitreichendem Einfluss auf Goethe, Schiller, Hölderlin, Kant etc. Splendid gesetzter Quartdruck auf festem Bütten mit lateinisch-griechischem Paralleltext. Das Frontispiz zeigt eine antike Gelehrtenrunde in einer Bibliothek mit den Büsten von Demosthenes, Homer und Platon. – Anfangs und am Schluss leicht fleckig, sonst sauber und wohlerhalten. Editionsphilologisch wichtige Ausgabe in einem Exemplar aus der Bibliothek der "Werkbücherei Gubener Lederfabrik Volkseigener Betrieb", mit entsprechenden Vermerken und Tilgungsstempeln auf dem Frontispiz verso.
Lucanus, Marcus Annaeus
Pharsalia: Sive De bello civili Caesaris et Pompeii libri X
Los 2078
Schätzung
180€ (US$ 207)
Lucanus, Marcus Annaeus. Pharsalia: Sive De bello civili Caesaris et Pompeii libri X. Ex emendatione V. C. Hugonis Grotii, cum eiusdem ad loca insigniora notis. 12 Bl., 432 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 17 x 10,5 cm. Pergament d. Z. (berieben). Antwerpen, Plantin-Raphalengius, 1614.
Schweiger 563. Ebert 12345. – Erste Ausgabe der Edition von Hugo Grotius, "nach den vorhandenen kritischen Hilfsmitteln, besonders Pulmann und Bersmann" (Schweiger). Einzige von Lukan überlieferte Schrift, die auch unter dem Titel Pharsalia bekannt ist und in Versen den römischen Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius behandelt. Schöner Plantindruck mit der berühmten Druckermarke auf dem Titel: eine Hand, die mit einem Zirkel einen Kreis zieht, begleitet von dem Wahlspruch "Labore et Constantia" (Mit Fleiß und Beharrlichkeit). – Etwas braunfleckig, fl. Vorsatz mit längerem Eintrag, Titel mit alten Besitzeinträgen. Es fehlt das hintere fl. Vorsatz.
Lucian von Samosata. Sämtliche Werke. Aus dem Griechischen übersetzt und mit Anmerkungen und Erläuterungen versehen von C(hristoph) M(artin) Wieland. 6 Bände. 20 x 12 cm. Halbleder d. Z. (Rücken stärker berieben, auch die Deckel von Band IV) mit RVergoldung und goldgeprägten (verblassten) RSchildern. Leipzig, Weidmann, 1788-1789.
Goedeke IV/1, 566, 149. Schweiger 197. Günther-Zeilinger 1438. Borst 581. – Erste Ausgabe der Übersetzung Wielands. "Im Geiste des Originals, obgleich nicht immer treu übertragen. Einige Dialogen sind ihrer Schlüpfrigkeit wegen nicht aufgenommen" (Schweiger). – Etwas fleckig, Titel mit Besitzeintrag und Ziffernsignatur in Farbstift.
Lycophron. Alexandra, obscurum poema. Cum Graeco Isaacii, seu potius Joannis, Tzetzae commentario. Versiones, variantes lectiones, emendationes, adnotationes, & indices necessarios. Adjecit Joannes Potterus. Editio secunda. 8 Bl., 183 S., 17 Bl., 174 S., 9 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und gestochener Titelvignette. 32,5 x 21 cm. Halbleder d. Z. (fleckig, berieben und beschabt, Ecken bestoßen) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Oxford, Sheldonian Theatre, 1702.
Schweiger 200. – Zweiter Druck der zuerst 1697 erschienenen Oxforder Ausgabe. Splendid gesetzter Quartdruck mit den klassischen Kommentaren des byzantinischen Gelehrten Johannes Tzetzes (um 1110- um 1180), die für diese Ausgabe noch einmal vermehrt und verbessert wurden. Dem griechischen Grammatiker und Dichter Lykophron aus Chalkis (um 320 v. Chr. - nach 280 v. Chr.) zugeschriebener dramatischer Monolog mit den dunklen Weissagungen der Seherin Kassandra über den Untergang Trojas. "Äusserst seltne Ausgabe" (Schweiger). Mit griechisch-lateinischem Paralleltext und sowie griechischem und lateinischem Titelblatt. – Frontispiz und beide Titelblätter alt gestempelt. Etwas fleckig, stellenweise im Rand durch Feuchtigkeit schwach gewellt.
(Maximilian, Herzog in Bayern). Skizzen-Buch von Phantasus (Pseudonym). Für 1834. 86 S., 1 Bl. Mit lithographischem Frontispiz. 14,5 x 10,5 cm. Illustrierter OPappband (fleckig). München, Georg Franz, (1834).
ADB LII, 270. – Einziger Druck der kleinen Sammlung von vier Erzählungen des Herzogs Max in Bayern (1808-1888). Enthält I. Giuletta und Bernardo. Ein Nachtstück. - II. Mal' Occhio. Ein Nachtstück. - III. Der gefangene Falke. Historische Scene aus dem zwölften Jahrhundert. - IV. Pfarrers Röschen. Schattenriss. – Etwas fleckig, sonst wohlerhalten.
May, Karl. Der Schatz der Mixtekas. 2 Bl., 360 S. Mit zahlreichen Textillustrationen. 18 x 11,5 cm. Illustrierter OLeinenband (minimal berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel. Dresden-Niedersedlitz, Münchmeyer, 1908.
Das Waldröschen oder die Verfolgung rund um die Erde, Band II. Plaul 347.1 B, DB 107. – Erste Ausgabe. – Vorderes Innengelenk geplatzt, papierbedingt gebräunt. Mit wenigen Fingerflecken und vereinzelt etwas stockfleckig.
Meissner, A(ugust) G(ottlieb). Skizzen. 10 (statt 14) Teile in 5 Bänden. Mit gestochenem Frontispiz und gestochener Titelvignette. 17 x 10 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Tübingen, Wilhelm Heinrich Schramm und Johann Friedrich Balz bzw. Karlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder, 1786-1788.
Goedeke IV/1, 600, 10. Hayn-Gotendorf IV, 455. – Neuauflage der in insgesamt 14 Teilen zuerst bei Dyk in Leipzig erschienenen Sammlung. Die hier vorliegenden Teile IX und X erschienen als Raubdruck bei Schmieder in Karslruhe. – Etwas stock- oder braunfleckig, Vorsätze etwas leimschattig, Vorsatz mit montiertem Exlibris.
(Mercy, Joseph Aloys). Berlinische Nächte. 2 Bände. VIII, 372 S., 1 Bl; VIII, 355 S., 2 Bl. 17 x 10,5 bzw. 17,5 x 11 cm. Pappband d. Z. (berieben) mit Papierrückenschild bzw. moderner Halbleinenband. Leipzig und Züllichau, Darnmann, 1803.
Hayn-Gotendorf I, 299 und IX, 55: "Äußerst selten und gesucht". Zopf-Heinrich S. 367. Kosch X, 868. – Erste Ausgabe. "Dieses seltene Werk schildert in 104 Nächten in satyrischen Erzählungen und Beobachtungen bemerkenswerte Vorgänge und Zustände des alten Berlins und seiner Umgebung" (H.-G.). Der anonyme Verfasser Joesph Aloys Mery (1764-1833) war Sekretär und Registrator bei der Königlichen Lotterie in Berlin. – Etwas fleckig, Titel von Teil II etwas lädiert und komplett aufgezogen, dieser Band auch mit Feuchtigkeitsrändern, das Schlussblatt dort im Bug mit Transparentstreifen unfachmännisch verstärkt.
Album und Miniaturbücher
Privates Fotoalbum im Miniaturformat
Los 2085
Schätzung
220€ (US$ 253)
Fotoalben im Miniaturformat
Miniaturbücher. - Album. Privates Fotoalbum im Miniaturformat. 8 Bl. Mit 7 einmontierten Original-Fotografien und 1 einmontierten Kupferstich. 3,5 x 2,9 cm. Pappband d. Z. mit Golddruck "ALBUM" in Kartusche-Rahmen. Österreich um 1895.
Winziges Miniaturalbum mit beidseitig gedruckten Tondirahmen mit hübschen Kartuschen, in die Fotos einmontiert wurden. Vorne als Frontispiz ein Kupferstich von Theodor Körner (1791-1813) im Militärornat, dann folgen Familienszenen, Porträts, aber auch Fotos nach Gemälden. – Kaum Gebrauchsspuren, guter Zustand. – Beiliegt ein weiteres Album. Mit 10 einmontierten Fotografien in Oval-Kartuschen. 3 x 2,8 cm. Blauer Leinenband mit 2 durchbrochenen vergoldeten Metallbeschlägen auf den Deckeln und Blechschließe. Um 1890. - Ferner: Gereimte Postkartengrüße zu allen Veranlassungen. 48 S. 2,9 x 2,1 cm. Reliefierter einst versilberter Blechband. - Vorsätze fleckig. - Königsee. Postkartenalbum im Miniaturformat mit 10 Originalfotografien in Silbergelatine-Abzügen. 2,9 x 2,4 cm. OSilberblecheinband mit Jugendstil-Reliefornamentik und intakter Klammerschließe. Um 1900. - Mit Ansichten von Berchtesgaden, Oberherzogberg, Bergwerk, Königssee vom Malerwinkel, St. Batholomä mit dem Watzmann, Obersee am Königssee, Ramsau, Hintersee, Almbachklamm. - Geringe Gebrauchsspuren.
"Biblia" und Miniaturbücher
Miniaturbuchkassette in Form einer Bibel, gefüllt mit ca. 100 hs. Zetteln
Los 2086
Schätzung
250€ (US$ 287)
Miniaturbücher. - "Biblia". Miniaturbuchkassette in Form einer Bibel, gefüllt mit ca. 100 hs. Zetteln, jeder recto mit einem Bibelzitat. 4 x 6,2 cm. Halbleder d. Z. (etwas bestoßen, beschabt und abgerieben) mit goldgeprägtem RTitel "Biblia" und etwas RVergoldung, Pappschuber mit Samtdeckeln und roten Schnittimitationen. Um 1830.
Raffinieres kleines "Non-Book" als Kassette für einzulegende Bibelsprüche, die wie Spielkarten gemischt, verteilt und geordnet und zur Erbauung vorgelesen werden können. – Gebrauchsspuren wie wenige Zettel mit Einrissen, Fingerfleckchen und leichten Bräunungen. Interessantes Buchkuriosum.
Miniaturbücher. - Brede, Carl Ludwig. Calender 1810. 12 Bl., 34 S., 2 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, Kupfertitel mit Vignette und 12 Kupfertafeln. 9,4 x 6 cm. Grüner OKarton mit oxidierter Silberprägung (Knickspur, bestoßen, Rücken gebrochen) in marmoriertem Schuber (Kanten beschabt, gebraucht). Offenbach, C. L. Brede, (1809).
Lanckorońska -Rümann 34 (199). – Hübscher Taschenkalender der Goethezeit aus dem Hause des Verlegers und Buchdruckers Carl Ludwig Brede in Offenbach am Main (1758-1836). – Minimale Gebrauchsspuren, leicht ausgebunden, wenige Papierläsuren, kaum fleckig. Sehr selten. – Beiliegt: Joseph Riedl. Taschen-Kalender auf das Schalt-Jahr nach der Geburt Jesu Christi 1824. 42 nn. Bl. (inkl. Durchschuss). Druck in Schwarz und Rot. 9 x 4,3 cm. Lachsfarbener, strukturgeprägter Karton (Knickspur, etwas fleckig) mit Bordüre in marmoriertem Schuber (Knickspuren, abgerieben). Wien, Joseph Riedl, (1823). - Aus dem Verlag von Joseph Riedl (1758-1836), der in Wien einen aktiven Verlag der für literarische Taschenbücher, Kalender und illustrierte Werke betrieb. Mit kleinen Essays zu den vier Jahreszeiten.
einsame Tänzerin, Die und Miniaturbücher
Eine doppelte Überraschung
Los 2088
Schätzung
150€ (US$ 172)
Miniaturbücher. - Die einsame Tänzerin. Eine doppelte Überraschung. 7 S. OBroschur (minimal gebräunt) mit aufklappbarem chromolithographierten Deckel. 7 x 5 cm. Um 1900.
Eine bezaubernde Kurzgeschichte über die Freuden des Tanzes. – Vorderes Innengelenk unfachmännisch verstärkt. Leicht stockfleckig, mit kleinen Randläsuren, letztes Blatt mit hinterlegter Fehlstelle.
Fromme, Carl und Miniaturbücher
Frommes Wiener Portemonnai Kalender 1911
Los 2089
Schätzung
500€ (US$ 575)
Miniaturbücher. - Fromme, Carl. Wiener Portemonnai Kalender 1911. 32 nn. Bl. 4,8 x 3,2 cm. Dunkelbraunes Wildleder mit Krokodilshautprägung (kaum berieben) und versilberter Relief-Deckelplatte sowie dreiseitigem Goldschnitt. Wien, Carl Fromme, (1910).
Bondy 55. – Jede Seite mit einem blauen Zierrahmen, auch das auf jedes Kalenderblatt folgende weiße Blatt für Notizen. Mit einem kleinen Vorwort: "Das Jahr 1911 ist ein Gemeinjahr von 365 Tagen, das 6624ste der Julianischen Periode. Das 5671ste Jahr der Juden begann am Dienstag, den 4. Oktober 1910 und endet am Freitag, den 22. September 1911."
Die große, versilberte Einbandplatte zeigt im Relief eine Frau, die Cricket spielt - eine provokative Handlung, war es Frauen per Gesetz von 1867 in Österreich doch verboten, Sport im Verein zu machen. Allerdings wurde just im März 1911 den Wiener Amateur-Sportverein gegründet. – Sehr schön erhalten, kaum Gebrauchsspuren, nur wenige Exemplare haben überlebt. – Beiliegen: Derselbe. Frommes Wiener Portemonnai Kalender 1891. 30 nn. Bl. 4,8 x 3 cm. Schwarzes OChagrinleder (kaum berieben) mit vergoldeter Metall-Applikation auf dem Vorderdeckel sowie dreiseitigem Goldschnitt. Wien, Carl Fromme, (1890). - Jede Seite mit einem blauen Zierrahmen, auch das auf jedes Kalenderblatt folgende weiße Blatt für Notizen. Die vergoldete Einbandapplication zeigt im Profil eine mittelalterliche Reiterin hoch zu Ross. - und Derselbe. Frommes Wiener Portemonnai Kalender 1922. 24 nn. Bl. 4,8 x 3 cm. Dunkelgrünes OChagrinleder mit hellgrüner VDeckelapplikation und Malerei in Farben: Blumenbouquet, dreiseitiger Goldschnitt. Wien, Carl Fromme, (1921). - Derselbe. Frommes Miniatur Kalender 1922. 16 Bl. 3,5 x 2,4 cm. Braunes OMaroquin (minimal berieben) mit Goldvignette, Goldschnitt. - Beiliegt ein weiterer Miniaturkalender "Kalender auf das Schaltjahr 1840"
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