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Lot 519, Auction  128, Temple, William, The works

Temple, William
The works
Los 519

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Temple, William. The works. In two volumes. 2 Bände. 1 Bl., 22 S., 1 Bl., 480 S.; 4 Bl., 585 S. Mit gestochenem Portrait. 34,5 x 22 cm. Rotes Maroquinleder d. Z. (beschabt, bestoßen Rücken etwas brüchig und Kapitale mit größeren Einrissen sowie teils mit Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild, RVergoldung, goldgeprägten Deckelbordüren, goldgeprägten Steh- und Innenkanten sowie dreiseitigem Goldschnitt. London, J. Round, J. Tonson, B. Motte u. m., 1731.
Frühe Ausgabe der Werke des englischen Staatsmannes, Schriftstellers und Diplomaten William Temple (1628-1699). Sehr dekorativ gebundenes Werk im barocken Maroquinband mit reichlicher teils floraler Goldverzierung. – Mit Exlibris "Bannerman of Elsick" auf dem Vorsatz. leicht braun- und stockfleckig, gewellt und Titel im zweiten Band fehlt der Kopfsteg.

Lot 520, Auction  128, Thile, Carl Gottfried von, Nachricht von der Churmärckischen Contributions- und Schoß-Einrichtung

Thile, Carl Gottfried von
Nachricht von der Churmärckischen Contributions- und Schoß-Einrichtung
Los 520

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Thile, Carl Gottfried von. Nachricht von der Churmärckischen Contributions- und Schoß-Einrichtung, oder: Land-Steuer-Verfassung des churmarck-brandenburgischen Ritterschaffts-Corporis. 17 Bl., 443 S., 25 Bl. (Register). 21 x 17 cm. Kalbsleder d. Z. (Kanten berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Christian Albrecht, (1723).
Humpert 11770. Kress 6594. – Erste Ausgabe. In kultur-, rechts- und wirtschaftsgeschichtlicher Hinsicht interessante Quelle über das kurmärkische Abgaben-, Steuer- und Finanzwesen, mit zahlreichen tabellarischen Angaben. – Titel mit Stempelrasur, letzte Blatt mit kleinem Brandfleck im unteren Rand. Stellenweise schwach gebräunt oder braunfleckig, wenige Unterstreichungen.

Lot 521, Auction  128, Tobien, Ewald Sigismund, Die Prawda Russkaja, das älteste Rechtsbuch Russlands

Tobien, Ewald Sigismund
Die Prawda Russkaja, das älteste Rechtsbuch Russlands
Los 521

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Tobien, Ewald Sigismund. Die Prawda Russkaja, das älteste Rechtsbuch Russlands, nach allen bisher entdeckten und herausgegebenen Handschriften verglichen, verdeutscht und erläutert. Theil I. 1 Bl., IV, 94 S. Mit einer farbigen Faksimile-Tafel und 1 gefalteten Tabelle. 26,5 x 21,5 cm. Roter Pappband d. Zeit (leicht berieben, Ecken und Kanten bestoßen, Rücken und 1 Spiegelbezug erneuert, 1 Ecke mit Knickspur, Vorderdeckel oben mit Feuchtigkeitsfleck) mit goldgeprägten Deckelbordüren. St. Petersburg, Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, 1844.
Der Serientitel "Sammlung kritisch-bearbeiteter Quellen der Geschichte des russischen Rechtes", dessen erster und einziger Band dies war, erscheint hier nicht. Tobien war Dozent an der Universität Dorpat und Mitglied mehrerer gelehrter Gesellschaften. Die "Prawda Russkaja", eine Sammlung russischen Gewohnheitsrechtes, geht auf das Jahr 1019 zurück. – Leicht gebräunt und teilweise etwas stockfleckig.

Tocqueville. A. de
L'Ancien Régime
Los 522

Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)

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Tocqueville, Alexis de. L'Ancien Régime et la Révolution. XXI, 456 S., 1 Bl. 21 x 13 cm. HLeinenband d. Z. (etwas berieben; Außengelenke teils brüchig) mit goldgepr. RTitel. Paris, M. Lévy, 1856.
Kindler XVI, 618. – Erste Ausgabe. Tocquevilles 'Ancien Regime' hat über das spezielle Thema hinaus allgemeine Bedeutung. Keiner war vor ihm so tief in das Wesentliche eingedrungen, hatte unter den wechselnden äußeren Formen so deutlich den bleibenden Kern, die historische Kontinuität erkannt. Romantiker und Liberale hatten beinahe ohne Ausnahme die Französische Revolution als einen völligen Bruch mit der Vergangenheit betrachtet. ... Tocqueville zeigte, daß die Revolution in vieler Beziehung nur eine Entwicklung zu Ende führte oder fortsetzte, die vorher schon begonnen hatte, daß sie vielfach nur Verhältnisse sanktionierte, die sich unter anderem Namen bereits vor 1789 gebildet hatten. Er gab das erste wahrhaft philosophische Buch über politische Geschichte: er lehrte über die äußere Erscheinung hinaus das innere Wesen zu erkennen, auch da Zusammenhänge zu sehen, wo das blöde Auge des Pragmatikers und des politischen Doktrinärs unvereinbare Gegensätze zu finden meinte. ... Seine geniale Darstellung berücksichtigt die langsam wirkenden Kräfte in derselben Weise wie die stärker hervortretenden, ... Er sah im 'Ancien Regime' nicht einen lange Zeit unveränderlich bleibenden Zustand ... Tocqueville spricht nicht mehr von Volk, Adel, Königtum; er unterscheidet Klassen und Stände. ... Tocqueville fühlte sich in seiner Zeit und in seinem Lande so einsam, daß er nicht an die Möglichkeit dachte, mit seinen Gedanken Einfluß zu gewinnen. ... Über seiner Darstellung liegt philosophische Ruhe ausgebreitet. Der Ton der Tribüne ist verbannt." (Fueter, Geschichte der neueren Historiographie, S. 559 f.). – Vord. fl. Vorsatz mit Besitzvermerk von alter Hand; leicht gebräunt; insgesamt sauberes Exemplar.

Lot 523, Auction  128, Vernewerte Brawer Ordnung der Stadt Halle, Publiciret Anno 1615

Vernewerte Brawer Ordnung der Stadt Halle
Publiciret Anno 1615
Los 523

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Vernewerte Brawer Ordnung der Stadt Halle. Publiciret Anno 1615. 9 Bl. 19 x 15 cm. Moderner Pappband. Halle an der Saale, Joachim Krusicke, (1615).
VD17 14:076059G. – Erste Ausgabe der später noch einige Male revidierten Verordnung. Am Schluss mit dem "Brawermeister Eyd". – Wohlerhalten.

Lot 524, Auction  128, Victoria, Königin von Großbritannien, Adelspatent mit Wachssiegel

Victoria, Königin von Großbritannien
Adelspatent mit Wachssiegel
Los 524

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Victoria, Königin von Großbritannien. "Letter Patent or Privileges for François Estienne Hudde and Jean Baptiste Emmanuel Fouqét". Pergamenturkunde in Lithographie auf Pergament, hs. ausgefüllt. 2 Bl. Mit breiten ornamental-floralen Bordüren und 7 szenischen Vignetten, gedeckter Prägesiegelmarke und großem grüngelbem Wachssiegel an zweifach geflochtenem Kordelband. (London) 1855.
Prachtvolles, großformatiges Patent in zwei Blättern mit Garantien von Privilegien und Sonderrechten für zwei französische Bürger, "François Estienne Hudde" und "Jean Baptiste Emmanuel Fouqét", ausgestellt unter der Herrschaft der Queen Victoria (1819-1901): "Victoria by the Grace of God of the United Kingdom of Great Britain and Ireland Queen Defender of the Faith ... Letters Patentor Privileges has been already granted for the sole use exercise and benefit ...". Das große Wachssiegel mit einer Relieffdarstellung der englischen Königin auf derm Pferde: "Victoria Dei Gratia Britannia Regia Fideli Defensor". – Vierfach gefaltet, wenig Falzabrieb, Inskriptiones teils leicht verblasst, aber lesbar, das Wachssiegel mehrfach gebrochen, teils mit minimalen Fehlstellen, insgeamt aber kaum Verluste. Sehr dekorative Museumsqualität.

Lot 525, Auction  128, Vigelius, Nicolaus, Dialectices iuris civilis libri III: Iurisprudentiam omnibus Respublicis accomodatam continentes

Vigelius, Nicolaus
Dialectices iuris civilis libri III: Iurisprudentiam omnibus Respublicis accomodatam continentes
Los 525

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Vigelius, Nicolaus. Dialectices iuris civilis libri III: Iurisprudentiam omnibus Respublicis accomodatam continentes. 8 Bl., 611 S., 22 Bl. Mit 3 gefalteten Tabellen. 16 x 10 cm. Flexibler Pergament d. Zeit mit Schließbändern (angestaubt). Basel, Oporinus, 1573.
VD 16, V 1117; Stintzing-Landsberg I, 438. – Erste Ausgabe. Vigelius ist, zusammen mit seinem etwas jüngeren Widersacher Vultejus, in Deutschland der wichtigste Repräsentant der systematischen Richtung humanistischer Rechtswissenschaft. Anders als bei Donellus, dessen vielbändiger systematisch angelegter Kommentar den Systemgedanken in den Dienst dogmatischer Vertiefung stellt, ist die Systematisierung bei Vigelius ein Instrument der Unterrichtsreform. Seine beiden systematischen Hauptwerke, die "Methodus iuris civilis universi" (Basel 1561, zuletzt Frankfurt 1628) und "Digestorum iuris civilis libri quinquaginta" (Basel 1568/71) sind also, in moderner Terminologie, nichts anderes als eine Einführung in die Zivilrechtswissenschaft. Die hier in Erstausgabe vorliegenden "Dialectices iuris libri tres" gehört gleichfalls zur Gattung der Unterrichtsliteratur. Sie handelt von den Gedankenschritten juristischer Argumentation. In den Tabellen erscheint auch hier das justinianische Rechtssystem.
– Gleichmäßig leicht gebräunt. S. 343/44 mit kurzem hinterlegten Randeinriss.

Lot 526, Auction  128, Wagner, Johann Andreas, Anweisung zur gründlichen Berechnung der Münz-Sorten-Reduktionen und Arbitragen, wie auch der Waaren-Calculation, Assuranz, Haverey, Bodmerey u.s.w.

Wagner, Johann Andreas
Anweisung zur gründlichen Berechnung der Münz-Sorten-Reduktionen und Arbitragen, wie auch der Waaren-Calculation, Assuranz, Haverey, Bodmerey u.s.w.
Los 526

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Wagner, (Johann) Andreas. Anweisung zur gründlichen Berechnung der Münz-Sorten-Reduktionen und Arbitragen, wie auch der Waaren-Calculation, Assuranz, Haverey, Bodmerey u.s.w. Nebst vielen nützlichen Tabellen zum Gebrauch für Comtoirs, angehende Lehrer und Handlungs-Schulen. 20,5 x 11,5 cm. VI S., 2 Bl., 597 S. Mit 23 Tabellen auf 17 gefalteten Blatt. Halbleder d. Zt. (Deckel beschabt) mit RVergoldung und rotem RSchild. Münster, P. Waldeck, 1803.
Nicht bei Humpert, Goldsmiths'-Kress, Ersch: Lit. der Mathematik... und im Kat. Commerzbibliothek (1864). – Einzige Ausgabe. Johann Andreas Wagner (1766-1813) war Mathematiklehrer in Leipzig und hat zahlreiche Bücher zu wirtschaftswissenschaftlichen Themen publiziert. Im ersten Teil behandelt er Münz-Arbitrage, gibt eine "Anweisung zur Verfertigung aller Arten von Tabellen" und eine "Berechnung der Hamburger Course nach allen fremden Valuten". Teil 2 (S. 349-597) enthält Berechnungen zu Assuranz, Haverey und Bodmerey, "Abhandlungen über vermischte Gegenstände der kaufmännischen Arithmetik" sowie eine "Erläuterung der wahren Methode der Waaren-Calculation". Der anonyme Rezensent der Allgemeinen Literaturzeitung (Jg. 1804, Bd. 3, No. 224, S. 233-236) bezeichnet diesen Teil (S. 351-437) als "unstreitig das beste und vollständigste, was bisher über diesen Gegenstand geschrieben worden; es ist ein würdiger Pendant zu „Kampkens“ Bemühungen der Art, jedoch mit dem Unterschiede, dass letzterer sich der Logarithmen bedient." Die "Abhandlungen über vermischte Gegenstände" "zeugen, wie das ganze Buch, von dem Fleisse und dem Scharfsinne des Vfs., womit er diese und mehrere andere Vorfälle der Handlungswissenschaft auf die höhere Rechenkunst anzuwenden versteht." – Faltblätter mit Braunfleck im unteren Rand. Vorsatz mit Eckabschnitt und Eintrag zum Preis des Einbandes.

Lot 527, Auction  128, Walther, Johann Andreas, Kayserliche Wirthschafft

Walther, Johann Andreas
Kayserliche Wirthschafft
Los 527

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Walther, Johann Andreas. Kayserliche Wirthschafft, oder Götter-Spiel. Allegorisches Titelkupfer mit umseitiger poetischer Erklärung, 7 Bl., 144 S. 16 x 10 cm. Neuer Umschlag aus altem Marmorpapier (gut erhalten). Leipzig, J. H. Klose, Hucho, 1699.
VD 17 23:282045L. Brüggemann-Brunken 944. Faber du Faur I, 1677. – Einzige Ausgabe einer poetischen Kaiserchronologie als Geschichtslehrbuch für die "studirende und so gar auch noch zarte Jugend". "Abriss der römischen und deutschen Regentengeschichte in Form eines poetisch-manieristischen Maskenspieles. Ausgangspunkt des Geschehens ist eine Versammlung aller 128 römischen und deutschen Kaiser von Julius Caesar bis auf den regierenden Leopold, die sich auf einer bukolischen Aue zusammengefunden haben. ... Jeder Kaiser hat seinen Einzelauftritt, der ... einem einheitlichen Schema unterworfen ist. Jedem Kaiser ist durch Los eine Maske zugeteilt worden, die einen meist niedrigen, oft ausgefallenen Beruf symbolisiert. Diesen 'Titul' in metaphorischer oder allegorischer Weise aufgreifend, konstruiert ein 'Madrigal' in 15 Versen ein Concetto, das auf eine wichtige historische Begebenheit seiner Regierungszeit, seine Ruhmes- oder Schandtaten, die Tugenden oder Laster seines Charakters anspielt. ... Darauf verkündet Fama in vier Versen das historische Urteil, in vier abschließenden Versen zieht Pallas (Athene) eine moralische Lehre nach Art des fabula docet. ... Walter hatte sich offenbar eine szenische Aufführung seines Spiels an einem fürstlichen Hof erhofft, jedoch waren die Fürsten offenbar wenig erfreut darüber, ihre Ahnherren als Faßbinder, Schweinehirten und Leichenbitter dargestellt zu sehen. Das Buch wurde auf Befehl der Obrigkeit unterdrückt" (Brüggemann-Brunken). Auf dem Titel wird der Autor "Walter" ohne "h" , sonst aber fast immer "Walther" geschrieben. . – Gebräunt, Titelkupfer und erste Bl. mit kl. Wasserfleck im Seitensteg. Titelkupfer verso mit kl. Stempel

Lot 528, Auction  128, Wiesand, Georg Stephan, Juristisches Hand-Buch

Wiesand, Georg Stephan
Juristisches Hand-Buch
Los 528

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Wiesand, Georg Stephan. Juristisches Hand-Buch, worinnen die Teutschen Rechte sowohl der alten als neuern Zeiten aus ihren Quellen hergeleitet, der Verstand dunkler Wörter Redensarten erkläret. 4 Bl., 1320 S. 21,5 x 12,5 cm. Leder d. Z. (berieben, etwas bestoßen, oberes Kapital unfachmännisch restauriert und Rückengelenke brüchig) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Hildburghausen, Johann G. Hanisch, 1762.
ADB XLII, 428. – Erste Ausgabe. Alphabetische Enzyklopädie zum deutschen Recht. – Stockfleckig, teilweise feucht- und braunfleckig sowie mit wenigen Kickspuren.

Lot 529, Auction  128, Jahn, Friedrich Ludwig, Die deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze

Jahn, Friedrich Ludwig
Die deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze
Los 529

Schätzung
90€ (US$ 103)

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SPORT UND SPIEL
Jahn, Friedrich Ludwig und Ernst Eiselen. Die deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze. LXIV, 288 S. Mit 2 mehrfach gefalteten Kupfertafeln. 20 x 12 cm. Halbleder d. Z. (Außengelenke angeplatzt, stärker berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild (dieses mit Randschäden). Berlin, Selbstverlag, 1816.
Goedeke XIV, 635, 1038. – Erste Ausgabe des grundlegenden und bekanntesten Werks des "Turnvaters", der mit vaterländischem Eifer die Bewegungsfaulheit bekämpfte. "Ein Nichtschwimmer hat immer die Wasserscheu, und geht aus Angst mit dem Schmutz der Haut, den er im Leben aufsammelt, jämmerlich zu Grabe." (Vorwort). Enthält auch die wohl früheste deutsche Sportbibliographie (Zur Bücherkunde der Turnkunst, S. 245 ff.). Die Kupfer zeigen Sportgeräte und einen Sportplatz. – Vorsätze leimspurig. Die 2. Kupfertafel mit größerem Einriss. Kaum stockfleckig und papierbedingt gebräunt. Innen sonst von sehr guter Erhaltung.

Modellautos
3 Modellwägen
Los 530

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Modellautos. 3 Modellwagen, davon 2 mit Originalschlüssel. Blech. Verschiedene Größen von 5 x 13 x 5 cm bis 9,5 x 2 x 4 cm. Deutschland 1950er-1960er Jahre.
Drei Modellwagen verschiedener Hersteller und Modelle der 1950er und -60er Jahre:
I. "Schuco Akustico 2002. Made in U. S.-Zone Germany". Mit funktionierender Hupe!
II. "Märklin" Mercedes-Benz Rennwagen, "Made in Germany".
III. "Prämeta Buick 405", "pat. amtl. gesch., made in Germany Brit. Zone". – Alle bespielt mit deutlichen Gebrauchsspuren und Bestoßungen. Der Schuco mit Originalschlüssel und funktionierender Mechanik, jedoch ohne Windschutzscheibe. Der Märklin-Rennwagen mit modern erneuerter Schraube an der Unterseite und ohne den Schlüssel. Der Prämeta Buick mit nicht mehr funktionierender Mechanik.

Diderot, Denis und Jean d'Alembert
Encyclopedie, ou dictionnaire raisonné des sciences
Los 531

Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)

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BUCHWESEN
Diderot, (Denis) und (Jean) d'Alembert. Encyclopédie, ou dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, par une société de gens de lettres. Mischauflage. 42 Text- und 3 Tafelbände. Mit 448 teils gefalteten und doppelblattgroßen Kupfertafeln. 25,5 x 19,5 cm. Marmorierte Lederbände d. Z. (berieben und bestoßen, mit Schabspuren) mit reicher floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern (diese bei den Tafelbänden modern im Stil d. Z. erneuert). Genf, Pellet bzw. Lyon, Amable le Roy bzw. Neuchatel, Societé Typographique, 1777-1781.
Brunet II 973f. Carter-Muir 200. Graesse II, 474 f. Lough Essays, 52-110. Zischka 7. – Mischauflage verschiedener Neudrucke. Vorhanden sind die 36 Bände "Discours" (komplett; Nouvelle édition Genf, Pellet, 1777-1779), 6 Bände "Table" (komplett; Lyon, Amable le Roy, 1780-1781) sowie drei Tafelbände (Band I: Neuchatel, Societé Typographique, 1779; Bände II und III: Genf, Pellet, 1779) mit zusammen 448 Kupfern. Die Tafeln zu folgenden Wissensgebieten: Band I: Mathematik: 78 Tafeln; Erdkunde: 19 Tafeln; Schiffsbau: 46 Tafeln. - Band II: Anatomie: 28 Tafeln; Architektur: 66 Tafeln; Chemie: 25 Tafeln; Chirurgie: 36 Tafeln; Musik: 19 Tafeln. - Band III: 131 Tafeln zu diversen Wissenschaften, darunter Musik, Militaria, Architektur, Astronomie, Mathematik, Physik etc.
Die Encyclopédie, von Diderot und D'Alembert herausgegeben, die selbst auch einen großen Teil der insgesamt über 70.000 Artikel verantworteten, gilt als das bedeutendste Werk der Aufklärung. Sie ist heute eine der herausragenden Quellen für die Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft des 18. Jahrhunderts. "Ein Monument in der Geschichte des europäischen Denkens; der Gipfelpunkt des Zeitalters der Vernunft" (PMM). Diderot und D'Alembert beabsichtigten mit dem Werk, nicht nur das ganze Wissen ihrer Zeit zu bündeln und zusammenzutragen, sondern auch das Denken der Menschen im Sinn der Aufklärung zu beeinflussen und zu verändern. Sie verzichteten weitgehend auf historische und biographische Artikel, legten dafür umso mehr Wert auf die Behandlung der angewandten mechanischen Künste, denen sie gleichberechtigten Status neben Kunst und Wissenschaft zubilligten. Von den etwas mehr als 4000 gedruckten Exemplaren fand rund die Hälfte außerhalb Frankreichs einen Käufer, obgleich Hof, Kirche, und Richterschaft außer sich vor Empörung waren. Im Jahr 1759 wurden die bis dahin veröffentlichten sieben Bände vom Pariser Generalstaatsanwalt verboten und vom Papst auf den Index gesetzt. Nach jahrelangem Rechtsstreit konnten die übrigen Bände doch noch in "Neufchâstel" (Druckort Paris) und Amsterdam erscheinen. – Nicht kollationiert, augenscheinlich komplett. Etwas gebräunt oder fleckig. Einheitlich gebundene Reihe.

Lot 532, Auction  128, Dodsley, Robert, Der Lehrmeister oder ein allgemeines System der Erziehung, worinne die ersten Grundsätze einer feinen Gelehrsamkeit vorgetragen werden

Dodsley, Robert
Der Lehrmeister oder ein allgemeines System der Erziehung, worinne die ersten Grundsätze einer feinen Gelehrsamkeit vorgetragen werden
Los 532

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Dodsley, Robert. Der Lehrmeister oder ein allgemeines System der Erziehung, worinne die ersten Grundsätze einer feinen Gelehrsamkeit vorgetragen werden. Aus dem Englischen übersetzt. 3. durchgängig verbesserte und vermehrte Auflage von J. M. Schröckh und J. J. Ebert. 2 Bände. 20 Bl., 1108 S.; 4 Bl., 1268 S., 2 Bl. Mit 2 gleichen gestochenen Frontispizen und 27 gefalteten Kupfertafeln. 20 x 12 cm. Halbleder d. Zeit (berieben, 1 Deckel nachgefärbt) mit RSchild. Leipzig, Heinsius, 1782-1783.
Price & Price, Engl. humaniora 60. Hamberger-Meusel 8, 30. – Letzte und umfangreichste Ausgabe der deutschen Bearbeitung. Ein ausgeführtes Bildungscurriculum für die oberen Klassen der Gymnasien und Fürstenschulen. Das Werk soll die Grundlagen der Rhetorik, Mathematik, Architektur, Mechanik, Naturgeschichte, Sittenlehre, Geographie, Geschichte, Vernunftlehre, Staatslehre etc. lehren und ist Ausdruck des etablierten Bildungskanons in der Epoche der Aufklärung. Zuerst 1762/63 von H. E. v. Teubern ins Deutsche übersetzt. Die 2. und noch mehr die vorliegende 3. Ausgabe wurden von dem Historiker J. M. Schröckh und dem Mathematiker J. J. Ebert, beide Professoren an der Universität Wittenberg, bearbeitet. – Durchgehend etwas braunfleckig. Exlibris.

Lot 533, Auction  128, Gerths, Johannes und Druckstock, Geätzte und gravierte Messingplatte

Gerths, Johannes und Druckstock
Geätzte und gravierte Messingplatte
Los 533

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Druckstock. - Gehrts, Johannes (?). Geätzte und gravierte Messingplatte für den Schwarz- und Konturendruck des Bucheinbandes von Sophie Wörishöffers Werk "Im Goldlande Kalifornien". Wohl nach einem Entwurf des bekannten Illustrators Johannes Gehrts. 21,5 x 14,1 x 0,7 cm. 1891.     
Das posthum erschienene Buch "Im Goldlande Kalifornien" der seinerzeit sehr beliebten Autorin S. Wörishöffer (1838-1890) erschien 1891 bei Velhagen & Klasing in Bielefeld und Leipzig. Es ist mit farbigem Frontispiz und 16 "Vollbildern" des Illustrators und Graphikers Johannes Gehrts (1854-1921) ausgestattet. "Das von G. illustrierte Themenspektrum erstreckte sich von german. Heldensagen, Marine- und Piratengeschichten bis zu Reiseabenteuern und Märchen." (AKL 51, S. 45). Die vorliegende Druckplatte wurde für den Schwarzdruck des Bandes benötigt, der außerdem noch mit Gold- und Braundruck ausgestattet gewesen ist (vgl. Kat. Bilderwelt im Kinderbuch Nr. 1596 mit Abb.). "Seit den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts waren die Voraussetzungen dafür gegeben, durch neuere und preiswertere Plattenherstellungen und durch Ätzverfahren die Bedruckung der Einbanddecken sowohl qualitativ als auch quantitativ zu vervielfachen. Zum Farbendruck wurden entweder gravierte Messing- oder geätzte Zinkplatten eingesetzt..." (Kat. Verlagseinbände aus der Stadtbibliothek Mainz und der Sammlung Mühlinghaus. Mainz 2009, S. 26f.; Abb. 79 mit einem ebenfalls wohl von Gehrts stammenden Einband). – Tadellos erhalen.

Lot 534, Auction  128, Historisches Papier, 2 Blocks mit historischem Schreibpapier. Büttenpapier mit Wasserzeichen

Historisches Papier
2 Blocks mit historischem Schreibpapier. Büttenpapier mit Wasserzeichen
Los 534

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Historisches Papier. 2 Blocks mit historischem Schreibpapier. Büttenpapier mit Wasserzeichen und feines Vélin. 76 Blätter 33 x 20,5 cm bzw. 94 Blätter 34,6 x 22,4 cm. Mit Schnittfarbe, ein Block in zeitgenössischem Einband. Deutschland um 1800-1840.
Umfangreiche Blöcke von Restpapier - mit hochwertigen Bögen historischen Schreibpapiers, davon der frühere Block in zeitgenössischen Halbledereinband mit Titelschild "Dorfs-Gerichts-Protokoll" von 1811. Das besonders schöne, fein gesiebte Büttenpapier mit dem Wasserzeichen "PFUNDSTEIN" verweist auf eine Entstehung des Papiers um 1800. Es stammt aus einer Papiermühle in Schramberg im Schwarzwald, wo die bekannte Papiermacherfamilie des Matthes Pfundstein um 1800 seinen Namen als Wasserzeichenmarke und damit als Echtheits- und Herkunftsnachweis in das Sieb einarbeitete. Nur wenige Seiten mit zeitgenössischen Einträgen oder kleiner Nummerierung, sonst blütenweiß und sauber.

Der zweite Block enthält schöne große und ebenfalls komplett weiße, nur mit einer vertikalen Seitenlinie versehene und hs. nummerierte Bögen feinsten, höhergeleimten Vélinpapiers ohne Wasserzeichen, Block gebunden. – Kaum Gebrauchsspuren, sehr schön - ein perfektes Material für Buchbinder und Papierrestauratoren.

Lot 535, Auction  128, Hübner, Johann, Neu-vermehrtes und verbessertes Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon

Hübner, Johann
Neu-vermehrtes und verbessertes Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon
Los 535

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Hübner, Johann. Neu-vermehrtes und verbessertes Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon. Allerneueste Auflage. 13 Bl., 1280 Sp., 26 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Textvignette und 9 (statt 10) doppelblattgroßen Kupfgertafeln. 21,5 x 13 cm. Leder d. Z. (berieben) mit modernem RSchild. Regensburg, Felix Bader, 1748.
Vgl. Collison 99 f. Humpert 1410. Zischka 4. – Spätere Auflage der erfolgreichsten einbändigen deutschen Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts. Als ihr Initiator gilt der Barockdichter Philipp Balthasar Sinold von Schütz. Die Kupfer illustrieren u. a. Schiffbau, Festungsbau, Heraldika, Astronomie etc. – Es fehlt Tafel Nr. II. Anfangs und im Tafelteil im unteren Bug mit kleiner Wurmspur, sonst nur unbedeutende schwache Flecken.

Hübner, Johann
Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon
Los 536

Schätzung
240€ (US$ 276)

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Hübner, Johann. Reales Staats-Zeitungs- und Conversations-Lexicon, darinn so wohl die Religionen, die Reiche und Staaten, Meere, Seen, Inseln, Flüsse, Städte, Festungen, Schlösser, Häfen... als auch andere in Zeitungen und täglichem Umgang vorkommende, ingleichen juristische und Kunstwörter beschrieben werden. Neue verbesserte und vermehrte Auflage. 13 Bl., 2734 (recte 2740) Sp. Mit gestochenen Frontispiz von Bernigeroth fil. nach Richter und 8 gefalteten gestochenen Tafeln von Leonhard Michael Steinberger. 22 x 13,5 cm. Lederband d. Zt. (beschabt, oberes Kapital mit minimaler Fehlstelle) mit goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Gleditsch, 1777.     
Seemann 316. – Spätere Auflage des bekannten Lexikon. Mit einem 16 S. umfassenden "Verzeichniß der Bücher, welche auf Kosten Johann Friedrich Gleditschens Buchhandlung in Leipzig gedruckt, oder in starker Anzahl nebst vielen andern zu bekommen sind. 1776." Sp. 2363-2368 doppelt vergeben. – Francisco Carolinum; entwidmeter Stempel auf dem Titel. Gering stockfleckig.

Lot 537, Auction  128, Jöcher, Christian Gottlieb, Allgemeines Gelehrten-Lexicon

Jöcher, Christian Gottlieb
Allgemeines Gelehrten-Lexicon
Los 537

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Jöcher, Christian Gottlieb. Allgemeines Gelehrten-Lexicon: Darinne die Gelehrten aller Stände sowohl männ- als weiblichen Geschlechts, welche vom Anfange der Welt bis auf ietzige Zeit gelebt, und sich der gelehrten Welt bekannt gemacht. 4 Bände. Mit gestochenem Portraitfrontispiz und gestochener Kopfvignette. 25,5 x 20,5 cm. Halbleder d. Z. (bestoßen, stärker berieben, Kapitale brüchig) mit goldgeprägten RSchild. Leipzig, Johann Friedrich Gleditsch, 1750-1751.
Zischka 133. Bestermann 819. – Erste Ausgabe. "Umfasst die ganze historische Periode bis 1750. Wertvoll für das Mittelalter und für weniger bekannte Autoren" (Zischka). Die vorliegenden vier von Jöcher selbst herausgegebenen Bände sind ein abgeschlossenes Werk von A-Z. – Stempel auf Titel. Kaum braunfleckig.

Lot 538, Auction  128, Jöcher, Christian Gottlieb, Compendiöses Gelehrten-Lexicon

Jöcher, Christian Gottlieb
Compendiöses Gelehrten-Lexicon
Los 538

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Jöcher, Christian Gottlieb. Compendiöses Gelehrten-Lexicon. Dritte Auflage. 2 Teile in 1 Band. 15 Bl., 1888 Sp.; 2102 Sp., 2 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Frontispiz. 21 x 13,5 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, Gelenke unschön geplatzt, Rücken fast lose). Leipzig, Johann Friedrich Gleditsch, 1733.
Zischka 134. – Dritte Auflage. Noch heute außerordentlich nützlich bei der Aufspürung obskurer "Gelehrter" aller Fachgebiete und aller Länder, verzeichnet sind ca. 20.000 Namen. "Gewissenhafte Arbeit" (Zischka). – Erste Lage gelockert, die beiden Schlussblatt mit Wurmfraß im weißen Seitenrand. Etwas gebräunt und braunfleckig, Innengelenke angeplatzt.

Lot 539, Auction  128, Kippenberg, Anton, Katalog der Sammlung Kippenberg. Goethe, Faust, Alt-Weimar

Kippenberg, Anton
Katalog der Sammlung Kippenberg. Goethe, Faust, Alt-Weimar
Los 539

Schätzung
100€ (US$ 115)

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Kippenberg, Anton. - Katalog der Sammlung Kippenberg. Goethe, Faust, Alt-Weimar. XVI, 408 S. Mit 73 Tafeln. 28 x 20 cm. Halbleder d. Z. (beschabt, berieben und etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und Kopfgoldschnitt. Leipzig, Spamer, 1913.
Sarkowski 919. – Erste Ausgabe. Eines von 100 römisch nummerierten Exemplaren, die nicht für den Handel bestimmt waren (Gesamtauflage: 600). – Etwas gebräunt. – Dabei: Gedrucktes Begleitschreiben von Kippenberg (1 gefalt. Bl.).

Lot 540, Auction  128, Lippold, Georg Heinrich Christian, Neues Natur- und Kunstlexicon

Lippold, Georg Heinrich Christian
Neues Natur- und Kunstlexicon
Los 540

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Lippold, G(eorg) H(einrich) C(hristian). Neues Natur- und Kunstlexicon, enthaltend die wichtigsten und gemeinnützigsten Gegenstände aus der Naturgeschichte, Naturlehre, Chemie und Technologie. Zum bequemen Gebrauch insonderheit auch für Ungelehrte und für gebildete Frauenzimmer ausgearbeitet... und herausgegeben von C(arl) Ph(ilipp) Funke. 3 Bände und Supplementband. Mit 1 gestochenen Tafel. 22 x 13 cm. Halbleder d. Z. (beschabt, bestoßen, teils mit Fehlstellen und feuchtrandig) mit goldgeprägtem RSchild. Weimar, Verlag des Industrie-Comptoirs, 1801-1805.
Engelmann S. 108. Bertuch-Verlagsverzeichnis 166 (www.ora-web.swkk.de:7777/sw-db/bertuch/db_ber.html). Slg. Seemann 204 (mit nicht zugehörigem Atlasband). Vgl. Zischka 208. Vgl. Poggendorf I, Sp. 819 (zu Funke). Hamberger-Meusel XIV, S. 448 u. Neuer Nekrolog, Jg. 19, 1841, S. 1196 (zu Lippold). – Erste Ausgabe dieses umfangreichen Speziallexikons, das als Nachfolger von J. Hübners "Natur-, Kunst- und Gewerks-Lexikon", dem Standardwerk des 18. Jahrhunderts, konzipiert worden ist. Ursprünglich nur auf zwei Bände angelegt, wurde aufgrund der Materialmenge ein dritter Band nötig. Der vierte Band bringt aktuelle Ergänzungen in Anlehnung an das "Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle appliquèe aux arts" sowie ein lateinisch-deutsches u. ein Synonymen-Register. Wenn auch der Schwerpunkt eindeutig auf der Naturgeschichte liegt, so werden doch zahlreiche damals aktuelle veredelte Produkte, Maschinen, Erfindungen, physikalische Erscheinungen etc. abgehandelt. Wichtig auch die reichen Quellenangaben, die häufig auf Zeitschriften, Jahrbücher oder Serien verweisen. Das Kupfer mit Darstellung einer Elektrisiermaschine. – Teilw. etwas stockfleckig. Vorsätze leimschattig.

Lot 541, Auction  128, Morhof, Daniel Georg, Polyhistor sive de notitia auctorum et rerum commentarii

Morhof, Daniel Georg
Polyhistor sive de notitia auctorum et rerum commentarii
Los 541

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Morhof, Daniel Georg. Polyhistor sive de notitia auctorum et rerum commentarii. 2 Teile in 1 Band. 8 Bl., 557 (recte 561), (3) S., 8 Bl., 160 S. 20,5 x 16,5 cm. Pergament d. Zt. (leicht fleckig, Innengelenke mit Wurmspuren). Lübeck, P. Böckmann, 1688-92.
VD 17 23:278493X. Erman-Horn I, 6364. ADB 22, 237 ff. Dünnhaupt 122.1. Petzholdt 29 und 442. – Erste Ausgabe. Einziger von Morhof noch selbst veröffentlichter Teil dieses klassischen Werkes für ein Studium generale. Buch I: Liber bibliothecarius mit einer Einführung in die Buch- und Bibliothekswissenschaft als dem wichtigsten Hilfsmittel der gelehrten Studien. Buch II: Liber methodicus zur Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Angebunden der zweite Teil (= Buch III), 1692 posthum von H. Muhle herausgegeben (1707 schließlich veröffentlichte der Flensburger Rektor Johann Möller 1707 einen ersten Versuch zu einer noch um einen dritten Teil erweiterten "vollständigen Gesamtausgabe"). Morhof (1639-91), angesehenster Professor der neugegründeten Universität Kiel, sah bereits zu seiner Zeit die Gefahr, daß durch Spezialisierung und Verselbständigung der Einzelwissenschaften die Universität aufhöre, Pflegestätte der 'universitas litterarum' zu sein. Die Antwort könne nicht mehr ein im Stoff ertrinkendes Studium universale sein; notwendig sei vielmehr, die Gesamtheit des Wissens strukturierend mit selbständigen Urteil zu durchdringen. Als Anleitung sollte das vorliegende, aus seinen Vorlesungen hervorgegangene Werk dienen, das "mit Recht hochbewundert und vielbenutzt", den Ruf Morhofs "über das ganze gelehrte Europa verbreitete" (ADB). – Gleichmäßig gering gebräunt, Titel mit teils entferntem Namenseintrag und verso mit Stempel der Herzoglichen Bibliothek Sachsen-Meiningen. Paginierung springt nach S. 320 zurück auf 317.

Lot 542, Auction  128, Morhof, Daniel Georg, Polyhistor, literarius, philosophicus et practicus

Morhof, Daniel Georg
Polyhistor, literarius, philosophicus et practicus
Los 542

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Morhof, Daniel Georg. Polyhistor, literarius, philosophicus et practicus. Hrsg. von J. A. Fabricius. Mischausgabe. 3 Teile in 2 Bänden. 3 Bl., 768 S., 406 S.; 4 Bl., 80 S.; 534 S., 130 S., 104 Bl. Mit gestochenem Portraitfrontispiz. Ein Titel in Schwarz und Rot. 21,5 x 16 cm. Leder d. Z. (beschabt und Rücken erneuert) mit goldgeprägtem RSchild. Lübeck, Peter Böckmann, 1708.
Dünnhaupt S. 2836, Nr 122.4. Goed. III 272, 12. Faber du Faur 1521 und 1522 (spätere Ausgaben). – Erste von Möller bearbeitete und ergänzte Ausgabe. "Erster Grundriss der allgemeinen Literaturwissenschaft" (Goed.); "a work partaking somewhat of the nature of a modern 'Konversations-Lexikon'" (Faber du Faur). Noch
heute als Quelle verwendet, u. a. von Hispanisten. – Vorsätze erneuert und mit Exlibris "Gerhard Dünnhaupt". Feuchtrandig und teils braunfleckig und mit Randläsuren.

Non-Books
3 Buchattrappen aus Einbänden des 19. Jahrhunderts
Los 543

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Non-Books. 3 Buchattrappen aus Einbänden des 19. Jahrhunderts. Davon 2 aus je 2 aufeinander montierten Einbänden im Stil d. Z. über Holzdeckeln (etwas beschabt und bestoßen). Alle mit RVergoldung und goldgeprägter Vorderdeckelbordüre. Deutschland frühes 19. Jahrhundert.
Dekorative sogenannte "Tresorbücher" bzw. "Nonbooks" in Gestalt historischer Bände zur Aufbewahrung kleiner Wertgegenstände oder persönlicher Erinnerungsstücke.

Die drei Buchattrappen wurden jeweils mit Titelblatt und den ersten Lagen gedruckter Werke ausgestattet. Vorhanden sind: I. Le Tasse. La Jérusalem délivrée. 1825. - II. Jacques Delille. Les Géorgiques de Virgile. 1806. - III. Thomas von Aquin. Supplementum tertiae partis Summae totius theologiae. 1663.

Lot 544, Auction  128, Pihan, Antoine Paulin,  Exposé des signes

Pihan, Antoine Paulin
Exposé des signes
Los 544

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Pihan, A(ntoine) P(aulin). Exposé des signes de numération usités chez les peuples orientaux anciens et modernes. 3 Bl., XXIX, 271 S. Mit zahlreichen Tabellen. 23,5 x 15,5 cm. Halbleinen d. Zt. (Kanten berieben). Paris, Imprimerie Impériale, 1860.
Erste Ausgabe. Antoine Pihan (1810-1879) war Korrektor für orientalische Sprachen an der Imprimerie Impériale und ist mit weiteren Arbeiten zu orientalischen Themen hervorgetreten. In vorliegendem Band behandelt er u.a. die Zahlenzeichen des Afghanischen, Albanischen, Arabischen, Armenischen, Bengalischen, Chinesischen, Ägyptischen, Georgischen, Hebräischen, Japanischen, Mongolischen, Persischen, Syrischen und Türkischen. – Gering stockfleckig, Ränder leicht gebräunt.

Watt, James
Kopiermaschine
Los 545

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Watt, James. Kopiermaschine. Mahagoni Kiste mit Messingplakete "J.G." auf dem Deckel sowie Messingbeschlägen und -Henkeln und mit Eisenschlüssel. 44,5 x 29 x 13,5 cm. Um 1820.
Eine der ersten tragbaren "Kopiergeräte" aus der Werkstatt von James Watt (1736-1819). Watt erfand die Maschine aus der Notwendigkeit heraus, auf seinen vielen Reisen Kopien seiner eigenen Briefe und Baupläne bei sich zu haben. Das beschriebene Original wurde angefeuchtet und mit Japanpapier zusammengepresst. Durch Druck und Zeit entstand nun eine Spiegelverkehrte Kopie, die anhand des dünnen Blattes verso gelesen werden konnte. Neben der tragbaren Reise-Variante, erfand James Watts auch ein stationäres Modell. Neben dem Erfinder benutzen auch Persönlichkeiten wie Thomas Jefferson, Benjamin Franklin und George Washington die Watt-Kopierpresse. – Mit kleineren bis größeren Gebrauchspuren, vollständig erhalten und funktionsfähig. Selten.

Lot 546, Auction  128, Weber, Friedrich Benedict, Handbuch der ökonomischen Literatur

Weber, Friedrich Benedict
Handbuch der ökonomischen Literatur
Los 546

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Weber, Friedrich Benedict. Handbuch der ökonomischen Literatur; oder Systematische Anleitung zur Kenntniß der deutschen ökonomischen Schriften, die sowohl die gesammte Land- und Hauswirthschaft, als die mit derselben verbundenen Hülfs- und Nebenwissenschaften angehen; mit Angabe ihres Ladenpreises und Bemerkung ihres Werthes. Erster Theil, Erster (und) Zweyter Band in 1 Bd. I: XXXII, 375 S. 2: II Bl., X, 116 S. 19 x 11,5 cm. Halbleder d. Zt. (etwas berieben und bestoßen) mit 2 RSchildern und Marmorpapierbezug. Berlin, H. Frölich, 1803.
Kress S5763. Goldsmiths' 18621.20. Güntz I, 5 u. II, 248. ADB XLI, 295f. – I: Enthält die allgemeine ökonomische Literatur, und die Literatur des Feld- Wiesen- und Gartenbaues insbesondere. II: Enthält die Literatur der Forstwissenschaft. (Auch mit Separattitel: Handbibliothek der deutschen forstwirthschaftlichen Literatur). Das systematisch aufgebaute Verzeichnis (innerhalb der Systematik chronologisch sortiert) enthält vor allem Schriften des 18. Jahrhunderts, insgesamt über 5000 Werke. Besonders umfangreich sind die Abt. Pflanzenbau und Gartenbau im Besonderen Teil, die allein die S. 187 bis 375 umfassen. Weber (1774-1848) war Professor der Ökonomie und Kameralwissenschaft in Frankfurt a. d. Oder, seit 1811 in Breslau. Durchschossenes Exemplar mit wenigen handschriftlichen Ergänzungen. Die weiteren Bände sind bis 1842 erschienen und enthielten bis auf den zweiten Teil (Viehzucht, Technologie u.a.) Ergänzungen nach 1803. – Einige kleine Wasserränder, leicht stockfleckig.

Lot 547, Auction  128, Creswell, Keppel Archibald Cameron, The Mosques of Egypt from 21 H. (641) to 1365 H. (1946)

Creswell, Keppel Archibald Cameron
The Mosques of Egypt from 21 H. (641) to 1365 H. (1946)
Los 547

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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KUNSTLITERATUR UND KUNSTGEWERBE
Creswell, Keppel Archibald Cameron. The Mosques of Egypt from 21 H. (641) to 1365 H. (1946). 2 Bände. 68 S., 1; 4 Bl., 69-133 S., 1 Bl. Mit 2 doppelblattgroßen chromolithographischen Titeln, zahlreichen, teils ganzseitigen Textillustrationen sowie 243 (27 farbigen) Tafeln. Mit zwei separaten, gefalteten Karten und zwei Indices. 43 x 32,5 cm. Blindgeprägtes OLeinen (etwas berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem Rücken- und VDeckeltitel sowie goldgeprägten Arabesken. Giza (Orman), The Survey of Egypt, 1949-(1954).
Erste Ausgabe. Reich illustrierte Monographie über die Moscheen Ägyptens und deren architektonische Ornamentik. Das Werk enthält eine Reihe eindrucksvoller Ansichten der wichtigsten Moscheen mit Erklärungen und Plänen. In Band I liegt das Doppelblatt mit Vorwort des Ministers für religiöse Stiftungen und die Einleitung von Creswell bei, datiert 1954. "The finest piece of book production achieved in Egypt" (Creswell). – Band I: Vorsätze etwas leimschattig. Vorderes Innengelenk leicht geöffnet sowie Blatt vier und fünf lose und teils mit kleinen Gebrauchsspuren und leicht braunfleckig. Band II: Vorsätze etwas leimschattig, teilweise etwas fleckig.

Lot 548, Auction  128, Michelangelo, Sixtina. Der neue Michelangelo

Michelangelo
Sixtina. Der neue Michelangelo
Los 548

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Michelangelo Buonarroti. Sixtina. Der neue Michelangelo. Wiedergeburt der wahren Farben in der Sixtinischen Kapelle. 4 Bände. Mit zahlreichen, oftmals ganzseitigen Abbildungen. 43 x 30 cm. Rotes OLeder mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, jeweils in illustriertem OPappschuber. Luzern, Faksimile Verlag, 1989-1995.
Band I: Die Deckenfresken vom Propheten Zacharias über dem Eingangsportal bis zum Sündenfall. - Band II) Die Lünetten. - III) Die Deckenfresken von der Erschaffung Evas bis zum Propheten Jonas über der Altarwand. - IV) Das Jüngste Gericht. – Nahezu verlagsfrisch.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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