Daenzel, Michael
Wappenkalender des Augsburger Domkapitels
Los 1210
Schätzung
450€ (US$ 517)
Daenzel, Michael. Wappenkalender des Augsburger Domkapitels. Kupferstich aus vier Platten zusammengesetzt von Gebrüder Glauber nach Michael Tenzeln. 117 x 118,5 (Plattenrand). Unter Glas in goldgeprägter Holzprofilleiste. Um 1790.
Dargestellt ist eine monumentale Tempelarchitektur, bekrönt durch die Maria und Jesus. Mittig befindet sich ein Porträtmedaillon von Clemens Wenzeslaus (1739-1812) von Sachsen während sich unterhalb am Sockel mehrere Wappen befinden. – Mit mehreren Feuchtflecken und teils knickspurig. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.
Daly, César. Décorations intérieures. 2 Bände. 2 Bl., 3 S.; 3 Bl., 3 S. Mit 164 (17 farbige, 14 doppelblattgroße) lithographische Tafeln. Vortitel in Schwarz und Rot. 44 x 31,5 cm. Rotes Halbmaroquin d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Paris, Ducher, 1880.
Motifs historiques d'architecture et de sculpture d'ornement (deuxième série). Kunstbibl. Berlin, Vorlagenwerke, 1417. – César Daly (1811-1894) war ein französischer Architekt, Verleger und Schriftsteller und zählt zu einem der wichtigsten Architekten Frankreichs. Seinerzeit war er Inhaber und Herausgeber der berühmten Zeitschrift "Revue générale de l'architecture et des travaux publics". Im vorliegenden Werk zeigen die Tafeln prunkvolles, figürliches und florales Decken-, Wände- und Bödendekor. – Innegelenke teilweise offen, Vorsätze papierbedingt gebräunt, etwas stockfleckig sonst gutes Exemplar.
David, Françoise Anne
Grundlinien der Zeichenkunst, oder Katechismus zum Gebrauche derer, die sich den bildenden Künsten widmen
Los 1212
Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)
David, F(rançoise) A(nne). Grundlinien der Zeichenkunst, oder Katechismus zum Gebrauche derer, die sich den bildenden Künsten widmen [und:] Die Verhältnisse der schönsten Statüen des Alterthums, zum Gebrauche derer, die sich den bildenden Künsten widmen. Teil I und II in 2 Bänden. 2 Bl., 18 S.;16 S. Mit 33 Kupfertafeln. 27,5 x 22 cm bzw. 28 x 21,5 cm. Blaue Broschur d. Z. (fleckig, mit Randläsuren und Rücken mit Fehlstellen). Leipzig, Baumgarten, (1800-1803).
VD18 10604588. AKL 24, S. 427 (zu David) und 62, S. 508 (zu Grohmann). UCBA 385. – Das Werk beruht auf den "Élémens du dessin ou Proportions des plus belles figures de l'antiquite" mit den Stichen von F. A. David (1741-1824) u. einem Text nach J. J. Winckelmann. Der Herausgeber Grohmann (1763-1805) hat nur eine kurze Vorrede beigesteuert u. benutzt für die Beschreibungen der einzelnen Plastiken den Text der Wiener Winckelmann-Ausgabe (Geschichte der Kunst des Alterthums, Bd. 2; Wien akademischer Verlag 1776) als Vorlage. Die mit "J. G. G. sc." bezeichneten Tafeln nach David stammen von ihm, weitere 5 sind von J. C. Leonhardt gestochen. Grohmann behandelt im ersten Teil Götter u. Göttinnen der antiken Sage; Teil 2 behandelt Laokoon, Farnesischen Herkules, Apoll von Belvedere, Meleager, Venus von Medici u. den sterbenden Fechter. Die Kupfer auf leicht bläulichem Papier. – Unbeschnitten. In zweiten Teil ist die Verlagsangabe von Mollo durch "Eduard Ludewig" überklebt. Mit Randläsuren, stock- und feuchtfleckig sowie die Tafeln teilweise fingefleckig am Rand. Einige Tafeln lose. Beide Teile zusammen sehr selten.
Desmarets, Armand
Livre e touttes sortes de chiffres par alphabets redoublés dessignés
Los 1213
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Desmarets, Armand. Livre de touttes sortes de chiffres par alphabets redoublés dessignés. Mit gestochenem Titel, Textblatt und 96 Kupfertafeln. 18,5 x 12 cm. Leder d. Z. (beschabt, bestoßen und RGelenke offen, Kapitelle fehlen) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Paris, Florentin Lambert, 1664.
Ornamentenstichsammlung 5304. – Sehr selten. Erste Ausgabe des beeindruckenden Werkes über Spiegelmonogramme mit zahlreichen Beispielen von Armand Desmarets (keine Lebensdaten vorhanden). Die barocken, teils bekrönten Monogramme bestehen aus ein bis drei Buchstaben in zahlreichen verschiedenen Variationen. – Etwas braun- und fingerfleckig, ein Blatt lose, teils knickspurig und mit kleinen Randläsuren.
Diesel, Matthias
Erlustierende Augenweide in Vorstellung herrlicher Garten und Lustgebäude
Los 1214
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Diesel, Matthias. Erlustierende Augenweide in Vorstellung herrlicher Garten und Lustgebäude. Theils inventiert und angelegt, theils nach dermahligem Sito gezeichnet. 2 Bl. Mit gestochenem Titel und 49 Kupfertafeln. 25 x 36 cm. Leder d. Z. (berieben, bestoßen und knickspurig sowie mit kleinen Fehlstellen). Augsburg, Jeremias Wolff, 1720.
Ornamentstichkatalog Berlin 3330. – Erste Ausgabe der bekannten Sammlung von Veduten der Schlösser und Barockgärten im Raum München. Dargestellt sind die bayrischen Herrschaftshäuser mit ihren weitläufigen prächtigen Gartenanlagen, darunter vor allem das Münchner Stadtschloss (Turnierhaus, Küche und Kellerhof, Korallenbrunnen, Neptunsbrunnen) und Schloss Nymphenburg (Pavillon, Kaskaden, Kanal, Hofgarten, Fontainen, Kugelspiel, Lustgarten), ferner Schloss Fürstenried und Schloss zu Schleisheim. Matthias Diesel (1675-1752) war seit 1718 als kurfürstlicher Garteningenieur in Bayern tätig, sein Werk bildet die bedeutendste und häufig einzige Quelle für die Darstellung barocker Schlossgärten in Bayern im frühen 18. Jahrhundert. Jede der doppelblattgroßen Ansichten ist in der Platte auf Deutsch und Französisch bezeichnet. – Etwas braun-, feucht- und fingerfleckig sowie leicht knickspurig. Mit sehr gratigen Drucken.
Dürer, Albrecht
Haus-Chronik mit Albrecht Dürer's Randzeichnungen
Los 1215
Schätzung
300€ (US$ 345)
Dürer, Albrecht. Haus-Chronik mit Albrecht Dürer's Randzeichnungen zum Gebetbuche des Kaisers Maximilian I. Dritte Auflage. 4 Bl., 36 w. Bl. Mit 32 farbigen phototypischen Reproduktionen auf Tafeln. 40,5 x 29,5 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (beschabt, bestoßen und Rücken ausgeblichen) mit Kopfgoldschnitt. München, G. Hirth, 1900.
Dritte Ausgabe der Randzeichnungen zum Gebetbuche des Kaisers Maximilian I. Albrecht Dürers (1471-1527). – Innengelenke verstärkt, Papierbedingt gebräunt, mit wenigen Stock- und Fingerflecken. Selten im Handel.
Durenne, A(ntoine). Établissement métallurgiques (Musterbuch). 48 (1 doppelblattgr.) Tafeln mit zahlreichen Abb. Quer-Kleinfolio 27,5 x 37,5 cm. Blauer OUmschlag mit seitl. Klammerheftung (mit Knickfalte). Paris, Imp. Lith. Courjan, (1904-1910).
Vgl. Lebon S. 148ff. – Die Tafeln tragen die Nummern 390-407 (inkl. 397bis), 423-426, 460 und 464-486, einige ersetzen frühere Nummern. Sie zeigen u.a.: Schalen, Vasen, Tiergruppen, Füllungen, Statuen und Brunnenfiguren. Insgesamt ein umfangreiches Angebot. Die Darstellungen meist im Maßstab 1:10, aber auch 1:12. Die Eisengiesserei von Antoine Durenne, der eine Ausbildung zum Ingenieur an der École des Arts et Métiers absolviert hatte, wurde 1857 gegründet und ist unter dem Namen "Société nouvelle générale d'hydraulique et de mécanique" noch heute aktiv. – Durchgehend mit leichter Knickfalte, gering stockfleckig.
Encyclopedie methodique
Recueil de planches par ordre de matières. Tome 3 (de la nouvelle édition)
Los 1217
Schätzung
400€ (US$ 460)
Encyclopedie methodique. Recueil de planches par ordre de matières. Tome 3 (de la nouvelle édition). 2 Bl., 266 (34 doppelblattgroße) Kupfertafeln. 28 x 21 cm. Leder d. Zt. mit 2 RSchildern und RVergoldung (berieben und etwas bestoßen, Rücken an Kopf und Fuß repariert, Vorderdeckel mit kleiner Fehlstelle im Bezug). Paris, Panckoucke, 1784.
Darstellungen zu Horlogerie (= Teil 2 mit 40 Tafeln), Buchdruckerei, Geigenbau (21 Tafeln), Marmorieren, Möbel- und Kutschenbau, Mühlenwesen, Münzwesen (20 Tafeln), Musikinstrumenten (16 Tafeln) u.a. – Leicht gebräunt und vereinzelt fingerfleckig, Titel etwas fleckig und mit Signatur im Kopfsteg. 2 Tafeln mit ergänztem Eckabriss, 1 Tafel mit Randeinriss.
Englische Schlösser
Sammlung von 58 farbigen Lithographien. England um 1880. - Verschiedene Raum-Darstellungen
Los 1218
Schätzung
500€ (US$ 575)
Englische Schlösser. Sammlung von 58 farbigen Lithographien. 19 x 26 cm bis 18 x 27,5 (Darstellung) bzw 27,5 x 36 cm bis 23,5 x 32 cm (Blattgröße). England um 1880.
Verschiedene Raum-Darstellungen zahlreicher englischer Schlösser, wie zum Beispiel "The Gilt Room, Holland House", "Drawing Room, Chastleton, Oxon", "Burleigh great hall, Northamptonshire", "Audley end, Essex", "The Long Gallery, Haddon Hall Derbyshire", "Charlecote Great Hall", "Hardwick Hall, Derbyshire", "Feering House, Essex", "The Long Gallery, Haddon Hall, Derbyshire", "Ford House, Devonshire", "Helmsley Hall, Yorkshire", "Crewe Hall Cheshire", "Speke, the Great Hall, Lancashire", "Knole, the Retainers Gallery" etc. Die Lithographien stammen meist aus der Offizin von M & N Hanhart oder Day & Son. – Vereinzelt leicht fingerfleckig, leicht knickspurig und teils mit Randläsuren.
Frezza, Giovanni Girolamo
Mars, Saturnus, Diana und Jupiter
Los 1219
Schätzung
600€ (US$ 690)
Frezza, Giovanni Girolamo. Mars, Saturnus, Diana und Jupiter. 4 Kupferstiche nach P. de Pet Wellcome. 35,5 x 27,5 cm (Plattenrand). 1704.
Dargestellt sind die römischen Götter Mars, Saturn, Diana und Jupiter, jeweils in einer Zwickelfigur von Giovanni G. Frezza (1659-1741). – Etwas braun- und feuchtfleckig, mit Randläsuren und kleinen Einrissen, gewellt sowie knickspurig.
Furttenbach, Joseph. Architectura civilis. Das ist: Eigentliche Beschreibung, wie man nach bester Form und gerechter Regul ... erbawen soll. 11 Bl., 78 S. Mit gestochenem Titel und 41 Kupfertafeln. Titel in Rot und Schwarz. 30 x 19 cm. Leder d. Z. (stark lädiert, beschabt, bestoßen, fleckig und Kapitelle mit Fehlstellen und Einrissen) mit goldgeprägten Deckelwappen und goldgeprägtem Monogramm "ADGAA 1694". Ulm, J. Saur, 1628.
Ornamentsichsammlung 1953. Fowler 131. Millard III, 530 ff. VD17 23:231333K. – Erste Ausgabe. Der Stadtbaumeister Joseph Furttenbach (1591-1667), schrieb mehrere Architekturwerke wie "Architectura civilis", "Architectura privata", "Architectura recreationis" und "Architectura Universalis". In dem vorliegenden werden folgende Bauten aufgeführt: Paläste, Tiergärten, Grotten, Kirchen, Kapellen, Altäre, Gotteshäuser, Spitäler, Lazarette etc. – Vorsatz mit montierter hs. Notiz, sowie Titel mit hs. Besitzvermerk. Titel und folgende siebzehn Seiten mit größerem Feuchtfleck an der oberen rechten Ecke. Insgesamt etwas braun- und fingerfleckig sowie vereinzelt leicht knickspurig.
Genelli, Bonaventura. Das Leben einer Hexe. 3 Bl. Mit 10 Radierungen von Heinrich Merz und C. Gonzenbach, nach Zeichnungen Genellis. 45 x 63 cm. Lose in OMappe (sehr stark lädiert). Düsseldorf und Leipzig, Buddeus und Weigel, o. J. (1847).
Rümann 538. – Dekorative Folge nach Entwürfen Genellis, der mit seiner Kunst ein Repräsentant des klaren, strengen Klassizismus inmitten der aufkeimenden Romantik blieb. – Tafeln außerhalb des Plattenrands mit unscheinbarem Wasserfleck, ansonsten innen schön erhalten.
Gruter, Jan. Inscriptiones antiquae totius orbis romani in absolutissimum corpus redactae. Herausgegeben von J. G. Graevius. 3 Teile in 2 Bänden. Titel in Rot und Schwarz. 3 Bl., 16, 56, DCCXLVIII S.; 1 Bl., S. DCCXLIX-MCLXXIX, XXVII S.; 3 Bl., CCCLVI S. Mit Kupfertitel, gestochenem Frontispiz, 3 gestochenen Titelvignetten, 2 gestochenen Portraittafeln, 63 Kupfertafeln, 26 gestochenen Textseiten sowie zahlreichen Textkupfern. 38,5 x 26,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit geprägtem RSchild (Band I) bzw. hs. RTitel (Band II). Amsterdam, Franciscus Halma, 1707.
Graesse III, 165. Ebert I, 8999. Cicognara 3116. NDB VII, 239. – Letzte und maßgebliche Ausgabe des nicht nur aus typographischer Sicht monumentalen Nachschlagewerks. "Gruters (1560-1627) bedeutendstes Werk... die für damalige Verhältnisse riesenhafte Sammlung aller bekannten lateinischen und griechischen Inschriften, bei deren Erstellung sich der Verfasser des hilfreichen Sammlereifers seiner vielen Freunde erfreute" (NDB). Der holländische Gelehrte Gruter war seit 1602 Bibliothekar an der Bibliotheca Palatina in Heidelberg. Die Kupfer in kräftigen, klaren Abdrucken zeigen Reliefs, Statuen, Sarkophage, Inschriften etc. Band I mit montiertem Quartdruck: C. G. Suke. Commentation de recentissimis conatibus monumenta etrusca. 22 S. Leipzig, Breitkopf, 1737. – Etwas stockfleckig. Vortitel von Band I verso sowie Blatt a2 recto alt gestempelt. Erste Lage in Band II etwas ausgebunden, das Frontispiz mit kleineren Randläsuren, das Vorsatz dort alt erneuert, Band II fast durchgehend mit größerem Feuchtigkeitsfleck. Das gestochene Schlussblatt der Notae ac Senecae in Band II ist irrtümlich vor Blatt Nnnnnn3 gebunden.
Guckkastenblätter. 4 Ansichten verschiedener Städte aus "Collection des Prospects". Kolorierte Kupferstiche. 29 x 40,5 cm. Augsburg 1780.
Vorhanden sind: I. Jean Hauer. Vue de la place St. Marc à Venise vers l'horloge. - II. F. Riedel. Vue vers Lentree de la ville de la Haye. - III. Vue de la ville imperiale d'Augsbourg. - IV. Jean Benoit Winckler. Deux facades du chateau de S.A.R. le prince Henry de Prusse à Reinsberg. – Etwas knickspurig und braunfleckig, teils knapp beschnitten. Insgesamt gute Exemplare mit besonders kräftigem und hübschen Kolorit.
Hampel, Carl. Gärtnerische Schmuckplätze in Städten, ihre Anlage, Bepflanzung und Pflege. Für Gärtner, Architekten und Stadtverwaltungen. 31 S. Mit 12 doppelseitig bedruckten lithographischen Tafeln. 38,5 x 29,5 cm. Illustrierter OHleinenband (etwas fleckig und berieben, mit teils deutlicheren Feuchtigkeitsrändern). Berlin, Paul Parey, 1897.
Erste Ausgabe. Der Gartenarchitekt Carl Hampel (1849-1930) war u. a. Gartenbaudirektor und Stadt-Obergärtner in Berlin-Treptow. Mit 91 Beispielen für Bepflanzungen in verschiedenen Umgebungen in Wort und aus der Vogelschau. – Fl. Vorsatz und letztes Textblatt gestempelt. Etwas finger- und braunfleckig, stellenweise mit schmalem Wasserrand. Innengelenke angeplatzt.
Hollar, Wenzel
Effigies Alberte tuae Durere iuuente, sed non virtutum talis in orbe vige
Los 1225
Schätzung
450€ (US$ 517)
Hollar, Wenzel. Effigies Alberte tuae Durere iuuente, sed non virtutum talis in orbe viget. Radierung mit Passepartout von L. Lancelottus nach Albrecht Dürer. 22,5 x 16,5 cm (Plattenrand). Antwerpen, W. Hollar, 1645.
Radierung nach dem bekannten Selbstporträts Albrecht Dürers (1471-1528) als junger Mann mit dem Titel "Selbstporträt im Alter von 26 Jahren" aus der Offizin Wenzel Hollar (1607-1677). – Knapp beschnitten, papierbedingt gebräunt, etwas stockfleckig. Gratiger Druck. – Dabei: Derselbe. Landschaft im Flusstal. Radierung von C. Galle nach I. van Artois. 14,5 x 21 cm (Plattenrand). Antwerpen, W. Hollar, um 1645.
Hope, Thomas. Household Furniture and Interior Decoration, executed from Designs by Thomas Hope. Titel, 53 S. Mit gestochenem Titel und 60 gestochenen Tafeln. 57 x 34 cm. Halbleder d. Z. (berieben, bestoßen, VDeckel lose mit Fehlstellen, stärker lädiert) mit goldgeprägtem RSchild. London, Bensley für Longman, 1807.
Ornamentstichsammlung 1236. – Einzige Ausgabe des seltenen Werkes. Die Tafeln zeigen Ziervasen, Zimmereinrichtungen, Tische, Stühle, Schränke, Sessel, Sofas, Ofenschirme, Kamine, Gefäße, Sockel etc. "About the age of eighteen Thomas Hope started on a tour through various parts of Europe, Asia and Africa, where he interested himself especially in architecture and sculpture, making a large collection of the principal objects which attracted his attention. On his return to London about 1796 he purchased a house in Duchess Street, Cavendish Square, which he fitted up in a very elaborate style, from drawings made by himself. In 1807 he published sketches of his furniture, accompanied by letterpress, in a folio volume, entitled Household Furniture and Interior Decoration, which had considerable influence in effecting a change in the upholstery and interior decoration of houses, notwithstanding that Byron had referred scornfully to him as House-furnisher withal, one Thomas hight. Hopes furniture designs were in that pseudo-classical manner which is generally called English Empire. It was sometimes extravagant, and often heavy, but was much more restrained than the wilder and later flights of Sheraton in this style" (The 1911 edition Encyclopaedia). – Papierbedingt leicht gebräunt am oberen Rand. Stock- und fingerfleckig, Vorsatzblatt mit Einrissen.
Hopper, Daniel. Bildnis Martin Luthers. Radierung mit Passepartout. 23 x 15,5 cm (Plattenrand). Späterer Druck aus dem 19. Jahrhundert.
Vgl. B. 86, Hollstein 96 II. – Späterer Druck des Luther Porträts von Daniel Hopper (1470-1536). – Etwas stockfleckig.
Hüsgen, Heinrich Sebastian
Raisonnirendes Verzeichnis aller Kupfer- und Eisenstiche Albrecht Dürers
Los 1228
Schätzung
300€ (US$ 345)
(Hüsgen, Heinrich Sebastian). Raisonnirendes Verzeichnis aller Kupfer- und Eisenstiche, so durch die geschickte Hand Albrecht Dürers selbsten verfertigt worden. Ans Licht gestellt, und in eine systematische Ordnung gebracht. 14 Bl., 64 S. 17,5 x 10,5 cm. Flexibler Pappband d. Z. Frankfurt und Leipzig, Johann Georg Fleischer, 1778.
VD18 10223274. – Sehr seltene einzige Ausgabe eines der ersten systematischen Werkverzeichnisse der Dürer'schen Graphik. Der Frankfurter Kunstsammler und Pionier der Kunstgeschichte Heinrich Sebastian Hüsgen (1745-1807) war Autodidakt und trug eine der bedeutendsten Dürersammlungen seiner Zeit zusammen. Teile davon sowie seine berühmte, damals kultisch verehrte Haarlocke Dürers befinden sich heute im Besitz der Akademie der bildenden Künste Wien. – Etwas stockfleckig, Titel mit altem Namensstempel.
Huth, Fr(iedrich). Grundsätze der Gartenkunst, welche sowohl bei Anlegung großer Parks, oder bei Landschafts- und Naturgärten von großer Ausdehnung, als auch bei Einrichtung und Anlage kleinerer Gärten befolgt werden müssen. Ein praktisches Handbuch für Gärtner und Besitzer von Grundstücken. VIII, 168 S. Mit 6 (statt 8) lithographischen Tafeln. 23 x 13,5 cm. Interimsbroschur d. Z. (lädiert). Leipzig, August Lehnhold, 1829.
Dochnahl 76. Ornamenstichsammlung Berlin 3388. – Erste Ausgabe. Behandelt den kulturhistorischen Ursprung der Landschaftsgärten, perspektivische Wirkung von Bäumen, Tälern, Alleen, Seen und Inseln, ferner über Gewächs- und Treibhäuser, Brunnen etc. – Es fehlen zwei Tafeln. Einige Lagen gebräunt. Stockfleckig, der lose Tafelteil am Schluss etwas stärker betroffen. Unbeschnitten und unaufgeschnitten.
Jäger, H(ermann). Der Hausgarten. Ideen und Anleitung zur Einrichtung, Ausstattung und Erhaltung geschmackvoller Haus- und Vorstadtgärten, sowohl für den Luxus, als zur Nutzung. VIII, 121 S., 1 Bl. Mit 12 chromolithographischen Tafeln. 28 x 22,5 cm. Neuerer Pappband (etwas bestoßen, mit montiertem illustrierten OUmschlag). Weimar, Bernhard Friedrich Voigt, 1867.
Erste Ausgabe, eine erweiterte zweite Auflage erschien ebenda 1880. Die Tafeln zeigen verschiedene Haus-, Nutz- und Ziergärten, Gartenterrassen, Berggärten, Obst- und Gemüsegärten, Blumengärten, Landschaftsgärten etc. Die Tafel Nr. I ist doppelt eingebunden. – Leicht stockfleckig.
Junius, Franciscus. De pictura veterum libri tres, tot in locis emendati, & tam multis accessionibus aucti, ut plane novi possint videri; accedit catalogus. 2 Teile in 1 Band. 15 Bl., 296 S., 10 Bl.; 16 Bl., 236 S., 8 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, gestochenem Portrait und gestochener Textvignette. 36 x 22,5 cm. Leder d. Z. (berieben und beschabt, Rücken fachmännisch restauriert; neu aufgebundenes Exemplar). Rotterdam, Leers, 1694.
Schlosser 450. Graesse III, 499. Ebert 11018. – Zweiter Druck der zuerst 1637 erschienenen bedeutenden kunsthistorischen Schrift des Barock und Klassizismus, herausgegeben von J. G. Graevius und von Schlosser als "wahre Fundgrube antiquarischer Gelehrsamkeit" gerühmt. "Die neue Ausgabe ist mit einem Verzeichnis der alten Künstler vermehrt" (Ebert). – Etwas gebräunt und braunfleckig.
Khevenhiller, Franz Christoph
Conterfet Kupfferstich deren jenigen regierenden grossen Herren
Los 1232
Schätzung
200€ (US$ 230)
Khevenhiller, Franz Christoph. Conterfet Kupfferstich (soviel man deren zu handeln bringen können) deren jenigen regierenden grossen Herren, so von Kaysers Ferdinand des Andern Geburt, biß zu desselben seeligsten tödtlichen Abschied succesivè regiert. Teil I (von II). 372 (recte 414) S., 3 Bl. Mit gestochener Titelvignette, gestochener Kopfvignette und 200 gestochenen Porträts. 32,5 x 21 cm. Pappband d. Z. (fleckig, berieben, bestoßen, unteres Kapitel und hinteres RGelenk mit Einrissen). Leipzig, Weidmann, 1721.
Lipprheide CK 4. DW 279/214. – Erste Ausgabe. "Die Porträts der beiden letzten Bände haben für die Trachtenkunde dieser Zeit noch besonderen Wert" (L. a.a. O.). Das Werk erschien als Anhang zu den "Annales Ferdinandei". Dargestellt sind zahlreiche bedeutenden Könige, Fürsten, Kirchenherren und sonstigen Regenten aus der Zeit Ferdinands II. Die Porträts wurden unter anderem von Bernigeroth, Brühl, C. Fritzsch, Krügner, Mentzel, Rosbach und Wortmann. – Vorsatz mit Besitzstempel. Titel mit hinterlegter Fehlstelle, manche Blätter mit verstärktem Innensteg, Innengelenk zwischen dem ersten und zweiten Blatt offen, teils stärker knickspurig, mit Fehlstellen, braun- und fingerfleckig.
Koch, Georg
Zwei Frauenporträts im Profil nach links. Kohlezeichnung auf Bütten
Los 1233
Schätzung
400€ (US$ 460)
Koch, Georg. Zwei Frauenporträts im Profil nach links. Kohlezeichnung auf Bütten, eines unten rechts signiert "G. Koch". Je ca. 40 x 30 cm (Darstellung). Mit Passepartout unter Glas in schwarzer Holzleiste. Deutschland um 1880.
Zwei Porträtstudien einer jüngeren und einer älteren Frau. Die jüngere mit hochgestecktem Haar, die ältere mit weißer Haube. Die physiognomische Ähnlichkeit legt die Darstellung von Mutter und Tochter nahe.
Georg Koch (1819-1899) war ein in Kassel tätiger Zeichner und Lithograph. Er spezialisierte sich auf Porträt- und Reproduktionslithographie sowie die zeichnerische Wiedergabe von Gemälden. Studien in Florenz, darunter Kopien nach Raffael, machten ihn überregional bekannt. Später lehrte er als Professor an der Kasseler Kunstakademie. – Papierbedingt leicht gebräunt und sehr geringfügig stockfleckig. Versand nur ohne Rahmen.
Krafft, Johann Karl
Plans, coupés et élévations. Paris 1805
Los 1234
Schätzung
500€ (US$ 575)
Dokumentation der frühesten Industriearchitektur
Krafft, Johann Karl. Plans, coupés et élévations de diverses productions de l'art de la charpente executées tant en France que dans les pays étrangers. Teil III (von 4:) Constructions de ponts en charpenterie. 1 Bl., 20 S. Mit 63 (2 doppelblattgroßen) Kupfertafeln. 54 x 35 cm. Pappband d. Z. (angestaubt, etwas beschabt). Paris und Straßburg, Levrault, 1805.
Thieme-Becker XXI, 392. ICCU 006714. Der dritte Teil des auf vier Bände konzipierten Übersichtswerks über die neuesten Errungenschaften der Architektur und Konstruktion. Die vorliegende „Troisième partie" enthält zahlreiche Abbildungen von Brücken, das sicherlich spannendste und interessantes Thema der vier Teile, diente das Werk doch als wichtige Grundlage für die Industriearchitektur, die ihre ersten großen Erfolge schon zwischen 1775 und 1779 mit Thomas Farnolls Pritchards berühmter Severn-Bridge im englischen Ironbridge feierte. Das vorliegende Werk wird damit zur Dokumentation der frühesten Industriearchitektur. Johann Karl Krafft (1764-1833) war ein deutscher Architekt und Kupferstecher. Bekannt ist er auch durch seine Werke zur Gartenarchitektur. Zwei Tafeln (54 und 56) sind falsch nummeriert. – Titel mit kleinem Stempel, kaum gebräunt, sehr sauberes, unbeschnittenes Exemplar.
Kraus, Johann Ulrich
Labyrinte de Versailles. - Der Irr-Garten zu Versailles
Los 1235
Schätzung
600€ (US$ 690)
(Kraus, Johann Ulrich). Labyrinte de Versailles. - Der Irr-Grarten zu Versailles. 25 Bl. Mit Kupfertitel und 40 (39 in der Platte nummerierten) Kupfertafeln mit Darstellungen von barocken Wasserbrunnen nach Sebastian le Clerc. 19,5 x 15,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. (Augsburg um 1715).
VD17 12:644437V. Graesse IV, 48. Fabula docet No. 81. Nicht bei Thieme-Becker und im Ornamenstichkatalog Berlin. – Seltene deutsch-französische Ausgabe, der französische Erstdruck erschien 1677 in der Imprimerie Royale in Paris. Exemplar mit der vollständigen Kupferfolge sowie dem kompletten Text (Titel, Vorrede, Beschreibung des Irrgartens, Erklärung des Grundrisses, Text der Fabeln auf Französisch und Deutsch). Die heute nicht mehr erhaltenen prächtigen Springbrunnen aus dem Labyrinth von Versailles wurden auf Anregung Charles Perraults (1628-1703) von Sebastian Le Clerc (1637-1714) in Kupfer gestochen, Perrault verfasste dazu die erläuternden Texte und Isaac de Benserade (1612-1691) die metrischen Vierzeiler mit Sinnsprüchen nach Jean de la Fontaine und den Fabeln Äsops. "Charles Perrault konzipierte seine Labyrinth-Beschreibung als 'Führer' durch eine sehenswerte Gartenarchitektur, weniger als Verherrlichung der königlichen Pracht am Hof des Sonnenkönigs. Sein Buch, das auch die Fabelepigramme Benserades enthielt, hatte er mit Kupferstichen von Sebastien Le Clerc illustrieren lassen. Johann Ulrich Kraus, der sich auch in anderen Werken gerne am stilistischen Vorbild Le Clercs orientierte, stach die Illustrationen des Franzosen in Seitenverkehrung sehr genau nach und ließ den Text Perraults von Andreas Müller für den "Ergoetzlichkeit-Liebenden Leser" übersetzen" (Fabula docet). Das seinerzeit berühmte und reich ausgeschmückte Labyrinth entstand zwischen den Jahren 1672 und 1681 im Petit Parc des Schlosses und erstreckte sich auf eine Fläche von mehr als einem Hektar. Alle errichteten 39 Springbrunnen waren farbig bemalt, die aus Bleiguss gefertigten Tiere symbolisierten Themen aus den Fabeln des Äsop. Im Unterschied zu anderen Labyrinthen des Barock bestand das Ziel darin, den Weg hindurch so zu wählen, dass alle Brunnen einmal besucht und bestaunt wurden. Im Rahmen einer Neugestaltung der Parkanlage wurde das Labyrinth 1774 entfernt. – Etwas finger- oder stockfleckig, am Schluss mit kleinerem Feuchtigkeitsfleck in der oberen rechten Ecke. Titel mit breit überklebtem zeitgenössischem Besitzeintrag sowie der ergänzten Jahreszahl "1715". Lose beiligend ein Blatt mit hs. Großem Einmaleins in Pyramidenform.
Kruse, Friedrich
Deutsche Altertümer oder Archiv für alte u. mittlere Geschichte
Los 1236
Schätzung
180€ (US$ 207)
Kruse, Friedrich. Deutsche Altertümer oder Archiv für alte und mittlere Geschichte, Geographie und Alterthümer insbesonderheit der germanischen Völkerstämme...3 Bände. Mit 32 teils gefalteten lithographischen Tafeln. 18 x 10,5 cm. Leder d. Z. (leicht berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Halle, Friedrich Ruff, 1824-1830.
GV 81, 334. – Erste Ausgabe. – Vorsätze erneuert, papierbedingt gebräunt, stock- und braunfleckig sehr wenige einzelne Blätter lose.
Kurz abgefaßter Schreib-Kalender
Auf das Jahr Christi 1807
Los 1237
Schätzung
180€ (US$ 207)
Kurz abgefaßter Schreib-Kalender Auf das Jahr Christi 1807. Auf gnädigsten Churfürstl. Sächßi. Befehl. 40 Bl., 1 l. w. Bl., 4 Karton-Bl. Mit Holzschnitt-Wappen auf dem Titel und 8 gefalteten kolorierten Tafeln von Joh. Trautner. 8,5 x 5,5 cm. Grüner Pappband d. Zt. (Kapitale und Ecken etwas abgeplatzt) mit etwas RVergoldung, goldgeprägter Zierbordüre mit Eckfleurons und Mittelstück auf beiden Deckeln, dreiseitiger Goldschnitt in Schuber d. Zt. (etwas berieben und bestoßen). Leipzig, J. G. Neubert, (1806).
Vgl. Reynst: Friedrich Campe ...14f. (zu Trautner). – Durch die Kupferstiche getrüffeltes Exemplar des sächsischen Schreib-Kalenders. Sie stammen von der Nürnberger Buch- und Kunsthändlerfamilie Trautner, die durch ihre Bilderbogen berühmt geworden ist. Ein Kupfer oben links mit Bezeichnung "No. 117" oben rechts "1". Sie zeigen durchweg ländliche Gebäude (Bauernhöfe, Schlösschen, Kirche, Zollstation) mit wenig Staffage. Im Anschluß an den Kalender u.a. Zinstabelle, Entfernungen von Dresden und Leipzig sowie Anekdoten und Gedichte. – Titel und erstes Blatt mit Kalenderstempel. Die leeren Blatt am Schluß von späterer Hand beschrieben (Gedichte, Gebete).
Laporte, John
The Progress of a Water-Coloured Drawing
Los 1238
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Laporte, John. The Progress of a Water-Coloured Drawing, wherein is represented to the learner the various gradations through which a drawing passes, from the outline to its finished state. Mit 14 kolorierte weichgrundgeätzten (vernis mou) Tafeln. VII, 14 Bl. 22,5 x 32,0 cm. Halblederband d. Z. (beschabt, bestoßen und mit kleinen Fehlstellen) mit goldgeprägtem Deckelschild. London, James Whiting für Testolini, (1812).
Abbey 149. Vgl. Thieme-Becker 22, S. 376. – John Laporte (1761-1839) lebte ab 1779 in London und verkehrte in dortigen Künstlerkreisen. "Ab 1807 war er Gründungs-Mitgl. der Associated Artists in Watercolours ... 1834 wurde er Mitgl. der New Watercolour Society. Laporte malte vornehmlich Landschaften in Auqatinta und Gouache ... Im Medium der Weichgrundätzung schuf und publizierte L. Anleitungen für die Herstellung von Aqua. und Zeichnungen." (AKL 83, S. 185), er war also aufgrund seiner Vorlieben prädestiniert für ein Lehrbuch, in dem die vollständigen Schritte einer richtigen Kolorierung von Grafiken bzw. das Aquarellieren aufgezeigt werden. Die Tafeln zeigen alle Zustände eines Kolorits von der ersten leichten Tönung bis zur voll ausgeführten Fassung. Die Textblätter zum Teil mit kleinen kolorierten Farbfeldern als Muster. Auf kräftigem Velin teilw. mit Wasserzeichen "Russell & Co. 1810" u. "E. & P. 1805" (Text) bzw. "Whatman 1808" (Tafeln). Selten kommen auch Exmplare mit einem gestochenen Anzeigenblatt für Testolini vor. – Vorderer fliegender Vorsatz entfernt. Spiegel vorne bis Tafel vier mit kleiner werdendem Braunfleck im oberen Rand. Vereinzelt etwas finger- u. farbfleckig. Selten
(Lauermann G.m.b.H., Albert). Moderne Stuckdecken in Gypsoxylinstuck. 61 Lichtdrucktafeln (nummeriert: Tafel 125 bis Tafel 185). Flexibler dunkelroter OLeinenband mit schwarzgeprägtem Deckeltitel sowie Jugendstil-Blumenornament (etwas angeschmutzt und minimal bestoßen). 29 x 35 cm. O. O., Drucker, Verlag und Jahr (Detmold ca. 1907).
Vgl. A. Fink, Zur Geschichte und Bedeutung der Stuckfabrik Lauermann in Detmold, in: Historismus in Lippe, 1994, S. 159-170; entspricht am ehesten dem Musterbuch 5 "Moderne Stuckdecken / Serie III" mit 72 Tafeln (Abb. 9) und Musterbuch 8 "Album IV / Moderne Stuckdecken" (103 Tafeln). – Aus einer bis zu zehn Teile umfassenden Serie von Musterbüchern der Albert Lauermann GmbH, Etablissement für Stuckausführungen in Detmold. Nach einer Ausbildung zum Bildhauer und Modelleur bei Wilhelm von Rümann in München gründete Albert Lauermann (1866-1953) in Detmold 1890 seine eigenen Kunstwerkstätten. 1902 erfand er das "Stuccolin" und das "Gipsoxylin", "die im Gegensatz zu den klassischen Rezepturen Anteile von Harz enthielten und damit eine vorher nicht gekannte Bruchfestigkeit und Leichtigkeit erhielten" (Wikipedia). Auf der Internationalen Ausstellung für moderne dekorative Kunst in Turin 1902 erhielt er dafür eine Auszeichnung. Beide Stoffe begründeten den Erfolg der Lauermannschen Werkstätten als weltweit tätiger Stuckversender. Im Gegensatz zu anderen Katalogen zeigen die Tafeln keine Details sondern ganze Decken im Jugendstil und Neurokoko ("Louis XVI."). – Innen sauber, nur Tafel 125 mit einer "Skizze für eine Diele" mit kleinem Wasserrand. – Autographierte Preisliste "completer Decken lt. Deckenalbum Serie II (rother Umschlag)".
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