Festschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Königl. Sächs. Bergakademie zu Freiberg am 30. Juni 1866. Mit farbig lithogr. Titel, 1 Bl., 336 S. Titelbl. 26 x 18 cm. Illustr. OHalbleinen (bestoßen). Dresden, C. C. Meinhold, (1866).
Einzige Ausgabe. Enthält die folgenden Aufsätze: Anonym: Die Geschichte und jetzigen Verhältnisse der Bergakademie; Karl Johann A. Th. Scheerer: Das bergmännische Studium; Ueber die chemische Constitution der Plutonite; Bernhard von Cotta: Die Steingruppe im Hofe der Bergakademie; Karl August Junge: Ueber den Unterricht in der praktischen Markscheidekunst; Hieronymus Theodor Richter: Das Löthrohr und seine Anwendung bei chemischen, mineralogischen und docimatischen Untersuchungen; Carl Gottlieb Gottschalk: Verzeichnis Derer, welche seit Eröffnung der Bergakademie bis zum Schluss des ersten Säculum's auf ihr studirt haben; Friedrich Constantin von Beust: Das Freiberger Berg- und Hüttenwesen vor 100 Jahren und jetzt. – Gelenke innen geklebt, außen restauriert. Leicht gebräunt, einige Blatt im Gelenk nicht fachmännisch geklebt. – Beiliegend: Gedruckte Einladung zur Jubiläumsfeier sowie gedruckte Mitteilung über die Überreichung der Festschrift (beide mit hs. Ergänzungen) für Richard Frhr. von Friesen (1808-1884), seinerzeit Mitglied der Landeskommission. Ein Blatt mit eigenhändiger Notiz.
Feyrer, Alois v.
Der Locomotivbau in den Vereinigten Staaten von Nordamerika
Los 340
Schätzung
150€ (US$ 172)
Feyrer, Alois von. Der Locomotivbau in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. VI S., 1 Bl., 112 S. Mit 1 gefalteten Tabelle, 8 gefalteten fotolithografierten Tafeln und 34 Abb. im Text. 23,5 x 15 cm. Halbleinen d. Zt. (Beschabt und etwas bestoßen). Wien, Faesy & Frick, 1877.
Neuner 481. Metzeltin, Bahn, 1225. – Bericht über die Weltausstellung in Philadelphia 1876. Hrsg. von der Oesterreichischen Commission... XVI. Heft. Einzige Ausgabe. Der erste Abschnitt enthält grundlegende Kapitel zu Kessel, Gestell, Maschine u. Tender, im zweiten Abschnitt werden die ausgestellten Lokomotiven sowie einige nicht ausgestellte beschrieben. Mit Detaildarstellungen sowie Längs- und Querschnitten. Vorsatz und Titel mit handschriftl. Besitzvermerk "Helmholtz", d.i. der bekannte Lokomotivkonstrukteur Richard von Helmholtz (1852-1934). – S. 112 unten mit Stempel "R. v. Helmholtz-Stiftung". Tafeln mit einigen Bildzuordnungen in Bleistift, sehr wahrscheinlich auch von Helmholtz, Vorsatz und Titel mit Namenszug "Helmholtz". Leicht gebräunt, etwas finger- und stockfleckig. Tabelle mit kleinem Einriss.
Flachat, Stéphane. L'Industrie. Exposition de 1834. 160 S. Mit gestochenem Titel und 38 Kupferafeln. 27,5 x 18,5 cm. Marmoriertes Halbleder d. Zt. (Rücken beschabt, Kanten bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und reicher RVergoldung. Paris, (L. Tenré und H. Dupuy), 1834.
Carpenter 13. Goldsmiths'-Kress 28505.16. – Dieser Band ist als früher Ausstellungskatalog besonders deshalb interessant, da er einer der ersten reich illustrierten ist. Die ersten drei Tafeln zeigen die Ausstellungsgebäude, die übrigen technische "Wunderwerke" der Zeit (Jacquart-Maschine, Eisenbahn Manchester - Liverpool, Hängebrücke, Tunnel unter der Themse, Dampfomnibus) sowie Exponate: Vasen, Kamineinfassungen, Porzellan, Gläser, Biedermeier-Möbel, Maschinen sowie Tapisserien. Der Beschreibung der Exponate ist eine ausführliche Einleitung vorangestellt. Den Abschluss bildet eine Liste der Preisträger. Es gibt auch andere Ausgaben mit einer vierseitige Titelei. – Erstes weißes Vorblatt entfernt, vorderes Innengelenk offen. Ränder leicht gebräunt.
Fleuret
L'art de composer des pierres factices aussi dures que le caillou
Los 342
Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)
Fleuret. L'art de composer des pierres factices aussi dures que le caillou, et Recherches sur la manière de bâtir des Anciens, sur la préparation, l'emploi et les causes du durcissement de leurs mortiers. 1 Bl., 298 S., 1 w. Bl. Mit 32 (28 doppelblattgroßen, 4 gefalteten, 2 von Adam nach Fleuret) Kupfertafeln. 28 x 21,5 cm. Marmoriertes grünes Halbleder d. Zt. (Ecken mit größeren Fehlstellen, Deckelbezug teils unvollständig) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Paris, Magimel, 1807.
Vgl. Karmarsch 491. Nicht bei Poggendorff, Monglond u.a. – Einzige Ausgabe des Werkes über die Herstellung und Verwendung von Zement und Beton. Fleuret (ca. 1755-1817; "ancien Professeur d'Architecture de l'École royale militaire de Paris") beruft sich außer auf Vitruv vor allem auf die "Recherches sur la préparation que les Romains donnaient à la chaux" (Paris 1777) von Polycarpe de La Faye. Dieser hatte als einer der ersten eine ausgiebige Beschreibung antiker Bautechniken sowie der Herstellung künstlicher Steine und der Verwendung des Zementes geliefert. Fleuret berichtet aber auch über seine eigenen Arbeiten bei der Herstellung künstlicher Steine, die er um 1800 in seiner eigenen Fabrik in Pont-à-Mousson durchgeführt hat. Er geht auf die Materialien (Kalk, Sand, Wasser) ein und beschreibt die notwendigen Einrichtungen einer Fabrik. Ab Kapitel 13 beschreibt er Mauerverbände, Straßen u. andere Arbeiten der Römer, ab Kapitel 20 seine eigenen Verfahren zur Herstellung künstlicher Wasserröhren einschließlich der verwendeten Geräte und Maschinen sowie die Konstruktion und Verlegung der Wasserleitungen (inklusive Überquerung eines kleinen Flusses). Abschließend über Bassins, Cisternen, Pumpen sowie farbige Mosaike aus Kunststeinen. "As a whole the work forms an interesting episode in the history of building construction" (Elton cat. 6, 211). – Vereinzelt gering stockfleckig. Eine Tafel knapp beschnitten (Verlust des Rahmens).
Fölsch, August
Erinnerungen aus dem Leben eines Technikers
Los 343
Schätzung
200€ (US$ 230)
Fölsch, Aug(ust). Erinnerungen aus dem Leben eines Technikers. Fragmente seinen Freunden gewidmet. Mit Bildnis des Verfassers. Als Manuskript gedruckt. 235 S. Mit montierter OFotografie als Frontispiz. 22 x 13,5 cm. OLeinen (leicht bestoßen). Hamburg, O. Meissner, 1889.
Schröder 1051. Neuner 569 und 1327. – Einzige Ausgabe. Fölsch (1824- nach 1889) ist nach seinen beruflichen Anfängen in Hamburg lange in Frankreich und Wien als Techniker tätig gewesen. Schwerpunkte seiner Arbeit waren Wasserversorgung und Eisenbahnbau. Er war beim Bau der Lyon-Avignon-Bahn, der Kaiserin Elisabeth-Bahn, der Vorarlberger Bahn und der Nördlichen Pacific-Bahn tätig. Die Befassung mit der Wasserversorgung Hamburgs und Wien führte ihn auf die Beschäftigung mit Theaterbränden. Der vorliegende Band enthält deshalb auch ein Verzeichnis von 936 Theaterbränden. – Etwas verzogen. Leicht gebräunt. Frontispiz mit zwei kleinen Einrissen.
Friedrich Georg August Prinz von Hessen
Neueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage
Los 344
Schätzung
300€ (US$ 345)
(Friedrich Georg August Prinz von Hessen). Neueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage für Officiere auch zum Theil für Reiseliebhaber eingerichtet. XVI, 119 S. Mit 10 gefalteten Kupfertafeln auf blauem Papier nach Zeichnungen des Verfassers und 2 gefalteten Holzschnitt-Tabellen. 17,5 x 10 cm. Neuer marmorierter Pappband im Stil d. Z. mit goldgeprägtem RSchild. O. O. u. Dr. 1794.
VD18 11478578. Holzmann-Bohatta VII, 3247 (dat. wohl falsch auf 1792). Vgl. Hess. Biographien, I, 493. – Einzige Ausgabe. In seiner Vorrede bezieht sich Prinz Friedrich auch auf die Schrift "Was ist jedem Officier während eines Feldzugs zu wissen nöthig?" (verfaßt von Heinrich Medicus, Karlsruhe 1788; vgl. Holzm./Boh. IV, 11778). Im übrigen beschreibt er die nötige Ausrüstung eines Offiziers, darunter Zelt, Klappbett, -tisch und -stuhl, Feld-Nachtstuhl (ebenfalls klappbar), Zeltofen, Kaffee- und "Bouteillen-Kasten", Feldküchenkasten, transportables Schreibkabinett, Packkarren sowie zahlreiche weitere kleinere und auf Reisen sowie im Feldzug nützliche Gegenstände des täglichen Bedarfs. Die Kupfer mit detailgetreuen Darstellungen dieser Dinge. Friedrich Prinz von Hessen (1759-1808) war Sohn des Landgrafen Georg Wilhelm undNeueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage für Officiere auch zum Theil für Reiseliebhaber eingerichtet Schwager des Landgrafen Ludwig X., seit 1806 Großherzog Ludwig I. Seit 1767 war Prinz Friedrich in Hessen, Hannover und Frankreich als Offizier tätig, versuchte sich aber auch als Schriftsteller von Theaterstücken. – Tafeln in den Gelenken teilweise etwas eingerissen, Tafel 1 etwas knittrig und angeschmutzt.
Furttenbach, Joseph
Büchsenmeisterey-Schul, Darinnen die New angehende Büchsenmeister und Feurwercker
Los 345
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Furttenbach, Joseph. Büchsenmeisterey-Schul, Darinnen die New angehende Büchsenmeister und Feurwercker, nicht weniger die Zeugwartten, in den Fundamenten und rechten Grund der Büchsenmeisterey, auch allerhand Feurwercken (...) underwisen, und gelehrt werden. 7 Bl., 151 S. Mit gefalt. Frontispiz, 1 Porträtkupfer und 44 (8 doppelblattgr.) teils gefalt. Kupfertafeln. 31 x 20 cm. Halbleder d. Z. (stärkere Gebrachsspuren, Gelenke aufgeplatzt, oberes Kapital mit Fehlstelle, Ecken bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und dezenter RVergoldung. Augsburg, Schultes, 1643.
VD 17, 23:230397Z. Lotz S. 129. Honeyman Coll. 1388. Cockle 692. Bibl. Dt. Museum Libri Rari 109. Graesse II 647 (nur 43 Kupfer). Jähns II 998 und 1001. Philip F 130, 3. Vgl. Berliner Ornamentstichkat. 3294 und Lipperheide 3294. – Zweite erweiterte Ausgabe der unter dem Titel "Halinitro Pyrobolia" erschienenen Schrift. Für die Geschichte der damaligen Kriegstechnik wichtiges Werk. Wie bei den meisten Feuerwerksbüchern dieser Zeit werden die sogenannten "Lustfeuerwercke" und die dem Militär dienlichen Feuerwerke in einem Buch behandelt. – Vorderes fliegendes Vorsatzblatt ausgerissen. Durchgehend mal stärker, mal schwächer ausgeprägter Feuchtigkeitsfleck in der unteren rechten Ecke, von dem auch zahlreiche Tafeln betroffen sind. Wenig stockfleckig. Die ersten drei Blätter, darunter der gestochenen Kupfertitel, mit Einriss am unteren Rand
Garnier, F. Über die Anwendung des Bergbohrers, zur Aufsuchung von Brunnquellen und über die Art der Anlage der Brunnen in der Grafschaft Artois. Eine gekrönte Preisschrift. Aus dem Französischen übersetzt, und mit Zusätzen über die Bohrversuche auf Quellen, in den Gegenden von London und Wien, von Jos. Waldauf von Waldenstein. X, 180 S. Mit 20 mehrfach gefalteten lithographischen Tafeln. 20,5 x 13 cm. Halbleder d. Z. (Rückenschild etwas abgeplatzt, Rückendeckel mit etwas Wurmfraß) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Wien, C. F. Beck, 1824.
Reichardt I, 41. Fromm 10336. – Erste deutsche Ausgabe. Die Tafeln zeigen größtenteils Werkzeuge und Geräte zum Brunnenbohren. Die "Zusätze" u. a. mit einer "Theorie der Quellen" und Ausführungen über das "Basin von Wien". – Vorsätze mit Leimschatten und Besitzvermerk.
Gaudard, Jules. Croquis de ponts métalliques. 2 Bl., 158 S., 1 leeres Bl. Mit 55 lithogr. Tafeln auf 28 Blatt. 30,5 x 23,8 cm. Neuerer Halbleinen. Paris, Béranger, (1901).
Sichler 87. e-HLS (Version 11/02/2005). – Einzige Ausgabe. J. Gaudard (1833-1917) war zwischen 1855 und 1865 als Eisenbahningenieur in der Schweiz und in Spanien tätig. Er baute u.a. die Eisenbahnbrücken über die Zihl in Yverdon und über die Rhone bei Saint-Maurice. Anschließend war er bis 1901 Prof. für Konstruktion in Lausanne. Vorliegendes Werk behandelt in seinen zwei Hauptteilen internationale Brücken aus Schmiedeeisen sowie ihre Montage. Die Tafeln mit über 500 Darstellungen, darunter vielen Konstruktionsdetails. Mit 4seitigem Register der behandelten Brücken. – Innengelenk offen zw.S.10-11..Text minimal gebräunt.
Gewerbe- und Kunst-Ausstellung. Düsseldorf 1880. 12 auf kräftigen Karton montierte OFotografien. 16,5 x 11cm. Lose in gold- u. schwarzgeprägter OLeinenmappe 8 (angeschmutzt). Photographische Anstalt von G. Overbeck (W. Otto), Düsseldorf, Schadow-Strasse 42. Düsseldorf, 1880.
Die Fotos zeigen den Stand von Haniel & Lueg, die Aussenanlagen und Gebäude (8), Innenansichten der Maschinenbauausstellung (2) sowie eine große Kanone. Kartons verso mit Hinweisen zur Photographischen Anstalt, die seinerzeit von Wilhelm Otto geführt worden ist (vgl. Düsseldorfer Adressbuch d. Zt.). – Fotos teils stärker verblasst.
Ginet, Nicolas
Traité et Tarif Général du Toisé des Bois de Charpente
Los 349
Schätzung
150€ (US$ 172)
Ginet, Nicolas. Traité et Tarif Général du Toisé des Bois de Charpente, Quarrés et Mi-Plats, en Grume, Cylindriques, à Pans, Courbes, & à Sections coniques; calcue suivant les Us Coútumes de Paris, & sur les longueurs effectives. 190 S., 1 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 2 Textkupfern, 12 gefalteten, gestochenen Tafeln und gefaltete Tabelle. 19,5 x 12 cm. Kalbsleder d. Z. (stärker bestoßen, vorderes Rückengelenk geöffnet) goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Paris, Prault u.a., 1760.
Einzige Ausgabe. Der Verfasser war "Arpenteur à la Maîtrise des Eaux & Forêts au Département de Paris" u. schreibt in 3 Kapiteln über Qualität, Alter u. Schnitt des Holzes, die unterschiedlichen Formate u. Maße sowie die Verwendung des Zimmerholzes beim Bau von Häusern, Kirchen, Mühlen, Brücken u. Weinpressen. Hierzu auch die Tafeln Mühlen (4), Brücken und Weinpressen (je 1). Das Frontispiz zeigt den Widmungsträger, den Forstwirt L.-François Duvaucel bei den Vermessungsarbeiten für eine neue Waldanlage im Jahr 1751, darunter Darstellungen von Handwerkern beim Bearbeiten von Holzbalken. Die abschließenden 190 S. mit den Tarifen. – Titel mit Namenszug "Halie", Spiegel mit zeitgenössischem Exlibris "Livre de la Bibliotheque de M. Halie". Stärker bestoßen, Gelenke geplatzt. Vorderer Vorsatz lose. Leicht gebräunt, 1 kleiner Wurmgang.
Gordon, Alexander
Historische und practische Abhandlung über Fortbewegung ohne Thierkraft
Los 350
Schätzung
800€ (US$ 920)
Gordon, Alexander. Historische und practische Abhandlung über Fortbewegung ohne Thierkraft, mittelst Dampfwagen auf gewöhnlichen Landstraßen. VI, 1 Bl., 324 S. Mit 15 (statt 14, laut Titel) ausfaltbaren Kupfertafeln und 1 gefalteten Tabelle zu S. 280. 20,5 x 12 cm. Pappband d. Zt. (beschabt und etwas bestoßen). Weimar, Landes-Industrie-Comptoir, 1833.
Neuner 326. Engelmann 123. Hoeltzel 66. Haskell 178. Ottley 305. – Einzige deutsche Ausgabe von "An Historical and practical treatise upon elemental locomotion ...", London und Edinburgh, 1832. Alexander Gordon (1802-1868) war Manager der Gaswerke in London und konstruierte später vor allem in den britischen Kolonien Leuchtfeuer und -türme, darunter das Morant Point Lighthouse an der Ostspitze von Jamaica, das erste gusseiserne Leuchtfeuer der westlichen Hemisphäre. In vorliegendem Werk behandelt er die Dampfmaschine im Allgemeinen und im Speziellen die Dampfkutschen sowie die Wege, auf welchen sie fahren können. Neben technischen Details auch mit schönen Aussenansichten von zwei Dampfkutschen. Die nicht nummerierte Tafel zeigt Details von Gurneys Dampfwagen. Selten im Handel erhältlich. – Titel verso mit "ungültig" überstempeltem Stempel, von dem nur noch zwei überkreuzte Hämmer zu erkennen sind. Leicht stockfleckig.
Grubb, Thomas
Correspondence concerning the Great Melbourne Telescope
Los 351
Schätzung
200€ (US$ 230)
Grubb, Thomas. Correspondence concerning the Great Melbourne Telescope. In three parts 1852-1870. Printed, for private circulation only, by order of the Council of the Royal Society. V S., 1 Bl., 45, 3 S.; 40 S.; 1 Bl., 59 S. Mit 6 (3 gefalteten, 2 lithographischen) Tafeln und einigen Textillustrationen. 21 x 13 cm. OHalbleinen (Einband beschabt und mit kleinen Fehlstellen im Bezug). London, Taylor and Francis, 1871.
Das "Great Melbourne Telescope" ist 1869 errichtet worden und war seinerzeit das zweitgrößte Teleskop der Welt und das größte der südlichen Hemisphäre. "Grubb's greatest achievement was his construction, at Charlemonts Bridge Works, of a forty-eight-inch equatorial cassegrainin reflector for Melbourne, Australia. This telescope, complete in 1867, was hailed as a triumph of engineering and optical skill. Intended for photography, it had several novel features, among them counterpoises to reduce the pressure of the polar axis on the bearings. But once on side, the instrument required almost constant adjustment and the mirrors of the speculum metal (through no fault of Grubb's) soon became tarnished. These defects and others temporarily destroyed confidence in this type of telescope and unfortunately delayed its development for some thirty years." (DSB 5, p. 562). Unter den Korrespondenten finden sich neben Grubb (1800-1878) auch James Nasmyth, Sir John Herschel und Sir Edward Sabine. Innendeckel mit Schild "Presented to The Observatory of Breslau by the Royal Society". – Einige kleine Wasserränder. Titel leicht gebräunt, mit schwacher Signatur und Stempelrasur.
Handbuch der gemeinnützigsten Kenntnisse
von Schiffahrt und dem Seewesen besonders zum Gebrauch für Handlungsschulen
Los 352
Schätzung
600€ (US$ 690)
Handbuch der gemeinnützigsten Kenntnisse von Schiffahrt und dem Seewesen besonders zum Gebrauch für Handlungsschulen und zur Erklärung neuerer Seereisen in alphabetischer Ordnung abgefaßt. 14 S., 400 S. Mit 8 gefalteten Kupfertafeln. 17,5 x 10 cm. Schwarzer marmorierter Pappband wohl aus dem frühen 19. Jahrhundert. Stettin, J. S. Kaffke, 1795.
Commerzbibliothek Hamburg Sp. 698. Nicht im Katalog Nederland. Scheepv. Museum, bei Holzmann-Boh. und der Sammlung Seemann. – Einzige Ausgabe des seltenen anonym erschienenen Lexikons zur Schiffahrt. Das eigentliche Lexikon enthält auf den S. 1-291 "eine Erläuterung der wichtigsten Kunstwörter aus der Seesprache und Seehandlung mit Hinweisung auf Kupfer, welchen zu mehrerer Deutlichkeit noch eine Erklärung und Benennung der Theile, Gestalt und Einrichtung verschiedner Schiffe vorgedruckt ist." Anschließend folgen "für Handlungsbeflissene verschiedne Formulare von Schiffsdokumenten", schließlich eine Reihe von kürzeren Berichten unterschiedlicher Begebenheiten (Schiffbrüche, Bau des Hafens von Cherbourg, Beobachtungen über die Magnetnadel, Der Schottländer auf einer öden Klippe, Von Ebbe und Fluth etc.). Die schönen Kupfer zeigen Takelage, Schiffsaufrisse und -querschnitte sowie verschiedene Schiffstypen. Das etwa 120 Namen umfassende Subskribentenverzeichnis meist mit Personen aus Berlin, Breslau und Stettin. – Ohne das Blatt mit dem Druckfehlerverzeichnis. Titel mit großer hinterlegter Fehlstelle. Spiegel mit Vermerk-Kugelschreiber. Vorderer Vorsatz entfernt. Etwas stock- und schmutzfleckig. Einige leichte Wasserränder und Eselsohren.
Hartmann, Carl F. A.
Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls
Los 353
Schätzung
300€ (US$ 345)
Hartmann, Carl F. A. Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls. Ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlarbeiter jedes Faches, namentlich für Grob-, Zeug- und Waffenschmiede, Schlosser... insbesondere aber auch für Gewerbvereine und polytechnische Anstalten. VIII, 313 S. Mit 26 Textholzstichen. 17 x 11 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem Rschild. Frankfurt, C. Jügel, 1853.
Baldamus, Gewerbskunde S. 53 (2. Aufl.). – Erste deutsche Ausgabe von "The manufacture of steel" (Philadelphia, 1851). Der bekannte Berg- und Hütteningenieur Hartmann (1796-1863) hebt in seiner Vorrede die wachsende Bedeutung der Stahlproduktion hervor und weist darauf hin, dass ein verständliches und "wohlfeiles" deutschsprachiges Werk zum Thema noch nicht erschienen sei. Die Bearbeitung des aktuellen Werkes von Overman soll diese Lücke schließen, indem sie alle Aspekte der Stahlherstellung und -verarbeitung behandelt. Overman (ca. 1803-1852) war aus Köln gebürtig und galt in den USA als Fachmann für Metallurgie. Die meisten seiner Werke "were published at a time when it was difficult to obtain scientific information on such subjects, and they were accepted as authority and passed through several editions". (Appletons cyclopaedia of American biography). – Vorsätze etwas leimschattig. Papierbedingt leicht gebräunt und stockfleckig.
Hegenberg, Friedrich Anton
Deutliche und vollständige Anweisung ohne Winkel-Meßinstrumente
Los 354
Schätzung
150€ (US$ 172)
Hegenberg, F(riedrich) A(nton). Deutliche und vollständige Anweisung ohne Winkel-Meßinstrumente nicht nur Aecker, Gärten, Wiesen, Waldungen, Flüsse etc., sondern auch ganze Feldmarken zu vermessen und zu berechnen...VIII, 232 S. Mit 9 gefalt. Kupfertafeln (die erste signiert F. Guimpel).17,5 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband d. Zt. (etwas berieben). Berlin, Maurer, 1819.
Grewe 935. Ersch, Lit. der Mathematik, Sp. 944, 4052 (nur 8 Tafeln). Hamberger-Meusel XXII/2, 634. – Zweite verbesserte Auflage. Gegenüber der ersten Ausgabe von 1818 aller Wahrscheinlichkeit nach nur in Kleinigkeiten korrigiert. Hegenberg war kgl. preuß. Conducteur und behandelt die Vermessung auf sehr praktische Art und Weise. Die Kupfer mit geometrischen Darstellungen. – Leicht gebräunt. Titel mit altem Besitzvermerk und im Gelenk etwas gelöst. wenige Bl. leicht braunfleckig.
Hehl, Johann
Der Begleiter auf der Donaufahrt von Wien bis zum schwarzen Meere
Los 355
Schätzung
300€ (US$ 345)
Hehl, Johann. Der Begleiter auf der Donaufahrt von Wien bis zum schwarzen Meere. Mit besonderer Rücksicht auf die bestehende Dampfschiff-Fahrt auf diesem Flusse. X, 102 S. Mit 1 gefalteten Tabelle und einer teilkolorisierten lithographischen Stromkarte von Alexander Pitsch auf zwei mehrfach gefalteten Blättern. 13,5 x 10,5 cm. Typographischer OPappband (etwas fleckig und bestoßen). Wien, C. Gerold, 1836.
Einzige Ausgabe dieses Reiseführers über die Dampfschifffahrt auf der unteren Donau. Die ersten 72 Seiten enthalten eine Beschreibung der wichtigsten Orte am Ufer der Donau. Es folgt ein Anhang zur Gründungsgeschichte der "Ersten Österreichischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft" durch Johann Andrews und Pritsch, die Statuten derselben sowie das "Reglement den Dienst der Dampfschiffe auf der Donau betreffend". Die Tabelle enthält die Fahrpreise inkl. Weiterfahrt nach Konstantinopel. – Gering stockfleckiges, insgesamt aber gutes Exemplar dieses nicht häufigen Werkes.
Heider, Eduard J.
Theorie der schiefen Gewölbe und deren praktische Ausführung
Los 356
Schätzung
150€ (US$ 172)
Heider, Eduard J. Theorie der schiefen Gewölbe und deren praktische Ausführung. VIII, 91 S. Mit 2 Kupfertafeln von Wernigk. 21,5 x 13,5 cm. Marmoriertes Halbleder d. Zt. mit rotem Rückenschild und etwas Rückenvergoldung (minimal berieben). Wien, C. Gerold, 1846.
Engelmann Suppl. 47. Neuner S. 402 und 1333. – Erste Ausgabe. "Der Zweck, den die vorliegende Schrift zu erreichen sucht, ist es... nachzuweisen, daß ein schiefes Gewölbe nicht nur größten Theils mit derselben Leichtigkeit wie ein senkrechtes hergestellt werden könne, sondern auch für jede Lage und Form der Widerlager, für jede Fläche und jedes Baumateriale ohne Ausnahme, den Gesetzen der Stabilität entsprechend möglich sey." (Vorwort) J. Heider (1818-1876) war Beamter bei der General-Direktion der österreichischen Staats-Eisenbahnen, später technischen Direktor der Arsenals-Bauten des österreichschen Lloyd in Triest. – Leicht stockfleckig.
Provenienz: Titel mit Stempel des Bau Departements des Hannoverschen Oberhofmarschallsamtes "O.H.M.A. / Bau Departement".
(Helzel, Brüder). Katalog über Beleuchtungsgläser. Mit 46 (23 farbigen) Tafeln. 26 x 32 cm. Weinroter OUmschlag (lichtrandig, leicht fleckig, knickspurig und mit Randläsuren) mit goldgeprägtem Titel und seitlicher Kordelbindung. (Kreibitz, Selbstverlag, ca. 1930).
Vgl. Clearwater LG-290. – Vorhanden sind die Tafeln 47-88 sowie 151-154. Sie zeigen eine Fülle unterschiedlicher Lampenformen teilweise zur direkten Befestigung an Wand oder Decke, zum Aufhängen an Kordeln und Ketten sowie kleinere Stehlampen. Einige Tafeln zeigen Fransenschirme in Baraccord-Ausführung, eine Tafel mit Universal-Leuchten, eine mit Urnenleuchten mit modernen (Art déco) Dekoren. Alle mit Maßangaben, einige Tafeln mit (handschriftl.) Preisen. – Umschlag, Tafel 47 und 82 verso mit Stempel "Ange Haddad, 11, Rue Salem - Tunis". Papierbedingt gebräunt, vereinzelt etwas fleckig, knickspurig und mit wenigen kleinen Randläsuren.
Héricart de Thury, Louis Étienne François
Geologische und physikalische Betrachtungen über das Entstehen von Springquellen durch gebohrte Brunnen
Los 358
Schätzung
400€ (US$ 460)
Héricart de Thury, (Louis Étienne François). Geologische und physikalische Betrachtungen über das Entstehen von Springquellen durch gebohrte Brunnen, nebst Untersuchungen über den Ursprung und die Erfindung des Erdbohrers, den gegenwärtigen Standpunkt der Brunnenbohrkunst, und über den Grad von Wahrscheinlichkeit des Gelingens der Bohrbrunnen. Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Anhange vermehrt, von C. W. Frommann. XXXII, 375, (1) S. Mit 8 (7 gefaltet, 3 teilkoloriert) lithographischen Tafeln. 20 x 12 cm. Marmorierter Pappband d. Zt. (Rücken verfärbt) mit RSchild. Koblenz, K. Bädecker, 1833.
Engelmann 148. Bruckmann, Wegweiser 37 (ausführlich). – Einzige deutsche Ausgabe von Héricarts "Considérations géologiques et physiques sur la cause du jaillissement des puits forés et des fontaines artificielles" (Paris 1823; 2. Aufl. 1829). Nach kurzer historischer Einleitung zur Entwicklung des Erdbohrers beschreibt Héricart das Brunnenbohrwesen u.a. in Frankreich, England, Italien, China und den USA (S. 24-64). Die nächsten Absätze über die verschiedenen Gebirgsformationen und die Bildung von unterirdischen Wasseransammlungen und Quellen (S. 65-168). Ab S. 185 über Bohrbrunnen in Frankreich. Der Anhang von Frommann (S. 307-375) u.a. über Bohrbrunnen in Deutschland, mit einer Beschreibung des Seilbohrens sowie über die Anlegung eines artesischen Brunnens in der Festung Saarlouis, die von Frommann selbst geleitet worden war (S. 326-353; Tafel 7). Héricart de Thury (1776-1854) war Ingénieur-en-chef des Mines sowie Direktor der öffentlichen Bauten im Seine-Department und ist vor allem durch seine Tätigkeit bei den Bauten zur Verhütung des Einsturzes der Pariser Katakomben bekannt geworden. – Stempel der Fürstl. Bibliothek in Corvey und der Fürstl. Hofbibliothek Donaueschingen verso Titel. 1 Tafel mit ausgebessertem Randausriss (kein Bildverlust).
Heß, Heinrich Georg August
Das Project des Rostock-Berliner Schifffahrtskanals
Los 359
Schätzung
150€ (US$ 172)
Heß, (Heinrich Georg August). Das Project des Rostock-Berliner Schifffahrtskanals. Mit einem Bericht im Auftrage des Comité's für den Rostock-Berliner Kanal von Moritz (Karl Georg) Wiggers. 3 Teile in 1 Band. 126 S.; 119 S.; XLIII, 144 S. Mit jeweils 2 mehrfach gefalteten Karten und Längenprofilen sowie zahlreichen Tabellen und Statistiken im Text. 20,5 x 13,5 cm. Schlichter Leinen d. Z. (mit Bibliotheks-RSchild). Rostock, E. Kuhn und W. Werther, 1873-1875.
Vgl. ADB L, 278ff (zu Heß) sowie ADB XXXII, 465ff. und Biogr. Lex. für Mecklenburg II, 275ff. (zu Wiggers). Vgl. Eckholt, Flüsse und Kanäle 255ff. – Einzige Ausgabe. Der für seine Meliorationsarbeiten in Niedersachsen bekannt gewordene Wasserbauinspektor August Heß (1827-1894) hat auch verschiedene Kanalprojekte bearbeitet. Unter diesen besitzt das Projekt eines Kanals zwischen Rostock und Berlin große Bedeutung für die Anbindung der neuen Reichshauptstadt an die Ostsee wie auch für die Vergrößerung des Rostocker Hinterlandes. Der Kanal sollte von Rostock über Güstrow, Malchow und den Müritzsee nach Canow führen. Ab dort schlug Heß zwei Varianten, eine über die Havel, eine über Rheinsberg vor, die erst bei Oranienburg wieder zusammentreffen sollten. Der Rostocker Politiker und "Märtyrer des Liberalismus" Moritz Wiggers (1816-1894) propagierte dieses Projekt seit den 60er Jahren und gründete dafür das genannte Komitee. Durchgeführt wurde der Bau jedoch nicht. – Vorderes Innengelenk teils geöffnet. Vorsatz mit zeitgenössischen Besitzvermerk Anton Bernhardt von 1875. Titel verso mit Stempel der Bibl. des ZK der SED. Minimal gebräunt. Eine Karte mit zwei Einrissen.
Hoch, Julius
Der Geldschrankbau. Die Konstruktion von Geldkassetten und Geldschränken
Los 360
Schätzung
700€ (US$ 805)
Hoch, Julius (Stephan Wilhelm). Der Geldschrankbau. Die Konstruktion von Geldkassetten und Geldschränken durch Querschnitte dargestellt für Geldschrankfabrikanten, Schlossermeister, Banken u.s.w. sowie als Vorlageblätter zum Gebrauche an Fach- und Werkmeister-, Handwerker- und Gewerbeschulen, sowie an gewerblichen Fortbildungsschulen. 2 Bl. Mit 23 doppelblattgroßen farbig lithographierten Tafeln. 45 x 27 cm. Lose in OHalbleinenmappe (angestaubt und etwas berieben). Dresden, G. Kühtmann, 1893.
Degener (1909) 597. Vgl. Darmstaedter 431 und 596 (zu Chubb), sowie 888 (zu Fabian). – Einzige Ausgabe des lt. Vorwort einzigen bisher in Deutschland erschienenen Werkes, das die eigentliche Konstruktion der Tresore näher erläutert. Die äußerst detaillierten Abbildungen geben die Maße in Millimetern an und zeigen neben allgemeineren Konstruktionen (Geldkassette, Hamburger Export-Kiste, verschiedene Geldschränke) auch Modelle namentlich genannter Hersteller. Nur mit Mühe war es Hoch gelungen, die entsprechenden Angaben zu erhalten. Es finden sich darunter J. L. Hein und Carl Hermann (beide Nürnberg), J. F. Baum (Chemnitz), G. Schnizer (Stuttgart), St. Sommermeyer (Aachen), Franz Endres (Mainz) und Heinrich Haltaufderheide (Kassel). Besonders hervorzuheben sind die Modelle nach Konstruktionen von Charles Chubb (London), der zuerst gehärtete Stahlplatten verwendet hat, und Jakob Ostertag (Aalen), dessen Firma schon 1869 mit dem Bau von Geldschränken begonnen hatte und seinerzeit einen guten Ruf besaß; außerdem M. Fabian aus Berlin, dessen Modell auf eine amerikanische Entwicklung der Marvie Safe Company zurückgeht. Hoch (1855-1928) war seinerzeit Lehrer an der Gewerbeschule in Lübeck und gründete 1894 die Deutsche Schlosserschule in Roßwein, ging jedoch 1890 wieder nach Lübeck zurück. – Tafeln vereinzelt etwas fingerfleckig, 1 Tafel mit horizontaler Faltspur.
(Hochstetter, Carl von). Der Spiegel-Sextant, ein nüzliches Instrument für den Ingenieur. 3 Bll., 18 S. Mit 4 gefalteten Kupfertafeln von Balthasar Friedrich Leizelt. 22,5 x 18,5 cm. Schlichter Pappband d. Z. (Einband fleckig, verblasst und mit Bibliothekschildern, Rücken erneuert). Stuttgart, Chr. Fr. Cotta, 1794.
VD18 11416211. Hamberger-Meusel III, S. 357 und XIV, S. 149. Ersch, Literatur der Mathematik... Sp. 101, Nr. 891. Nicht bei Engelmann, Grewe, Poggendorff, Roller-Goodman und Gradmann, Gel. Schwaben. – Einzige Ausgabe. Der aus Schwaben stammende Verfasser (ca. 1760-nach 1810) war seinerzeit Russisch-Kaiserlicher Hauptmann und will mit seiner Abhandlung den Sextanten auch dem (militärischen) Ingenieur nahebringen. In 6 Kapiteln behandelt er die Erfindung, die technische Beschreibung, die mathematische Erklärung, den geometrischen Gebrauch, die Vorzüge vor anderen Instrumenten und den Nutzen für den Ingenieur. Die Kupfer von dem Augsburger Künstler Leizelt mit 2 Seitenansichten eines Sextanten sowie schematischen Messbeispielen. Die Vorrede datiert "Warschau am Grünendonnerstag 1795." Aus der Fürstlichen Bibliothek Donaueschingen (Vorsatz mit Bibl.-Sign. von Joseph von Laßberg). – Kupfer bis zur Einfassungslinie beschnitten und auf kräftiges Papier montiert.
Hoffmann, Ferdinand. Der Bau der Ketten-Brücken, begründet auf die Gesetze des Gleichgewichtes der dabei in Wechselwirkung tretenden Kräfte, und bearbeitet für das praktische Bedürfniss ohne Hilfe der Differential- und Integral-Rechnung. 2 Bll., VIII, 111 S., 1 Bl. Mit 7 (1 gefalteten) gestochenen Tafeln. 25 x 15,5 cm. Halbleder d. Z. (stärker bestoßen, Gelenke angeplatzt). Wien, C. Gerold, 1850.
Neuner S. 402 und 1335 (zu Hoffmann). Malberg 135. André 46. – Einzige Ausgabe. Ferdinand Hoffmann (1805-1882) hatte bereits 1825 Naviers "Rapport et Mémoires sur les ponts suspendus" kennengelernt und daraufhin den Entschluss gefasst, "jene Theorie, wenn schon nicht ihrem ganzen Umfange nach, so doch in ihren wesentlichsten Theilen ohne Hilfe der Differential- und Integral-Rechnung mathematisch zu begründen, und durch ihre Veröffentlichung in der deutschen Sprache und ohne Anschluss weitläufiger, die Kosten der Auflage so sehr vergrössernder Detail-Zeichnungen schon bestehender Brücken" weiteren Kreisen bekannt zu machen. Seine Tätigkeit als Ingenieur der österreichischen Eisenbahnen hinderte ihn jedoch daran, dieses Vorhaben früher als 1850 in die Tat umzusetzen. Eine deutsche Übersetzung von Naviers Werk war 1829 in Lemberg erschienen. – Vereinzelt etwas stockfleckig, Tafeln an den Rändern teils umgeknickt. Falttafel in den Falzen hinterlegt. Häufig gestempeltes Bibl.-Exemplar.
Hogrewe, Johann Ludwig
Praktische Anweisung zum planimetrischen Vermessen der Feldmarken
Los 363
Schätzung
300€ (US$ 345)
Hogrewe, J(ohann) L(udwig). Praktische Anweisung zum planimetrischen Vermessen der Feldmarken und wie davon die Carten auszuarbeiten, zu berechnen und die Vermeß-Register einzurichten sind. VII, (1), 221 S. Mit 12 (8 teilkoloriert) gestochenen Tafeln von J. F. Salzenberg. 23 x 18 cm. Halbleder d. Z. (Ecken bestoßen, etwas beschabt, RSchild etwas unvollständig) mit RSchild. Hannover, J. Th. Lamminger, 1797.
VD18 10355456. Grewe 833. – Erste Ausgabe. Die entscheidenden Impulse für eine umfassende und vor allem exakte topographische Aufnahme Deutschlands gingen in der Mitte des 18. Jahrhunderts vom Militär aus. In diesen Zusammenhang gehört auch der Verfasser vorliegenden Werkes, der braunschweigische, später hannoversche Ingenieur-Offizier J. L. Hogrewe (auch Hogreve oder Hogrefe; 1737-1814), der seit 1767 maßgeblich an der "Kurhannoverischen Landesaufnahme" beteiligt gewesen ist. Zum Zweck der praktischen Anwendung wählte er "eine eingebildete Feldmark" aus, anhand derer er alle praktischen Fragen behandelt. Er behandelt das Messen der Linien und Winkel, die specielle Vermessung, die Übertragung auf Papier und die Berechnung der Karten. Im letzten Abschnitt berichtet er über die Einrichtung eines Vermess-Registers (S. 185-221). "Der Nachwelt ist H. bekannt als 'Seele' der Kurhannoverischen Landesaufnahme und als Verfasser ausgezeichneter, meistens als 'Praktische Anweisung' betitelter Lehrbücher." (NDB IX, S. 475). – Bibliotheksschild von Friedrich Knoll(e) (1807-1877), Kupferstecher in Braunschweig, auf dem Innendeckel. Gestochenes Exlibris monogrammiert und datiert: "JH 1941", wohl von Kurt W. J. Albrecht (1885-1964), Geodät und Buchbinder in Gandersheim. Mit Kaufvermerk von 1939 auf S. 33. Jahreszahl auf dem Titel mit Tusche in "1807". Vereinzelt mit leichten Gebrauchsspuren, sonst gutes Exemplar.
Hölzel, Thomas. Neuestes Schlosserbuch, oder gründliche Darstellung und Beschreibung der neuesten und vorzüglichsten fertigen Schlosser-Arbeiten im modernsten Wiener, Pariser und Lond'ner Geschmack. Neue verbesserte und vermehrte Auflage. 2 Teile in 1 Band. 35 Bl.; 57 Bl. Mit 2 lithographischen Titeln von Niederhofer bzw. Jos. Hellig und 192 lithographischen Tafeln. 21 x 25 cm. Halbleder d. Z. (Kanten beschabt und bestoßen, Rückengelenke erneuert) mit RSchild. Prag, J. G. Calve, 1835.
Engelmann 161. Vgl. Kat. Ornamentstichslg Berlin 1320 (EA jedoch nur die ersten 12 Hefte mit 72 Taf.). – Der erste Teil des umfangreichen Werkes (Heft 1 bis 22 mit 131 Tafeln) ist von 1827 bis 1830 in Lieferungen erschienen, Teil 2 mit eigenem Titel "Die Combinations- und Sicherheits-Schlösser von der ältesten bis auf die gegenwärtige Zeit" und einer Vorrede von J. G. Altmütter folgte 1831 bis 1834. Die vorliegende Gesamtausgabe erschien dann 1835 und dürfte eines der umfangreichsten Musterbücher zum Thema Schloss und Schlosserei darstellen. Neben Schlössern und Schlüsseln werden auch Geldkassetten, Beschläge, verschiedenste Gitter, Laternenträger, Grabkreuze, Spindelpressen, Öfen, Wendeltreppen und Bratenwender, darunter einer mit Windradantrieb (!; Taf. 113) abgebildet und teilweise ausführlich erläutert. "Über die Zeichnungen sollten die Schlosser und Schmiede 'die Kenntniß der Mechanik' erlangen. Seine Quellen waren Dinglers Polytechnisches Journal ... englische Patentschriften, Zeitschriften ... sowie Produkte im Handel aus Österreich und Sachsen, aber auch aus Rheinland und Westfalen ... Hölzels Werk spiegelt ... das kunstgewerbliche Wissen seiner Zeit wider. Zugleich ist es Beispiel für die zeitgenössische Vermittlung von Produktionstechniken." (Kat. Mein Feld ist die Welt; 1984, Nr. 97). – Vorderer Spiegel mit ehemaligen Besitzereintrag. Der erste Drucktitel inkomplett (geringer Textverlust). Unterschiedlich stockfleckig und teils stärker gebräunt. Tafel 109 etwas kleiner im Format. Einige größere Einrisse geschickt restauriert, eine Tafel mit kleinem Eckabriss.
Hutton, Charles
Tracts on mathematical and philosophical subjects; comprising, among numerous important articles, the theory of bridges, with several plans of recent improvement
Los 365
Schätzung
500€ (US$ 575)
Hutton, Charles. Tracts on mathematical and philosophical subjects; comprising, among numerous important articles, the theory of bridges, with several plans of recent improvement. Also the results of numerous experiments on the force of gunpowder, with applications to the modern practice of artillery. 3 Bände. I: X S., 1 Bl. Inhalt., 485 S., (1 S.). II; 2 Bll., 384 S. III; 2 Bll., 383 S. Mit gestochenen Frontispiz-Porträt von C. Turner nach H. Ashby, 10 (9 gefalt.) gestochenen Tafeln und einigen Textholzschnitten. 22,5 x 13,5 cm. Pappbände d. Zt. (Rücken im Stil der Zeit geschickt erneuert) mit RSchildern. London, F. C. and J. Rivington, 1812.
Skempton 712. Roberts-Trent 170. Poggendorff I, 1159. DSB VI, 576f. – Umfangreiche Sammelausgabe, die eine Reihe wichtiger Arbeiten aus dem Schaffen des zwischen 1773 und 1807 an der Militär-Akademie zu Woolwich lehrenden Mathematikers Ch. Hutton (1737-1823) enthält. Band I fasst seine Arbeiten zum Brückenbau und zu allgemeineren mathematischen Fragen zusammen, darunter u.a. eine umgearbeitete Fassung der erstmals 1772 erschienenen "Principles of Bridges" (S. 1-114), die erste englische Brückenbautheorie. Anschließend Aufsätze zum Bau der London-Bridge sowie eine "History and Practice of Iron Bridges" (S. 144-166), die bis 1805 reicht. Band II enthält seine Arbeiten zur Dichte und Anziehungskraft der Erde sowie weitere algebraische und geometrische Aufsätze. Band III zu Fragen der Artillerie. – Gelenke innen verstärkt. Ränder leicht gebräunt, teils gering stockfleckig. Unbeschnittenes Exemplar.
Kohn, Ferdinand. Iron and steel manufacture. XII, 270 S. Mit Holzstich-Frontispiz, 64 (17 gefalteten) Holzstich-Tafeln und zahlreichen Holzstichen im Text. 36,5 x 26,5 cm. OHalbleder (etwas angeschmutzt, Kanten bestoßen). London, W. Mackenzie, 1869.
Roberts-Trent 187. – Umfassendes Werk zur Metallurgie der späten 60er Jahre des 19. Jahrhunderts mit zahlreichen Darstellungen verschiedener Eisenhütten und Stahlwerke. Das Kapitel "Steel manufacture" (S. 72-131; acht Tafeln) ausführlich über das Bessemer-Verfahren sowie die neuesten Entwicklungen von Emil und Pierre Martin sowie C. W. Siemens, das Kapitel "Air and Gas Furnaces" (S. 132-146; sechs Taf.) über die von F. Siemens entwickelte Regenerativfeuerung. Das folgende Kapitel über Dampfhämmer, Schmiedepressen und Walzwerke. Im Zusammenhang mit der Pariser Weltausstellung wird auch die Fa. Krupp (mit einer Abb. ihrer 50-Tonnen-Kanone) vorgestellt. Gegenüber der Artikelserie in "Engineering" um Beschreibungen verschiedener Werke durch Zerah Colburn, Aufsätze von W. Fairbairn, Th. E. Vickers u.a. sowie verschiedene Tafeln erweitert. F. Kohn (1837-1871) war in den 60er Jahren bei der Einführung des Bessemer wie des Siemens-Martin-Verfahrens in Österreich beteiligt. – Vorsatz vorne etwas fleckig. Tafel XII knittrig und angeschmutzt sowie mit zwei Einrissen, Tafel X mit kleinem Einriss im Falz.
Koller, Leopold
Preis-Courant von Grab- und Kirchen-Laternen
Los 367
Schätzung
100€ (US$ 115)
Koller, Leopold. Preis-Courant von Grab- und Kirchen-Laternen. 2 Bl. Mit 43 Abbildungen auf 6 lithographischen Tafeln. 27 x 21 cm. Gelber OUmschlag (fleckig, knickspurig und winzigen Randläsuren) mit DTitel. Urfahr-Linz, Ph. Krausslich, (ca. 1870).
Leopold Koller bietet fünfzehn Laternenformen, häufig in neu-gotischem Stil an, die jedoch mit unterschiedlicher Befestigung geliefert werden können. Sie waren "sämmtlich mit feinem Farbenglas" ausgestattet. Tafel 6 zeigt neun Kerzenständer und Kandelaber. Die Druckerei von Philipp Krausslich (1826-1900) ist 1861 in Urfahr bei Linz gegründet worden und wurde vor allem durch ihre weltlichen Lied-Flugblattdrucke bekannt (vgl. K. M. Klier: Die weltl. Lied-Flugblattdrucke von Ph. Krausslich. In: Jb. der Stadt Linz 1952., S. 69ff.). – Knickspurig, leicht fingerfleckig und etwas knickspurig.
Leupold, Jacob. Theatrum Staticum (Universale), Das ist: Schau-Platz der Gewicht-Kunst und Waagen. 4 Teile in 1 Band. 5 (statt 6) Bl., 332 (recte 232) S., 2 Bl. (Register). Mit 57 ausfaltbaren Kupfertafeln. 35 x 24 cm. Pergamentband d. Zt. mit goldgeprägtem RTitel (mit schwachen Resten von Bibl.-Schildern). Leipzig, Chr. Zunkel, 1726.
Erste Ausgabe des 5. Bandes von Leupolds "Theatrum Machinarum Generale". "Von den technischen Autoren des 16. und 17. Jahrhunderts unterscheidet sich Leupold aber insbesondere durch die Systematisierung der Darstellung. Leupold schreitet von der Beschreibung der einzelnen Grundelemente zur Behandlung des funktionalen Zusammenhangs. Es ist vor allem diese stärkere rationale Durchdringung, die Leupold gegenüber seinen Vorgängern auszeichnet." (H. Hilz: Theatrum Machinarum S. 114). Teil 1 behandelt Gewicht-Kunst und Waagen im Allgemeinen, Teil 2 über Wasserwagen (Hydrostatik), Teil 3 über Barometer, Thermometer, Hygrometer etc., Teil 4 über Horizontalwaagen (Theatrum libellationis). Mit zahlreichen Detaildarstellungen auf den Tafeln. – Vortitel fehlt (war nie eingebunden). Etwas gebräunt und stockfleckig.
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