Los 2063

Horatius Flaccus, Quintus
(65-27 v. Chr.)Poemata, quae extant, omnia

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Los 2063 - Horatius Flaccus, Quintus - Poemata, quae extant, omnia - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Literatur und Buchillustration 17.–19. Jahrhundert
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 2063, Auction  128, Horatius Flaccus, Quintus, Poemata, quae extant, omnia

Horatius Flaccus, Quintus. Poemata, quae extant, omnia. Argumentis et scholis virorum doctiß. illustrata, cum indicatione diversarum lectionum, partim e sex codicibus veteribus manuscriptis, partim ex opt. notae libris aliquot impreßis, studio et opera Gregorii Bersmani. 12 Bl., 496 S., 12 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 16 x 10 cm. Halbpergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, Rückenbezug etwas lädiert, hinteres Gelenk gebrochen, Rückdeckel dadurch gelöst). (Leipzig), Gotthard Vögelin für Henning Grosse, 1602.
VD17 3:008477N. ADB II, 508. – Erste Ausgabe der kommentierten Edition durch den aus dem erzgebirgischen Annaberg stammenden lateinischen Dichter Gregor Bersmann (1538-1611), einer von zwei im selben Jahr erschienen Drucken mit abweichender Kollation. "Bersmann war nicht ohne Reizbarkeit und Heftigkeit und zog sich dadurch viel Feindschaften zu, aber die ungestörte Freundschaft aller seiner Lehrer und der ausgebreitete Verkehr mit den Besten seiner Zeit spricht zu seinen Gunsten. Er hat sich hauptsächlich mit den lateinischen Dichtern beschäftigt, für die Herstellung des Textes ganz gegen die Sitte seiner Zeit auch Handschriften (freilich wenig werthvolle) benutzt und am Rande der Ausgaben scholia d. h. kurze Anmerkungen aus den früheren Werken und eigener Gelehrsamkeit hinzugefügt. So erschien zuerst 1581 Virgil, 1582 in drei Bänden Ovid’s sämmtliche Dichtungen und endlich 1602 Horaz (erweitert 1616)" (ADB).      – Papierbedingt gleichmäßig etwas gebräunt, einige Eckknicke, Titel und erstes Textblatt zur Hälfte gelöst. Sehr seltene frühbarocke Klassikerausgabe, für die in den letzten 30 Jahren kein Ergebnis auf einer deutschen Auktion nachweisbar ist. – Beigebunden: Marcus Antonius Sabellicus. De Latinae linguae reparatione, dialogus. Accessit etiam dissertatio De periodis litterarum. Ex bibliotheca Joh. Philippi Parei. 60 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Neustadt an der Weinstraße bzw. Frankfurt, Johann Karl Unckel für Heinrich Stark, 1617. - VD17 1:043922L. - Seltener Druck der zuerst 1489 erschienenen gelehrten sprachwissenschaftlichen Abhandlung des italienischen Historikers Marcantonio Sabellico (um 1436-1506). - Etwas gebräunt und braunfleckig, Titel mit dezentem Tinteneinrag, am Schluss mit ausführlichen zeitgenössischen Notaten. - Franciscus Floridus. Apologia pro M. Accio Plauto, aliisque poetis Latinis. Adversus linguae Latinae obtrectatores. Ex Bibliotheca Joh. Philippi Parei. Accessit eiusdem opera libellus De imitatione Terentiana. 2 Teile. 54 S., 1 w. Bl.; 38 S. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. Ebenda 1618. - VD17 14:625940Y. - Zweite Ausgabe der bereits ebenda im Vorjahr erschienenen altertumskudlichen Streitschrift des italienischen Humaisten Franciscus Floridus (1511-1547). - Beide Drucke mit dem kuriosen Signet der wenig bekannten Offizin von Heinrich Stark in Neustadt an der Weinstraße (Gewölbe, in dem ein Mann Säulen verschiebt). - Etwas gebräunt und braunfleckig. Insgesamt wohlerhaltener Sammelband mit drei sehr seltenen frübarocken Drucken.


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