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Lot 2438, Auction  128, Behring, Emil von, Postkarte an einen Arzt in Wittenberg. 1898

Behring, Emil von
Postkarte an einen Arzt in Wittenberg. 1898
Los 2438

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Behring, Emil, Mediziner, Nobelpreisträger (1854-1917). Eigh. Postkarte m. U. "E. Behring". 1 S. 8vo. Marburg 4.VIII.1898.
An einen Arzt in Wittenberg. Bedankt sich für dessen Arbeit über Desinfektionsmittel und teilt mit, "daß eine Assistentenstelle bei mir nicht frei ist. Sollten Sie einen Arbeitsplatz in meinem Institut wünschen, so würde sich das eher arrangiren lassen ...". - Beiliegend ein gedrucktes Porträtfoto aus der "Galerie hervorragender Ärzte und Naturforscher". - Behring, der u. a. bahnbrechende Medikamente gegen Diphterie und Tetanus entwickelte, erhielt 1901 den ersten Nobelpreis für Physiologie der Medizin.

Lot 2439, Auction  128, Bibliographen und Bibliothekare, 10 Autographen. 1764-1884

Bibliographen und Bibliothekare
10 Autographen. 1764-1884
Los 2439

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Bibliographen und Bibliothekare. 10 Autographen. 1764-1884.
Vorhanden: Karl Christian Sigismund Bernhardi, Friedrich Adolf Ebert, Henry Ellis (Bibliothekar am British Museum, 1837), Christian Gottlob Ernst am Ende, Johann Samuel Ersch (2), Joseph Foerstemann, Johann Michael Francke, Karl Goedeke, Theodor Graesse. - Bis auf Goedeke (Quittung) gehaltvolle Briefe zu bibliothekarischen und bibliographischen Themen. Besonders bemerkenswert der Brief von Johann Michael Francke (4 S. Folio. Schloß Nöthnitz 24.III.1764), in dem er ausführlich über die sächsischen Zeitverhältnisse (Krieg), Buchhandel, Galerien und vor allem die Probleme der kgl. Bibliothek in Dresden berichtet ("wir laßen den Catalogum zur auction drucken, wie denn mein Mst des 1. Theils, würkl. schon nach Leipzig abgegangen ist"), in welche die von Francke katalogisierte Bünausche Bibliothek übernommen worden war. Erwähnt Winckelmann, Legationsrat v. Hagedorn und andere.

Lot 2440, Auction  128, Boisserée, Sulpiz, Empfehlungsschreiben für Ludwig Schorn. 1826

Boisserée, Sulpiz
Empfehlungsschreiben für Ludwig Schorn. 1826
Los 2440

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Boisserée, Sulpiz, rheinischer Kunst- und Architekturhistoriker, Gemäldesammler (1783-1854). Eigh. Brief m. U. "Sulpice Boisserée". In franz. Sprache. 1 S. 8vo. Stuttgart, Ende April 1826.
An den Archäologen Caspar Reuvens, Professor für Architektur und Kunstgeschichte in Leiden, dem er den Münchener Kunsthistoriker Ludwig Schorn empfiehlt. "... Permettez que je me rapelle à votre souvenir en vous adressant ce petit mot, que Mr. Schorn, professeur de l'histoire des arts à l'academie de Munic, mon ami intime, vous remettra. - Mr. Schorn fait le voyage des Pays Bas et de l'Angleterre purement par rapport aux arts, et à l'archéologie; je ne puis donc mieux le recommander, qu'à un achéologue si instruit et si zelé que vous ..."

Lot 2441, Auction  128, Brunn, Johann Jakob von, Albumblatt Basel 1627

Brunn, Johann Jakob von
Albumblatt Basel 1627
Los 2441

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Brunn, Johann Jakob von, Schweizer Mediziner, Professor der Anatomie und Botanik an der Universität Basel (1591-1660). Eigh. Albumblatt m. U. "Joh. Jacobus à Brunn". In latein. Sprache. 1/2 S. Auf ein Untersatzblatt montiert. Quer-8vo. Basel 14.VII.1627.
"Nullius est felix conatus et utilis unquam / Consilium si non detque juvetque Deus". - Etwas gebräunt.

Lot 2442, Auction  128, Choulant, Ludwig, Brief an die Wiener Geroldsche Buchhandlung über seine Bibliographie. 1842

Choulant, Ludwig
Brief an die Wiener Geroldsche Buchhandlung über seine Bibliographie. 1842
Los 2442

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200€ (US$ 230)

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Choulant, Ludwig, Dresdener Arzt, Bibliograph und Medizinhistoriker, Geheimrat und Medizinalreferent im sächsischen Innenministerium (1791-1861).
Eigh. Brief m. U. "Choulant". 1/2 S. Faltblatt mit Adresse. Gr. 4to. Dresden 15.VI.1842.
An Herrn Wittenbecher von der Geroldschen Buchhandlung in Wien, dem er wunschgemäß zwei Exemplare seiner "Bibliotheca medico-historica" übersendet. Er bittet ihn, diese an "zwei unpartheiische u. sachverständige Recensenten der Insprucker med. chir. Zeitung und der österreichischen medicinischen Jahrbücher abgeben u. baldigst eine Anzeige davon fertigen zu laßen ...". - Choulants Bibliographie der Autoren medizinischer Werke wird noch heute viel benutzt und z. B. im Antiquariatsbuchhandel zitiert.

Lot 2443, Auction  128, Dieffenbach, Johann Friedrich, Brief an einen Kollegen in Wriezen. 1834

Dieffenbach, Johann Friedrich
Brief an einen Kollegen in Wriezen. 1834
Los 2443

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300€ (US$ 345)

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Dieffenbach, Johann Friedrich, Mediziner, einer der berühmtesten dt. Chirurgen des 19. Jhdts, Professor in Berlin und Direktor der Chirurgie an der Charité (1792-1847). Eigh. Brief m. U. "Dieffenbach" und Adresse. 1 S. 4to. Berlin 25.XII.1834.
An den von Dieffenbach offenbar hoch geachteten Chirurgen Dr. Michael Moritz Eulenburg in Wriezen, Bedankt sich für "die große Güte, daß Sie mir Ihre Chirurgie übersendet haben. Es thut mir leid, daß durch dies Werk zwischen Ihnen und Blasius ein Zwiespalt entstanden ist. Aufrichtig gesagt, Sie hätten Ihre ausgezeichneten Talente an ein schwereres Unternehmen setzen können, und ich halte es für meine Pflicht, Sie daran zu mahnen. Die Übersetzung des Werkes von Labat und Hinzufügung alles deßen, was seitdem für diesen wichtigen Zweig der Chir. geschehen ist, mögte ich Ihnen dringend empfehlen. Kommen Sie nicht bald nach Berlin um mit mir ein Abendstündchen zu plaudern. Sie wissen wie sehr viel ich von Ihnen halte ...". - Der erwähnte Chirurg Ernst Blasius (1802-1875) war Ordinarius und Leiter der Universitätsklinik in Halle, 1853 mit dem Titel "Geheimer Medizinalrat". -

Lot 2444, Auction  128, Dittel, Leopold Ritter von, Manuskript, Brief und Beilage. 1878

Dittel, Leopold Ritter von
Manuskript, Brief und Beilage. 1878
Los 2444

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Dittel, Leopold Ritter von, österr. Mediziner, Chirurg und Urologe, Primarius an der Chirurg. Abt. des Wiener Allgemeinen Krankenhauses, ao. Professor an der Universität Wien (1815-1898). Eigh. Manuskript mit Namenszug "Prof. Dr. Dittel" beim Titel. 311/2 S. Lose Bl. Folio. (Wien ca. 1875).
"Über intraarticuläre Verletzungen am Knie, von Prof. Dr Dittel". Komplettes Manuskript, das dann 1876 in den "Medizinischen Jahrbüchern" abgedruckt wurde. Mit zahlreichen Verbesserungen, Änderungen und Streichungen, teils mit Bleistift. Trotzdem anscheinend Druckvorlage, denn die Blätter sind mit Blaustift paginiert. - Beiliegend ein Separatdruck des Aufsatzes; mit dem Untertitel: "Vortrag, gehalten in der k. k. Gesellschaft der Aerzte in Wien, am 21. Jänner 1876". Auf dem Umschlag die handschriftliche Widmung: "S. Hochgeboren Herrn Grafen Victor v. Wimpfen PT. hochachtungsvoll vom Verfasser". - Ebenfalls beiliegend ein eigh. Brief Dittels an die Gräfin Wimpffen, dem offenbar ein Brief über eine problematische Oberstleutnants-Gattin beigefügt war, zu dem sich Dittel kritisch äußert. - Ferner beiliegend ein Zeitungsartikel von Josef Hirschfeld über Leopold Dittel in einer Serie "Galerie berühmter Aerzte", der ein Holzschnitt-Porträt Dittels enthält. - Der berühmte Arzt ist der Namensgeber einer Reihe von medizinischen Instrumenten und Operationsmethoden.

Lot 2445, Auction  128, Du Bois-Reymond, Emil, Brief mit Einladung an einen Kollegen. 1866.

Du Bois-Reymond, Emil
Brief mit Einladung an einen Kollegen. 1866.
Los 2445

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Du Bois-Reymond, Emil, Physiologe, Rektor der Berliner Universität und Präsident der Preuß. Akademie der Wissenschaften, verbesserte mit seiner Elektrophysiologie entscheidend die ärztliche Diagnostik, als glänzender Redner berühmt (1818-1896). Eigh. Brief m. U. "E du Bois-Reymond". 1/2 S. Gr. 8vo. Berlin 5.XII.1866.
An einen Kollegen, den er zum "Thee" einlädt, was damals bekanntlich ein üppiges Abendessen bedeutete. "... Ich hoffe bei dieser Gelegenheit Ihnen mein Versprechen erfüllen zu können, Sie mit den Compositions Photographieen der SWS. Camera bekannt zu machen ...". - Beiliegend ein gedrucktes Porträtfoto aus der "Galerie hervorragender Ärzte und Naturforscher".

Lot 2446, Auction  128, Dziatzko, Karl, Brief an eine Schriftstellerin. 1882 + Beigabe

Dziatzko, Karl
Brief an eine Schriftstellerin. 1882 + Beigabe
Los 2446

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Dziatzko, Karl, Altphilologe und hoch bedeutender Bibliothekar, schuf als Bibliotheksdirektor in Breslau das Vorbild für die "Preußischen Instruktionen", später langjähriger Direktor der Göttinger Universitätsbibliothek (1842-1903). Eigh. Brief m. U. "Dziatzko". 12/3 S. Doppelblatt mit Briefkopf "Königliche und Universitäts-Bibliothek. Breslau". Gr. 8vo. Breslau 28.IX.1882.
An eine ihm bekannte Schriftstellerin, Bearbeiterin sozialkritischer Themen, vielleicht Frauenrechtlerin. "... Indem ich zunächst im Namen der Bibliotheksverwaltung für die Übersendung Ihrer neuesten Schrift ergebenst danke - die offizielle Zuschrift wird Ihnen noch zugehen - , erlaube ich mir Ihnen die gewünschten Bände von Ed. Devrient, Gesch. d. Schauspielkunst, zu übersenden. Ihrem Wunsche gemäss habe ich nur diejenigen Bände ausgewählt, welche die Sie gerade interessirende Periode behandeln. Sie haben also gleich nach Beendigung der Schrift über Frauenarbeit, zu deren Abschluss ich Sie bestens beglückwünsche, neue litterarische Arbeit in Angriff genommen. Unterlassen Sie nur bei Ihrer rastlosen Thätigkeit nicht, auch dem Körper zu geben, was des Körpers ist! Hoffentlich befinden Sie sich den Umständen nach recht wohl. Meiner Familie und mir geht es im Ganzen gut; meine Frau und die Schwiegermama lassen sich Ihnen bestens empfehlen ...". - Dabei: Paul von Bojanowski, Jurist, Journalist und Bibliothekar, Oberbibliothekar der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar (1834-1915). Eigh. Brief m. U. "P von Bojanowski". 1 S. Doppelbl. Mit dem Umschlag. Kl. 4to. Weimar 26.XII.1909. - An den Autographensammler Hermann Kiewy in Hamburg, der sich nach der Identität eines Briefschreibers namens Bojanowski aus seiner Sammlung erkundigt hatte. "... Der mir übersandte Brief ist von dem 1892 verstorbenen Wirkl. Geh. Legationsrath, später Präsidenten des Kaiserl. Patentamts Dr. Victor von Bojanowski geschrieben ...".

Lot 2447, Auction  128, Ehrlich, Paul, Postkarte und Brief an die Buchhandlung Friedländer & Sohn in Berlin. 1909-1912

Ehrlich, Paul
Postkarte und Brief an die Buchhandlung Friedländer & Sohn in Berlin. 1909-1912
Los 2447

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Ehrlich, Paul, Pathologe und Serologe, Begründer der Chemotherapie, Nobelpreisträger (1854-1915). Eigh. Postkarte und masch. Brief m. U. "Paul J. Ehrlich" bzw. "P Ehrlich". Zus. 2 S. 8vo und gr. 4to. Frankfurt a. M. (3.III.1909) bzw. 28.XII.1912.
An die Buchhandlung Friedländer & Sohn in Berlin. Auf der Postkarte bestellt Ehrlich eine Reihe von wissenschaftlichen Werken aus Friedländers Katalog 1909/I. - In dem maschinenschriftlichen Brief meldet er: "... In Erwiderung auf Ihre Karte teile ich Ihnen mit, dass ich leider ein Exemplar meines 'Sauerstoffbedürfnis des Organismus' nicht mehr besitze. Die Monografie ist aber (1885) im Verlage von Hirschwald erschienen und dürfte es Ihnen wohl möglich sein, sich dort dieselbe zu beschaffen ...". - Laut dem gedruckten Briefkopf wohnte Paul Ehrlich in Frankfurt 1912 in der "Paul Ehrlich-Strasse".

Lot 2448, Auction  128, Eyth, Max von, Brief an einen "Freund und Gönner". 1887

Eyth, Max von
Brief an einen "Freund und Gönner". 1887
Los 2448

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Eyth, Max von, Ingenieur, Förderer landwirtschaftlicher Maschinen, Schriftsteller und Zeichner, Gründer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (1836-1906). Eigh. Brief m. U. "M. Eyth". 11/3 S. Mit Briefkopf "Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft". Doppelblatt. Gr. 8vo. Berlin 1.II.1887.
An Prof. Drews in Stuttgart. "... Eigentlich habe ich das Unglück, der Mann zu sein, an den sich Alles wendet. Die Weinprobenangelegenheit in ihren Details aber ist Herrn Director Göthe in Geisenheim a./Rh. übergeben, der, obgleich nicht selbst in Frankfurt, mit den dortigen Verhältnissen genau vertraut ist. Von April an habe ich die Absicht, dorthin überzusiedeln. Ich verspreche Ihnen zum mindesten einen treuen und activen Consumenten unserer schwäbischen Weine. - Im übrigen denke ich neuerdings manchmal an ein bekanntes Verslein unseres speziellen Nationalpoeten Uhland. Wär' ich mit guter Art davon - könnt auch etc. Entschuldigen Sie diesen Stoßseufzer ...". - Mehrere von Eyths Büchern, besonders die Autobiographie des weitgereisten Ingenieurs, "Hinter Pflug und Schraubstock", erzielten hohe Auflagen.

Lot 2449, Auction  128, Graefe, Albrecht von, Brief an einen Kollegen. Mit Beilagen. 1862

Graefe, Albrecht von
Brief an einen Kollegen. Mit Beilagen. 1862
Los 2449

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Graefe, Albrecht von, Berliner Augenarzt, einer der bedeutendsten Ophthalmologen der Medizingeschichte, Ordinarius an der Berliner Universität, Geh. Medizinalrat (1828-1870). Eigh. Brief m. U. "A. v. Graefe". 11/2 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Berlin 5.VIII.1862.
An einen Kollegen, dem er Urlaubstermine nennt und bedauernd mitteilt: "... Es hat mir außerordentlich leid gethan aus Ihrem Schreiben zu erfahren, daß Sie in Ihrer Kreuznacher Position von Intriguen und Mißgunst viel verfolgt werden. Setzen Sie denselben, so weit es irgend thunlich ist, frischen Gleichmuth entgegen und gehen Sie in treuer Pflichterfüllung gegen Wissenschaft und Kranke ruhig Ihren Weg - das ist das Einzige, was ich nach meinem Dafürhalten Ihnen hierbei rathen kann ...". Er hätte gern noch "einige Berliner Plaudereien" hinzugefügt, doch der nahe Termin seiner Abreise lasse ihm dazu nicht die Zeit. - Beiliegend ein gedrucktes Foto des Berliner Graefe-Denkmals sowie Autographen von 3 weiteren Medizinern der Familie Graefe: Karl Ferdinand, Albrechts Vater (1787-1840), - Eduard Adolph, Bruder Karl Ferdinands, Chirurg (1794-1859; Vorlesungs-Ankündigung Berlin 6.IV.1846). - Alfred, Vetter Albrechts, Professor in Halle (1830-1899; 1 eigh. Brief, 1 handschr. Vis.-Karte, eine handschr. Liste von 9 Medizinern). - Insges. 8 Teile.

Lot 2450, Auction  128, Juristen, 31 Autographen

Juristen
31 Autographen
Los 2450

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Juristen. 31 Autographen. Ab 1601.
Meist eigenhändige Briefe oder Vorlesungs-Ankündigungen berühmter Universitäts-Professoren. - Vorhanden: Friedrich Mommsen, Eduard Morstadt, Otto Müller, Theodor Muther (3), Max Neuda, Theodor Niemeyer (2), Georg Obrecht (Albumblatt Strassburg 1601), Friedrich Ortloff, Charles Narcisse Oulif (2), Carl Wilhelm Paetz, Alfred Pernice, Herbert Pernice, Ludwig Wilhelm Anton Pernice (2), Burkhard Wilhelm Pfeiffer, George Phillips, Ludwig Valentin Protzen, August Ludwig Reyscher, Johann Rebhan (Albumblatt Strassburg 1645), Achilles Renaud, Christian Gottlieb Riccius (Göttingen 1758), Aemilius Ludwig Richter, Christoph Philipp Richter, Carl Freiherr von Richthofen, F. W. Röstell, Karl Robert Sachsse.

Lot 2451, Auction  128, Kunst- und Kulturhistoriker, 12 Autographen

Kunst- und Kulturhistoriker
12 Autographen
Los 2451

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Kunst- und Kulturhistoriker, Museumsdirektoren. 12 Autographen. 1851-1913.
Meist eigenhändige Briefe oder Karten. - Vorhanden: Andreas Wilhelm Bolin (finnisch-schwedischer Kulturhistoriker, in deutscher Sprache), Julius Braun, Justus Brinckmann, Bruno Bucher, Karl Eggers, Friedrich Eggers, Rudolf von Eitelberger (Direktor des Wiener k. k. Museums für Kunst und Industrie), Jeannette Eitelberger (dessen Gemahlin), August Essenwein, Jacob Falke, Karl Faulmann, Eberhard Gothein. - Teils mit Beilagen, darunter Porträts.

Lot 2452, Auction  128, Literaturhistoriker, Germanisten und Sprachforscher, 50 Autographen

Literaturhistoriker, Germanisten und Sprachforscher
50 Autographen
Los 2452

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Literaturhistoriker, Germanisten und Sprachforscher. 50 Autographen. Ab 1840.
Meist eigenhändige Briefe und Vorlesungs-Ankündigungen. - Vorhanden: Bernhard Rudolf Abeken, Johann Valentin Adrian, Jean Jacques Ampère, Eduard Berend, Georg Brandes (2), Emil Brenning, Moritz Brühl, Franz Brümmer, Wilhelm Buchner (2), Peter Budik, Adalbert Cybulski, Heinrich Düntzer (2), Eduard Engel, Ernst Elster (2), Jacopo Ferrazzi (2), Ludwig Geiger (2), Rudolph Genée, Friedrich Wilhelm Genthe, Georg Gottfried Gervinus (sehr umfangreicher Brief Heidelberg 1841), Richard Adolf Gosche (2), Otto von Güntter, Eduard Guhrauer, Friedrich August Raszmann, Alexander Reifferscheid (2), Emil Roediger, Hermann Rückert, Daniel Sanders, August Sauer, Wilhelm Schott, Christian Gottfried Schütz, Moritz Gotthelf Schwartze, Eduard Sievers, Thomas Solly, Adolf Friedrich Stenzler, Carl Süssheim, Wilhelm Wackernagel, Joseph Maria Wagner, Wilhelm Franz Wilmans, Julius Zacher (2), Friedrich Zarncke, Ignaz Zingerle von Summersberg, Carl Gottlob Zumpt. - Teils mit Beilagen, darunter gestochene Porträts. - Wenige Briefe mit Randschäden.

Lot 2453, Auction  128, Mediziner, 74 Autographen

Mediziner
74 Autographen
Los 2453

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Mediziner. Ca. 74 Autographen. - Jeweils lose in einem Papier-Umschlag, der mit Namen und Lebensdaten versehen ist. Eingelegt in eine als Buch gestaltete Halbleder-Kassette um 1890 (Rücken und Kanten teils stärker beschabt) im Format 29 x 25 x 8 cm mit Rücken- und Deckel-Vergoldung sowie Rückenschildern "Autographen-Sammlung" und "Herm. Kiewy".
Namhafte Mediziner, oft Klinikleiter oder Professoren, mit meist eigenhändigen Briefen, Karten und Kärtchen, Vorlesungs-Ankündigungen oder Manuskripten. Wo keine Anzahl hinter dem Namen angegeben ist, handelt es sich jeweils um 1 Stück. - Vorhanden: Emil Abderhalden, Jean Louis Alibert, Eduard Albert, Friedrich August von Ammon, Ferdinand R. von Arlt, Hermann Friedrich Autenrieth, Johann Heinrich Ferdinand von Autenrieth, Robert Avé-Lallement, Heinrich Averbeck, Franz Anton Balling, Heinrich von Bamberger (2), Friedrich August Gottlob Berndt, Theodor Ludwig Wilhelm Bischoff, Ernst Blasius (2), Ludwig Böhm, Paul Albrecht Boerner, Georg Bonne, Carl Braun Ritter von Fernwald (nur abgeschnittene Unterschrift), Ernst Wilhelm Ritter von Brücke, Bernhard Carl Brühl, Johann Conrad Brunner (1653-1717), Victor von Bruns (2), Dietrich Wilhelm Heinrich Busch, Johann de Carro, Johann Ludwig Casper, Franz Chelius, Maximilian Joseph von Chelius, Hans Chiari, Hermann Cohn, Johann Wilhelm Heinrich Conradi (2), Taddeo dei Consoni, Johann Nepomuk Czermak, Ottomar Domrich, Anton Drasche (umfangreiches Manuskript "Die Pest"), Alphonse Dupasquier, M. Dyrenfurth, Hermann Friedrich Ludwig Ebert, Theodor Wilhelm Eck, Alexander Ecker, Joachim Conrad Elsner (starb 1676; Albumblatt 1660), Wilhelm Heinrich Erb, Friedrich Esmarch, Albert Eulenburg, Oscar Eversbusch, Sigmund Exner, Bernhard Christoph Faust, Leopold Fleckles, Karl Flügge, Auguste Forel, Albert Fraenkel, Friedrich Theodor von Frerichs, Alexander Freund (3), Nicolaus Friedreich, Max Fürbringer, Paul Fürbringer, Konrad Heinrich Fuchs, Georg Theodor August Gaffky, B. von Gerlach, August Maria Legis Glückselig, Ferdinand Gottlieb von Gmelin, Johann Goercke (2), Josef Michael Goetz (Schnipsel mit Signatur, aber beiliegend lithogr. Portät von Kriehuber), August B. Granville (eigentlich Bozzi; Brief 1828 an Dr. Froriep in Weimar), Julius Griffith, Karl Grube. - Teils mit Beilagen, darunter Porträts.

Lot 2454, Auction  128, Moshamm, Franz Xaver Ritter von, Brief an den Kameralisten Johann Beckmann in Göttingen. 1790

Moshamm, Franz Xaver Ritter von
Brief an den Kameralisten Johann Beckmann in Göttingen. 1790
Los 2454

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Moshamm, Franz Xaver von, bayerischer Jurist und Kameralist, Professor in Ingolstadt, gilt als Wegbereiter der institutionellen Kameralistik in Bayern (1756-1826). Eigh. Brief m. U. "Franz Xav. v. Moshamm". 3 S. Doppelbl. mit Adresse und Siegelresten. Folio. Ingolstadt 15.VIII.1790.
An den Nationalökonomen und Kameralisten Johann Beckmann (1739-1811), Hofrat und Professor in Göttingen, dem er voll Stolz seine Nobilitierung meldet. "... Mit meiner versprochenen Abhandlung über das Münchner Arbeitshaus bin ich nun fertig. Die Beschreibung wird ihnen hoffentlich gefallen, da dieses Arbeitshaus in vieler Rücksicht einzeln ist, nur kömmt es darauf an, ob ihnen der Stoff selbst wichtig genug scheine um in ihren Beiträgen, die schon so vortrefliche Aufsätze lieferten, aufgenommen zu werden ... Da Sie auch den wärmsten freundschaftlichen Antheil an meinen Schicksalsjahren nehmen; so kann ich ihnen vernachrichten, daß ich erst vor kurzem einen neuen Beweis von der grossen Gnade meines Fürstens erhalten habe; ich wurde von meinem Landesfürsten als dermaligem Reichs-Vicarius in den Reichsadelstand mit dem Prädikat des Heil: Röm: Reichs Ritter in Rücksicht meiner bekannten Verdienste um die Universität in Ingolstadt erhoben ... Da ich nun zuverlässig weis, daß Sie mit verschiedenen Journalisten in genauer Verbindung stehen, so könnten Sie mir einen besondern Gefallen erweisen, wenn Sie diese Erhebung in einige Journale einrücken ließen [folgt der Text der gewünschten Meldung] ... Diese Bekanntmachung, bewirkt durch ihr großes litterarisches Ansehen, würde ein besonderes Wohlgefallen bei meinen hohen Gönnern und mir neue Aufmunterung und Gewicht bei der hiesigen hohen Schule verschaffen ...".

Lot 2455, Auction  128, Murhard, Friedrich, Brief an die Dieterichsche Buchhandlung in Göttingen. 1836

Murhard, Friedrich
Brief an die Dieterichsche Buchhandlung in Göttingen. 1836
Los 2455

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Murhard, Friedrich W. A., hessischer oppositioneller Gelehrter und Publizist, Mathematiker, Jurist, politischer Schriftsteller und Bibliothekar, stiftete gemeinsam mit seinem Bruder die Murhardsche Bibliothek in Kassel (1778-1853). Eigh. Brief m. U. "Friedrich Murhard". 31/3 S., eng beschrieben. Doppelblatt. Gr. 8vo. Kassel 14.VIII.1836.
Umfangreicher Brief an die Dieterichsche Buchhandlung in Göttingen. Ausführlich über seine Fortsetzung des von G. F. und C. de Martens gegründeten Recueil de traités d'alliance, de paix, de trève, de neutralité ... conclus par les puissances de l'Europe depuis 1761 jusqu'à present", also eine fortlaufende Reihe mit Sammlungen wichtiger internationaler Verträge, eine wertvolle Geschichtsquelle, die Murhard ab Band 10 weiterführte. Bedankt sich zunächst für Honorar und Freiexemplare dieses Bandes und fährt dann fort: "... Ueberaus angenehm war es mir zugleich von Ihnen zu vernehmen, daß der Druck eines neuen Bandes sogleich beginnen kann. Die Materialien haben sich bei der mehrjährigen - man kann sagen fünfjährigen - Unterbrechung, welche die Fortsetzung des Recueil erlitten, in unserer bewegten Zeit dergestalt gehäuft, daß wohl noch ein paar Bände nöthig seyn werden, um nur einigermaßen mit dem laufenden Jahre und den Begebenheiten des Tages in die Reihe zu kommen. Klüber, der sich ungemein für die Fortsetzung des Werkes interessirt und dem als Veteran in der Diplomatie gewiß ein gewichtiges Urtheil in dieser Beziehung zuzutrauen, schreibt mir, daß der Verlagshandlung in deren eigenem Interesse nicht genug zu rathen seyn dürfte, die Erscheinung der Bände zur Ausfüllung der noch vorhandenen Lücken in der Mittheilung der so mannigfaltigen in der jüngsten Zeit stattgehabten diplomatischen Verhandlungen und vorhandenen Aktenstücke zu beschleunigen, damit das Werk nicht etwa blos als Archiv für die Vergangenheit, sondern zugleich als nützliches Handbuch für die Gegenwart diene ...". Erörtert dann die Pläne für die nächsten Bände und bestellt aus London Jahrgänge einer ähnlichen Reihe namens "British and Foreign State-Papers". - Murhard, eine etwas schillernde Figur, verfasste neben höchst verdienstvollen Werken auch Bücher, bei denen ihm Plagiat vorgeworfen wurde. Zeit seines Lebens wegen politisch-opposioneller Schriften polizeilich verfolgt und zeitweilig mit Gefängnis betraft, gilt er heute als einer der geistigen Wegbereiter des politischen und wirtschaftlichen Liberalismus im Vormärz. - Sehr selten.

Lot 2456, Auction  128, National-Ökonomen, 26 Autographen. 1800-1881

National-Ökonomen
26 Autographen. 1800-1881
Los 2456

Schätzung
600€ (US$ 690)

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National-Ökonomen, Kameral- und Agrarwissenschaftler. 26 Autographen. 1800-1881.
Hervorragende Vertreter ihres Faches, meist als Universitäts-Professoren. Vorlesungs-Ankündigungen für das "Schwarze Brett" sowie Briefe und Karten. Vorhanden: Adolphe Jérôme Blanqui l'ainé (1798-1854), Karl Victor Böhmert (1829-1918), Johann Anton von Brentano (1803-1870), Lujo Brentano (1844-1931), Georg von Bunsen (1824-1896), Johann Friedrich Gottfried Eiselen (1785-1865), Hugo Eisenhart (1811-1893), Johannes Fallati (1809-1855), Michel Chevalier (1806-1879), Johannes Conrad (1839-1915), Heinrich Bernhard Oppenheim (1819-1880, 2), Karl Heinrich Rau (1792-1870, 3), Gustav Schmoller (1838-1917), Karl Schüz (1811-1875), Friedrich Gottlob Schulze (aus Gävernitz, 1795-1860), Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883, 2), Friedrich Benedict Weber (1774-1848, 4), Max Wirth (1822-1900).

Lot 2457, Auction  128, Nettelbladt, Daniel, Albumblatt. Halle 1752

Nettelbladt, Daniel
Albumblatt. Halle 1752
Los 2457

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Nettelbladt, Daniel, berühmter preuss. Jurist, einer der bedeutendsten Rechtsgelehrten seiner Zeit, ab 1746 Ordentl. Professor und Hofrat in Halle (1719-1791). Eigh. Albumblatt m. U. "D. Daniel Nettelbladt". In lat. Sprache. 2/3 S. Quer-8vo. Halle (S.) 13.X.1752.
Ein Seneca-Zitat: "Ideo peccamus, quoniam de partibus vitae deliberamus omnes, de tota vero nemo deliberat." Unter dem Namenszug auch Nettelbladts Titel und Rang als königlich preussischer Hofrat und Ordinarius als Jura-Professor, jeweils in lateinischen Abkürzungen.

Lot 2458, Auction  128, Numismatiker, 10 Autographen

Numismatiker
10 Autographen
Los 2458

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Numismatiker. 10 Autographen. Ca. 1810-1916.
Meist eigenhändige Briefe, an verschiedene Personen. Besonders interessant ein langer Brief des Münzfälschers C. W. Becker um 1810 an einen Fürsten. - Vorhanden: Emil Bahrfeldt, Max Bahrfeldt (2), Carl Wilhelm Becker, Josef Ritter von Bergmann, Heinrich Hermann Buchenau, Georg Karl Wilhelm Philipp Frhr von Donop, Karl Fr. W. Erbstein, Julius Theodor Erbstein, Carl Friedrich Gebert.

Lot 2459, Auction  128, Orelli, Aloys von, Brief an einen Kollegen. Zürich 1858

Orelli, Aloys von
Brief an einen Kollegen. Zürich 1858
Los 2459

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Orelli, Aloys von, Schweizer Rechtswissenschaftler, Professor in Zürich, Oberrichter und Abgeordneter des Zürcher Kantonsrates (1827-1892). Eigh. Brief m.. U. "Dr. A. Orelli. Prof.". 21/2 S. Doppelblatt. Gr. 4to. Zürich 14.X.1858.
Umfangreicher Brief an einen Fachkollegen, dem er (nach verschiedenen privaten Mitteilungen) meldet: "... Bereits habe ich mit großem Interesse einzelne Parthien Ihres Werkes durchgangen u. kann Ihnen nur zu dessen glücklicher Vollendung gratulieren. Man sieht, es ist die Frucht langjähriger eifriger u. gewissenhafter Arbeit, die Darstellung ist klar und bündig. Was ich an meinem geringen Orte für dessen Verbreitung thun kann, werde ich gern thun. Schon bald nach meiner Rückkehr sprach ich mit Prof. Dernburg über Ihren mir geäußerten Wunsch; er schien nicht ungeneigt, machte indessen keine bestimmte Zusage. Gleich nach Empfang Ihrer Sendung schickte ich ihm das für ihn bestimmte Exemplar sammt Ihrem Briefe u. sprach gestern wieder mit ihm über die Recension. Er bemerkte mir, ich möchte Ihnen Ihre gef. Zusendung bestens verdanken, allein es sei ihm jetzt mit dem besten Willen nicht möglich, die gewünschte Recension zu schreiben, weil er eben mit dem Drucke seines Pfandrechtes beschäftigt sei u. wegen dieses Buches verschiedene andere Arbeiten habe liegen lassen ... Soviel ich gehört habe, sollen von künftigen Ostern an die Heidelberger kritische Zeitschrift u. die in München erscheinende Kritische Überschau in Eine Zeitschrift verwandelt werden, wie man bei uns sagt, eine Fusion stattfinden ... Ich lege Ihnen hier zwei Arbeiten von mir bei, von welchen ich Ihnen schon in Kissingen gesprochen habe u. denen Sie wohl ein bescheidenes Plätzchen in Ihrer Bibliothek gönnen ...".

Lot 2460, Auction  128, Alexander Markgaf von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth, Brief an den Fürstbischof von Bamberg. 1766

Alexander Markgaf von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth
Brief an den Fürstbischof von Bamberg. 1766
Los 2460

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Ansbach-Bayreuth. - Alexander, der letzte Markgraf von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth (1736-1806). Brief m. U. "Ew. Lbd. dienstwilliger treuer Freund und Nachbar von Herzen Alexander mpp". 1 S. Mit rotem Lacksiegel. Folio. Ansbach 24.XII.1766.
Wohl an den Fürstbischof von Bamberg gerichtete Grüße und Wünsche zum Jahreswechsel. Die Aufzählung von Alexanders Titeln und Ländereien befindet sich unter dem Text und umfaßt nicht weniger als 10 Zeilen. - Einschl. des Siegels gut erhalten.

Lot 2461, Auction  128, Bebel, August, Briefkarte an Hermann Struck. 1907

Bebel, August
Briefkarte an Hermann Struck. 1907
Los 2461

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Bebel, August, sozialdemokrat. Politiker, Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der SPD (1840-1913). Eigh. Briefkarte m. U. "A. Bebel". 1 S. Quer-8vo. Schöneberg bei Berlin 30.V.1907.
Vermutlich an den Maler, Radierer und Buch-Illustrator Hermann Struck, wohl über ein ihm von Bebel gewidmetes oder versprochenes Buch. "... Da ich in der ersten Hälfte Juni wiederholt verreise, in der zweiten Hälfte aber meine Sommerreise antrete und ich nicht möchte, daß Sie sich vergeblich zu uns bemühen, erlaube ich mir Ihnen Ihr Buch anbei zu übersenden ...". - Bebel wandte sich 1913, also kurz vor dem Ersten Weltkrieg, gegen die im Reichstag beschlossene "Militärvorlage", die neben einer immensen Aufrüstung auch eine Heeresreform anstrebte, die nicht zuletzt wegen ihrer Finanzierung in der Öffentlichkeit heftig diskutiert wurde. 113 Jahre später wiederholt sich dieser Vorgang.

Lot 2462, Auction  128, Blum, Robert, 2 Briefe + wertvolle Beilagen. Wien 1848

Blum, Robert
2 Briefe + wertvolle Beilagen. Wien 1848
Los 2462

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Robert Blum als Revolutionär in Wien
Blum, Robert, Publizist, Lexikograph, Theater-Angestellter und Revolutionär, als Volksheld in Wien standrechtlich erschossen (1807-1848). 2 eigh. Briefe m. U. "Blum". Zus. 2 S. Gr. 4to und quer-8vo. Wien 20.X. und 23.X.1848.
Mitten aus dem Wiener Revolutionsgeschehen an einen Freund im sächsischen Justizministerium mit dem Ersuchen um Unterstützung. "... Diesen Mißbrauch der ministeriellen Adresse bitte ich mit dem Umstande zu verzeihen und zu entschuldigen, daß keine Möglichkeit vorliegt, auf andere Weise Briefe durchzubringen. Dafür gebe ich Ihnen auch das Recht, den anliegenden Brief an Vogt zu lesen; d. h. ich gebe das Recht dem Mann, den Minister geht der Inhalt nichts an ... Da in dem Briefe an Vogt alles steht, was über die hiesigen Zustände zu schreiben ist, so füge ich hier nichts hinzu, als die Versicherung innigster Dankbarkeit für die gefällige Vermittluung, die ich voraussetze, und die Bereitwilligkeit zu jedem möglichen Gegendienste, wenn ich zu solchem im Stande seyn sollte ["Wien, 20. October Abends"] ... Noch einmal brauche ich Ihre Adresse, verehrter Freund, u. bitte den ganzen Inhalt meiner Frau zu senden, nachdem Sie denselben gelesen haben, damit auch diese sieht, wie es uns geht. Hoffentlich sind Ihnen Nachrichten nicht unwillkommen, jetzt, nachdem v. Könneritz weg ist, u. ich werde Ihnen in gleicher Weise diese zukommen lassen ... 1. Uhr. Eben donnern die Kanonen wieder; es scheint abermals von Auersperg. Eben bekommen wir noch 18 Stunden Bedenkzeit. bon!" [Wien 23.X.1848]. - Der sächsische Justizminister Julius Traugott von Könneritz war im März gestürzt worden und aus dem Staatsdienst ausgeschieden. - 17 Tage nach dem zweiten der hier vorliegenden Briefe wurde Robert Blum in der Brigittenau standrechtlich erschossen. - Wertvolle Beilagen: 3 eigenhändige, ausführliche Briefe (zus. 71/2 S.) von Blums Ehefrau Eugenie Blum an den sächsischen Innenminister Martin Gotthard Oberländer mit dem Ersuchen, sich für die Herausgabe des letzten Briefes von Blum an seine Familie und dann auch für die Überführung des Leichnams nach Leipzig einzusetzen. "... Die innige Theilnahme welche Sie mir, der Gattin des so schmählich Dahingemordeten durch Ihr geehrtes Schreiben bewiesen, berechtigt mich zu der inständigsten Bitte, mir durch Ihren wichtigen Einfluß die letzten Zeilen meines Gatten zu sichern. Schon sind seit der verhängnißvollen Katastrophe des 9. November 10 Tage vorüber u. ich bin noch nicht im Besitze dieses theuern Vermächtnisses. Alle Blätter u. Zeitungen sprechen von den letzten seelenvollen Worten des Märtirers für die Freiheit u. noch immer sehe ich, sehnend der Stunde der endlichen Ankunft des Briefes entgegen! Und daß Blum seine letzten Minuten noch der entfernten Gattin, den verwaisten Kindern geweiht, dafür bürgt mir die innige Liebe, mit welcher er stets, nah u. fern die Seinen umschloß. Fröbel selbst, theilte mir neul. bei seiner Durchreise nach Frankfurt mit, daß ein Lieutenant Namens Pokorny besagten Brief von dem Gemordeten eingehändigt bekommen mit dem Auftrage ihn mir zu senden u. zugleich mit an C. Vogt nach Frankfurt einen treuen Bericht abzuliefern über die letzte Stunde seines Lebens ..." [Leipzig 19.XI.1848]. - Auch die beiden weiteren Briefe Eugenie Blums an den sächsischen "Revolutions-Minister" behandeln diese Themen. - Ihr Brief vom 21. November wird begleitet von einem ebenfalls umfangreichen Schreiben eines der engsten Freunde Robert Blums, Friedrich Anton Kranitzky, der sich ebenfalls für die Überführung der sterblichen Überreste Blums nach Leipzig einsetzt. - Ferner beiliegend ein Brief und eine Postkarte (Rheinfelden 1906) von Hans Blum, dem Sohn und Biographen des Revolutionärs, an den Autographensammler Hermann Kiewy, betreffend Briefe Robert Blums. - Dazu eine Zeitungs-Annonce und ein Holzstich-Porträt Robert Blums. - Zusammen 10 Teile.

Lot 2463, Auction  128, Friedrich Christian, Markgraf von Brandenburg-Bayreuth, Brief an einen Fürsten in Hamburg. 1750

Friedrich Christian, Markgraf von Brandenburg-Bayreuth
Brief an einen Fürsten in Hamburg. 1750
Los 2463

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Brandenburg-Bayreuth. - Friedrich Christian, der letzte Markgraf von Brandenburg-Bayreuth (1708-1769). Brief m. U. "Ew Lbd Dienstwilligster Vetter und Diener; Friedrich Christian M z B mpp". 1 S. Doppelblatt mit Adresse und Lacksiegel. Folio. Wandsbek 23.XII.1750.
Glückwünsche zum Jahreswechsel, hier zunächst an einen Grafen (Johann Georg) von Waitz adressiert, der wohl als Gesandter eines Fürsten in Hamburg residierte, an welchen der Brief eigentlich gerichtet ist. - Beiliegend eine handschriftliche Liste "Paroles auf den Monath Julii 1767" mit einer Aufstellung von 31 Parolen, wohl für militärische Zwecke, beginnend mit "1. Baireut 2. Culmbach ..." und endend mit "30. Nemmersdorff 31. Sans pareille." Unterzeichnet "Friedrich Christian MzB". Da die Unterschrift von der des Wandsbeker Briefes von 1750 stark abweicht, könnte sie vielleicht von Schreiberhand stammen.

Lot 2464, Auction  128, Caprivi, Leo Graf von, Brief an einen Schriftsteller. 1871

Caprivi, Leo Graf von
Brief an einen Schriftsteller. 1871
Los 2464

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Caprivi, Leo Graf von, als Nachfolger Bismarcks der zweite deutsche Reichskanzler (1831-1899). Eigh. Brief m. U. "v Caprivi, Obstlt". 2 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Troyes (Frankreich) 4.VI.1871.
Als Oberstleutnant an einen Schriftsteller, der ihm ein Buch mit einem Dankesbrief geschickt hat. "... Ich sage Ihnen meinen verbindlichsten Dank und werde die nächste Muße gern benutzen, um mich an Ihrer schriftstellerischen Leistung zu erfreuen. Sr. Excellenz dem kommandirenden Herrn General habe ich Ihre Empfehlungen übermittelt. Sie glauben Ursache zu haben mir dankbar zu sein und überschätzen aber meine Leistungen und Einwirkungen auf Ihr Geschick. Ich habe nur gethan, was meines Amtes war. Wenn Sie mir aber trotzdem ein wohlwollendes Andenken erhalten wollen, so werde ich Ihnen dankbar sein ...". Bestellt Empfehlungen an die Gemahlin des Adressaten mit "dem Wunsche, daß Sie Sich in Cöln gefallen mögen". - Der verdienstvolle, im In- und Ausland beliebte Bismarck-Gegner Caprivi konnte sich als Reichskanzler nur 4 Jahre halten, dann wurde er, nach vielen Angriffen seiner politischen Gegner, vom Kaiser entlassen.

Lot 2465, Auction  128, Cobden, Richard, Brief an Madame Schwabe. 1861

Cobden, Richard
Brief an Madame Schwabe. 1861
Los 2465

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Cobden, Richard, britischer Unternehmer, Nationalökonom und liberaler Politiker, führender Kopf der Freihandelsbewegung (1804-1865). Eigh. Brief m. U. "Rich Cobden". 12/3 S. Doppelbl. 8vo. Midhurst 5.XI.1861.
An Mad. Schwabe. "... If you have occasion to send a packet to General Garibaldi I should think that you would find no difficulty in forwarding it through the Italian Legation Park Lane London. - At all events you would be able to send it as far as Turin. - I would advice you to make inquiry there of Count Corti, Secretary of Legation ...".

Lot 2466, Auction  128, Cosel, Anna Constantia Gräfin von, Brief an den Hofrat v. Wichmannshausen in Dresden. 1733

Cosel, Anna Constantia Gräfin von
Brief an den Hofrat v. Wichmannshausen in Dresden. 1733
Los 2466

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Cosel, Anna Contantia Gräfin von, eine der bekanntesten und mächtigsten Mätressen König Augusts des Starken, mischte sich in die sächsische Politik ein und wurde schließlich auf die Festung Stolpen verbannt (1680-1765). Eigh. Brief m. U. "La Comtesse de Cossell". 21/4 S. Doppelblatt mit Trauerrand, Adresse und Siegelrest. 4to. Stolpen 19.III.1733.
An den Hofrat v. Wichmanshausen in Dresden. Sie dankt für dessen Brief, "habe aber Sonderliches vergnügen zu vernehmen das mein Sohn unter scharffer aufsicht gehalten wird dan seine wenige iahre und wo mich nicht irre, lebhafftigkeit u. besonders von nöhten worzu noch andre umbstände gekommen sint die mich und ihm zwar höchst Schmerzt hoff dennoch wo gott will zum besten gereichen müßen ...". Erkundigt sich nach ihren Schuldnern, insbesondere einem Grafen Altheim. "... ob graf altheim nicht aus zu fragen geweßen, dan ich nicht leugne das seine unerkentlichkeit reitzet allen fleiß an zu wenden ihm habhaft zu werden und zu den meinigen zu gelangen. Solte ich das vergnügen haben ihnen zu sprechen, würde anleitung geben können, wo des graff Altheim seine frauh in prag an zu treffen sein würde dan es sich der mühe verlohnete aus zu forschen ob er die graivin und zwey admirable schöne töchter gegen den Closterstand verwechselt habe ...". - Der Trauerrand des Briefes erklärt sich aus einem Postscriptum: "Auff deß höchstseeligen Königes ableben werden vermuhtlich unterschiedene Carmina und Epigrammata verfertiget werden, so ihnen etwaß darvon zu Händen komt bitte sie mir mit zu theilen." - Etwas gebräunt.

Lot 2467, Auction  128, Courbière, Guillaume René Baron de, Signierter Kosten-Anschlag zur Festung Graudenz. 1808

Courbière, Guillaume René Baron de
Signierter Kosten-Anschlag zur Festung Graudenz. 1808
Los 2467

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Courbière, Guillaume René Baron de, preuß. Generalfeldmarschall hugenott. Herkunft, Gouverneur der Festung Graudenz, die er als einzige preuß. Festung bis zum Friedensschluß von Tilsit unbesiegt verteidigte, später Generalgouverneur von Westpreußen, Ritter des Schwarzen Adlerordens und des Ordens Pour le Mérite (1733-1811). Eigh. Signatur "de Courbière" auf der abgeschnittenen unteren Hälfte eines Kostenvoranschlags. 1 S. 4to. Auf ein Untersatzblatt montiert. Graudenz (Westpreußen) 18.VI.1808.
Auf der unteren Hälfte eines ehemals foliogroßen Blattes mit einem Kostenvoranschlag für Baumaßnahmen in der Festung Graudenz im Kulmer Land. "... Die Richtigkeit des vorstehenden Anschlages wird hiemit attestirt ...". Weiter unten die einige Zeit später erfolgte Genehmigung, übermittelt durch das "Königl. Preuß. Artillerie und Ingenieur-Departement" : "Die Verwendung vorstehender Anschlags Summe von Drei Tausend, Vier Hundert, Acht und Siebzig Rh ... wird laut Cabinets Ordre vom 24ten May c. hiermit approbirt. Königsberg den 2ten July 1808." - Unterzeichnet mit 5 Signaturen hoher Militärs, darunter der Generalfeldmarschall und große Heeresreformer August Graf Neidhardt von Gneisenau (1760-1831). - Beiliegend eine ausgeschnittene weitere Signatur Courbières, montiert in eine umfangreiche handschriftliche Biographie Courbières, seiner Siege und Erfolge in zahlreichen Kriegszügen und Gefechten Friedrichs des Großen und seiner Nachfolger, am Schluß datiert "Graudenz 1874" (4 Folio-Seiten, eng beschrieben).

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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