Nicht im KVK
Der Hahn im Korbe [und:] Der zweite Mai. Erzählung auf Wahrheit gegründet. 64 S.; 64 S. 16 x 10 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (stärker berieben, mit Papierrückenschild). Zittau, Johann Gottfried Seyfert, (um 1835).
Zwei sehr seltene, anonym erschienene und jeweils in zwei Teilen mit durchgehender Paginierung vorliegende Erzählungen. – Etwas fleckig, Titel von Teil I und erstes Textblatt mit altem Monogrammstempel, ein Textblatt in Teil II mit unwesentlichem Eckabriss. Für beide Erzählungen konnte kein Standortnachweis im KVK ermittelt werden.
Henning, Joachim
Parodiae, sive Imitationes omnium carminum (plus Beiband)
Los 2049
Schätzung
180€ (US$ 207)
Henning, Joachim. Parodiae, sive Imitationes omnium carminum, seu odarum, omnium item epodarum. Q. Horatii Flacci. 206 S., 5 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 16 x 9,5 cm. Moderner Lederband. Leipzig, Gottfried Liebezeit, 1697.
VD17 14:626215H. – Einzige Ausgabe der im Stil des Horaz verfassten lateinischen Oden durch den aus Güstrow stammenden Pädagogen und Theologen Joachim Henning (1634-1698), der in Greifswald und Kopenhagen studierte und später als Hauslehrer in Hamburg tätig war, wo er auch starb. – Wohlerhalten. – Beigebunden: Johann Heinrich Boeckler. Ad inaccessum opus Metamorphoseon Ovidianarum. Cui ob doctrinae paritatem subiuncta est Georgii Sabini tradita interpretatio. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., 128 S.; 5 Bl., 254 S. Titel in Schwarz und Rot. Leipzig, Christian Gottschick für Johann Adam Plener, 1699. - VD17 1:060893B. - Erste, posthum erschienene Ausgabe des Ovidkommentars durch den einflussreichen Straßburger Universalgelehrten Johann Heinrich Boeckler (1611-1672). - Es fehlt der Kupfertitel. Schwach gebäunt, sonst wohlerhalten.
Herder, Johann Gottfried
Sämmtliche Werke (Taschenausgabe)
Los 2050
Schätzung
300€ (US$ 345)
Herder, Johann Gottfried. Sämmtliche Werke. Herausgegeben von Marie Caroline von Herder, Heyne, J. G. Müller und Johann von Müller. 60 Bände. 13 x 8,5 cm. Marmorierte Halblederbände d. Z. mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Stuttgart und Tübingen, Johann Georg Cotta, 1827-1830.
Goedeke IV/1, 737, 123. Günther-Volgina 7. Vgl. Schulte-Strathaus 67, 8. – Zweite Gesamtausgabe, die im Unterschied zur ersten von 1805ff. im handlicheren Taschenformat erschien. Enthält: "Zur Religion und Theologie" (18 Teile), "Zur Philosophie und Geschichte" (22 Teile) und "Zur schönen Literatur und Kunst" (20 Teile). – Etwas braunfleckig, Vorsätze teils gering leimschattig, insgesamt sehr schön und wohlerhalten. Dekoartive Reihe.
Herder, Johann Gottfried
Ideen zur Philosophie der Geschichte
Los 2051
Schätzung
350€ (US$ 402)
Herder, Johann Gottfried. Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. 4 Bände. 19 x 15 cm. Leinen um 1900 mit goldgeprägtem RSchild. Riga und Leipzig, Johann Friedrich Hartknoch, 1784-1791.
Goedeke IV/1, 730, 79. Günther 573. Schulte-Strathaus 52, 48a. – Erste Ausgabe von Herders geschichtsphilosophischem Hauptwerk, das zugleich den Beginn der Geschichtsphilosophie in Deutschland markiert, hier in einem Exemplar der splendid gedruckten Ausgabe im Quartformat (gleichzeitig erschien ein Druck in Kleinoktav). Als fortschrittlich gegenüber der Aufklärung erwies sich die Historisierung des Entwicklungsbegriffs und die Herausarbeitung entwicklungsgeschichtlicher Gesetzmäßigkeiten. Herder legte mit diesem Werk den Grundstein für den deutschen Idealismus und die Humanitätsidee der Klassik, er beeinflusste die organische Geschichtsauffassung der Romantik und wurde dadurch auch zum Vorläufer des Historismus im 19. Jahrhundert. Band I mit Paginierungsfehler, dort springt die Kollation von Blatt 143/144 auf 165/166, so aber vollständig. – Nur vereinzelte unbedeutende Flecken, Innenspiegel von Band I mit teils getilgtem Besitzeintrag von 1911. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar auf festerem qualitätvollem Bütten.
Herder, J(ohann) G(ottfried). Zwei Preisschriften welche die von der Königl. Akademie der Wissenschaften für die Jahre 1770 und 1773 gesetzten Preise erhalten haben. Zweite berichtigte Ausgabe. 319 S. 14,5 x 9,5 cm. Pappband d. Z. (stärker berieben). Berlin, Christian Friedrich Voß und Sohn, 1789.
Goedeke IV/1, 731, 85. Günther-Volgina-Seifert 23. – Erste Ausgabe dieser Zusammenstellung. "The first modern treatise on language" (PMM 216). Enthält die beiden Neubearbeitungen - zuerst 1772 bzw. 1775 erschienen - von: Abhandlung über den Ursprung der Sprache. Die grundlegende sprachphilosophische Schrift des 18. Jahrhunderts, die durch die Hinweise auf die Volkspoesie großen Einfluss auf den Sturm und Drang und die Romantik hatte. Und Ursachen des gesunknen Geschmacks bei den verschiedenen Völkern, da er geblühet. – Titel mit zwei übermalten Stempeln. Wie stets bis auf die Schlusslage auf besserem bläulichen Papier gedruckt.
Hesiod. (Opera) quaecumque exstant Graece et Latine, ex recensione Joannis Clerici, cum ejusdem animadversionibus. Accessere notae Josephi Scaligeri, Danielis Heinsii, Francisci Guieti, & Stephani Clerici. Nec non in altero volumine Joan. Georgii Graevii lectiones Hesiodeae, & Danielis Heinsii introductio in doctrinam operum & dierum. 2 Teile in 1 Band. 13 Bl., 351 S.; 4 Bl., 326 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und 2 Kupfertafeln. 19 x 11,5 cm. Pergament d. Z. (gering fleckig und berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Amsterdam, Georges Gallet, 1701.
Schweiger 144. Brunet III, 141. – Um mehrere Kommentare vermehrter Neudruck der von dem Utrechter Philologen Johann Georg Graevius (1632-1703) besorgten Elzevier-Ausgabe von 1667. – Gering fleckig, am Schluss mit schmalem Feuchtigkeitsrand. Exemplar einer historischen Schulbibliothek mit entsprechenden Stempeln.
Hesiod
Schild des Herakles nebst den Schilden des Achilleus und Aeneas
Los 2054
Schätzung
150€ (US$ 172)
Hesiod. Schild des Herakles nebst den Schilden des Achilleus und Aeneas von Homer und Virgil. Metrisch verdeutscht, mit dem Original begleitet und erläutert von Johann David Hartmann. 8 Bl., 184 S. 18,5 x 11 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (stärker berieben, mit 2 Papierrückenschildern). Lemgo, Meyer, 1794.
VD18 15326284. Vgl. Goedeke IV/1, 632, 11. – Einzige Ausgabe der seltenen kommentierten Hesiodübersetzung durch den Pädagogen und anakreontischen Lyriker Johann David Hartmann (1760-1801), "Doktor der Philosophie, Professor und Rektor des Gymnasiums in Bielefeld" (Untertitel). Mit griechisch-deutschem Paralleltext. – Wohlerhaltenes Exemplar einer historischen Schulbibliothek mit entsprechendem Besitzvermerk auf dem fl. Vorsatz.
Hoffmann, E. T. A.
Erzählungen aus seinen letzten Lebensjahren
Los 2055
Schätzung
240€ (US$ 276)
Hoffmann, E. T. A. Erzählungen aus seinen letzten Lebensjahren, sein Leben und Nachlass (von Julius Eduard Hitzig). Herausgegeben von Micheline Hoffmann, geb. Rorer. Vollständige, rechtmässige Ausgabe. 5 Teile in 2 Bänden. Mit 9 Kupfertafeln, mehrfach gefaltetem Faksimile sowie mehrfach gefalteter lithographischer Tafel. 16,5 x 10 cm. Spätere Halblederbände (Rücken etwas verblasst) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Stuttgart, Brodhag, 1839.
Goedeke VIII, 500, 78. Borst 1904. Salomon 341. – Erste Ausgabe der Fortsetzung der zehnbändigen Werkausgabe Ausgewählte Schriften von 1827 bis 1828. Enthält einige Erstdrucke. – Stellenweise etwas gebräunt, teils etwas braun- oder stockfleckig.
(Hoffmann, Heinrich). Der Badeort Salzloch, seine Jod- Brom-, Eisen- und salzhaltigen Schwefelquellen und die tanninsauren animalischen Luftbäder, nebst einer Apologie des Hasardspiels. Dargestellt von Dr. Polykarpus Gastfenger (Pseud.). VIII, 144 S. Mit Textholzschnitt. 16,5 x 10,5 cm. Halbleinen d. Z. mit goldgeprägtem RTitel. Frankfurt, Rütten & Loening, 1860.
Borst 2758. NDB IX, 424. – Erste Ausgabe der Satire auf die Auswüchse, Unarten und Scharlatanerien des deutschen Badewesens, verfasst von dem berühmten Frankfurter Arzt, Psychiater, Kinderbuchautor ("Struwwelpeter") und Parlamentarier Heinrich Hoffmann (1809-1894). – Titel mit kleinem Besitzstempel, fl. Vorsatz mit Namensschild eines Dr. Bernhard Roth, der auf einem beiliegenden Zettel vermerkte: "Sehr witzige Schrift eines Mediziners. 1 Illustration auf S. 69. Völlig vergessen und selten. Erworben 1942. B.R.".
Holberg, Ludvig
Nicolai Klimii iter subterranevm novam telluris theoriam
Los 2057
Schätzung
300€ (US$ 345)
(Holberg, Ludvig). Nicolai Klimii iter subterranevm novam telluris theoriam ac historiam quintae monarchiæ adhuc nobis incognitæ exhibens e bibliotheca B. Abelini. 380 S. Mit Kupfertitel, gestochenem Frontispiz und 3 (1 gefaltet) Kupfertafeln. 17 x 10 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen, Gelenke angeplatzt). Kopenhagen und Leipzig, Jacob Preuß, 1741.
Graesse III, 321. Stammhammer II, 171. – Seltene erste lateinische Ausgabe von Holbergs bedeutendem satirisch-phantastisch-philosophischem Reiseroman, einer Kritik an den politischen, sozialen und religiösen Verhältnissen in Europa. Eine Reise zum Mittelpunkt der Erde als sozial-utopische Satire inszeniert. Die erste deutsche Ausgabe erschien ebenda im selben Jahr, 1742 folgte die erste dänische Ausgabe. Mit kuriosen Illustrationen, darunter einer Skizze von der Lage des phantastischen Landes. – Etwas braunfleckig, Titel mit gelöschtem Stempel. Innenspiegel mit modernem Exlibris.
Homer. Apanta. Opera omnia (graece et latine) ex recensione et cum notis Samuelis Clarkii. Accessit varietas lectionum ms. Lips. et edd. veterum cura Io. Augusti Ernesti. 5 Bände. Mit gestochenem Portrait. 21,5 x 13 cm. Leder d. Z. (berieben, Kapitale etwas bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern (1 farblich abweichend). Leipzig, Ulrich Christian Saalbach für Gotthilf Theophil Georgi, 1759-1764.
VD18 11174684. Schweiger 158. Hoffmann II, 465. – Erster Leipziger Druck der von dem englischen Philosophen Samuel Clark (1675-1729) besorgten zweisprachigen Ausgabe, ergänzt um die Kommentare des Philologen und Rektors der Thomasschule Johann August Ernesti (1707-1781) sowie einem dreifachen Index. Der Schlussband enthält die Hymnen, Epigramme etc. – Fl. Vorsatz von Band I mit Blattabschnitt. Schwach braunfleckig, fl. Vorsatz mit altem Besitzeintrag, insgesamt wohlerhalten. Dekorative Reihe.
Homer. Odyssea Graece et Latine, item Batrachomyomachia, Hymni, et Epigrammata. Edidit Samuel Clarke. 2 Teile in 1 Band (durchgehend paginiert). 2 Bl., 374 S.; 1 Bl., S. 375-784, 19 Bl. (l. w.). 24 x 18,5 cm. Kalbsleder d. Z. (fleckig, beschabt und bestoßen, Gelenke angeplatzt, Kapitale defekt) mit RSchild. London, Johannes und Paul Knapton, 1740.
Schweiger 158. Vgl. Graesse III, 328. Lowndes II, 1096f. – Erste Ausgabe der umfangreich kommentierten zweisprachigen Textausgabe durch den englischen Philosophen und Theologen Samuel Clarke (1675-1729); der Druck der Ilias erfolgte bereits ebenda 1729. – Es fehlt das gestochene Frontispiz. Etwas fleckig, Titel und fl. Vorsatz gestempelt.
Hooghe, Romeyn de
Hieroglyphica, oder Denkbilder der alten Völker
Los 2060
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Hooghe, Romeyn de. Hieroglyphica, oder Denkbilder der alten Völker, namentlich der Aegyptier, Chaldäer, Phönizier, Jüden, Griechen, Römer, u.s.w. Übersehen und besorgt von Arnold Heinrich Westerhovius. Ihrer Schönheit wegen ins Hochdeutsche übersetzt, und mit einer Vorrede S. J. Baumgartens begleitet. 16 Bl., 396 S., 14 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, gestochenem Portrait, gestochener Titelvignette, großem gestochenem Wappenkupfer, gestochener Kopfvignette und 63 Kupfertafeln. 25 x 19,5 cm. Pergament d. Z. (schwach fleckig und berieben, Deckel minimal geworfen, mit hs. RTitel). Amsterdam, Arkstee und Merkus, 1744.
Landwehr 108. Hollstein IX, 131. Nagler VII S. 109, 52. – Erste deutsche Ausgabe in der Übersetzung Baumgartens, mit der üppigen Ausstattung der niederländischen Originalausgabe. Prächtig illustriertes mythologisches und emblematisches Bestimmungswerk, jedes Blatt mit einer Fülle von phantastischen, grotesken, politischen und allegorischen Figuren und Anspielungen. "Though not strictly an emblem-book, it contains so much allegorical material that it is in it's right place in a collection of emblem books" (Landwehr, Dutch 94). "Hooghe ist der wichtigste und glänzendste Vertreter des holländischen Spätbarocks mit seiner Häufung von starken Effekten, seinem Streben nach Ausdruck und Charakter, dabei auch vor dem 'Häßlichen' nicht zurückschreckend; barock ist auch das Raumgefühl mit der plastischen Herausarbeitung des Körperlichen und der Tiefenwirkung" (Thieme-Becker). – Anfangs schwach braunfleckig. Sehr schönes und wohlerhaltenes Exemplar, mit dem zumeist fehlenden Schlussblatt "Erinnerung an den Buchbinder".
Horatius Flaccus, Quintus
Opera cum erudito Laevini Torrentii commentario
Los 2061
Schätzung
180€ (US$ 207)
Horatius Flaccus, Quintus. (Opera) cum erudito Laevini Torrentii commentario, nunc primum in lucem edito. Item Petri Nannii Alcmariani in artem poeticam. 10 Bl., 839 S., 24 Bl. Mit gestochener Druckermarke auf dem Titel, Holzschnitt-Druckermarke am Schluss sowie 2 gestochenen blattgroßen Portraits. 26 x 17,5 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, vorderes Gelenk unschön geplatzt) und hs. RTitel. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1608.
Schweiger II1, 401. Brunet III/1, 316. – Erste Ausgabe der umfangreichen Horaz-Kommentare des Antwerpener Bischofs Laevinus Torrentius (1525-1595), im bekannt schönen Plantin-Druck. "Edition estimee a cause du commentaire" (Brunet). – Stellenweise schwach gebräunt. Mit alten Annotationen, insbesondere am Anfang einige Blatt sehr ausführlich.
Horatius Flaccus, Quintus. Opera. 2 Bände. 17 Bl., 264 S., 1 Bl.; 12 Bl., 191 S., 7 Bl. (komplett in Kupfer gestochen). Mit 2 gestochenen Frontispices und zahlreichen Textkupfern, Vignetten und Initialen. 22 x 14,5 cm. Moderner Halblederband mit goldgeprägtem RTitel. London, John Pine, 1733-1737.
Brunet III, 320. Graesse III, 354. Cohen-Riccie 497-498. Thieme Becker XXVII, 53. Dibdin4II, 108. – Mit dieser prächtigen Ausgabe, die zahlreiche antike Darstellungen enthält, schuf der Londoner Kupferstecher John Pine (1690-1756) "das erste ganz in Kupfer gestochene Buch in Europa" (Thieme-Becker). Pine, Verleger, Graveur und Kartograph, erlangte Bekanntheit durch seinen künstlerischen Beitrag zur Augusteischen Literatur und dem newtonianischen wissenschaftlichen Paradigma, das während der britischen Aufklärung florierend war. – Vereinzelt braun- und stockfleckig. Schönes Exemplar.
Horatius Flaccus, Quintus. Poemata, quae extant, omnia. Argumentis et scholis virorum doctiß. illustrata, cum indicatione diversarum lectionum, partim e sex codicibus veteribus manuscriptis, partim ex opt. notae libris aliquot impreßis, studio et opera Gregorii Bersmani. 12 Bl., 496 S., 12 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 16 x 10 cm. Halbpergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, Rückenbezug etwas lädiert, hinteres Gelenk gebrochen, Rückdeckel dadurch gelöst). (Leipzig), Gotthard Vögelin für Henning Grosse, 1602.
VD17 3:008477N. ADB II, 508. – Erste Ausgabe der kommentierten Edition durch den aus dem erzgebirgischen Annaberg stammenden lateinischen Dichter Gregor Bersmann (1538-1611), einer von zwei im selben Jahr erschienen Drucken mit abweichender Kollation. "Bersmann war nicht ohne Reizbarkeit und Heftigkeit und zog sich dadurch viel Feindschaften zu, aber die ungestörte Freundschaft aller seiner Lehrer und der ausgebreitete Verkehr mit den Besten seiner Zeit spricht zu seinen Gunsten. Er hat sich hauptsächlich mit den lateinischen Dichtern beschäftigt, für die Herstellung des Textes ganz gegen die Sitte seiner Zeit auch Handschriften (freilich wenig werthvolle) benutzt und am Rande der Ausgaben scholia d. h. kurze Anmerkungen aus den früheren Werken und eigener Gelehrsamkeit hinzugefügt. So erschien zuerst 1581 Virgil, 1582 in drei Bänden Ovid’s sämmtliche Dichtungen und endlich 1602 Horaz (erweitert 1616)" (ADB). – Papierbedingt gleichmäßig etwas gebräunt, einige Eckknicke, Titel und erstes Textblatt zur Hälfte gelöst. Sehr seltene frühbarocke Klassikerausgabe, für die in den letzten 30 Jahren kein Ergebnis auf einer deutschen Auktion nachweisbar ist. – Beigebunden: Marcus Antonius Sabellicus. De Latinae linguae reparatione, dialogus. Accessit etiam dissertatio De periodis litterarum. Ex bibliotheca Joh. Philippi Parei. 60 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Neustadt an der Weinstraße bzw. Frankfurt, Johann Karl Unckel für Heinrich Stark, 1617. - VD17 1:043922L. - Seltener Druck der zuerst 1489 erschienenen gelehrten sprachwissenschaftlichen Abhandlung des italienischen Historikers Marcantonio Sabellico (um 1436-1506). - Etwas gebräunt und braunfleckig, Titel mit dezentem Tinteneinrag, am Schluss mit ausführlichen zeitgenössischen Notaten. - Franciscus Floridus. Apologia pro M. Accio Plauto, aliisque poetis Latinis. Adversus linguae Latinae obtrectatores. Ex Bibliotheca Joh. Philippi Parei. Accessit eiusdem opera libellus De imitatione Terentiana. 2 Teile. 54 S., 1 w. Bl.; 38 S. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. Ebenda 1618. - VD17 14:625940Y. - Zweite Ausgabe der bereits ebenda im Vorjahr erschienenen altertumskudlichen Streitschrift des italienischen Humaisten Franciscus Floridus (1511-1547). - Beide Drucke mit dem kuriosen Signet der wenig bekannten Offizin von Heinrich Stark in Neustadt an der Weinstraße (Gewölbe, in dem ein Mann Säulen verschiebt). - Etwas gebräunt und braunfleckig. Insgesamt wohlerhaltener Sammelband mit drei sehr seltenen frübarocken Drucken.
Horn, Moritz. Am Erlenhof. Original-Roman. 3 Bände. 16,5 x 10,5 cm. Halbleinen d. Z. Leipzig, E. F. A. T. Rötschke, 1870-1871.
Kosch VIII, 126 (Erscheinungsjahr irrig 1871). – Einzige Ausgabe des seltenen Romans, Spätwerk des sächsischen Erzählers und Dramatikers Moritz Horn (1814-1874). – Papierbingt schwach gebräunt, Titel von Band III mit kleinem Eckabriss, sonst wohlerhalten. Über den KVK nur zwei Standortnachweise in Schwerin und Chemnitz (Geburtsort des Verfassers).
(Jung-)Stilling, (Johann) Heinrich. Das Heimweh [und:] Der Schlüssel zum Heimweh. Mischauflage. 5 Bände. Halbleder d. Z. (etwas berieben, Band V minimal abweichend gebunden, am oberen Kapital bestoßen sowie mit kleiner Bezugsfehlstelle) mit goldgeprägtem RSchild. Frankfurt und Leipzig, o. Dr., 1794-1796 bzw. Marburg, Neue akademische Buchhandlung, 1796.
Vgl. Borst 714. Goedeke IV/1, 689, 10 und 12. Schulte-Strathaus 77f., 25a/b und 28a. – In erster Ausgabe bzw. aus dem jeweiligen Jahr der Erstausgabe. – Leicht gebräunt und gering braunfleckig. Fl. Vorsatz jeweils mit größerem Abschnitt der oberen Ecke, Vorsätze teils erneuert.
Justinus. Opera. Item Athenagorae, Theophili, Tatiani, & Hermiae tractatus aliquot. Editio nova juxta Parisinam anni 1636. 3 Teile in 1 Band. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Portrait und gestochener Titelvignette. 21 Bl., 539, 56 S., 24 Bl., 197 S., 1 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Portrait und gestochener Titelvignette. 36,5 x 22,5 cm. Kalbsleder d. Z. (bestoßen und mit Schabspuren). Köln, Jeremias Schrey und Heinrich Johann Mayer, 1686.
VD 17 1:071949C. – Kölner Neudruck der Pariser Ausgabe von 1636. Mit griechisch-lateinischem Paralleltext. – Im Rand etwas gebräunt, leicht stockfleckig, stellenweise mit verblassten Feuchtigkeitsrändern.
Klassikerausgaben. - Sammlung von 26 historischen Ausgaben griechischer und lateinischer Klassiker des 17. bis 19. Jahrhunderts, teils in deutschen Übersetzungen und zumeist mit gelehrten Kommentaren. Oktavo und Quarto. Zumeist Einbände d. Z. Verschiedene Orte und Verlage. 1675-1832.
I. T. M. Plautus. Comoediae viginti et fragmenta. Illustravit J. Operarius. Paris 1679. - II. L. A. Florus. Rerum Romanarum epitome. Interpretatione et notis illustravit Anna Tanaquilli Fabri filia. Paris 1674. - III. C. V. Paterculus. Historiae Romanae. Interpretatione et notis illustravit R. Riguez. Paris 1675. - IV. L. C. F. Lactantius. De mortibus persecutorum. Recensuit P. Bauldri. Utrecht 1692. - Vorderes Innengelenk geplatzt. - V. Derselbe. Opera omnia. I. G. Walchius recensuit. Leipzig 1715. - VI. Dasselbe. Emendata a C. A. Heumanno. Göttingen 1736. - VII. Q. Horatius Flaccus. (Opera) cum commentariis Johannis Bond. Leiden 1653. - Mit Feuchtigkeitsrand. - VIII. Derselbe. La poetica. Rom 1777. - IX. P. C. Tacitus. Opera, quae exstant. I. F. Gronovius recensuit. 2 Bände. Amsterdam 1685. - X. Theophrast. Characteres. Illustravit F. Astius. Leipzig 1816. - XI. M. T. Cicero. Von dem Redner. Drei Gespräche. Übersetzt und erläutert von F. C. Wolff. Altona 1801. - XII. Diogenes Laertios. Von dem Leben, den Meinungen und merkwürdigen Reden der berühmten Philosophen. Mit Anmerkungen von Snell. Gießen 1806. - Titel in Kopie. - XIII. L. A. Seneca. Tragoediae cum notis J. F. Gronovii. Amsterdam 1682. - XIV. Justinus. Historiae Philippicae. Curante A. Gronovio. Leiden 1719. - XV. C. Claudianus. (Opera) quae exstant. Illustrata a I. M. Gesner. Leipzig 1759. - XVI. G. Plinius C. Secundus. Epistolarum libri decem. Cum adnotationibus I. M. Gesner. Leipzig 1739. - XVII. L. A. Florus. Epitome rerum romanarum ex recensione I. G. Graevius. Leipzig 1760. - XVIII. Xenophon. Apomnemoneumata. Eine Schrift zur Ehre des Sokrates, aus dem Griechischen übersetzt von Benjamin Weiske. Leipzig 1794. - XIX. Aristophanes. Comoedia Plutus. Recognovit ad T. Hemsterhuis. Harlingen 1744. - XX. Chrestomathia graeca. Editi a I. M. Gesner. Leipzig 1792. - XXI. Hesiod. Gedichte übersetzt von Christian Heinrich Schütze. Hamburg und Kiel 1797. - XXII. Platon. Gastmahl. Herausgegeben von F. A. Wolf. Leipzig 1782. - XXIII. Sanchuniathon. Historiarum Phoeniciae. Editit F. Wagenfeld. Bremen 1837. - XXIV. M. T. Cicero. Libri De divinatione. Ex recensione I. I. Hottingeri. Leipzig 1793. XXV. Apollonios von Rhodos. Der Argonautenzug oder die Eroberung des goldenen Vließes. Verdeutscht von Dr. Willmann. Köln 1832. - XXVI. - Alkiphron. Epistolae. Recensitae cum S. Bergleri commentario integro. 2 Teile in 1 Band. Leipzig 1798. Normale Gebrauchsspuren. - Weitere Beigaben, teils in Einzelbänden, ohne Kupfertafeln, inkomplette Exemplare etc.
Kleist, Heinrich von
Die Familie Schroffenstein. Bern und Zürich, Gessner, 1803
Los 2068
Schätzung
6.400€ (US$ 7,356)
Kleist, Heinrich von. Die Familie Schroffenstein. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen. Titel, 265 S. Schwarzes Maroquin d. Z. (Kanten leicht bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild (angesplittert) und reicher Goldprägung. Bern und Zürch (sic!), Gessner, 1803.
Goedeke VI 100, 1. Sembdner 1. Borst 947. – Erste Ausgabe von Kleists erster, anonym erschienener Veröffentlichung, außerordentlich selten. Obwohl in einem kleinen Schweizer Verlag und in wenig korrektem Druck erschienen, erregte das erste Werk des fünfundzwanzigjährigen Kleist bei Erscheinen beträchtliches Aufsehen. Die Freunde in der Schweiz, Ludwig Wieland und Heinrich Gessner, hatten nach Kleists Abreise das Manuskript überarbeitet und druckfertig gemacht, durchaus nicht zu Kleists Zufriedenheit, der das Buch eine 'elende Scharteke' nannte und seinen Namen dafür nicht preisgeben wollte" (Sembdner in: Marbacher Magazin 7, Nr 1.). – Etwas fleckig, stellenweise leicht gebräunt. Zwei Blätter mit hinterlegter Randläsur (ohne Textverlust). Titel mit Eintrag des Verfassers, weiterem Besitzvermerk (dieser auch auf dem letzten Blatt) und verso gestempelt. Buchblock leicht angebrochen und gering verzogen, Vorsätze erneuert.
Körner, Theodor. Leyer und Schwert. Zweite rechtmäßige, vom Vater des Dichters veranstaltete Ausgabe. 1 Bl., VIII, 101 S., 1 w. Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 19 x 14 cm. Neuerer marmorierter Pappband im Stil d. Z. (oberes Kapital leicht bestoßen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Friedrich Nicolai, 1814.
Goedeke VII, 841, 18. – Zweite rechtmäßige, im Jahr des Erstdrucks erschienene Ausgabe. Das Vorwort im Erstdruck. – Stellenweise etwas stockfleckig. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar, unbeschnitten.
Kolibri. Oder:
fleißiger Sammler vermischter kleiner Aufsätze
Los 2070
Schätzung
300€ (US$ 345)
Nicht im KVK
Kolibri. Oder: fleißiger Sammler vermischter kleiner Aufsätze, auch sonstiger im menschlichen Leben vorkommender lesenswerther Anecdoten und Begebenheiten. Abteilung VII, Stücke I-XII. 192 S. 16,5 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben). Zittau, J. G. Seyfert, (um 1835).
Nicht bei Diesch und Kirchner. – Sehr seltene, bibliographisch nicht nachweisbare Zittauer Zeischrift mit literarisch-historischen Beiträgen für den einfachen Leser, herausgegeben von K. A. A. Riemer. Enthält zwölf Hefte der Abteilung VII, wohl ein ganzer Jahrgang. Mit zahlreichen Textbeiträgen, u. a. der schönen Spukgeschichte "Zwei Gespenster auf einmal, wovon eins das andere erschreckt". Der Erscheinungszeitraum der Zeitschrift konnte nicht ermittelt werden. Über den KVK ist lediglich ein Exemplar des sechsten Jahrgangs in Frankfurt nachweisbar; für den vorliegenden Jahrgang VII gibt es keinen Standortnachweis. – Gering fleckig, einige Textblatt mit Monogrammstempel "HW".
Kotzebue, August von. Die Grille. Eine Sammlung von Geschichten, die sich ganz artig lesen lassen. 3 Teile in 1 Band. Mit 3 gestochenen Frontispices. 16,5 x 10 cm. Pappband d. Z. (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Königsberg, o. Dr. (Friedrich Nicolovius), 1812.
Goedeke V, 285, 186. Diesch 1470. – Erste Ausgabe. Fortsetzung der in den Jahren 1808 bis 1810 von Kotzebue herausgegebenen antinapoleonischen Zeitschrift Biene. – Vereinzelt etwas braun- und fingerfleckig sowie mit wenigen Knickspuren.
La Fontaine, Jean de. Fables choisies, mises en vers. 4 Bände. Mit gestochenem Portrait, Holzschnitt-Titelvignette (wdh.), 275 Kupfertafeln nach Oudry und zahlreichen Holzschnitt-Vignetten. 43 x 27 cm. Marmorierte Kalblederbände d. Z. (beschabt und bestoßen, Kapitale teils mit Einrissen und Fehlstellen) mit goldgeprägtem RTitel, reicher RVergoldung und goldgeprägter Titelbordüre auf beiden Deckeln, goldgeprägten Innenkanten und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Desaint & Saillant, Durand, 1755-1756.
Cohen-Ricci 548f. Sander 1065. Fürstenberg S. 75ff. – Eines der prächtigsten Werke der französischen Buchillustration des 18. Jahrhunderts, an dem zahlreiche vorzügliche Stecher gearbeitet haben. U. a.: Aubry, Baquoy, Cars, Cochin, Dupuis, Fessard, Galimard, Legrand, Moitte, Tardieu etc. Die phantasievollen Cul-de-Lampe-Holzschnitte am Ende einer jeden Fabel sind von Papillon und Le Sieur nach Bachelier geschnitten. Über die Qualität der Ausstattung und Illustrationen sagt Fürstenberg: "Seine (Oudrys) berühmten Zeichnungen zu den 'Fables' von La Fontaine sind bereits vor 1735 entstanden, begannen aber erst in seinem Todesjahr zu erscheinen. Sie waren allerdings so rein malerisch entworfen, daß sie von dem jüngsten Cochin für die Zwecke des Kupferstichs überarbeitet werden mußten. Vom Standpunkt der Buchillustration war diese Überarbeitung ein Erfolg". – Es fehlt das gestochene Frontispiz. Insgesamt leicht stockfleckig, vereinzelt mit Randläsuren und knickpsurig, mit kleineren Gebrauchsspuren, sonst gutes Exemplar. Die Kupfertafeln in hervoragend kräftigem Druck und nur vereinzelt minimal fleckig.
Lavater, Johann Caspar
L'art de connaitre les hommes par la physionomie
Los 2073
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Lavater, Johann Caspar. L'art de connaitre les hommes par la physionomie. Nouvelle édition, corrigée et disposé par J. L. Moreau. 10 Bände. Mit 603 Kupfern im Text und auf Tafeln. 23 x 15 cm. Rote Halblederbände d. Z. (etwas fleckig und berieben, Ecken leicht bestoßen, Kanten mit schwachen Schabspuren) mit dezenter klassizistischer RVergoldung. Paris, (Prudhomme), 1806-1809.
Brunet III, 887. Schulte-Strathaus 109, 77 e. – Zweite französische Ausgabe, gegenüber der ersten (vierbändigen) in veränderter Ordnung und sowohl im Text als auch in den Illustrationen erheblich vermehrt. "Edition d'un usage beaucoup plus commode que la precedente" (Brunet). Lavaters Hauptwerk Physiognomische Fragmente erschien zuerst 1775 bis 1778. – Etwas stock- und braunfleckig. Unbeschnittenes Exemplar in dekorativen Halblederbänden. Schöne Reihe.
Lessing, Gotthold Ephraim. Kleinigkeiten. Neue Auflage. 100 S., 2 Bl. Mit gestochener Titelvignette von J. A. Fri(e)drich. 17 x 10 cm. Leder d. Z. mit neuem goldgeprägten RSchild (berieben und mit 2 Schabstellen). Frankfurt und Leipzig (d. i. Stuttgart, Metzler), 1757.
Muncker 372; Goed. IV/1, 361, 36 b. Seifert 175. – Zweite Ausgabe dieser Sammlung von Gedichten, Liedern und Sinnsprüchen, die gegenüber der ersten (1751) um 21 Stücke vermehrt ist und die Lessing erstmals auf dem Titelblatt als Verfasser nennt. Die Titelvignette ist eine Arbeit des Augsburger Kupferstechers Jakob Andreas Friedrich, die Lanckoronska-Oehler zu seinen "reizvollsten Arbeiten" zählen: "das tanzende Pärchen, mit Weinlaub bekränzt und in einen Rahmen von Reben und Musikinstrumenten gefaßt, spiegelt meisterhaft die anakreontischen Tändeleien des jungen Lessing" (S. 39). – Etwas gebräunt und fleckig. Titel mit privatem Stempel und zwei Besitzvermerken (1 gestrichen). – Beigebunden: Marc Akenside. Die Vergnügungen der Einbildungskraft. Ein Gedicht in dreyen Büchern. Aus dem Englischen. 148 S. Mit gestochener Titelvignette von G. L. Crusius. Greifswald und Leipzig, Weitbrecht, 1757. - Erste vollständige deutsche Ausgabe. Hauptwerk des englischen Dichters und Leibarztes der Königin, Marc Akenside (1721-1770).
Lessing, Gotthold Ephraim. Wie die Alten den Tod gebildet. 5 Bl., 87 S. Mit gestochener Titelvignette, gestochener Kopfvignette und 5 Kupfertafeln. 19,5 x 13,5 cm. Halbleder d. Z. (leicht berieben und bestoßen, Deckel lichtrandig) mit goldgeprägtem RSchild. Berlin, Christian Friedrich Voß, 1769.
Goedeke IV, 1, 417, 113. Muncker S. 418f. Seifert 1189. Borst 201. – Erste Ausgabe. "Trotz der Unzulänglichkeit von Lessings künstlerischem Beweismaterial und der für das größere Lesepublikum trockenen Materie gewinnt die Schrift durch ihren klaren, kraftvollen, elegant durchkomponierten Prosastil eine Lebendigkeit der Argumentation, die Goethe und Schiller begeisterte" (KLL VII, 1108). – Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar.
Lever, Charles
Sammlung von 3 Werken in bibliophilen Handeinbänden
Los 2076
Schätzung
300€ (US$ 345)
Lever, Charles. Sammlung von 3 Werken in 5 Bänden. Mit zahlreichen Stahlstichtafeln von Phiz. 20,5 x 13 cm. Spätere marmorierte Halbmaroquinbände (Rücken stark ausgeblichen) mit dezenter ornamentaler RVergoldung (dreiblättriges Kleeblatt), goldgeprägtem RTitel und KGoldschnitt. Verschiedene Orte und Verlage, 1844-1850.
Drei Schriften des irischen Erzählers Charles Lever (1806-1872) in bibliophilen Handeinbänden mit dem irischen Nationalsymbol (dreiblättriges Kleeblatt) als Rückendekor.Vorhanden sind: I. The knight of Gwynne. 2 Bände. London, Chapman and Hall, 1847. - II. Roland Cashel. 2 Bände. Ebenda 1850. - III. Tom Burke of "ours" (Band I). Dublin, William Curry, 1844. – Papierbedingt schwach gebräunt, die Tafeln etwas fleckig. Wohlerhaltene Exemplare aus einer Adelsbibliothek mit entsprechendem Wappenexlibris auf dem Innenspiegel.
Longinus, Dionysios (Pseudo-Longinos). Peri hypsous hypomnima. De sublimitate commentarius (graece et latine), quem nova versione donavit, perpetuis notis illustravit Zacharias Pearce. 4 Bl., XV, 187, 28 S., 8 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, Wappenkupfer und Textkupfer. 28,5 x 21,5 cm. Marmorierter Halbpergamentband um 1890 mit hs. RTitel. London, Jacob Tonson und Johannis Watts, 1724.
Schweiger 189. – Erste von dem englischen Bischof Zachariah Pearce (1690-1774) edierte Ausgabe. "Neue Recension nach Manuskripten und der princeps, mit genauer Angabe der Varianten" (Schweiger). Die Abhandlung Über das Erhabene des Pseudo-Longinos zähl bekanntlich zu den wirkungsmächtigsten dichtungstheoretischen Werken der Antike mit weitreichendem Einfluss auf Goethe, Schiller, Hölderlin, Kant etc. Splendid gesetzter Quartdruck auf festem Bütten mit lateinisch-griechischem Paralleltext. Das Frontispiz zeigt eine antike Gelehrtenrunde in einer Bibliothek mit den Büsten von Demosthenes, Homer und Platon. – Anfangs und am Schluss leicht fleckig, sonst sauber und wohlerhalten. Editionsphilologisch wichtige Ausgabe in einem Exemplar aus der Bibliothek der "Werkbücherei Gubener Lederfabrik Volkseigener Betrieb", mit entsprechenden Vermerken und Tilgungsstempeln auf dem Frontispiz verso.
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