Chur-Fürstliche Brandenburgische
und andere derselben einverleibte Ordnungen
Los 180
Schätzung
150€ (US$ 172)
Chur-Fürstliche Brandenburgische im Hertzogthume Magdeburg publicirte Policey- und andere derselben einverleibte Ordnungen. Anno 1688. 4 Bl., 664 S., 4 Bl. 19 x 15 cm. Halbleder d. Z. (beschabt und bestoßen, Rücken erneuert) in Pappschuber. Halle, Witwe Christoph Salfeld, 1704. - Etwas gebräunt und braunfleckig, mit einigen alten Unterstreichungen. Innengelenke verstärkt.
Garde-Schützen-Bataillon Fotoalbum
Album mit 24 Silbergelatineabzügen
Los 181
Schätzung
200€ (US$ 230)
Garde-Schützen-Bataillon, Lichterfelde bei Berlin. Album mit 24 Orig.-Photographien in Silbergelatineabzügen. Zwischen 12 x 5,5 cm bzw. 15,5 x 21 cm. Fest in Passepartoutalbum einmontiert. 29,5 x 37 cm. Grünes OLeinen (leicht berieben, Rücken teils gelöst und fleckig) mit goldgeprägtem VDeckeltitel und goldgeprägter VDeckel-Vignette. "Gross-Lichterfelde West" (bei Berlin), Carl Scherz, 1907-1909.
Für die Geschichte des preußischen Militärs und des Berliner Gardeschützenregiments historisch bedeutsame, bis dato unpublizierte Serie von Photographien. "Dem Gardeschützen Max Pöschk zum Andenken an seine Dienstzeit bei der 4. Comp. des Garde-Schützen-Bataillons gewidmet von seinen Kameraden" (Blatt 1). Die inszenierten Aufnahmen zeigen das alltägliche Leben, zu dem die militärische Übung auf dem sicheren Kasernenareal ebenso wie im unwegsamen Gelände, das Paradestehen und auch die richtige Handhabung der Schusswaffen gehören. Des Weiteren werden Ausflüge und das gesellige Beisammensein gezeigt, Unternehmungen, die das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe stärken. Auf dem ersten Blatt erscheint Max Pöschk selbst, auf den folgenden Seiten seine Vorgesetzten sowie letztlich das heute noch im Gardeschützenweg im Bezirk Steglitz existierende Kasernengebäude. – Stellenweise leicht stockfleckig, teils im Rand gering ausgeblichen, meist sehr sauber und wohlerhalten.
Godet, Jean
Verkaufsplakat für Orden und Orden-Arrangements
Los 182
Schätzung
90€ (US$ 103)
Godet, Jean. Verkaufsplakat für Orden und Orden-Arrangements. 53 x 72 cm. Mehrfach gefalteter Foliobogen mit ca. 65 Darstellungen verschiedener Orden. Berlin, Paul Schahl, um 1900.
Seltenes Verkaufsplakat des traditionsreichen, bereits 1761 gegründeten Berliner Juweliergeschäfts, das 1828 vom preußischen Königshaus das Patent als Hofjuwelier erhielt und ab ca. 1850 unter der Firmierung Jean Godet & Sohn als "Gold-, Silber- und Eisenguss-Waaren-Fabrik" auch Orden und Ehrenzeichen herstellte und verkaufte. Im Jahr 1861 wurde Jean Godet zum Hofllieferanten für Kaiser Wilhelm I. ernannt. Mittig mit der Firmierung "Grösstes und zuverlässiges Special Fabrikations-Geschäft in Orden und Orden-Arrangements des In- und Auslandes". – Etwas fleckig und mehrfach gefalzt. Mit schwachen Knickspuren und kleinen Falzrissen.
Kugler, Franz. Geschichte Friedrich des Großen. VIII, VIII, 625 S. Mit Holzschnitt-Titel, Holzschnitt-Frontispiz und 400 Textholzschnitten nach Adolph von Menzel. 25 x 16,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben, beschabt und bestoßen, Rücken ausgeblichen) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Leipzig, J. J. Weber, 1840.
Bock 428-815. Henning 77. – Zweiter Druck der ersten Ausgabe, ohne die im ersten Druck aus demselben Jahr noch vorhandenen und danach unterdrückten Holzschnitte vom Dresdener Maskenball (S. 44-45). "Das Werk machte Menzel mit einem Schlage berühmt" (Rümann S. 322) und gilt als das "bedeutendste illustrierte Werk des 19. Jahrhunderts" (Neufforge S. 420). – Leicht stockfleckig.
Friedrich Wilhelm von Hohenzollern
Landt-tags Recess. Deutsche Handschrift auf Pepier
Los 184
Schätzung
800€ (US$ 920)
Friedrich Wilhelm von Hohenzollern, der "Große Kurfürst". Landt-tags Recess vom 26 Julii Anno 1653. Deutsche Handschrift auf Papier. 132 Bl. (Bl. 35-131 hs. num. 1-99 mit Fehlern). Format 33 x 21 cm. Lädierter Pappband d. Z. (Gelenke brüchig, Kanten und Ecken versehrt, Fehlstellen) mit verblasstem Marmorpapierbezug (teils abgerissen). Abschrift Anfang 18. Jahrhundert, datiert Potsdam und Berlin 1630-1707.
Der Brandenburger Landtagsrezess vom 26. Juli 1653 ist eines der bedeutendsten Verfassungs- und Rechtsdokumente in der Geschichte Brandenburg-Preußens. Er wurde von Kurfürst Friedrich Wilhelm (dem "Großen Kurfürsten") und den brandenburgischen Landständen beschlossen. Dieses historische Abkommen markiert den entscheidenden Wendepunkt vom ständischen Staat zum Absolutismus und legte das Fundament für den Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht, hatten die Stände dem Kurfürsten doch die nicht unerhebliche Steuersumme von 530.000 Talern gegen die Bestätigung ihrer Privilegien zugesichert. Mit dieser über fünf Jahre zahlbaren Summe konnte Friedrich Wilhelm eines der stärksten Heere des Kontinents aufbauen und seinen Nachfolger einen machtvollen Apparat hinterlassen, der letztlich den Weg bis zur Kaiserkrönung Wilhelms I. im Jahr 1871 ermöglichte.
Vorliegt hier eine Aktenkopie mit hs. Notarssiegeln und der Kopie der Unterschriften des Großen Kurfürsten, sowie weiterer bezüglicher Akten, die bis ins 19. Jahrhundert datieren. Zunächst enthält die umfangreiche Handschrift den vollständigen Landtagsrezess, das offizielle Abschlussdokument des brandenburgischen Landtages. Er stellt die schriftliche Vereinbarung bzw. den Vertrag zwischen dem Landesherrn, dem großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, und den Landständen, also den Vertreter von Adel, Kirche und Städten) dar, fängt an mit "Wir Friderich Willhelm von Gottesgnaden Marggraff zu Brandenburg des Heil. Römischen Reichs ErtzCämmerer [...]" und endet mit "Gegeben in Unser Residentz Colln an der Spree am 26ten Julij Im Jahre Christi 1653. Friedrich Wilhelm L.S. [locus sigilli]" (Fol 1-33). Es folgen Abschriften weiterer Beschlüsse des Landtags, zusammengefasst unter dem Titel "Protocollum de Anno 1706" (Fol. 34-132). Enthalten sind Hunderte von bedeutenden Protokollen von Beschlüssen, die die Geschichte Brandenburgs bestimmen sollten. Der letzte Eintrag datiert "Vom 9. Julij anno 1707".
Lose beiliegen weitere hs. Urkundenabschriften der Preußischen Könige Friedrich Wilhelm II. (1744-1797), ein Jahr vor seinem Tode datiert am "10 Octbr 1796" und von Friedrich Wilhelm III. (1770-1840), datiert "Berlin d. 5. März 1807". – Bindung gelockert, Gelenke offen, wenige Blätter lose, etwas fleckig und mit Gebrauchsspuren, insgesamt aber bemerkenswert wohlerhalten und augenscheinlich vollständig.
Lehmann, Gottfried Arnold. Ein Tag in Berlin. Spielebogen, bestehend aus 51 gestochenen Ansichten, montiert auf Karton. 49 x 62,5 cm. Berlin, Carl Friedrich Amelang, 1820.
Kiewitz 727. Berndt, Märkische Ansichten, 228. – 1820 wurde bei Carl Friedrich Amelang in Berlin ein Würfelspiel mit dem Titel "Ein Tag in Berlin" veröffentlicht. Nach der Natur fertige hierfür der Kupferstecher und Lithograf Gottfried Arnold Lehmann (1766-1819) 51 Ansichten, die bedeutende historische Gebäude der Stadt Berlin zeigen. Der als Würfelspiel konzipierte Stich beginnt mit der Nummer eins am Königlischen Schloss und führt über fünfzig Felder zum Brandenburger Tor. Ursprünglich war noch ein Heft mit Erklärungen der historischen Gebäude sowie der Spielregeln beigefügt.
Die einzelnen Stationen zeigen die folgenden Gebäude bzw. Statuen: 1) Königliches Schloss, 2) Königs-Palais, 3) Stechbahn, 4) Hotel de Brandenbourg, 5) Königliche Bank, 6) Cadetten-Haus, 7) Waisenhaus, 8) Lotterie-Directorium, 9) Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, 10) Königliche Sternwarte, 11) Königliche Ritterakademie, 12) Berlinisches Rathaus, 13) Adress oder Leihhaus, 14) Königliche Gold und Silber Manufactur, 15) Königliches Academie-Gebäude, 16) Königliches Schauspielhaus, 17) Königliche Bibliothek, 18) Lange Brücke, 19) Börsenhaus, 20) Universitätsgebäude, 21) Eckhaus an der Breitenstraße, 22) Katholische Kirche, 23) Monbijou, 24) Königliches Arbeitshaus, 25) Königliches Münzgebäude, 26) Hauptfeuerwache, 27) General von Seidlitz, 28) Große Freimaurer-Loge, 29) Hotel de Russie, 30) Königliches Posthaus, 31) Charité-Gebäude, 32) Königliche Porzellan-Manufactur, 33) Artillerie-Caserne, 34) Finanz-Ministerium, 35) Feldmarschall von Schwerin, 36) Kommandantur, 37) Polizei-Präsidium, 38) General von Winterfeld, 39) Neuer Packhof, 40) General-Feldmarschall von Keith, 41) Landschaftshaus, 42) Gens d'Armes-Markt, 43) Parochial-Kirche, 44) Königliches Kammergericht, 45) General von Zieten, 46) Königliches Opernhaus, 47) Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, 48) Dom, 49) Königliches Zeughaus, 50) Marien-Kirche, 51) Brandenburger Thor.
Bereits im Jahre 1815 fertigte Lehmann den Kupferstich "Ein Tag in Potsdam", ebenfalls mit 51 Ansichten an. – Mit schwachen Braunflecken. Ecken des Trägerkartons bestoßen. Die einzelnen Ansichten knapp am Plattenrand beschnitten und in jüngster Zeit auf Karton montiert. Sehr selten.
Osborn, Max. Berlins Aufstieg zur Welstadt. 380 S. mit zahlreichen Abbildungen. 30 x 21,5 cm. Brauner OHalbleder (berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Berlin, Reimar Hobbing, 1929.
Berlin-Bibl. S. 86. – Erste Ausgabe. Mit Beiträgen von Max Osborn, A. Donath und F. M. Feldhaus zur industriellen und kulturellen Entwicklung der Reichshauptstadt. Mit interessantem Bildmaterial und Register. Zum Anlass des 50 Jährigen Bestehens des Vereins für Berliner Kaufleute unf Industrieller. Max Osborn (1870-1946), ein bekannter Kunst- und Architekturkritiker, unterteilt die Entwicklung Berlins inhaltlich in drei Abschnitte: Wirtschaft und Handeltätigkeiten, Architektur und Stadtplanung und Kultur und Gesellschaft. Spannendes Werk zur Geschichte Berlins. – Papierbdingt gebräunt. Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk. Sonst gutes Exemplar.
Per aspera ad astra
Blätter zur Erinnerung an die Siegesthaten der Preußischen Armee im Jahre 1866
Los 187
Schätzung
400€ (US$ 460)
Per aspera ad astra. Blätter zur Erinnerung an die Siegesthaten der Preußischen Armee im Jahre 1866, gezeichnet von F. Kaiser, L. Burger, H. Lüders & C. Koch. 1 Textbl. Mit lithographischem Titelbl. und 24 lithographischen Tafeln mit Tonplatte. 39 x 51 cm. Halbleder d. Z. (Kapitale und Ecken bestoßen und beschabt) mit Kaliko-Deckelbezügen und goldgeprägtem Deckeltitel sowie Blindprägung. Berlin, W. Loeillot, (1867).
Lipperheide Qdb 62 und Thieme-Becker V, 247; XIX, 445; XXI, 69 und XXIII, 448 (mit meist ausführlichen Würdigungen der Künstler und Zeichner). – Mit prachtvollen Schlachtendarstellungen der Künstler Friedrich Kaiser, Ludwig Burger, Hermann Lüders und Carl Koch. Die getönten Tafeln zeigen Reiterporträts, u. a. von König Wilhelm, Moltke, Prinz Friedrich Carl, General von Steinmetz und Schlachtenszenen bei Nachod, Wisokow, Trautenau, Königrätz und bei Kulm, Flucht der österreichischen Artillerie, Tischnowitz, Kampf am Herstaller Thore in Aschaffenburg, Beschießung der Festung Marienberg in Würzburg usw. – Innen etwas gebräunt und meist nur im weißen Rand blass braunfleckig fleckig, selten stärker. Eine Tafel mit hinterlegtem Einriss, etwas Odor humidus.
Potsdam. - Plan von der Insel Potsdam und deren Stadt Gebiet. Kupferstichkarte. 42,5 x 43 cm (Plattenrand). 1798.
Sehr hübsche und detaillierte Karte zu Potsdam mit figurativem Titel und Kompassrose. – Knapp beschnitten. Mit mehreren Falzen und mit geknickten Ecken.
Schinkel, Karl Friedrich
Konvolut von 20 Ansichten und Plänen zu Berlin
Los 189
Schätzung
750€ (US$ 862)
Schinkel, Karl Friedrich. Konvolut von 20 Ansichten und Plänen zu Berlin. 41,5 x 51,5 cm (Plattenrand) bis 36,5 x 46 cm (Darstellung). Teilweise mit Passepartout. Verschiedenen Orte und Verlage, 1812-1860.
Vorhanden sind: I. Die siegreichen Vertheidiger des Vaterlands in den Jahren 1813-1814-1815 ehrt dankbar König und Vaterland. Chromolithographie. 65,5 x 43 cm (Darstellung). Berlin, Meyer und Ohmann, um 1860. - II. Kirche auf dem Wedding bei Berlin. Kirche auf dem Gesundbrunnen bei Berlin. Umrissradierung. Um 1812. - III. Situationsplan aller durch den Bau des neuen Museums herbeigeführten Veränderungen in der Stadt, und Details der inneren Säulenordnung. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - IV. Situationsplan aller durch den Bau des neuen Museums herbeigeführten Veränderungen in der Stadt und Details der Inneren Säulenordnung. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - V. Entwurf für einen Palast des Prinzen Wilhelm Königl. Hoheit am Opernplatz. Kolorierte Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - VI. Das Schloesschen Tegel. Kolorierte Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - VII. Neue Schlossbrücke in Berlin. Radierung. Um 1815. - VIII. Perspectivische Ansicht des neuen Schauspielhauses zu Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - IX. Ansicht des Leipziger Thores vom Leipziger Platz gesehen. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - X. Situationsplan und Ansicht der neuen Packhofs-Anlage zu Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XI. Perspectivische Ansicht der Seitenfacade des neuen Schauspielhauses. Kolorierte Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XII. Perspectivische Ansicht aus dem Zuschauerraum auf die Scene, mit der Vorstellung der beim Einweihungs-Prolog aufgestellten Decoration ... Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XIII. Perspectivische Ansicht von der Galerie der Haupt-Treppe des Museums durch den Porticus auf den Porticus auf den Lustgarten und seine Umgebungen. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XIV. Perspectivische Ansicht des neuen Wacht-Gebäudes in Berlin. Umrissradierung. Darmstadt, J. C. Susemihl, 1820. - XV. Perspectivische Ansicht der neuen Packhofs-Gebäude von der Brücke am Mehlhaus. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XVI. Perspectivische Ansicht des Gebaeudes der Allgemeinen Bauschule in Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XVII. Perspectivische Ansicht des Aeusseren der Kirche auf dem Wederschen Markt in Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XVIII. Perspectivische Ansicht des Leipziger Thores von der Aeusseren Seite. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XIX. Perspectivische Ansicht des neuen Museums in Berlin vom Standpunkte zwischen dem Zeughaus und der neuen Schlossbrücke. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. - XX. Perspectivische Ansicht des Gebäudes der neuen Bauschule in Berlin. Umrissradierung aus "Sammlung Architektonischer Entwürfe". Berlin, Ernst & Horn, 1819. – Meist papierbedingt gebräunt, knapp beschnitten, etwas braunfleckig, mit Randläsuren und mit kleineren bis größeren Gebrauchsspuren.
Schlesien
Accise-Tarif für das souveraine Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glatz
Los 190
Schätzung
600€ (US$ 690)
Schlesien. - Accise-Tarif für das souveraine Herzogthum Schlesien und die Grafschaft Glatz. 285 (recte 273) S. 34 x 22 cm. Halbleder d. Z. (gering beschabt und bestoßen), Schließbänder entferntmit blauem Bezugspapier. Berlin, Königlichen Geheimen Oberhofbuchdruckern, 1788.
Nicht bei Goldsmiths'- Kress und Stammhammer: Finanzwissenschaft. – Die vorliegende Ausgabe des Accise-Tarifs ersetzt die Accise-Extracte von 1756 und den provisorischen Tarif von 1766 und arbeitet alle seither erlassenen Verordnungen und Verfügungen ein. Somit entstand erstmals ein "möglichst vollständiger" Accise-Tarif für Schlesien und die Grafschaft Glatz, der wesentlich umfangreicher als z. B. der 1769 für Berlin erlassene Tarif ist. Die Liste gliedert sich in die Spalten: "Benennung der verschiedenen Waaren und Produkte", "Anschlag des Werths der Waaren behufs der Handlungs-Accise" sowie die "Accise-Sätze" (nach Rthl., sgl., d'). Diese werden wiederum nach "zur Consumption" und "zur Handlung" differenziert, wobei die Sätze "zur Handlung" wesentlich günstiger liegen und teilweise auch auf anderen Berechnungsgrundlagen beruhen. Diese Bevorzugung der (Breslauer) Kaufmannschaft geht auf ein besonderes Reglement vom 30. März 1746 zurück. Bemerkenswert sind u.a. die z. T. mehrere Seiten umfassenden Einträge zu den Stichworten Brodt, Eisen, Fische, Flores, Getreyde, Herba, Leinwand, Nachschuß-Accise, Radix, Semen (Samen), Vieh, Wein u. Zucker, wobei dies einerseits auf eine Vielzahl von z. B. Florae zurückgehen, andererseits durch ausführliche Differenzierungen der Waren (Brodt, Leinwand) hervorgerufen werden kann. "Alle fremde jüdische Bücher und Schriften sind einzuführen verboten", alle anderen "gedruckte Schriften und Bücher" "passiren frey". "Spielzeug für Kinder", sobald es aus Sachsen kommen sollte, ist hingegen wiederum verboten... Ab S. 267 folgen "Erläuterungen", ein Anhang u.a. über Gartensteuer, Vieh-Steuer, "Consumtions-Accise" (1. bis 4. Classe) und Angaben über die anzuwendenden Maße. Abschließend zwei Seiten "Errata" (die handschriftlich eingetragen worden sind) sowie vier Seiten "Nachtrag" (datiert 16. XII. 1788). – S. 93/94 und 183-192 in der Paginierung übersprungen. Auf dem Durchschuss einige Nachträge bis in den Februar 1789. Vereinzelt gering stockfleckig, einige Seiten mit Abklatsch. Titel mit kleinem, alt hinterlegtem Ausschnitt.
Schmettau, Samuel Graf von. Plan de la ville de Berlin. Kolorierter Kupferstichplan. 51,5 x 72,5 cm. Mit Passepartout unter Glas in vergoldeter Holzleiste gerahmt. 76 x 94,5 cm. Berlin und Amsterdam, Neaulm, 1757.
Schmettaus gestochener Stadtplan im Maßstab von 1:8.800 erschien erstmals 1748 und wurde auf vier Blätter gedruckt. Der hier vorliegende Plan wurde auf nur ein Blatt reduziert. Neben dem Titel findet sich der Maßstab sowie eine "Explication" der acht Teilstädte. Rechts und links neben dem Plan erscheint ein detailliertes Verzeichnis von Straßen und Gebäuden. – Papierbedingt gebräunt, mit Mittelfalz. Gutes Exemplar. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.
Zur Westen, Walter von
Berlins graphische Gelegenheitskunst
Los 192
Schätzung
300€ (US$ 345)
Zur Westen, Walter von. Berlins graphische Gelegenheitskunst. 2 Bände I; 2 leere Bl., 7 Bl., 199 S., 1 Bl. Druckvermerk. II; 2 leere Bl., 5 Bl., 183 S., 1 Bl. Druckvermerk. Mit 113 meist montierten und farbigen Tafeln sowie 314 meist montierten Abbildungen im Text. Buchschmuck in Rot u. Schwarz. 30,5 x 22,5 cm. OLeder (Rücken etwas verfärbt, leichte Kratzspuren, Kanten gering berieben) mit goldgeprägtem Rücken und Deckeln. Berlin, O. von Holten, 1912.
Nr. 78 von 350 nummerierten Exemplaren. Band I: Berliner Exlibris, Besuchskarten, Privatanzeigen, Glückwunschkarten, Notentitel, Reklamekunst in Vergangenheit und Gegenwart. Band II: Berliner Festkarten in Vergangenheit und Gegenwart. Zusätzliches und nachträgliches Register. Ein umfangreiches Kompendium Berliner Kunst vor allem im 19. Jahrhundert, in dem Gelegenheitsarbeiten von D. Chodowiecki, Th. Hosemann, A. Menzel, M. Klinger, F. von Bayros, J. Klinger, M. Liebermann, M. Slevogt, Fidus u.a. vorgestellt werden. Es erschien auch eine Halbpergament und eine Leinenausgabe. Auf kräftigem Bütten. Bd. I mit 50, Bd. II mit 61 (zusätzlich Tafeln 3 und 37 b). – Provenienz: Exlibris Dr. G. Kreyenberg, sehr wahrscheinlich der Hamburger Mediziner u. Exlibrisliebhaber Gerhard Kreyenberg (1899-1996) oder dessen Vater oder Onkel (?), der Verlagsbuchhändler Georg Kreyenberg. Teilweise leicht gebräunt u. gering stockfleckig. Bd. 2 mit Anstreichungen mit Bleistift.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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