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Lot 1226, Auction  128, Hope, Thomas, Household Furniture

Hope, Thomas
Household Furniture
Los 1226

Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)

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Hope, Thomas. Household Furniture and Interior Decoration, executed from Designs by Thomas Hope. Titel, 53 S. Mit gestochenem Titel und 60 gestochenen Tafeln. 57 x 34 cm. Halbleder d. Z. (berieben, bestoßen, VDeckel lose mit Fehlstellen, stärker lädiert) mit goldgeprägtem RSchild. London, Bensley für Longman, 1807.
Ornamentstichsammlung 1236. – Einzige Ausgabe des seltenen Werkes. Die Tafeln zeigen Ziervasen, Zimmereinrichtungen, Tische, Stühle, Schränke, Sessel, Sofas, Ofenschirme, Kamine, Gefäße, Sockel etc. "About the age of eighteen Thomas Hope started on a tour through various parts of Europe, Asia and Africa, where he interested himself especially in architecture and sculpture, making a large collection of the principal objects which attracted his attention. On his return to London about 1796 he purchased a house in Duchess Street, Cavendish Square, which he fitted up in a very elaborate style, from drawings made by himself. In 1807 he published sketches of his furniture, accompanied by letterpress, in a folio volume, entitled Household Furniture and Interior Decoration, which had considerable influence in effecting a change in the upholstery and interior decoration of houses, notwithstanding that Byron had referred scornfully to him as House-furnisher withal, one Thomas hight. Hopes furniture designs were in that pseudo-classical manner which is generally called English Empire. It was sometimes extravagant, and often heavy, but was much more restrained than the wilder and later flights of Sheraton in this style" (The 1911 edition Encyclopaedia). – Papierbedingt leicht gebräunt am oberen Rand. Stock- und fingerfleckig, Vorsatzblatt mit Einrissen.

Lot 1227, Auction  128, Hopper, Daniel,  Bildnis Martin Luthers

Hopper, Daniel
Bildnis Martin Luthers
Los 1227

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Hopper, Daniel. Bildnis Martin Luthers. Radierung mit Passepartout. 23 x 15,5 cm (Plattenrand). Späterer Druck aus dem 19. Jahrhundert.
Vgl. B. 86, Hollstein 96 II. – Späterer Druck des Luther Porträts von Daniel Hopper (1470-1536). – Etwas stockfleckig.

Lot 1228, Auction  128, Hüsgen, Heinrich Sebastian, Raisonnirendes Verzeichnis aller Kupfer- und Eisenstiche Albrecht Dürers

Hüsgen, Heinrich Sebastian
Raisonnirendes Verzeichnis aller Kupfer- und Eisenstiche Albrecht Dürers
Los 1228

Schätzung
300€ (US$ 345)

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(Hüsgen, Heinrich Sebastian). Raisonnirendes Verzeichnis aller Kupfer- und Eisenstiche, so durch die geschickte Hand Albrecht Dürers selbsten verfertigt worden. Ans Licht gestellt, und in eine systematische Ordnung gebracht. 14 Bl., 64 S. 17,5 x 10,5 cm. Flexibler Pappband d. Z. Frankfurt und Leipzig, Johann Georg Fleischer, 1778.
VD18 10223274. – Sehr seltene einzige Ausgabe eines der ersten systematischen Werkverzeichnisse der Dürer'schen Graphik. Der Frankfurter Kunstsammler und Pionier der Kunstgeschichte Heinrich Sebastian Hüsgen (1745-1807) war Autodidakt und trug eine der bedeutendsten Dürersammlungen seiner Zeit zusammen. Teile davon sowie seine berühmte, damals kultisch verehrte Haarlocke Dürers befinden sich heute im Besitz der Akademie der bildenden Künste Wien. – Etwas stockfleckig, Titel mit altem Namensstempel.

Lot 1229, Auction  128, Huth, Friedrich, Grundsätze der Gartenkunst

Huth, Friedrich
Grundsätze der Gartenkunst
Los 1229

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Huth, Fr(iedrich). Grundsätze der Gartenkunst, welche sowohl bei Anlegung großer Parks, oder bei Landschafts- und Naturgärten von großer Ausdehnung, als auch bei Einrichtung und Anlage kleinerer Gärten befolgt werden müssen. Ein praktisches Handbuch für Gärtner und Besitzer von Grundstücken. VIII, 168 S. Mit 6 (statt 8) lithographischen Tafeln. 23 x 13,5 cm. Interimsbroschur d. Z. (lädiert). Leipzig, August Lehnhold, 1829.
Dochnahl 76. Ornamenstichsammlung Berlin 3388. – Erste Ausgabe. Behandelt den kulturhistorischen Ursprung der Landschaftsgärten, perspektivische Wirkung von Bäumen, Tälern, Alleen, Seen und Inseln, ferner über Gewächs- und Treibhäuser, Brunnen etc. – Es fehlen zwei Tafeln. Einige Lagen gebräunt. Stockfleckig, der lose Tafelteil am Schluss etwas stärker betroffen. Unbeschnitten und unaufgeschnitten.

Lot 1230, Auction  128, Jäger, Hermann, Der Hausgarten

Jäger, Hermann
Der Hausgarten
Los 1230

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Jäger, H(ermann). Der Hausgarten. Ideen und Anleitung zur Einrichtung, Ausstattung und Erhaltung geschmackvoller Haus- und Vorstadtgärten, sowohl für den Luxus, als zur Nutzung. VIII, 121 S., 1 Bl. Mit 12 chromolithographischen Tafeln. 28 x 22,5 cm. Neuerer Pappband (etwas bestoßen, mit montiertem illustrierten OUmschlag). Weimar, Bernhard Friedrich Voigt, 1867.
Erste Ausgabe, eine erweiterte zweite Auflage erschien ebenda 1880. Die Tafeln zeigen verschiedene Haus-, Nutz- und Ziergärten, Gartenterrassen, Berggärten, Obst- und Gemüsegärten, Blumengärten, Landschaftsgärten etc. Die Tafel Nr. I ist doppelt eingebunden. – Leicht stockfleckig.

Lot 1231, Auction  128, Junius, Franciscus, De pictura veterum libri tres

Junius, Franciscus
De pictura veterum libri tres
Los 1231

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Junius, Franciscus. De pictura veterum libri tres, tot in locis emendati, & tam multis accessionibus aucti, ut plane novi possint videri; accedit catalogus. 2 Teile in 1 Band. 15 Bl., 296 S., 10 Bl.; 16 Bl., 236 S., 8 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, gestochenem Portrait und gestochener Textvignette. 36 x 22,5 cm. Leder d. Z. (berieben und beschabt, Rücken fachmännisch restauriert; neu aufgebundenes Exemplar). Rotterdam, Leers, 1694.
Schlosser 450. Graesse III, 499. Ebert 11018. – Zweiter Druck der zuerst 1637 erschienenen bedeutenden kunsthistorischen Schrift des Barock und Klassizismus, herausgegeben von J. G. Graevius und von Schlosser als "wahre Fundgrube antiquarischer Gelehrsamkeit" gerühmt. "Die neue Ausgabe ist mit einem Verzeichnis der alten Künstler vermehrt" (Ebert). – Etwas gebräunt und braunfleckig.

Khevenhiller, Franz Christoph
Conterfet Kupfferstich deren jenigen regierenden grossen Herren
Los 1232

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Khevenhiller, Franz Christoph. Conterfet Kupfferstich (soviel man deren zu handeln bringen können) deren jenigen regierenden grossen Herren, so von Kaysers Ferdinand des Andern Geburt, biß zu desselben seeligsten tödtlichen Abschied succesivè regiert. Teil I (von II). 372 (recte 414) S., 3 Bl. Mit gestochener Titelvignette, gestochener Kopfvignette und 200 gestochenen Porträts. 32,5 x 21 cm. Pappband d. Z. (fleckig, berieben, bestoßen, unteres Kapitel und hinteres RGelenk mit Einrissen). Leipzig, Weidmann, 1721.
Lipprheide CK 4. DW 279/214. – Erste Ausgabe. "Die Porträts der beiden letzten Bände haben für die Trachtenkunde dieser Zeit noch besonderen Wert" (L. a.a. O.). Das Werk erschien als Anhang zu den "Annales Ferdinandei". Dargestellt sind zahlreiche bedeutenden Könige, Fürsten, Kirchenherren und sonstigen Regenten aus der Zeit Ferdinands II. Die Porträts wurden unter anderem von Bernigeroth, Brühl, C. Fritzsch, Krügner, Mentzel, Rosbach und Wortmann. – Vorsatz mit Besitzstempel. Titel mit hinterlegter Fehlstelle, manche Blätter mit verstärktem Innensteg, Innengelenk zwischen dem ersten und zweiten Blatt offen, teils stärker knickspurig, mit Fehlstellen, braun- und fingerfleckig.

Lot 1233, Auction  128, Koch, Georg, Zwei Frauenporträts im Profil nach links. Kohlezeichnung auf Bütten

Koch, Georg
Zwei Frauenporträts im Profil nach links. Kohlezeichnung auf Bütten
Los 1233

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Koch, Georg. Zwei Frauenporträts im Profil nach links. Kohlezeichnung auf Bütten, eines unten rechts signiert "G. Koch". Je ca. 40 x 30 cm (Darstellung). Mit Passepartout unter Glas in schwarzer Holzleiste. Deutschland um 1880.
Zwei Porträtstudien einer jüngeren und einer älteren Frau. Die jüngere mit hochgestecktem Haar, die ältere mit weißer Haube. Die physiognomische Ähnlichkeit legt die Darstellung von Mutter und Tochter nahe.

Georg Koch (1819-1899) war ein in Kassel tätiger Zeichner und Lithograph. Er spezialisierte sich auf Porträt- und Reproduktionslithographie sowie die zeichnerische Wiedergabe von Gemälden. Studien in Florenz, darunter Kopien nach Raffael, machten ihn überregional bekannt. Später lehrte er als Professor an der Kasseler Kunstakademie. – Papierbedingt leicht gebräunt und sehr geringfügig stockfleckig. Versand nur ohne Rahmen.

Lot 1234, Auction  128, Krafft, Johann Karl, Plans, coupés et élévations. Paris 1805

Krafft, Johann Karl
Plans, coupés et élévations. Paris 1805
Los 1234

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Dokumentation der frühesten Industriearchitektur
Krafft, Johann Karl. Plans, coupés et élévations de diverses productions de l'art de la charpente executées tant en France que dans les pays étrangers. Teil III (von 4:) Constructions de ponts en charpenterie. 1 Bl., 20 S. Mit 63 (2 doppelblattgroßen) Kupfertafeln. 54 x 35 cm. Pappband d. Z. (angestaubt, etwas beschabt). Paris und Straßburg, Levrault, 1805.
Thieme-Becker XXI, 392. ICCU 006714. Der dritte Teil des auf vier Bände konzipierten Übersichtswerks über die neuesten Errungenschaften der Architektur und Konstruktion. Die vorliegende „Troisième partie" enthält zahlreiche Abbildungen von Brücken, das sicherlich spannendste und interessantes Thema der vier Teile, diente das Werk doch als wichtige Grundlage für die Industriearchitektur, die ihre ersten großen Erfolge schon zwischen 1775 und 1779 mit Thomas Farnolls Pritchards berühmter Severn-Bridge im englischen Ironbridge feierte. Das vorliegende Werk wird damit zur Dokumentation der frühesten Industriearchitektur. Johann Karl Krafft (1764-1833) war ein deutscher Architekt und Kupferstecher. Bekannt ist er auch durch seine Werke zur Gartenarchitektur. Zwei Tafeln (54 und 56) sind falsch nummeriert. – Titel mit kleinem Stempel, kaum gebräunt, sehr sauberes, unbeschnittenes Exemplar.

Lot 1235, Auction  128, Kraus, Johann Ulrich, Labyrinte de Versailles. - Der Irr-Garten zu Versailles

Kraus, Johann Ulrich
Labyrinte de Versailles. - Der Irr-Garten zu Versailles
Los 1235

Schätzung
600€ (US$ 690)

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(Kraus, Johann Ulrich). Labyrinte de Versailles. - Der Irr-Grarten zu Versailles. 25 Bl. Mit Kupfertitel und 40 (39 in der Platte nummerierten) Kupfertafeln mit Darstellungen von barocken Wasserbrunnen nach Sebastian le Clerc. 19,5 x 15,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. (Augsburg um 1715).
VD17 12:644437V. Graesse IV, 48. Fabula docet No. 81. Nicht bei Thieme-Becker und im Ornamenstichkatalog Berlin. – Seltene deutsch-französische Ausgabe, der französische Erstdruck erschien 1677 in der Imprimerie Royale in Paris. Exemplar mit der vollständigen Kupferfolge sowie dem kompletten Text (Titel, Vorrede, Beschreibung des Irrgartens, Erklärung des Grundrisses, Text der Fabeln auf Französisch und Deutsch). Die heute nicht mehr erhaltenen prächtigen Springbrunnen aus dem Labyrinth von Versailles wurden auf Anregung Charles Perraults (1628-1703) von Sebastian Le Clerc (1637-1714) in Kupfer gestochen, Perrault verfasste dazu die erläuternden Texte und Isaac de Benserade (1612-1691) die metrischen Vierzeiler mit Sinnsprüchen nach Jean de la Fontaine und den Fabeln Äsops. "Charles Perrault konzipierte seine Labyrinth-Beschreibung als 'Führer' durch eine sehenswerte Gartenarchitektur, weniger als Verherrlichung der königlichen Pracht am Hof des Sonnenkönigs. Sein Buch, das auch die Fabelepigramme Benserades enthielt, hatte er mit Kupferstichen von Sebastien Le Clerc illustrieren lassen. Johann Ulrich Kraus, der sich auch in anderen Werken gerne am stilistischen Vorbild Le Clercs orientierte, stach die Illustrationen des Franzosen in Seitenverkehrung sehr genau nach und ließ den Text Perraults von Andreas Müller für den "Ergoetzlichkeit-Liebenden Leser" übersetzen" (Fabula docet). Das seinerzeit berühmte und reich ausgeschmückte Labyrinth entstand zwischen den Jahren 1672 und 1681 im Petit Parc des Schlosses und erstreckte sich auf eine Fläche von mehr als einem Hektar. Alle errichteten 39 Springbrunnen waren farbig bemalt, die aus Bleiguss gefertigten Tiere symbolisierten Themen aus den Fabeln des Äsop. Im Unterschied zu anderen Labyrinthen des Barock bestand das Ziel darin, den Weg hindurch so zu wählen, dass alle Brunnen einmal besucht und bestaunt wurden. Im Rahmen einer Neugestaltung der Parkanlage wurde das Labyrinth 1774 entfernt. – Etwas finger- oder stockfleckig, am Schluss mit kleinerem Feuchtigkeitsfleck in der oberen rechten Ecke. Titel mit breit überklebtem zeitgenössischem Besitzeintrag sowie der ergänzten Jahreszahl "1715". Lose beiligend ein Blatt mit hs. Großem Einmaleins in Pyramidenform.

Lot 1236, Auction  128, Kruse, Friedrich, Deutsche Altertümer oder Archiv für alte u. mittlere Geschichte

Kruse, Friedrich
Deutsche Altertümer oder Archiv für alte u. mittlere Geschichte
Los 1236

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Kruse, Friedrich. Deutsche Altertümer oder Archiv für alte und mittlere Geschichte, Geographie und Alterthümer insbesonderheit der germanischen Völkerstämme...3 Bände. Mit 32 teils gefalteten lithographischen Tafeln. 18 x 10,5 cm. Leder d. Z. (leicht berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Halle, Friedrich Ruff, 1824-1830.
GV 81, 334. – Erste Ausgabe. – Vorsätze erneuert, papierbedingt gebräunt, stock- und braunfleckig sehr wenige einzelne Blätter lose.

Lot 1237, Auction  128, Kurz abgefaßter Schreib-Kalender, Auf das Jahr Christi 1807

Kurz abgefaßter Schreib-Kalender
Auf das Jahr Christi 1807
Los 1237

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Kurz abgefaßter Schreib-Kalender Auf das Jahr Christi 1807. Auf gnädigsten Churfürstl. Sächßi. Befehl. 40 Bl., 1 l. w. Bl., 4 Karton-Bl. Mit Holzschnitt-Wappen auf dem Titel und 8 gefalteten kolorierten Tafeln von Joh. Trautner. 8,5 x 5,5 cm. Grüner Pappband d. Zt. (Kapitale und Ecken etwas abgeplatzt) mit etwas RVergoldung, goldgeprägter Zierbordüre mit Eckfleurons und Mittelstück auf beiden Deckeln, dreiseitiger Goldschnitt in Schuber d. Zt. (etwas berieben und bestoßen). Leipzig, J. G. Neubert, (1806).
Vgl. Reynst: Friedrich Campe ...14f. (zu Trautner). – Durch die Kupferstiche getrüffeltes Exemplar des sächsischen Schreib-Kalenders. Sie stammen von der Nürnberger Buch- und Kunsthändlerfamilie Trautner, die durch ihre Bilderbogen berühmt geworden ist. Ein Kupfer oben links mit Bezeichnung "No. 117" oben rechts "1". Sie zeigen durchweg ländliche Gebäude (Bauernhöfe, Schlösschen, Kirche, Zollstation) mit wenig Staffage. Im Anschluß an den Kalender u.a. Zinstabelle, Entfernungen von Dresden und Leipzig sowie Anekdoten und Gedichte. – Titel und erstes Blatt mit Kalenderstempel. Die leeren Blatt am Schluß von späterer Hand beschrieben (Gedichte, Gebete).

Lot 1238, Auction  128, Laporte, John, The Progress of a Water-Coloured Drawing

Laporte, John
The Progress of a Water-Coloured Drawing
Los 1238

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Laporte, John. The Progress of a Water-Coloured Drawing, wherein is represented to the learner the various gradations through which a drawing passes, from the outline to its finished state. Mit 14 kolorierte weichgrundgeätzten (vernis mou) Tafeln. VII, 14 Bl. 22,5 x 32,0 cm. Halblederband d. Z. (beschabt, bestoßen und mit kleinen Fehlstellen) mit goldgeprägtem Deckelschild. London, James Whiting für Testolini, (1812).
Abbey 149. Vgl. Thieme-Becker 22, S. 376. – John Laporte (1761-1839) lebte ab 1779 in London und verkehrte in dortigen Künstlerkreisen. "Ab 1807 war er Gründungs-Mitgl. der Associated Artists in Watercolours ... 1834 wurde er Mitgl. der New Watercolour Society. Laporte malte vornehmlich Landschaften in Auqatinta und Gouache ... Im Medium der Weichgrundätzung schuf und publizierte L. Anleitungen für die Herstellung von Aqua. und Zeichnungen." (AKL 83, S. 185), er war also aufgrund seiner Vorlieben prädestiniert für ein Lehrbuch, in dem die vollständigen Schritte einer richtigen Kolorierung von Grafiken bzw. das Aquarellieren aufgezeigt werden. Die Tafeln zeigen alle Zustände eines Kolorits von der ersten leichten Tönung bis zur voll ausgeführten Fassung. Die Textblätter zum Teil mit kleinen kolorierten Farbfeldern als Muster. Auf kräftigem Velin teilw. mit Wasserzeichen "Russell & Co. 1810" u. "E. & P. 1805" (Text) bzw. "Whatman 1808" (Tafeln). Selten kommen auch Exmplare mit einem gestochenen Anzeigenblatt für Testolini vor. – Vorderer fliegender Vorsatz entfernt. Spiegel vorne bis Tafel vier mit kleiner werdendem Braunfleck im oberen Rand. Vereinzelt etwas finger- u. farbfleckig. Selten

Lot 1239, Auction  128, Lauermann, Albert, Moderne Stuckdecken in Gypsoxylinstuck

Lauermann, Albert
Moderne Stuckdecken in Gypsoxylinstuck
Los 1239

Schätzung
300€ (US$ 345)

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(Lauermann G.m.b.H., Albert). Moderne Stuckdecken in Gypsoxylinstuck. 61 Lichtdrucktafeln (nummeriert: Tafel 125 bis Tafel 185). Flexibler dunkelroter OLeinenband mit schwarzgeprägtem Deckeltitel sowie Jugendstil-Blumenornament (etwas angeschmutzt und minimal bestoßen). 29 x 35 cm. O. O., Drucker, Verlag und Jahr (Detmold ca. 1907).
Vgl. A. Fink, Zur Geschichte und Bedeutung der Stuckfabrik Lauermann in Detmold, in: Historismus in Lippe, 1994, S. 159-170; entspricht am ehesten dem Musterbuch 5 "Moderne Stuckdecken / Serie III" mit 72 Tafeln (Abb. 9) und Musterbuch 8 "Album IV / Moderne Stuckdecken" (103 Tafeln). – Aus einer bis zu zehn Teile umfassenden Serie von Musterbüchern der Albert Lauermann GmbH, Etablissement für Stuckausführungen in Detmold. Nach einer Ausbildung zum Bildhauer und Modelleur bei Wilhelm von Rümann in München gründete Albert Lauermann (1866-1953) in Detmold 1890 seine eigenen Kunstwerkstätten. 1902 erfand er das "Stuccolin" und das "Gipsoxylin", "die im Gegensatz zu den klassischen Rezepturen Anteile von Harz enthielten und damit eine vorher nicht gekannte Bruchfestigkeit und Leichtigkeit erhielten" (Wikipedia). Auf der Internationalen Ausstellung für moderne dekorative Kunst in Turin 1902 erhielt er dafür eine Auszeichnung. Beide Stoffe begründeten den Erfolg der Lauermannschen Werkstätten als weltweit tätiger Stuckversender. Im Gegensatz zu anderen Katalogen zeigen die Tafeln keine Details sondern ganze Decken im Jugendstil und Neurokoko ("Louis XVI."). – Innen sauber, nur Tafel 125 mit einer "Skizze für eine Diele" mit kleinem Wasserrand. – Autographierte Preisliste "completer Decken lt. Deckenalbum Serie II (rother Umschlag)".

Lot 1240, Auction  128, Leonardo da Vinci, Tractat von der Mahlerey. Nürnberg, Weigel, 1747. - Zweite deutsche Ausgabe

Leonardo da Vinci
Tractat von der Mahlerey. Nürnberg, Weigel, 1747. - Zweite deutsche Ausgabe
Los 1240

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Leonardo da Vinci. Tractat von der Mahlerey. Aus dem Italiänischen und Frantzösischen in das Teutsche übersetzet; auch mit beygefügtem Leben des Auctoris zum Druck befördert von J. G. Böhm. Zweyte Auflage. 11 Bl., 200 S., 5 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 28 teils gefalteten Kupfertafeln und zahlreichen Textholzschnitten. 23 x 18 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (etwas berieben, mit schwachen Schabspuren) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Nürnberg, Andreas Bieling für Christoph Weigel, 1747.
Ebert 23623. Schlosser 144. Graesse VI/II, 328. Verga 8. Ornamentstichsammlung 4616. Thieme-Becker XV, 203 – Zweite deutsche Ausgabe des häufig übersetzten theoretischen Hauptwerks Leonardo da Vincis (1452-1519), die erste deutsche Ausgabe erschien 1724. Unter Neuordnung der Kapitel übertragen aus der 1651 erschienenen ersten italienischen und ersten französischen Ausgabe. – Etwas gebräunt und braunfleckig, sonst wohlerhalten. Die Kupfer auf blattgroße Falze montiert.

Lot 1241, Auction  128, Lepautre, Jean, Sammlung von 55 Kupfertafeln und 8 Lithographien

Lepautre, Jean
Sammlung von 55 Kupfertafeln und 8 Lithographien
Los 1241

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Lepautre, Jean. Sammlung von 55 Kupfertafeln und 8 Lithographien. 26 x 17,5 cm. Halbleder d. Z. (stark lädiert, mit größeren Fehlstellen und Einrissen an den Kapitalen) goldgeprägter RTitel. Paris, Pierre Mariette, Mondhare und Le Blond, 1659.
Privat zusammengestellte Sammlung verschiedener Kupferstiche und Lithographien des französischen Künstlers Jean Lepautre (1618-1682) aus verschiedenen Offizinen. Dargestellt sind Embleme, dekorative Friese, prunkvolle Gefäße und Trophäen sowie zahlreicher Wanddekor. – Vorderes Innengelenk offen, Blätter teils lose, fleckig, teils knapp beschnitten und montiert auf Papier, knickspurig, mit wenigen Einrissen und kleinen Fehlstellen.

Lot 1242, Auction  128, Linse, Eduard, Aus meiner Praxis. Sammlung ausgeführter Bauten

Linse, Eduard
Aus meiner Praxis. Sammlung ausgeführter Bauten
Los 1242

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Linse, Eduard. Aus meiner Praxis. Sammlung ausgeführter Bauten. Band I (alles Erschienene). Ein Wohnhaus in Aachen. 2 Bl. Mit 76 (recte 67) Tafeln (9 chromolithographierte von M. Seeger, die übrigen Lichtdrucke von M. Rommel, beide in Stuttgart). 44 x 33 cm. OHalbleder mit Rückenvergoldung und Schwarzprägung (Rücken verfärbt, Rückendeckel mit einigen kleinen Kratzern). Aachen, Selbstverlag, (1892).
Brand-Evers 1641. Savelsberg, Aachener Gelehrte, CCCLVII. MNE I, 430. – Einzige Ausgabe. Eduard Linse (1848-1902) studierte an der TH in Aachen und baute u.a. das Burtscheider Kurhaus (1889) sowie den hier vorgestellten Privatpalast für die Familie Cassalette (1892). Heute hat hier das Suermondt-Ludwig-Museum seinen Sitz. Linse gilt als der wichtigste Vertreter der historistischen Architektur in Aachen. Die Tafeln nach Zeichnungen und Photographien zeigen vor allem die üppige Inneneinrichtung, außerdem die Fassade, Grundrisse sowie Details. Tafel 59ff. sind jeweils als chromolithographierte Doppeltafel gezählt und stellen die prachtvollen Deckenplafonds im Stil der Neorenaissance dar. Am Bau waren u.a. die folgenden Künstler oder Firmen beteiligt: Wilhelm Albermann (1835-1913; Bildhauerarbeiten Fassade), A. Fischer (Bildhauerarbeiten innen), Paul Stotz (1850-1897; Bronzearbeiten), Johann Matthäus Keuffel (geb. 1841; Deckengemälde), Eduard Puls (Kunstschmiedearbeiten), F. W. Rottmann (Gobelins u. Möbel), P. Kessel (Marmorarbeiten). – Innen sehr gut erhaltenes Exemplar.

Lot 1243, Auction  128, Longhi, Giuseppe, Die Kupferstecherei oder die Kunst in Kupfer zu stechen und zu äzen

Longhi, Giuseppe
Die Kupferstecherei oder die Kunst in Kupfer zu stechen und zu äzen
Los 1243

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Longhi, Giuseppe. Die Kupferstecherei oder die Kunst in Kupfer zu stechen und zu äzen. Aus dem Italienischen übersetzt von C(arl) Barth. 2 Teile in 1 Band. 4 Bl., 368 S.; VI S., 1 Bl., 187 S., 2 Bl. Mit 2 gefalteten Kupfertafeln. 17,5 x 10,5 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. (etwas berieben und leicht bestoßen, Gelenke und Rücken stärker beschabt) mit Rvergoldung und goldgeprägtem RSchild. Hildburghausen und Meiningen, Kesselring, 1837.
Erste deutsche Ausgabe der zuerst 1830 in Mailand unter dem Titel La Calcografia erschienenen Theorie der Kupferstecherei. Behandelt getrennt voneinander den theoretischen und praktischen Teil. Die beiden Kupfer zeigen verschiedene Grabstichel. – Vorsätze etwas leimschattig, sonst sauber und frisch. - Selten.

Lot 1244, Auction  128, Mala Gallina, Malum Ovum, Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen. Im zweyten Centi-Folio hundert Ausbündiger Närrinnen.

Mala Gallina, Malum Ovum
Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen. Im zweyten Centi-Folio hundert Ausbündiger Närrinnen.
Los 1244

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Mala Gallina, Malum Ovum. Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen. Im zweyten Centi-Folio hundert Ausbündiger Närrinnen. 4 Bl., 452 S., 2 Bl. (Register). Mit Kupfertitel und 95 (von 100) Kupfertafeln. 19,5 x 15,7 cm. Leder d. Z. (stärker berieben, beschabt und etwas bestoßen, Kapitale abgeschürft, Gelenke brüchig). Wien, Andreas Heyinger für Christoph Weigel, 1713.
Erste Auflage der Zusammenstellung närrischer Gepflogenheiten von Frauen, die in "hundert schönen Kupffern moralisch vorgestellt" werden. Jede der Tafeln wird von einem kurzen, sechszeiligen Gedicht zum jeweiligen Laster erläutert. Von vielen fälschlicherweise dem Beststellerautor seiner Zeit Abraham a Sancta Clara (1644-1709) zugeschrieben, bleibt der Verfasser dieses Werkes anonym.
Benannt werden die verschiedensten Eigenschaften, die eine Frau nicht haben solle. Neben Lastern wie unfreundlich, arglistig und "undanckbar", fallen hierunter auch betrogene, sorglose, verliebte, unwillige, singende, freie, reisende oder "super kluge" Närrinnen. Ebenso wenig wie hunde- oder katzenbegeistert, sollte eine Frau zu kleider-, kinder- oder sprachbegeistert sein. Wo eine "Magd-plagende", ebenso wie eine "Mann-plagende" Frau unerwünscht ist, zählt auch eine "musicierende" oder gar "tanzende Närrin" zu den unpopulären Damen, die es nicht zu ehelichen gilt. Zu den Tugenden zählt es nicht zu krank, fürwitzig und belehrt zu sein, eigentlich nicht zu irgendwas.
Ist eine Frau zu hartnäckig, schwärmt der Ehemann seinen "Sauff-Brüder(n)" im Wirtshaus vom "Regenbogen im Gesicht" seiner Gattin vor - "welches ein Zeichen des Friedens" (S. 170). – Es fehlen 5 Kupfertafeln, nach dem Titel sind allerdings weitere 4 Tafeln zusammen mit einem Textbogen aus den "Centifolium Stultorum In Quarto. Oder Hundert Ausbündige Narren" (S. 185-200) zusätzlich eingebunden, darunter "Hauß-Narr", "Der Jungfrau Narr", "Jubelen-Narr", "Kriegs-Narr", Kupfertitel konturbeschnitten und aufgezogen, Titel hinterlegt,

Merian, Matthaeus
Todten-Tanz, wie derselbe
Los 1245

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Merian, Matthaeus. Todten-Tanz, wie derselbe in der löbl. u. Welt-berühmten Stadt Basel, als ein Spiegel menschlicher Beschaffenheit künstlich gemahlet und zu sehen ist ... 98 S. Mit gestochenen Titel und 43 Textkupfern von A. Chovin nach Math. Merian. 22,5 x 16,5 cm. Pappband d. Z. (berieben, bestoßen, Kapitale mit Fehlstellen) mit hs. RSchild. Basel, Birmann u. Söhne, o. J. (1830).
Massmann-Taepper, 78, 13. Oppermann, Kat. 414, 1130 – Letzte Ausgabe von Merians Totentanz mit den von J. A. Chovin aufgestochenen Platten. "Sehr seltene Ausgabe, die ein überaus interessantes und kulturhistorisch wertvolles Vorwort besitzt. Die Merian'schen und Chovin'schen Totentanz-Folgen mit ihren verschiedenen Ausgaben sind von zwei Standpunkten aus als sehr interessant zu bezeichnen: vom rein bibliographisch-graphischen und vom kulturhistorischen. Bibliographisch-graphisch kann es sicher als Unikum gelten, dass eine Folge von über 40 Kupferplatten im Laufe zweier Jahrhunderte (1621-1830) immer wieder gebraucht wird mit den jeweiligen Verbesserungen, der Geschmacksrichtung der Zeit und der technischen Vervollkommnung der Graphik entsprechend. Wir können hier eigentlich von 4 Plattenzuständen sprechen, von denen die drei letzten in dieser Sammlung vertreten sind: I. Der Originalzustand, gestochen in Basel von Johann Jacob Merian, ca. 1620. II. Die Revidierung der Platten durch Matthäus Merian in Frankfurt, ca. 1649. III. Die Chovin'sche Verbesserung und Verfeinerung des Stiches, wiederum in Basel, ca. 1743. IV. Der Endzustand, von unbekannter Hand (Birmann?) für den Birmann'schen Verlag wurde 1830 hergestellt.
Kulturhistorisch gewertet, sind die Vorworte der verschiedenen Ausgaben jeweils die beste Illustration, wie sich der Mensch und seine Zeit mit der Idee des Todes und deren bildlicher Darstellung auseinandersetzte. Im Holbein'schen Totentanz, der entgültigen klassischen Formulierung, erreichte sie den Höhepunkt; unmittelbare Nachklänge herrschten noch am Anfang des 17. Jahrhunderts, wo die Auseinandersetzung mit der Todesidee einem inneren Drang entsprach, und der christliche Leser täglich seine Nichtigkeit vor Augen sieht. ‚... Ist er doch ein schändlich Koth, weil er noch lebte: und wann der Artzt schon lange daran flickt, so geht's doch endlich also, heut König, morgen todt: Und wann der Mensch tot ist, so fressen ihn die Schlangen und Würmer'. Aus der Bibel zitiert von Matth. Merian, 1649. Und 200 Jahre später, im Vorwort der Birmann'schen Ausgabe 1830: ‚... Nur ein barbarisches Zeitalter, in welchem die Wahrheiten des Evangeliums durch Aberglauben entstellt waren, durfte den Tod unter der scheusslichen Gestalt abbilden, in der wir ihn auf diesen Gemälden erblicken. Die Alten, welche überhaupt sehr selten Skelette malten, weil solche Gerippe nicht zu Gegenständen für die schönen Künste taugen, haben nie daran gedacht, die abstrakte Idee des Todes auf eine so widerliche Art zu versinnlichen'. Dem Zeitalter der Klassik, der Menschen Goethe und Winkelmann, konnte eine Ausgabe solch alter Totentanz-Folgen nur noch ein rein äusserliches, kunst- und kulturhistorisches Interesse entgegenbringen, innere Erbauung war ausgeschlossen, und tatsächlich wollter der Verleger nur ‚... ein Denkmal wieder die Erinnerung bringen, welches den Geist des Mittelalters auf eine so sprechende Weise bezeichnet.' Birmann, 1830" (Oppermann). Mit französischen und deutschen Text. – Etwas braun- und fingerfleckig, vereinzelt mit Einrissen sonst gutes Exemplar. Mit teils sehr gratigen Kupfern.

Lot 1246, Auction  128, Meulen, Adam Frans van der, Le Roy dans sa calleche ... La reine allant à Fontainebleau

Meulen, Adam Frans van der
Le Roy dans sa calleche ... La reine allant à Fontainebleau
Los 1246

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Meulen, Adam Frans van der. Le Roy dans sa calleche accompagné des Dames dans le bois de vincennes. La reine allant à Fontainebleau accompagnée de ses gardes. 2 Kupferstiche von A. F. Baudouins nach A. F. van der Meulen. 53 x 80,5 cm. Unter Glas in goldgeprägter Holzleiste. Paris, Manufactures Royales des Gobelins, um 1690.
Die beiden Stiche sind nach Gemälden des flämischen Künstlers Adam Frans van der Meulen (1632-1690) und zeigen den König und die Königin auf Ihren Ausflügen. – Papierbedingt gebräunt, mit Mittelfalz, stockfleckig und ein Blatt mit kleinem hinterlegtem Einriss. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Lot 1247, Auction  128, Miglianico, Paolo da, Plan du Saint-Sépulcre

Miglianico, Paolo da
Plan du Saint-Sépulcre
Los 1247

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Miglianico, Paolo da. Plan du Saint-Sépulcre. Kupferstich. 60 x 66,5 cm (Plattenrand). Paris 1715.
Grundriss der Saint-Sépulcre von Paolo da Miglianico mit sieben Darstellungen des Kreuzweges am oberen Rand, verschiedenen Heiligen Figuren innerhalb des Gebäudes, einem Wappen und einer größeren Insetkarte mit dem Heiligen Franziskus von Assisi – Leicht knickspurig und stockfleckig sowie mit kleinen Einrissen.

Lot 1248, Auction  128, Milizia, Francesco, Del teatro

Milizia, Francesco
Del teatro
Los 1248

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Milizia, Francesco. Del teatro. VIII, 100 S. Mit gestochener Titelvignette und 6 gefalteten gesochenen Tafeln (1 signiert M. Sebastian Giampiccoli). 26,5 x 19 cm. Geheftet mit altem Umschlag aus kräftigem weißem Papier (Einband angestaubt, oberes Kapital eingerissen). Venedig, Presso G. Pasquali, 1773.
Fowler 196. Cicognara 764. Kat. Ornamentstichslg. Berlin 2793. Nicht bei RIBA. – Zweite Ausgabe des interessanten Werkes zum Theaterbau, nur zwei Jahre nach der sofort konfiszierten ersten Ausgabe vom Dezember 1771 erschienen. "Der einflußreichste italienische Architekturtheoretiker am Ende des 18. Jahrhunderts" (Kruft) F. Milizia (1725-1798) gibt eine Einführung in die Geschichte des Theaters inklusive Dekorationen sowie Beschreibung antiker und moderner Theaterbauten. Von besonderem Interesse sind die S. 86-92, die die "Idea d'un Teatro Nuovo" nach Entwurf des Architekten Vincenzo Ferrarese enthalten. Dieser (geb. 1741 u. 1777 in London nachweisbar) war Architekt in Dienste des Königs von Neapel-Sizilien (vgl. Ferdinando Fuga 1699-1999 (Neapel, 2001) S. 153-160 mit Abb.). Sein Entwurf folgt antiken Vorbildern und sieht ein von einer Kuppel überwölbtes Amphitheater vor (dazu auch die 6 Tafeln). – Minimal fleckig, gering angestaubt, eselsohrig. Name des Verfassers auf dem Titel handschriftlich ergänzt. Spiegel mit Besitzvermerk.

Lot 1249, Auction  128, Montfaucon, Bernard de, L'antiquité expliquée

Montfaucon, Bernard de
L'antiquité expliquée
Los 1249

Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)

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Montfaucon, Bernard de. L'antiquité expliquée, et représentée en figures. 10 Bände und 5 Supplemente, zusammen 15 Bände. Titel in Rot und Schwarz. Mit 10 gestochenen Titelvignetten, zahlreichen gestochenen Textvignetten und 1127 (statt 1397) zumeist doppelblattgroßen Kupfertafeln. 39,5 x 25 cm. Leder d. Z. (berieben, Kapitale bestoßen, teils mit Schabspuren) mit RVergoldung und 2 goldgeprägten RSchildern. Paris, Florentine Delaulne, 1719-1724.
Cioranescu 47006. Cohen/R. 731. Graesse IV, 590. Brunet III, 1861f. Lipperheide Ba 6. – Erste Ausgabe des monumentalen Illustrationswerks, eine Quelle ersten Ranges zur Geschichte der Archäologie und des Sammlungswesens vor dem Hintergrund der "Querelle des anciens et modernes". Auf den Tafeln ist die ganze Antike, ihre Götterwelt, Kultpraxis, Kriegstechnik, Architektur, Kunsthandwerk etc. dargestellt. Die Supplementebände sind nur einmal aufgelegt worden. – Es fehlen das gestochene Frontispiz und das Portrait. Etwas fleckig, Titel mehrfach gestempelt, stellenweise mit Wurmgängen, einige Tafeln lose.

Lot 1250, Auction  128, Müller-Kaempff, Paul, Ahrenshoop. Sommertage am Ostseestrande

Müller-Kaempff, Paul
Ahrenshoop. Sommertage am Ostseestrande
Los 1250

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Müller-Kaempff, P(aul). Ahrenshoop. Sommertage am Ostseestrande (Deckeltitel). Mit 10 Tafeln nach Federzeichnungen von Paul Müller-Kaempff. 18,5 x 25,5 cm. Lose Blatt in illustrierter OHalbleinenmappe (stärkere Gebrauchsspuren). (Berlin-Schöneberg 1897).
Seltene Reproduktionsfolge mit malerischen Ansichten aus der Künstlerkolonie auf dem Darß. – Rechte obere Ecke durch Feuchtigkeit etwas gewellt und schwach rötlich verfärbt. Über den KVK lediglich ein Eintrag im Verbundkatalog Hessen, jedoch ohne Standortnachweis.

Lot 1251, Auction  128, Palladio, Andrea, The first book of Architecture

Palladio, Andrea
The first book of Architecture
Los 1251

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Palladio, Andrea. The first book of Architecture. The twelfth Edition corrected and enlarged. 2 Bl., 206 S., 1 Bl. Mit gestochenem Titel, 71 teils gefalteten Kupfertafeln und mehreren Textholzschnitten. Titel in Schwarz und Rot. 19 x 14,5 cm. Modernes Leder (berieben, bestoßen, oberes Kapitel mit größerer Fehlstelle) mit goldgeprägtem RTitel unter Verwendung der ursprünglichen Lederdeckel. London, A. Bettesworth, 1733.
Englische Ausgabe des bekannten Architektur-Werkes vom römischen Architekt Andrea Palladio (1508-1580). – Vorsätze erneuert und stärker papierbedingt gebräunt. Insgesamt etwas gebräunt, leimschattig, finger- und braunfleckig, vereinzelt mit Fehlstellen sowie leicht knickspurig.

Percier, Charles
Description des ceremonies
Los 1252

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Die Krönung Napoleons in einem Prachtexemplar
Percier, Charles, und Pierre Fontaine. Déscription des cérémonies et des fêtes qui ont eu lieu pour le couronnement de leurs Majestés Napoléon, empereur des Français et roi d'Italie et Josephine, son auguste épouse. 2 Bl., 24 S., 2 Bl. Mit großer gestochener Kopf- und Schlussvignette und 12 Kupfertafeln. 62 x 46 cm. Halbleder d. Z. (Rücken und Ecken erneuert, etwas berieben) mit großem goldgeprägten Lederdeckelschild. Paris, Leblanc, 1807.
Vinet 532. – Prachtdruck zur Kaiserkröung Napoleons am 2. Dezember 1804 in der Kathedrale Notre-Dame zu Paris, beschrieben und gestochen in Umrisskupfern von den Künstlers Charles Percier (1764-1838) und Pierre François Leonard Fontaine (1762-1853). Die Tafeln zeigen Grundriss und Ansichten der für die Festlichkeiten höchst aufwändig geschmückten Nôtre-Dame mit Innen- und Außenansichten, dem Fest des Volkes, den Krönungsfeierlichkeiten etc. – Innengelenke neu verstärkt. Etwas braunfleckig und mit kleinen Einrisse, durchgehend wohlerhalten. Gestochenes Wappenexlibris "Holland House".

Lot 1253, Auction  128, Picart, Bernard, Neueröffneter Musen-Tempel

Picart, Bernard
Neueröffneter Musen-Tempel
Los 1253

Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)

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Picart, Bernard. Neueröffneter Musen-Tempel, welcher das allermerkwürdigste aus den Fabeln der Alten vorstellet; mit deutlichen Erklärungen und Anmerkungen, zu rechtem Verstande der Fabeln und ihrem Zusammenhange mit der Historie erläutert. Nebst einer Vorrede Herrn Christoph Gottlieb Stockmanns. 8 Bl., 165 S., 1 Bl. Mit Kupfertitel (in Pag.), gestochener Titelvignette und 60 Kupfertafeln nach Bernard Picard. 48 x 31,5 cm. Marmoriertes Halbleder um 1865 (etwas beschabt und bestoßen, Kapital minimal eingerissen, wenige Kratzer) mit rotem goldgeprägten RSchild, breiten Lederecken und marmorierten Deckelbezügen. Amsterdam und Leipzig, Arkstee und Merkus, 1754.
VD18 10437568. Faber du Faur 1857. Fromm 13522. Bilderwelten 4 (mit Abb.). Ebert 22411. Graesse VI, 2, 49. Vgl. Cohen-Ricci 531f. – Prachtvolle erste deutsche Ausgabe des berühmten Werkes, die französische Originalausgabe erschien 1733. Picarts großes Tafelwerk zu Erzählungen der griechischen Mythologie mit dem von einer zweiten Platte gedruckten, prächtigen und reich ornamentierten Rahmen. Der Musentempel enthält mythologische Erzählungen und Fabeln insbesondere aus Ovids Metamorphosen, die mit Kommentaren und Deutungen versehen sind, darunter die auf de Marolles zurückgehende Darstellungen klassischer Stellen der antiken Mythologie in
reichen, dramatisch bewegten Landschaften oder Götter- und Heldenfiguren wie Pandora, Prometheus, Phaeton, Daphne, Orpheus, Salamacis, Ikarus, Narcissus, Arion etc., außerdem einige Sternbildallegorien. – Teilweise leichte Feuchtigkeitsflecken im unteren Randbereich, Innengelenke verstärkt. Einband mit leicht beriebenen Ecken und leicht abgenutztem oberen Rücken, sonst sehr schönes Exemplar.

Lot 1254, Auction  128, Pigage, Nicolas de, La Galerie Electorale de Dusseldorff

Pigage, Nicolas de
La Galerie Electorale de Dusseldorff
Los 1254

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Pigage, Nicolas de. La Galerie Electorale de Dusseldorff ou Catalogue raisonné et figuré de ses tableaux. Text- und Tafelband. Mit 8 gestochenen Titelvignetten und 30 Kupfertafeln. 31,5 x 39,5 cm. Flexible Interimspappbände d. Z. (berieben und beschabt). Basel, Christian von Mechel, 1778.
Lonchamp 2322. Cicognara 3394. Ornamentstichsammlung Berlin 3973. Thieme-Becker XXIV, 324. Wüthrich, Mechel 133ff. – Erste Ausgabe des Prachtwerks zu der berühmten Kunstsammlung der Gemäldegalerie Düsseldorf. Der von Nicolas de Pigage zusammengestellte Katalog der Sammlung zeigt Hauptwerke der flämischen und holländischen Schule. "Dieses Prachtbilderbuch erwarb dem Künstler den Titel eines kurpfälzischen Hofkupferstechers" (Nagler VIII, 532, 3). Die 365 Gemälde, die sich heute in der Alten Pinakothek in München befinden, sind in ihrer damaligen Anordnung an den Saalwänden dargestellt. "Auf jeder der 26 Hauptplatten ist jeweils die ganze oder der Teil einer Wand eines Galeriesaals mit sämtlichen an ihr aufgehängten Gemälden abgebildet" (Wüthrich). – Teils etwas fingerfleckig, stellenweise gebäunt, einige Tafeln mit Feuchtigkeitsrand. Die Seidenhemdchen aus schönem dünnem Büttenpapier mit Wasserzeichen. Unbeschnittenes, teils unaufgeschnittenes Exemplar auf festem Vélin aus der Gräflichen Hofbibliothek Erbach, mit entsprechenden Stempeln.

Lot 1255, Auction  128, Piganiol de la Force, Jean Aymar, Nouvelle description des chateaux et parcs de Versailles et de Marly

Piganiol de la Force, Jean Aymar
Nouvelle description des chateaux et parcs de Versailles et de Marly
Los 1255

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Piganiol de la Force, Jean Aymar. Nouvelle description des chateaux et parcs de Versailles et de Marly. 2 Bände. 2 Bl., XVI, 1 Bl., 328 S.; 3 Bl., 381 S., 3 Bl. Mit 16 gefalteten Kupfertafeln. 16,5 x 9 cm. Marmoriertes Leder d. Z. (leicht berieben und wenigen Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Paris, Aumont, 1764.
Vgl. Cioranescu, 18e si`cle 50079ff. Cohen-Ricci801. Ornamentenstichkatalog 2485. – Spätere Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1701. – Leicht gewellt, vereinzelt minimal fleckig und mit wenigen kleinen Randläsuren. In dekorativen Einbänden.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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