Heister, Lorenz
Compendium anatomicum totam rem anatomicam brevissime complectens
Los 218
Schätzung
180€ (US$ 207)
Heister, Lorenz. Compendium anatomicum totam rem anatomicam brevissime complectens. Edition quinta. Teil I und II in 1 Band. 2 Bl., 207 S.; 190 S., 21 Bl. Mit gestochenem Portrait, gestochener Titelvignette und 9 gefalteten Kupfertafeln. 20 x 12,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit kaum leserlichen RTitel. Nürnberg, Georg C. Weber, 1741.
Hirsch-Hübotter. 111, 141. Wellcome II, 236. – Fünfte Ausgabe. – Etwas stockfleckig und feuchtrandig. Innengelenk am letzten Blatt offen. Manche Tafeln mit teils größeren Einrissen und Knickspuren.
Hellwig, Christoph von
Anatomicum vivum Frankfurt und Leipzig, Hieronymus Philipp Ritschel, (1720).
Los 219
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Anatomieatlas mit beweglichen Teilen
Hellwig, Christoph von. Nosce te ipsum vel Anatomicum vivum oder: Kurtz gefaßtes doch richtig gestelltes Anatomisches Werck, worinnen die gantze Anatomie ... zu finden ... nebst nöthigen Kupffern, wovon die Invention gantz sonderlich, indem man die Viscera heraus nehmen, nach denen Tabellen wohl betrachten, sich aus dem Tractätlein darbey informiren, und wiederum einsetzen kann. Nebst Beschreibung tödtlicher Wunden. (2. Auflage). 4 Bl., 42 S. Mit gestoch. TVignette (Porträt Hellwigs) und 4 Kupfertafeln mit zahlreichen, an Falzen montierten, ausklappbaren und beweglichen Teilen von I. H. Werner. 31 x 20 cm. Pappband mit grauschwarz gezogenem Kleisterpapierbezug (gering bestoßen und mit wenigen Bezugsfehlern) mit RSchild (mit Abplatzung). Frankfurt und Leipzig, Hieronymus Philipp Ritschel, (1720).
Hirsch-Hübotter III, 140. Waller 4288. Wellcome III, 240. Nicht bei Garrison-Morton. – Der Atlas, der zuerst 1715 erschien, stammt von dem Lic(entiatus) Christoph von Hellwig (1663-1721), einem praktischen Arzt in Weissenfels und später Erfurt. Das Werk ist quasi eine überarbeitete Ausgabe von Remmelins Catoptrum. – Titel mit kleinem alten Namenszug und altem privatem Eignerstempel "F. A. Hauffe", leicht wellig, vereinzelt etwas gebräunt, angstaubt und fingerfleckig, insgesamt jedoch bemerkenswert gut erhalten, wohl mit allen beweglichen Teilen komplett und insgesamt nur mit geringen Gebrauchsspuren. Der hintere Innenspiegel des Einbands mit einmontiertem anatomischen Kupferstich aus dem Werk des James Benignus Winslow, An Anatomical Exposition of the Structure of the Human Body, 1734.
(Hennings, Wilhelm). Eine wahre und zuverläßige Beschreibung von den Kenntzeichen und der Cur der Entzündung des Magens und der Gedärme von einem Practico der Arzneykunst. 2. Ausgabe. 38 Bl., 106 S., 1 Bl. 16,5 x 10,5 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben und fleckig) mit handschr. RTitel. Kopenhagen, P. H. Höecke, 1781.
Vgl. Hirsch-Hübotter III, 168. – Enthält einige sehr ergreifende Fallgeschichten von "elenden" und "verhudelten" Patienten, die meist einen Druck in der Herzgrube verspürten. Hirsch-Hübotter hält nicht viel von dem in Kopenhagen wirkenden Arzt (1716-1794): "Seine literarischen Productionen sind nur unbedeutend." – Gutes, sauberes Exemplar auf festem Bütten.
Himly, Karl
Die Krankheiten und Missbildungen des menschlichen Auges und deren Heilung
Los 221
Schätzung
200€ (US$ 230)
Himly, Karl. Die Krankheiten und Missbildungen des menschlichen Auges und deren Heilung. 2 Bände. XVI, 585 S.; VIII, 521 S. Mit lithographischem Frontispiz und 5 lithographischen Tafeln. 22 x 16,5 cm. Halbleder d. Zeit (gering berieben, Rücken von Band I oben bestoßen und mit geklebtem Einriss, Gelenke angebrochen) mit etwas RVergoldung. Berlin, Hirschwald, 1843.
Garrison-M. 5857. Waller 4483. Wellcome 268. Hirsch-Hübotter III, 227. – Erste Ausgabe. Das Lebenswerk des Ophthalmologen und Chirurgen (1772-1837), aus dem Nachlass herausgegeben von seinem Sohn. Die Erkenntnisse der Augenheilkunde der Mitte des 19. Jahrhunderts werden hier in einem breiten Entwurf zusammengeführt. K. Himly führte den klinischen Unterricht in die Ophthalmologie ein und gründete die erste Fachzeitschrift für diese Disziplin. Das Frontispiz zeigt den Verfasser bei einer Operation. 5 gefaltete Tafeln veranschaulichen das Spektrum der damals verfügbaren Instrumente. – Stockfleckig und vor allem in den Rändern gebräunt. Vordere Spiegel mit Leimflecken durch gelöste Exlibris.
Hoffmann, Christoph Ludwig
Vermischte medicinische Schriften
Los 222
Schätzung
150€ (US$ 172)
Hoffmann, C(hristoph) L(udwig). Vermischte medicinische Schriften. Herausgegeben von Heinrich Chavet. Teile I und II (von 3). X, 534 S.; XXIV, 526 S., 1 w. Bl. 16,5 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit RVergoldung und 2 goldgeprägten farbigen RSchildern. Münster, Friedrich Christian Theißing, 1790-1791.
VD18 90557263. VD18 90557271. – Erste Ausgabe der Schriftensammlung des aus Rheda in Westphalen stammenden Arztes und Gesundheitswesenreformers Christoph Ludwig Hoffmann (1721-1807), der "besonders als Begründer eines humoral-pathologischen Systems bekannt (ist), das trotz seiner Einseitigkeit durch die scheinbar consequente Ableitung der in demselben niedergelegten Grundsätze nicht ohne Einfluß auf die Zeitgenossen des Verfassers geblieben ist" (ADB XII, 575). – Etwas braun- oder stockfleckig, Titel mit altem Namenseintrag.
Jones, John. The mysteries of Opium. 3 Bl., 371 S., 4 l. w. Bl. 20 x 12,5 cm. Modernes Leder (berieben und bestoßen) unter Verwendung der ursprünglichen Deckel (stärker berieben und mit teils restaurierten Fehlstellen). London, Richard Smith, 1701.
Garrison-Morton 2070.1. – Zweite Auflage. Die erste Auflage erschien 1700. John Jones (1645-1709) arbeitete als Physiker und behandelt in seinem Werk verschiedene Aspekte des Gebrauches und der Anwendung von Opium. – Papierbedingt gebräunt. Braun- und fingerfleckig. Vorsatz mit hs. Besitzvermerk.
Kraepelin, Emil
Psychiatrie. Ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte
Los 224
Schätzung
180€ (US$ 207)
Kraepelin, Emil. Psychiatrie. Ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte. 6. vollständig umgearbeitete Auflage. XIII, 362 S. ; X, 607 S. Mit 6 Tafeln in Autotypie, 3 Tafeln in Fotografie, 16 Kurven, 3 Diagrammen und 13 Schriftproben. OLeinen (etwas berieben und bestoßen, Kapitelle teilweise mit kleinen Einrissen sowie Rückengelenke vereinzelt etwas offen) mit goldgeprägtem RTitel. Leipzig, Barth, 1896.
Vgl. Garrison-M. 4941 (EA. v. 1883). – Berühmtes Hauptwerk. – Vorsatz mit Besitzstempel "Akademische Turnverbindung zu Greifswald". Papierbedingt leicht gebräunt, Titel mit Besitzvermerk, teilweise mit Unterstreichungen im Text und Band zwei mit teils gelösten Innenstegen. – Dabei: Rudolph Hermann Lotze. Medicinische Psychologie oder Physiologie der Seele. VIII, 632 S. 20,5 x 13 cm. Späterer Pappband (berieben und betoßen, Rücken etwas brüchig) mit goldgeprägtem RSchild.Leipzig, Weidmann, 1852.
Manning, Henry
Über die Mutterbeschwerung nach der 2. Londoner Auflage
Los 225
Schätzung
180€ (US$ 207)
Manning, Henry. Über die Mutterbeschwerung nach der 2. Londoner Auflage. LXXII, 258 S., 23 Bl. 21 x 12,5 cm. Pappband d. Z. (stärker bestoßen und berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Wien, Franz Jakob Kaiserer, 1790.
Engelmann 355. GV 92, 350. Erste dt. Ausgabe. – Sehr seltenes medizinischen Werk von Henry Manning (keine Lebensdaten bekannt) über weibliche Krämpfe und sogenannte "Mutterbeschwerden". – Innengelenk am Titel offen, vereinzelt leicht braun- und fingerfleckig sowie leicht gewellt.
Maury, F.
Handbuch der Zahnarzneikunde, nach dem gegenwärtigen Standpuncte der Wissenschaft
Los 226
Schätzung
150€ (US$ 172)
Maury, F. Vollständiges Handbuch der Zahnarzneikunde, nach dem gegenwärtigen Standpuncte der Wissenschaft. 2., nach der dritten Ausgabe des französischen Originals verbesserte Auflage. XII, 382 S. Mit 40 lithographierten Tafeln. 20,5 x 12,5 cm. Halbleder d. Zeit mit RSchild (leicht berieben, Ecken und 1 Kante bestoßen, Innengelenke gebrochen, Vorsätze sauber beschrieben). Weimar, Landes-Industrie-Comptoir, 1840.
Poletti 135. Hirsch-Hübotter IV, 126. – Deutsche Übersetzung des 'Traité complet de l'art du dentiste'. Maury (eig. Auguste Tillet) war Zahnarzt an der École Polytechnique zu Paris und Ehrenmitglied der medizinischen Fakultät. Die Tafeln zeigen u.a. sehr ausführlich zahnärztliche Bestecke, Zahnbürsten, Kieferprothesen und Geräte zur Herstellung von Zahnersatz. – Gebräunt und stockfleckig, die Tafeln stärker. Teils mit leichten Knickspuren, wenige Bl. etwas angeschmutzt. Die letzten 10 Tafeln mit kl. Wasserfleck in der oberen Außenecke.
Mead, Richard. Monita et praecepta medica. 5 Bl., 174 S. Leder d. Z. (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Hamburg und Leipzig, Grund und Holle, 1752.
Vgl. Hirsch-Hübotter. IV, 142. Waller 6398 (1. Ausgabe von 1754). Poggendorff II, 98. Eimas, Heirs of Hippocrates 771. – Wohl zweite Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahr 1751 in Venedig in der Offizin von Storti. "Mead's text of medicine covers a wide range of subjects: fevers, diseases of the skin, mental derangements, cardiovascular diseases, gastrointestinal complaints, apoplexy, afflictions of the eyes, and gynaecological problems." Richard Mead (1673-1754) war englischer Arzt und praktizierte unter anderem für den König. – Papierbedingt gebräunt sowie stock- und feuchtfleckig.
Meyer, Ernst Julius Jacob
Versuch einer medicinischen Topographie und Statistik der Haupt- und Residenz-Stadt Dresden
Los 228
Schätzung
300€ (US$ 345)
Meyer, Ernst Julius Jacob. Versuch einer medicinischen Topographie und Statistik der Haupt- und Residenz-Stadt Dresden. XX, 350 S. Mit 1 gefalteten grenzkolorierten lithographischen Stadtplan von J(ohann Anton) Williard nach W. Jäger und 3 lithographischen Tafeln mit Linienkolorit. 28,5 x 21,3 cm. Grüner Halblederband d. Zt. (Kanten etwas beschabt, Ecken bestoßen) mit Romantikerrückenvergoldung, dreiseitigem Goldschnitt, blauen Vorsätzen und geprägtem Bezugspapier. Stolberg am Harz und Leipzig, B. G. H. Schmidt, 1840.
Nicht bei Hirsch-Hübotter, Wellcome und Waller. – Einzige Ausgabe. Meyer war praktischer Arzt in Berlin und zum Zeitpunkt der Publikation in Dresden, außerdem Mitglied der Dresdner "Gesellschaft für Natur- und Heilkunde". "Unter den neueren Werken dieser Art (med. Topographien) gebührt der Schift Meyer's (!) nach Umfang, Reichhaltigkeit und Sorgfalt der Anordnung unbestritten die erste Stelle. Ja, es verdient diese Stelle schon durch seine überaus interessanten statistischen Bemerkungen, die sich selbst über Gegenstände erstrecken, die man sonst in ähnlichen Werken unerörtert findet." ("H. H." in der Jen. Allg. Lit.-Zeitung, 37. Jg., 1841, Sp. 347-349). Sicherlich spielt der Rezensent damit auf die umfangreichen Abt. Flora, Fauna und Mineralien um Dresden an. Die weiteren Abschnitte behandeln u.a. Bauart der Wohnungen, nächtliche Beleuchtung, Kleidung, Nahrungsweise und Reinlichkeit der Bewohner, Vergnügungen, Moralität, Konstitution, Temperament und Charakter sowie im Besonderen natürlich das Medizinalwesen und Krankheitszustand u. Mortalität. Der vorliegende Band ist (im Gegensatz zur Normalausgabe) auf besserem, kräftigen Papier gedruckt. Stadtplan und Tafeln sind linienkoloriert, auch enthält der Stadtplan statt 42 insgesamt 89 Bezeichnungen und umfasst damit auch die Straßen der Vorstädte. Gebunden ist er von dem Dresdner Buchbinder Otto Bor(r)mann, der zwischen 1840 und 1860 in den Adressbüchern nachweisbar ist (1861 nur noch seine Witwe). – Mit gedruckter Widmung an die Königin Marie von Sachsen (1805-1877). Vorblatt mit gekröntem Monogramm-Stempel "PP". Etwas stockfleckig. Sonst schönes Exemplar der Vorzugsausgabe.
Primerose, James
De mulierum morbis et symptomatis libri quinque
Los 229
Schätzung
300€ (US$ 345)
Primerose, James. De mulierum morbis et symptomatis libri quinque. 4 Bl., 390 S., 3 Bl. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel. 19,5 x 14,5 cm. Pergament d. Z. (fleckig, bestoßen und etwas geworfen) mit hs. RTitel. Rotterdam, A. Leers, 1655.
STCN 058063919. Hirsch-Hübotter IV, S. 675. Krivatsy 9282. Wellcome IV, S. 438. – Erste Ausgabe. – Vorderes, hinteres und wenige Stellen im Text mit geöffnetem Innengelenk. Leicht braun- und feuchtfleckig, gewellt und vereinzelt mit winzigen Randläsuren.
Reil, Johann Christian. Archiv für die Physiologie. 3 Bände. Mit 11 (teils gefalteten) Kupfertafeln. 20 x 11 cm. Pappband des 19. Jhr. (berieben, bestoßen und teils mit Einrissen an den Kapitalen) mit goldgeprägtem RSchild. Halle, Curt, 1796-1799.
Hirsch IV, 694. ADB 700. – "In R. tritt uns an der Schwelle der neuesten Zeit einer der damals bedeutendsten deutschen Aerzte und medicinischen Schriftsteller entgegen ... In dem von ihm gegründeten Archiv für Physiologie verfolgte er das Bestreben, der praktischen Medizin durch innige Vereinigung mit der Physiologie eine wissenschaftliche Grundlage zu schaffen" (ADB). – Titel mit privatem Besitzstempel. Papierbedingt gebräunt, feuchtrandig, stockfleckig, knickspurig und mit Fehlstellen (teils hinterlegt). Ein Band mit offenem Inngelenk, Block teils gelöst.
Retau, O. Die Selbst-Bewahrung. Aerztlicher Rathgeber bei allen Krankheiten und Zerrüttungen des Nerven- und Zeugungssystemes durch Onanie, Ausschweifung und Ansteckung. Nebst einem Anhange über die Folgen der Onanie bei dem weiblichen Geschlecht. 73. Auflage. XX, 32 S. 16 x 11,5 cm. OBroschur (fleckig, knickspurig, mit Einrissen, Besitzstempel und RDeckel fehlt) mit DTitel in moderner Pappmappe. Leipzig, Gloeckner, 1900.
Medizinische Abhandlung über männliche und weibliche Masturbation. – Ohne den Anhang. Papierbedingt gebräunt, mit Randläsuren und etwas fleckig. Einzelne Blätter teils lose.
Richter, August Gottlieb. Abhandlung von den Brüchen. Neue verbesserte und vermehrte Ausgabe. XXIV, 792 S. Mit 7 teils gefalteten Kupfertafeln. 17 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (berieben) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Göttingen, Johann Christian Dieterich, 1785.
Waller 7960. Hirsch-Hübotter V, 17f. – Zweite Auflage der zuerst 1777 bis 1779 erschienenen Abhandlung des seinerzeit hochgeschätzten Göttinger Chirurgen und Ophtalmologen August Gottlieb Richter (1742-1812). "Für alle Zeiten classisch aber wird seine 'Abhandlung von den Brüchen' bleiben" (h.-H.). – Die erste Tafel wohl mit Blattverlust im Seitenrand. Schwach braunfleckig, Vorsätze etwas leimschattig.
Scherer, Klaudius Martin. Der tirolische Arzt - eine medizinische Wochenschrift für seine Landsleute. 10 Bl., 560 S. 17 x 10 cm. Leder d. Z. (berieben) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Innsbruck, Trattner, 1791.
Sehr selten. Von uns konnte nur ein weiteres Exemplar in der Österreichischen Nationalbibliothek bestimmt werden. – Titel und Zwischentitel auf blauem Papier. Titel mit Besitzstempel. Vorderes Innengelenk minimal geöffnet und etwas stockfleckig.
Schlegel, Julius Heinrich Gottlieb
Das Heimweh und der Selbstmord
Los 234
Schätzung
300€ (US$ 345)
Schlegel, Julius Heinrich Gottlieb. Das Heimweh und der Selbstmord. Erster (und Zweiter) Theil in 1 Band. 1: 125 S., I Bl. Anzeigen. III: 302 (recte 308) S. Mit 4 Blatt lithogr. Musikbeilage (davon 1 Bl. Text). 20 x 12 cm. Marmorierter Pappband (Ecken etwas bestoßen) d. Zt. mit Rückenschild. Hildburghausen, Kesselring, 1835.
Rost 897. ADB 31, 389. Hirsch-Hübotter V, 82. Waller 8615. – Einzige Ausgabe. Schlegel (1772-1839) war als Arzt u.a. in Ilmenau und Liebenstein tätig und "hat sich auch durch eine ganz außerordentlich fruchtbare schriftstellerische Thätigkeit... eminente Verdienste erworben" (Pagel in ADB). Bd. I befasst sich mit dem Heimweh, dazu die Lieder "Das Tyroler Heimweh" und "Der Kuhrein". Bd. II behandelt anhand verschiedener Fälle die unterschiedlichen Selbstmordarten und -motive. – Leicht gebräunt. Exlibris, Titel mit Stempel des Hamb. Gesundheitsrates.
Schmid, Joseph
Kurtzer jedoch eigendlicher Bericht, von denen drey ansteckenden Seucht- oder Kranckheiten
Los 235
Schätzung
300€ (US$ 345)
Schmid, Joseph. Kurtzer jedoch eigendlicher Bericht, von denen drey abschewlichen ererblichen ansteckenden Seucht- oder Kranckheiten als die Pest, Frantzosen, und der Scharbock wie solche mögen curirt, und gehailt werden. Auß selbst Erfarenheit und Praxi, den jungen Wundärtzten zum besten, beschrieben. 14 Bl., 126 S., 1 w. Bl., 5 Bl., S. 137-175 (recte: 375), 1 Bl., S. 376-441, 2 Bl. Mit 17 (statt 20) Kupfertafeln. Ohne den Kupfertitel. 12,5 x 7,5 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben). Augsburg, Johann Wehe für Johann Schultes, 1667.
VD17 23:716265Q. Krivatsy 10528. – Einzige Ausgabe. Eine von zwei im VD 17 verzeichneten Druckvarianten der seltenen Pestschrift des Augsburger "Statt- Brech- und Wundartztes" Joseph Schmid (1600-1667). In den beiden Anhängen mit Behandlungsmethoden gegen die "Contagios-Kranckheit" und den "Schmertzmachenden Scharbock". Die Tafeln zeigen Behandlungsmethoden sowie medizinische Gerätschaften. – Es fehlen der Kupfertitel sowie drei der Tafeln. Eine Tafel mit tiefem Randeinriss. Insgesamt etwas gebräunt und fleckig, am Schluss im unteren Bug etwas lädiert.
Schott, Gaspari P.
Physica Curiosa sive mirabilia naturae et artis libris XII comprehensa
Los 236
Schätzung
600€ (US$ 690)
Schott, Gaspari P. Physica Curiosa sive mirabilia naturae et artis libris XII comprehensa. Teil I (von II). 26 Bl., 770 S. Mit gestochenem Titel, 22 teils gefalteten Kupfertafeln und gestochenem Wappen. Titel in Rot und Schwarz. 20 x 16 cm. Leder d. Z. (berieben, bestoßen, vorderes RGelenk offen und Kapitale mit Fehlstellen). Würzburg, Johannis Andre Endter, 1662.
VD17 3:010260L. Dünnhaupt 3817, 7.1, Nissen, ZBI 3746. Ferguson II, 340. Caillet 10005. Vgl. DSB XII, 211. – Erste Ausgabe. Mit Kupferstichen zu verschiedenen organischen Missbildungen bei Tieren und Menschen sowie Monster, Hexendämmerung, Naturerscheinungen, Dämonen, Engel und Fabelwesen. – Es fehlt der zweite Band. Vorsatz fehlt, fliegendes Blatt mit hs. Besitzvermerk. Leicht gebräunt, feuchtrandig, knickspurig und mit schwachen Randläsuren.
Schröder, Johann
Pharmacopoeia medico-chymica sive Thesaurus Pharmacologicus
Los 237
Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)
Schröder, Johann. Pharmacopoeia medico-chymica sive Thesaurus Pharmacologicus. Teil I-V in 1 Band. 13 Bl., 96 S.; 179 S.; 174 S.; 1 Bl., 246 S., 76 S., 2 l. w. Bl. Mit wenigen Holzschnitt-Tabellen im Text. 19 x 14,5 cm. Pergament d. Z. (berieben, fleckig, knickspurig und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RTitel und spanischen Kanten. Ulm, Johannis Gerlin, 1641.
Hirsch IV 140. Neu 3724. Vgl. Waller 8698. Vgl. Schelenz 495f. – Seltene erste Ausgabe. "Seine (Schröders) Pharmacopoea medico-physica, erschienen zuerst Ulm 1641..., war offenbar, jedenfalls in Deutschland, das bis in die Mitte des XVIII. Jahrh. zumeist gebrauchte Apotheker-Hülfsbuch" (Schelenz). Johann Schröder, geb. 1600 in Salzufeln, studierte in Deutschland und Italien Arzneikunde, wurde Stadtarzt in Frankfurt und starb dort 1664. – Papierbedingt gebräunt, stock-, finger- und feuchtfleckig, mit Randläsuren und mit wenigen Wurmgängen.
Spiegel, Adriaan van de
De humani corporis fabrica libri decem
Los 238
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Spiegel, Adriaan van de. De humani corporis fabrica libri decem. Teil I und II in 1 Band. 6 Bl., 328 S., 6 Bl.; 6 Bl., 104 S. Mit 2 gestochenen Titeln, Holzschnittdruckermarke auf dem 2. Titel und am Schluss (1. Teil), mehrere Holzschnitt-Kopfvignetten und 89 ganzseitigen Textkupfern von von Francesco Valesio nach Joseph Maurer und G. Casserio. 39 x 25,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, mit hinterlegten Fehlstellen, Rücken restauriert unter Verwendung des Ursprünglichen). Venedig, Daniel Bucretius, 1627.
Vgl. Choulant-Fr. 223 ff. bes. 228. Waller 1813 und 9122. Wellcome 6040. Eales I, 339. Wüthrich, Merian II, Bo. 10 u. 47. Garrison & Morton 381. Hirsch-Hübotter I, 850. – Medizinisches Werk von Adriaan van de Spiegel (1578-1625) einem flämischen Anatom, Chirurg und Botaniker. Die Kupferstiche zeigen die menschliche Anatomie wie zum Beispiel Skelette, einzelne Organe, das Gehirn, eine Schwangerschaft und Säuglinge. "Casserius' plates mark a new epoch in the history of anatomic representation, owing to the correctness of their anatomic drawing, their tasteful arrangement, and the beauty of their technical execution. And this all the more, since they cover the whole field of anatomy and have become the models for anatomic illustrations in copper, just as the Vesalian representations had been for anatomic woodcuts. The woodcut was now entirely abandoned." (Choulant/Frank, S. 228). – Vorsätze erneuert. Titel mit hs. Besitzvermerk. Aufwendig und umfangreich restauriert, Ausrisse in Text und Tafeln hinterlegt und teilweise überfasert. Etwas finger- und braunfleckig.
Taschen-Buch für Scheidekünstler
und Apotheker auf das Jahr 1784-1787
Los 239
Schätzung
180€ (US$ 207)
Taschen-Buch für Scheidekünstler und Apotheker auf das Jahr 1784-1787. Teil V-VIII in 2 Bänden. Mit 4 gestochenen Titelvignetten, 2 Falttabellen und 2 gefaltete Kupfertafeln. 13 x 8,5 cm. Halbleder d. Z. (berieben, bestoßen und teils mit kleinen Einrissen) mit goldgeprägtem RSchild. Weimar, Hoffmann, 1783-1786.
Köhring 19. Lanckoronska-Rümann 172f. – Vorhanden sind die Jahrgänge 1784, 1785, 1786 und 1787. Das "Taschenbuch für Scheidekünstler und Apotheker" erschien in den Jahren 1780 bis 1829 und gilt als das erste deutsche Periodikum für Apotheker. – Etwas Leimschattig, papierbedingt leicht gebräunt, knickspurig und minimal stockfleckig. – Beigebunden: Vollständiges Register über den Almanach oder Taschen-Buch für Scheidekünstler und Apotheker der Jahre 1780. 81. 82. 83. 84. 85. Hrsg. von Johann Friedrich August Göttling. Weimar, Hoffmann, o. J.
Tilingius, Matthias und Jungken, Johann Helfrich
Opiologia nova
Los 240
Schätzung
600€ (US$ 690)
Tilingius, Matthias. Opiologia nova modernis artis medicae principiis superstructa ineffabiles opii sane divini vires et effectus ad omnes corporis cruciatus juxta rationis leges accommodans. 4 Bl., 554 S., 3 Bl. 17 x 9,5 cm. Leder des 18. Jahrhunderts (berieben, bestoßen und fleckig sowie leicht geworfen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Frankfurt, J. Adolph und W. Stock, 1697.
VD17 3:311052U. – Seltenes Werk von Matthias Tiling (1634-1685) über die "neuen" Kräfte und Wirkungen des Opiums. – Vorsätze etwas leimschattig, papierbedingt gebräunt und stockfleckig.
Tillingius, Matthias
Anchora salutis sacra, seu de laudano opiato
Los 241
Schätzung
600€ (US$ 690)
Tillingius, Matthias. Anchora salutis sacra, seu de laudano opiato. 12 Bl., 554 S. Mit gestochenem Titel. 17 x 10 cm. Pergament d. Z. (berieben, oberes Kapital mit Einriss) mit hs. RTitel. Frankfurt, Stock, 1671.
VD17 12:191340L. – Seltenes Werk über die historische Opiumtinktur Laudanum von Matthias Tillingius (1634-1685). – Innengelenke an wenigen stellen leicht offen, mit durchgehendem Feuchtrand am unteren Steg sowie vereinzelt leicht fleckig. Zweites Blatt mit Besitzstempel "Pharmacie ...Cocatrex ..."
Tissot, Samuel Auguste Andre David. Von der Onanie, oder Abhandung über die Krankheiten, die von der Selbstbefleckung herrühren. 7 Bl., 240 S. 18 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Wien, Johann Thomas Edlen, 1782.
Vgl. Giese 2070 (Ausgabe 1787). Hirsch-Hübotter 5/594. Nicht bei Morton, Osler und Waller. – Fünfte Ausgabe. – Teilweise leicht braunfleckig und mit winzigen Gebrauchsspuren, sonst gutes Exemplar.
Tralles, Balthasare Ludovico. Usus opii salubris et noxius, in morborum medela, solidis et certis principiis superstructus. Teil I-IV in 4 Bänden. Mit gestochenem Frontispiz und 4 Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln. 23 x 19 cm. Broschur d. Z. (berieben, bestoßen, fleckig und teils lichtrandig) mit hs. RTitel. Bratislava, Carol Godofred Meyer, 1757-1760.
Das Werk Tralles (1708-1797) behandelt den heilsamen und schädlichen Gebrauch von Opium. – Unbeschnitten. Mit Besitzstempel auf dem Vorsatz. Etwas stockfleckig, und gebräunt.
Trotter, Thomas
An Essay, Medical, Philosophical, and Chemical, on Drunkenness, and Its Effects on the Human Body
Los 244
Schätzung
600€ (US$ 690)
Trotter, Thomas. An Essay, Medical, Philosophical, and Chemical, on Drunkenness, and its effects on the Human Body. 203 S. 17,5 x 11 cm. Modernes Maroquinleder (leicht staubig). Philadelphia, A. Finley, 1813.
Erste Amerikanische Ausgabe. Thomas Trotter (1760-1832) war Mediziner bei der Royal Navy und ein engagierter Kritiker des Sklavenhandels. Er gilt als wesentlicher Begründer der Medicina Nautica. – Papierbedingt gebräunt, stock- und feuchtfleckig.
Valentini, Michael Bernhard
Historia simplicium reformata
Los 245
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Valentini, Michael Bernhard. Historia simplicium reformata, sub Musei Museorum titulo antehac in vernacula edita, sub directione, emendatione & locupletatione autoris J. C. Beckero latio restituta. 2 Teile in 1 Band. 13 Bl., 376 S., S. (377)-664, 7 Bl. Mit gestochener Titelvignette und 28, teils doppelblattgroße Kupfertafeln. 36 x 21 cm. Pergament d. Z. (Rücken fehlt, fleckig, bestoßen). Frankfurt, Zunner, 1716.
Nissen, BBI 2036. Pritzel 9664. Blake 467. Eales I, 1261. Ferguson II, 495. Hünersdorff II, 1530. – Erste lateinische Ausgabe, gegenüber dem deutschen "Museum Museorum" stark verkürzt. Das Werk befasst sich mit dem überseeische Repertorium für die Arzneiwissenschaft, überseeische Produkte aus dem Mineral-, Pflanzen- und Tierreich und ihre anwendung in Medizin und Haushalt. – Vorderer Deckel gelöst. Feucht- und stockfleckig sowie vereinzelt knickspurig.
Wedel, Georg Wolfgang
Opiologia ad mentem Academiae Naturae Curiosorum
Los 246
Schätzung
450€ (US$ 517)
Wedel, Georg Wolfgang. Opiologia ad mentem Academiae Naturae Curiosorum. 8 Bl., 170 S., 10 Bl.; 20 x 15 cm. Moderner Lederband (Rücken verblichen, fleckig) mit RTitel. Jena, Johannes Bielk, 1682.
VD17 23:643665F. Ebendort 1682. Ferchl S. 570. – Frühe und seltene Ausgabe über den Gebrauch und Nutzen des Opiums. Die Titelvignette zeigt einen Türken bei der Opiumernte. – Papierbedingt gebräunt, braunfleckig, knickspurig und mit Randläsuren. – Beigebunden: Michael Ettmüller. De virtute opii diaphoretica dissertatio. 1 Bl., 328 S., 4 Bl. Leipzig und Jena, Johannes Bielk, 1682. - VD17 12:166684V. Erste Ausgabe.
Über den Schierling
Wepfer, J(ohann) J(akob). Cicutae Aquaticae Historia et Noxae. Commentario illustrata. 8 Bl., 336 S., 4 Bl. (d. l. w.). Mit Holzschnitt-Druckermarke und 4 Pflanzenholzschnitten auf 2 Tafeln, ohne das Frontispiz. 19,5 x 15,5 cm. Späterer Pappband (mit großer Fehlstelle am Rücken und bestoßen) mit Bibliotheksschild. Basel, Johann Rudolph Genath für Johann Rudolph König, 1679.
Nissen, BBI 2136. Hirsch-Hübotter V, 903. ADB XLI, 741. – Seltene erste Ausgabe seines toxikologischen Hauptwerks. Der Schaffhausener Mediziner und Anatom Johann Jakob Wepfer (1620-1695) "war einer der ausgezeichnetsten Aerzte des 17. Jahrhunderts. Er besaß ein bedeutendes Experimentirtalent. Das beweist seine berühmte toxicologische Schrift betitelt: 'Cicutae aquaticae historia et noxae' (Basel 1679, 1716; Leyden 1733; Venedig 1759), worin er die Resultate seiner mit dem Schierling und verschiedenen anderen giftigen Pflanzen an Thieren angestellten Untersuchungen wiedergibt. Wepfer hat sich ferner durch vortreffliche pathologisch-anatomische Forschungen einen Namen in der Geschichte der Medicin gesichert. In dieser Beziehung verdient seine gediegene Schrift über den Schlagfluß Erwähnung, worin nicht bloß gute Angaben zur Anatomie des Gehirns, besonders des Gefäßsystems desselben, sondern auch werthvolle pathologisch-anatomische Bemerkungen sich finden, u. a. z. B. die von ihm zuerst herrührende Angabe über Vernarbung apoplektischer Cysten" (ADB). – Es fehlt das Frontispiz. Vorderes Innengelenk offen, stockfleckig, leicht knickspurig und mit wenigen kleinen Randläsuren.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge