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Lot 1238, Auction  128, Laporte, John, The Progress of a Water-Coloured Drawing

Laporte, John
The Progress of a Water-Coloured Drawing
Los 1238

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Laporte, John. The Progress of a Water-Coloured Drawing, wherein is represented to the learner the various gradations through which a drawing passes, from the outline to its finished state. Mit 14 kolorierte weichgrundgeätzten (vernis mou) Tafeln. VII, 14 Bl. 22,5 x 32,0 cm. Halblederband d. Z. (beschabt, bestoßen und mit kleinen Fehlstellen) mit goldgeprägtem Deckelschild. London, James Whiting für Testolini, (1812).
Abbey 149. Vgl. Thieme-Becker 22, S. 376. – John Laporte (1761-1839) lebte ab 1779 in London und verkehrte in dortigen Künstlerkreisen. "Ab 1807 war er Gründungs-Mitgl. der Associated Artists in Watercolours ... 1834 wurde er Mitgl. der New Watercolour Society. Laporte malte vornehmlich Landschaften in Auqatinta und Gouache ... Im Medium der Weichgrundätzung schuf und publizierte L. Anleitungen für die Herstellung von Aqua. und Zeichnungen." (AKL 83, S. 185), er war also aufgrund seiner Vorlieben prädestiniert für ein Lehrbuch, in dem die vollständigen Schritte einer richtigen Kolorierung von Grafiken bzw. das Aquarellieren aufgezeigt werden. Die Tafeln zeigen alle Zustände eines Kolorits von der ersten leichten Tönung bis zur voll ausgeführten Fassung. Die Textblätter zum Teil mit kleinen kolorierten Farbfeldern als Muster. Auf kräftigem Velin teilw. mit Wasserzeichen "Russell & Co. 1810" u. "E. & P. 1805" (Text) bzw. "Whatman 1808" (Tafeln). Selten kommen auch Exmplare mit einem gestochenen Anzeigenblatt für Testolini vor. – Vorderer fliegender Vorsatz entfernt. Spiegel vorne bis Tafel vier mit kleiner werdendem Braunfleck im oberen Rand. Vereinzelt etwas finger- u. farbfleckig. Selten

Lot 1239, Auction  128, Lauermann, Albert, Moderne Stuckdecken in Gypsoxylinstuck

Lauermann, Albert
Moderne Stuckdecken in Gypsoxylinstuck
Los 1239

Schätzung
300€ (US$ 345)

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(Lauermann G.m.b.H., Albert). Moderne Stuckdecken in Gypsoxylinstuck. 61 Lichtdrucktafeln (nummeriert: Tafel 125 bis Tafel 185). Flexibler dunkelroter OLeinenband mit schwarzgeprägtem Deckeltitel sowie Jugendstil-Blumenornament (etwas angeschmutzt und minimal bestoßen). 29 x 35 cm. O. O., Drucker, Verlag und Jahr (Detmold ca. 1907).
Vgl. A. Fink, Zur Geschichte und Bedeutung der Stuckfabrik Lauermann in Detmold, in: Historismus in Lippe, 1994, S. 159-170; entspricht am ehesten dem Musterbuch 5 "Moderne Stuckdecken / Serie III" mit 72 Tafeln (Abb. 9) und Musterbuch 8 "Album IV / Moderne Stuckdecken" (103 Tafeln). – Aus einer bis zu zehn Teile umfassenden Serie von Musterbüchern der Albert Lauermann GmbH, Etablissement für Stuckausführungen in Detmold. Nach einer Ausbildung zum Bildhauer und Modelleur bei Wilhelm von Rümann in München gründete Albert Lauermann (1866-1953) in Detmold 1890 seine eigenen Kunstwerkstätten. 1902 erfand er das "Stuccolin" und das "Gipsoxylin", "die im Gegensatz zu den klassischen Rezepturen Anteile von Harz enthielten und damit eine vorher nicht gekannte Bruchfestigkeit und Leichtigkeit erhielten" (Wikipedia). Auf der Internationalen Ausstellung für moderne dekorative Kunst in Turin 1902 erhielt er dafür eine Auszeichnung. Beide Stoffe begründeten den Erfolg der Lauermannschen Werkstätten als weltweit tätiger Stuckversender. Im Gegensatz zu anderen Katalogen zeigen die Tafeln keine Details sondern ganze Decken im Jugendstil und Neurokoko ("Louis XVI."). – Innen sauber, nur Tafel 125 mit einer "Skizze für eine Diele" mit kleinem Wasserrand. – Autographierte Preisliste "completer Decken lt. Deckenalbum Serie II (rother Umschlag)".

Lot 1240, Auction  128, Leonardo da Vinci, Tractat von der Mahlerey. Nürnberg, Weigel, 1747. - Zweite deutsche Ausgabe

Leonardo da Vinci
Tractat von der Mahlerey. Nürnberg, Weigel, 1747. - Zweite deutsche Ausgabe
Los 1240

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Leonardo da Vinci. Tractat von der Mahlerey. Aus dem Italiänischen und Frantzösischen in das Teutsche übersetzet; auch mit beygefügtem Leben des Auctoris zum Druck befördert von J. G. Böhm. Zweyte Auflage. 11 Bl., 200 S., 5 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 28 teils gefalteten Kupfertafeln und zahlreichen Textholzschnitten. 23 x 18 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (etwas berieben, mit schwachen Schabspuren) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Nürnberg, Andreas Bieling für Christoph Weigel, 1747.
Ebert 23623. Schlosser 144. Graesse VI/II, 328. Verga 8. Ornamentstichsammlung 4616. Thieme-Becker XV, 203 – Zweite deutsche Ausgabe des häufig übersetzten theoretischen Hauptwerks Leonardo da Vincis (1452-1519), die erste deutsche Ausgabe erschien 1724. Unter Neuordnung der Kapitel übertragen aus der 1651 erschienenen ersten italienischen und ersten französischen Ausgabe. – Etwas gebräunt und braunfleckig, sonst wohlerhalten. Die Kupfer auf blattgroße Falze montiert.

Lot 1241, Auction  128, Lepautre, Jean, Sammlung von 55 Kupfertafeln und 8 Lithographien

Lepautre, Jean
Sammlung von 55 Kupfertafeln und 8 Lithographien
Los 1241

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Lepautre, Jean. Sammlung von 55 Kupfertafeln und 8 Lithographien. 26 x 17,5 cm. Halbleder d. Z. (stark lädiert, mit größeren Fehlstellen und Einrissen an den Kapitalen) goldgeprägter RTitel. Paris, Pierre Mariette, Mondhare und Le Blond, 1659.
Privat zusammengestellte Sammlung verschiedener Kupferstiche und Lithographien des französischen Künstlers Jean Lepautre (1618-1682) aus verschiedenen Offizinen. Dargestellt sind Embleme, dekorative Friese, prunkvolle Gefäße und Trophäen sowie zahlreicher Wanddekor. – Vorderes Innengelenk offen, Blätter teils lose, fleckig, teils knapp beschnitten und montiert auf Papier, knickspurig, mit wenigen Einrissen und kleinen Fehlstellen.

Lot 1242, Auction  128, Linse, Eduard, Aus meiner Praxis. Sammlung ausgeführter Bauten

Linse, Eduard
Aus meiner Praxis. Sammlung ausgeführter Bauten
Los 1242

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Linse, Eduard. Aus meiner Praxis. Sammlung ausgeführter Bauten. Band I (alles Erschienene). Ein Wohnhaus in Aachen. 2 Bl. Mit 76 (recte 67) Tafeln (9 chromolithographierte von M. Seeger, die übrigen Lichtdrucke von M. Rommel, beide in Stuttgart). 44 x 33 cm. OHalbleder mit Rückenvergoldung und Schwarzprägung (Rücken verfärbt, Rückendeckel mit einigen kleinen Kratzern). Aachen, Selbstverlag, (1892).
Brand-Evers 1641. Savelsberg, Aachener Gelehrte, CCCLVII. MNE I, 430. – Einzige Ausgabe. Eduard Linse (1848-1902) studierte an der TH in Aachen und baute u.a. das Burtscheider Kurhaus (1889) sowie den hier vorgestellten Privatpalast für die Familie Cassalette (1892). Heute hat hier das Suermondt-Ludwig-Museum seinen Sitz. Linse gilt als der wichtigste Vertreter der historistischen Architektur in Aachen. Die Tafeln nach Zeichnungen und Photographien zeigen vor allem die üppige Inneneinrichtung, außerdem die Fassade, Grundrisse sowie Details. Tafel 59ff. sind jeweils als chromolithographierte Doppeltafel gezählt und stellen die prachtvollen Deckenplafonds im Stil der Neorenaissance dar. Am Bau waren u.a. die folgenden Künstler oder Firmen beteiligt: Wilhelm Albermann (1835-1913; Bildhauerarbeiten Fassade), A. Fischer (Bildhauerarbeiten innen), Paul Stotz (1850-1897; Bronzearbeiten), Johann Matthäus Keuffel (geb. 1841; Deckengemälde), Eduard Puls (Kunstschmiedearbeiten), F. W. Rottmann (Gobelins u. Möbel), P. Kessel (Marmorarbeiten). – Innen sehr gut erhaltenes Exemplar.

Lot 1243, Auction  128, Longhi, Giuseppe, Die Kupferstecherei oder die Kunst in Kupfer zu stechen und zu äzen

Longhi, Giuseppe
Die Kupferstecherei oder die Kunst in Kupfer zu stechen und zu äzen
Los 1243

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Longhi, Giuseppe. Die Kupferstecherei oder die Kunst in Kupfer zu stechen und zu äzen. Aus dem Italienischen übersetzt von C(arl) Barth. 2 Teile in 1 Band. 4 Bl., 368 S.; VI S., 1 Bl., 187 S., 2 Bl. Mit 2 gefalteten Kupfertafeln. 17,5 x 10,5 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. (etwas berieben und leicht bestoßen, Gelenke und Rücken stärker beschabt) mit Rvergoldung und goldgeprägtem RSchild. Hildburghausen und Meiningen, Kesselring, 1837.
Erste deutsche Ausgabe der zuerst 1830 in Mailand unter dem Titel La Calcografia erschienenen Theorie der Kupferstecherei. Behandelt getrennt voneinander den theoretischen und praktischen Teil. Die beiden Kupfer zeigen verschiedene Grabstichel. – Vorsätze etwas leimschattig, sonst sauber und frisch. - Selten.

Lot 1244, Auction  128, Mala Gallina, Malum Ovum, Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen. Im zweyten Centi-Folio hundert Ausbündiger Närrinnen.

Mala Gallina, Malum Ovum
Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen. Im zweyten Centi-Folio hundert Ausbündiger Närrinnen.
Los 1244

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Mala Gallina, Malum Ovum. Das ist: Wie die Alten sungen, so zwitzern die Jungen. Im zweyten Centi-Folio hundert Ausbündiger Närrinnen. 4 Bl., 452 S., 2 Bl. (Register). Mit Kupfertitel und 95 (von 100) Kupfertafeln. 19,5 x 15,7 cm. Leder d. Z. (stärker berieben, beschabt und etwas bestoßen, Kapitale abgeschürft, Gelenke brüchig). Wien, Andreas Heyinger für Christoph Weigel, 1713.
Erste Auflage der Zusammenstellung närrischer Gepflogenheiten von Frauen, die in "hundert schönen Kupffern moralisch vorgestellt" werden. Jede der Tafeln wird von einem kurzen, sechszeiligen Gedicht zum jeweiligen Laster erläutert. Von vielen fälschlicherweise dem Beststellerautor seiner Zeit Abraham a Sancta Clara (1644-1709) zugeschrieben, bleibt der Verfasser dieses Werkes anonym.
Benannt werden die verschiedensten Eigenschaften, die eine Frau nicht haben solle. Neben Lastern wie unfreundlich, arglistig und "undanckbar", fallen hierunter auch betrogene, sorglose, verliebte, unwillige, singende, freie, reisende oder "super kluge" Närrinnen. Ebenso wenig wie hunde- oder katzenbegeistert, sollte eine Frau zu kleider-, kinder- oder sprachbegeistert sein. Wo eine "Magd-plagende", ebenso wie eine "Mann-plagende" Frau unerwünscht ist, zählt auch eine "musicierende" oder gar "tanzende Närrin" zu den unpopulären Damen, die es nicht zu ehelichen gilt. Zu den Tugenden zählt es nicht zu krank, fürwitzig und belehrt zu sein, eigentlich nicht zu irgendwas.
Ist eine Frau zu hartnäckig, schwärmt der Ehemann seinen "Sauff-Brüder(n)" im Wirtshaus vom "Regenbogen im Gesicht" seiner Gattin vor - "welches ein Zeichen des Friedens" (S. 170). – Es fehlen 5 Kupfertafeln, nach dem Titel sind allerdings weitere 4 Tafeln zusammen mit einem Textbogen aus den "Centifolium Stultorum In Quarto. Oder Hundert Ausbündige Narren" (S. 185-200) zusätzlich eingebunden, darunter "Hauß-Narr", "Der Jungfrau Narr", "Jubelen-Narr", "Kriegs-Narr", Kupfertitel konturbeschnitten und aufgezogen, Titel hinterlegt,

Merian, Matthaeus
Todten-Tanz, wie derselbe
Los 1245

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Merian, Matthaeus. Todten-Tanz, wie derselbe in der löbl. u. Welt-berühmten Stadt Basel, als ein Spiegel menschlicher Beschaffenheit künstlich gemahlet und zu sehen ist ... 98 S. Mit gestochenen Titel und 43 Textkupfern von A. Chovin nach Math. Merian. 22,5 x 16,5 cm. Pappband d. Z. (berieben, bestoßen, Kapitale mit Fehlstellen) mit hs. RSchild. Basel, Birmann u. Söhne, o. J. (1830).
Massmann-Taepper, 78, 13. Oppermann, Kat. 414, 1130 – Letzte Ausgabe von Merians Totentanz mit den von J. A. Chovin aufgestochenen Platten. "Sehr seltene Ausgabe, die ein überaus interessantes und kulturhistorisch wertvolles Vorwort besitzt. Die Merian'schen und Chovin'schen Totentanz-Folgen mit ihren verschiedenen Ausgaben sind von zwei Standpunkten aus als sehr interessant zu bezeichnen: vom rein bibliographisch-graphischen und vom kulturhistorischen. Bibliographisch-graphisch kann es sicher als Unikum gelten, dass eine Folge von über 40 Kupferplatten im Laufe zweier Jahrhunderte (1621-1830) immer wieder gebraucht wird mit den jeweiligen Verbesserungen, der Geschmacksrichtung der Zeit und der technischen Vervollkommnung der Graphik entsprechend. Wir können hier eigentlich von 4 Plattenzuständen sprechen, von denen die drei letzten in dieser Sammlung vertreten sind: I. Der Originalzustand, gestochen in Basel von Johann Jacob Merian, ca. 1620. II. Die Revidierung der Platten durch Matthäus Merian in Frankfurt, ca. 1649. III. Die Chovin'sche Verbesserung und Verfeinerung des Stiches, wiederum in Basel, ca. 1743. IV. Der Endzustand, von unbekannter Hand (Birmann?) für den Birmann'schen Verlag wurde 1830 hergestellt.
Kulturhistorisch gewertet, sind die Vorworte der verschiedenen Ausgaben jeweils die beste Illustration, wie sich der Mensch und seine Zeit mit der Idee des Todes und deren bildlicher Darstellung auseinandersetzte. Im Holbein'schen Totentanz, der entgültigen klassischen Formulierung, erreichte sie den Höhepunkt; unmittelbare Nachklänge herrschten noch am Anfang des 17. Jahrhunderts, wo die Auseinandersetzung mit der Todesidee einem inneren Drang entsprach, und der christliche Leser täglich seine Nichtigkeit vor Augen sieht. ‚... Ist er doch ein schändlich Koth, weil er noch lebte: und wann der Artzt schon lange daran flickt, so geht's doch endlich also, heut König, morgen todt: Und wann der Mensch tot ist, so fressen ihn die Schlangen und Würmer'. Aus der Bibel zitiert von Matth. Merian, 1649. Und 200 Jahre später, im Vorwort der Birmann'schen Ausgabe 1830: ‚... Nur ein barbarisches Zeitalter, in welchem die Wahrheiten des Evangeliums durch Aberglauben entstellt waren, durfte den Tod unter der scheusslichen Gestalt abbilden, in der wir ihn auf diesen Gemälden erblicken. Die Alten, welche überhaupt sehr selten Skelette malten, weil solche Gerippe nicht zu Gegenständen für die schönen Künste taugen, haben nie daran gedacht, die abstrakte Idee des Todes auf eine so widerliche Art zu versinnlichen'. Dem Zeitalter der Klassik, der Menschen Goethe und Winkelmann, konnte eine Ausgabe solch alter Totentanz-Folgen nur noch ein rein äusserliches, kunst- und kulturhistorisches Interesse entgegenbringen, innere Erbauung war ausgeschlossen, und tatsächlich wollter der Verleger nur ‚... ein Denkmal wieder die Erinnerung bringen, welches den Geist des Mittelalters auf eine so sprechende Weise bezeichnet.' Birmann, 1830" (Oppermann). Mit französischen und deutschen Text. – Etwas braun- und fingerfleckig, vereinzelt mit Einrissen sonst gutes Exemplar. Mit teils sehr gratigen Kupfern.

Lot 1246, Auction  128, Meulen, Adam Frans van der, Le Roy dans sa calleche ... La reine allant à Fontainebleau

Meulen, Adam Frans van der
Le Roy dans sa calleche ... La reine allant à Fontainebleau
Los 1246

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Meulen, Adam Frans van der. Le Roy dans sa calleche accompagné des Dames dans le bois de vincennes. La reine allant à Fontainebleau accompagnée de ses gardes. 2 Kupferstiche von A. F. Baudouins nach A. F. van der Meulen. 53 x 80,5 cm. Unter Glas in goldgeprägter Holzleiste. Paris, Manufactures Royales des Gobelins, um 1690.
Die beiden Stiche sind nach Gemälden des flämischen Künstlers Adam Frans van der Meulen (1632-1690) und zeigen den König und die Königin auf Ihren Ausflügen. – Papierbedingt gebräunt, mit Mittelfalz, stockfleckig und ein Blatt mit kleinem hinterlegtem Einriss. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Lot 1247, Auction  128, Miglianico, Paolo da, Plan du Saint-Sépulcre

Miglianico, Paolo da
Plan du Saint-Sépulcre
Los 1247

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Miglianico, Paolo da. Plan du Saint-Sépulcre. Kupferstich. 60 x 66,5 cm (Plattenrand). Paris 1715.
Grundriss der Saint-Sépulcre von Paolo da Miglianico mit sieben Darstellungen des Kreuzweges am oberen Rand, verschiedenen Heiligen Figuren innerhalb des Gebäudes, einem Wappen und einer größeren Insetkarte mit dem Heiligen Franziskus von Assisi – Leicht knickspurig und stockfleckig sowie mit kleinen Einrissen.

Lot 1248, Auction  128, Milizia, Francesco, Del teatro

Milizia, Francesco
Del teatro
Los 1248

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Milizia, Francesco. Del teatro. VIII, 100 S. Mit gestochener Titelvignette und 6 gefalteten gesochenen Tafeln (1 signiert M. Sebastian Giampiccoli). 26,5 x 19 cm. Geheftet mit altem Umschlag aus kräftigem weißem Papier (Einband angestaubt, oberes Kapital eingerissen). Venedig, Presso G. Pasquali, 1773.
Fowler 196. Cicognara 764. Kat. Ornamentstichslg. Berlin 2793. Nicht bei RIBA. – Zweite Ausgabe des interessanten Werkes zum Theaterbau, nur zwei Jahre nach der sofort konfiszierten ersten Ausgabe vom Dezember 1771 erschienen. "Der einflußreichste italienische Architekturtheoretiker am Ende des 18. Jahrhunderts" (Kruft) F. Milizia (1725-1798) gibt eine Einführung in die Geschichte des Theaters inklusive Dekorationen sowie Beschreibung antiker und moderner Theaterbauten. Von besonderem Interesse sind die S. 86-92, die die "Idea d'un Teatro Nuovo" nach Entwurf des Architekten Vincenzo Ferrarese enthalten. Dieser (geb. 1741 u. 1777 in London nachweisbar) war Architekt in Dienste des Königs von Neapel-Sizilien (vgl. Ferdinando Fuga 1699-1999 (Neapel, 2001) S. 153-160 mit Abb.). Sein Entwurf folgt antiken Vorbildern und sieht ein von einer Kuppel überwölbtes Amphitheater vor (dazu auch die 6 Tafeln). – Minimal fleckig, gering angestaubt, eselsohrig. Name des Verfassers auf dem Titel handschriftlich ergänzt. Spiegel mit Besitzvermerk.

Lot 1249, Auction  128, Montfaucon, Bernard de, L'antiquité expliquée

Montfaucon, Bernard de
L'antiquité expliquée
Los 1249

Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)

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Montfaucon, Bernard de. L'antiquité expliquée, et représentée en figures. 10 Bände und 5 Supplemente, zusammen 15 Bände. Titel in Rot und Schwarz. Mit 10 gestochenen Titelvignetten, zahlreichen gestochenen Textvignetten und 1127 (statt 1397) zumeist doppelblattgroßen Kupfertafeln. 39,5 x 25 cm. Leder d. Z. (berieben, Kapitale bestoßen, teils mit Schabspuren) mit RVergoldung und 2 goldgeprägten RSchildern. Paris, Florentine Delaulne, 1719-1724.
Cioranescu 47006. Cohen/R. 731. Graesse IV, 590. Brunet III, 1861f. Lipperheide Ba 6. – Erste Ausgabe des monumentalen Illustrationswerks, eine Quelle ersten Ranges zur Geschichte der Archäologie und des Sammlungswesens vor dem Hintergrund der "Querelle des anciens et modernes". Auf den Tafeln ist die ganze Antike, ihre Götterwelt, Kultpraxis, Kriegstechnik, Architektur, Kunsthandwerk etc. dargestellt. Die Supplementebände sind nur einmal aufgelegt worden. – Es fehlen das gestochene Frontispiz und das Portrait. Etwas fleckig, Titel mehrfach gestempelt, stellenweise mit Wurmgängen, einige Tafeln lose.

Lot 1250, Auction  128, Müller-Kaempff, Paul, Ahrenshoop. Sommertage am Ostseestrande

Müller-Kaempff, Paul
Ahrenshoop. Sommertage am Ostseestrande
Los 1250

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Müller-Kaempff, P(aul). Ahrenshoop. Sommertage am Ostseestrande (Deckeltitel). Mit 10 Tafeln nach Federzeichnungen von Paul Müller-Kaempff. 18,5 x 25,5 cm. Lose Blatt in illustrierter OHalbleinenmappe (stärkere Gebrauchsspuren). (Berlin-Schöneberg 1897).
Seltene Reproduktionsfolge mit malerischen Ansichten aus der Künstlerkolonie auf dem Darß. – Rechte obere Ecke durch Feuchtigkeit etwas gewellt und schwach rötlich verfärbt. Über den KVK lediglich ein Eintrag im Verbundkatalog Hessen, jedoch ohne Standortnachweis.

Lot 1251, Auction  128, Palladio, Andrea, The first book of Architecture

Palladio, Andrea
The first book of Architecture
Los 1251

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Palladio, Andrea. The first book of Architecture. The twelfth Edition corrected and enlarged. 2 Bl., 206 S., 1 Bl. Mit gestochenem Titel, 71 teils gefalteten Kupfertafeln und mehreren Textholzschnitten. Titel in Schwarz und Rot. 19 x 14,5 cm. Modernes Leder (berieben, bestoßen, oberes Kapitel mit größerer Fehlstelle) mit goldgeprägtem RTitel unter Verwendung der ursprünglichen Lederdeckel. London, A. Bettesworth, 1733.
Englische Ausgabe des bekannten Architektur-Werkes vom römischen Architekt Andrea Palladio (1508-1580). – Vorsätze erneuert und stärker papierbedingt gebräunt. Insgesamt etwas gebräunt, leimschattig, finger- und braunfleckig, vereinzelt mit Fehlstellen sowie leicht knickspurig.

Percier, Charles
Description des ceremonies
Los 1252

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Die Krönung Napoleons in einem Prachtexemplar
Percier, Charles, und Pierre Fontaine. Déscription des cérémonies et des fêtes qui ont eu lieu pour le couronnement de leurs Majestés Napoléon, empereur des Français et roi d'Italie et Josephine, son auguste épouse. 2 Bl., 24 S., 2 Bl. Mit großer gestochener Kopf- und Schlussvignette und 12 Kupfertafeln. 62 x 46 cm. Halbleder d. Z. (Rücken und Ecken erneuert, etwas berieben) mit großem goldgeprägten Lederdeckelschild. Paris, Leblanc, 1807.
Vinet 532. – Prachtdruck zur Kaiserkröung Napoleons am 2. Dezember 1804 in der Kathedrale Notre-Dame zu Paris, beschrieben und gestochen in Umrisskupfern von den Künstlers Charles Percier (1764-1838) und Pierre François Leonard Fontaine (1762-1853). Die Tafeln zeigen Grundriss und Ansichten der für die Festlichkeiten höchst aufwändig geschmückten Nôtre-Dame mit Innen- und Außenansichten, dem Fest des Volkes, den Krönungsfeierlichkeiten etc. – Innengelenke neu verstärkt. Etwas braunfleckig und mit kleinen Einrisse, durchgehend wohlerhalten. Gestochenes Wappenexlibris "Holland House".

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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