Composition abstraite
Fettkreiden, Rötel und Gouache, teilweise laviert und gespritzt, auf Montgolfier-Velin. 1946-48.
64 x 49,2 cm.
Unten links mit Kohle signiert "SERGE POLiAKOFF", verso mit Graphitstift numeriert "P-380-".
Poliakoff I/48-16.
Die abstrakte Zeichnung entstand um das für Poliakoff wichtige Jahr 1946, als er am Salon des Réalités Nouvelles in Paris teilnahm, sich seine reiche Farbpalette auf wenige sanfte Töne reduzierte und er seine erste Lithographie schuf. In einem zeichnerischen Liniengerüst durchdringen und verschachteln sich verschiedene geometrische Formen und schweben im undefinierten Bildraum. Sanfte, flächige Farbakzente erreicht Poliakoff durch das Aufspritzen von Rot und Blau, teils mit schablonenartigen Aussparungen. Figurative Anklänge sind vollständig aufgelöst; stattdessen entfaltet die Linie aus der Mitte heraus ein rhythmisches Muster, das später in seinen farbintensiven, organisch anmutenden Farbflächen der Malerei fortwirkt. Dieser Übergang zur Abstraktion zeigt sich wunderbar an einer weiteren, blattgroßen Zeichnung verso "Liegender Akt" (Liegender Akt, Kohle und Gouache). Mit einer Fotoexpertise von Alexis Poliakoff, Archives Serge Poliakoff, Paris, vom 12.07.2000 (in Kopie). Das Werk ist dort unter der Nummer "846012" registriert.
Provenienz: Sotheby's London, Auktion 30.03.2000, Lot 101
Privatsammlung Rheinland
Ketterer, München, Auktion 277, 06.12.2002, Lot 153
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
Van Ham, Köln, Auktion 06.06.2024, Lot 521
Privatsammlung Rheinland
Ausstellung: Serge Poliakoff, Galerie Creuzevault, Paris 1957 (Ausst. Kat Nr. 2, mit Abb.)
Literatur: Dora Vallier, Serge Poliakoff, Les Cahiers d'Arts, Paris 1959, S. 43 (mit Abb.)
Jean Cassou, Serge Poliakoff, Amriswil 1963, Nr. 3 (mit Abb.)
Gérard Durozoi, Serge Poliakoff, Expressions contemporaines, Angers 2001, S. 131
Composition grise, verte et bleue
Farblithographie auf Velin. 1966.
48 x 63 cm (63,3 x 80 cm).
Signiert "Serge Poliakoff". Auflage 150 num. Ex.
Rivière 54.
Herausgegeben von der Erker Presse, St. Gallen, mit deren Blindstempel unten links. Rivière notiert eine Auflage von 200 signierten Exemplaren. Eine unsignierte Auflage erschien als Ausstellungsplakat des Kunstmuseums St. Gallen von 1966. Ausgezeichneter Druck mit Rand.
Composition orange et verte
Farblithographie auf Velinkarton. 1964.
61 x 45,1 cm (70 x 49,2 cm).
Signiert "Serge Poliakoff". Auflage 300 num. Ex.
Poliakoff/Schneider 43.
Gedruckt bei H.P. Alvermann, Düsseldorf, herausgegeben von den Städtischen Kunstsammlungen, Bonn, mit deren Blindstempel unten links. Prachtvoller Druck mit Rand.
Freundinnen II
Bronze mit schwarzbrauner Patina, auf grauen Marmorsockel montiert. Um 1933.
16,7 x 7,8 x 7,5 cm.
Verso unten (teils undeutlich) signiert "M. KOG(AN)".
Henkel 165 (in den Maßen minimal abweichend).
Eines der Lieblingsthemen Kogans war der weibliche Akt, in dessen Darstellungen er sich von Renoir wie auch von Rodin und Maillol beeinflusst zeigt. Die Bronze mit offener Rückseite, im Grunde ein Hochrelief, zeigt sich in locker schwingender Bewegtheit und lebendiger, etwas rauer Oberfläche. Die Auflage der um 1933 gegossenen Bronzen betrug wohl 6 Exemplare; zudem wurde um 1960 mindestens ein späterer Guss angefertigt (vgl. moisseykogancr.org). Prachtvoller Guss mit schöner Patina.
Gesamthöhe mit Sockel: 21,3 cm.
Provenienz: Privatsammlung Amsterdam
Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Baumeister, Willi
Salome IV (Variante): Der Prophet schmäht Herodias
Los 7155
Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)
Salome IV (Variante): Der Prophet schmäht Herodias
Kreide, Feder in Schwarz und Kohle auf halbtransparentem Velin. 1946.
20 x 30,8 cm.
Baumeister 1372.
Zeichnung zur Lithographie gleichen Titels, ebenfalls 1946 entstanden als Blatt 6 der Mappe "Salome und der Prophet" (Spielmann/Baumeister 59). Das Spätwerk Baumeisters beherrscht "ein Vokabular von amorph-figürlichen, zeichenhaft überlieferten archaischen Reliefstrukturen, dialogisch, landschaftlich, schwebend, in Bewegung" (Dietmar J. Ponert, Willi Baumeister, Stuttgart 1988, S. 28). Sowohl die Abstraktion in den typischen weichen, vereinfachten Formen als auch die Verrätselung erkennbarer Bildinhalte zeigt sich in unserer Arbeit. Die kräftigen Konturen der Figuren stehen in einem schönen Gegensatz zu den in Frottagetechnik gestalteten, wabenförmigen Untergrundmustern. Beigegeben: Eine signierte Farblithographie von Willi Baumeister, "Komposition", 1947 (Spielmann 144 b).
Provenienz: Hauswedell & Nolte, Hamburg, Auktion 259, 07.06.1985, Lot 94
Privatbesitz Hessen
Montaru
Farbserigraphie auf festem Velin. 1953/54.
54,5 x 65 cm (63 x 75 cm).
Signiert "Baumeister" und datiert. Auflage 90 num. Ex.
Spielmann 38, Spielmann/Baumeister 196.
Prominentes, großformatiges Motiv aus der wohl bekanntesten Serie Baumeisters, entstanden zwischen 1953 und 1955 in der Technik des Seidensiebdrucks bei Poldi Domberger in Stuttgart, dessen Druckerei sich im gleichen Gebäude befand wie Baumeisters Atelier. Prachtvoller Druck mit kleinem Rand.
Brecht mit Zigarre (Statuette I)
Bronze mit schwarzer Patina auf Bronzeplinthe. 1957/58.
49,5 x 16,5 x 14,5 cm.
Verso hinter dem rechten Bein auf der Plinthe signiert "Seitz".
Grohn 121.
Der runde Kopf, die etwas schiefe Nase und die eng zusammenstehenden Augen machen die charakteristische Gestalt Bertolt Brechts auf den ersten Blick erkennbar. Mit leichter Stilisierung und Reduktion der Formen verleiht Seitz der Figur eine fast monumentale Einfachheit. Nachdem er 1949, in der Zeit des Kalten Krieges, den Nationalpreis der DDR entgegengenommen hatte und Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin (Ost) wurde, suspendierte man Seitz von seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule für bildende Künste und erteilte ihm mit sofortiger Wirkung Hausverbot. Er zog in den Ostteil der Stadt um, 1958 weiter nach Hamburg. In dieser Zeit der Umbrüche entstand die Figur des stehenden Dichters. "Den Bildhauer verband mit dem Dichter eine lange vertrauensvolle Freundschaft und der gemeinsame Kampf gegen die Gängelung durch die Obrigkeit der DDR, die die Lehrtätigkeit an der Akademie argwöhnisch überwachte. Dennoch begann er die Arbeit an seinem Porträt erst nach dem Tod Brechts im Jahr 1956. Über 11 Jahre hinweg beschäftigte ihn das Bildnis. Die zahlreichen Zeichnungen, die Statuetten, Masken und Köpfe, die alle aus dem Gedächtnis entstanden, sind Zeugnis seines intensiven geistigen Dialogs mit dem Dichter und dem privaten Brecht (...) Die Statuetten von 1957/8 scheinen die Wiedergabe eines alltäglichen Erlebnisses einer Theaterprobe zu sein, die Brecht leitete und der Seitz häufig zusah. Die starke Reduzierung aber aller narrativen Details zeigt, dass Seitz hier keinen vorübergehenden Moment festhalten wollte, sondern das Typische, das Gültige in der Haltung des verehrten Freundes." (Brigitte Heise, in: Gustav Seitz. 50 Köpfe, Hamburg 2013, S. 18). Grohn sind elf Güsse bekannt. Prachtvoller Guss mit homogener Patina.
Provenienz: Privatsammlung Berlin
"Al Bar: Bevitore"
Öl auf strukturierter Malpappe.
39 x 29 cm (Passepartoutausschnitt).
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "Inos", verso betitelt und mit den Maßangaben.
Die tiefe Dunkelheit der Augen lässt das Gesicht des Trinkers in der Bar maskenhaft leer erscheinen. Charakteristisch leuchtende Farben verwendet der Künstler für die stilisierte sitzende Figur vor dunklem Hintergrund. Der Maler, Bühnenbildner, Graphiker und Zeichner Inos Corradin, ausgebildet an der Accademia di Belle Arti di Venezia, lebt seit 1950 in Brasilien. Seine farbintensiven, humorvollen Landschaften, Figuren und Stilleben stellte er in zahlreichen Einzelausstellungen, u.a. in Italien, Israel, Deutschland, der Schweiz, den Vereinigten Staaten, Argentinien und Kanada, aus.
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
Östliche Segler
Öl auf Malpappe. 1948.
40 x 74 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert "Theo Hölscher" und datiert, verso wohl nochmals signiert, datiert und betitelt.
Kristalline geometrische Formen und eine harmonische, gedeckte Tonalität in ausgewogenem Hell-Dunkel bestimmen die Küstenszenerie mit Segelschiffen. Hölscher, ausgebildet 1919-22 an der Akademie in Kassel, war 1927 Mitbegründer der Gruppen "Junges Westfalen" in Hamm und "Schanze" in Münster. Nach dem Krieg und kurz vor Entstehen des vorliegenden Gemäldes gehörte er zu den Gründern des Westdeutschen Künstlerbundes in Hagen. Dass er sich bald darauf der gegenstandlosen Malerei zuwandte, deutet sich in der Abstraktion des Gemäldes "Östliche Segler" bereits an.
Provenienz: Venator & Hanstein, Köln, Auktion 01.10.2022, Lot 822
Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Zwischen den Mauern
Öltempera auf grober Leinwand, in Atelierleiste. 1954.
77 x 118 cm.
Unten links mit Pinsel in Braun signiert "Kliemann" und datiert.
Kliemann B 54,6.
Eine dystopische Szenerie: Mauern durchziehen kantig die gesamte Breite der menschenleeren Landschaft mit den finster-kahlen Bäumen. Tiefschwarze Schatten und scharfe, zackige Konturen sowie die dunkeltonige Palette verleihen der spannungsreichen Komposition einen düsteren Zauber. Seinen zentralen Darstellungsmotiven treu bleibend, schuf Kliemann in den 1950er Jahren eine überschaubare Anzahl an Ölgemälden und diverse, in der Komposition ähnliche Farbholzschnitte.
Provenienz: Privatsammlung Berlin
"Komposition Furi"
Mischtechnik mit Aquarell, Schnüren, Draht und Collage unterschiedlicher Materialien auf dicker Pappe, auf weiß bemalten Keilrahmen montiert. 1963.
42 x 29,9 cm.
Verso mit Kugelschreiber signiert und bezeichnet "Carl Buchheister Hannover", datiert, betitelt und mit Größenangaben.
Buchheister/Kemp 1963/11.
In dieser ungewöhnlichen Collage experimentiert Buchheister ein Jahr vor seinem Tod mit einem ideenreichen Materialmix und schafft haptische Akzente durch das Aufkleben von ovalen Objetekn, teils als Fragmente, mit rauer Oberfläche in der Anmutung von Kartoffelchips.
Provenienz: Galleria Milano, Mailand (rückseitig mit Galerieetikett)
Andreas Sturies, Düsseldorf, Auktion 16.11.2002, Lot 34
Privatsammlung Rheinland
Ausstellung: Galleria L'Attico, Rom, 13.03.1965, Kat.-Nr. 26, S. 30 (mit Abb.)
Galleria Senior, Rom 1968, Kat.-Nr. 13
Weiblicher Kopf und Katze
Pinsel und Feder in Schwarz auf Velin.
29,4 x 20,8 cm.
In spinnenwebfeinen Verästelungen verläuft die Tusche auf dem angefeuchteten Papier, so dass die sparsamen, elegant geschwungenen Federlinien sich in phantastischen Formationen ausbreiten und verwandeln. Der Schönheit und Eleganz der Frauengestalt mit der zarten Katze unten links tut dieses Spiel der Künstlerin mit den Zufälligkeiten der Farbverläufe jedoch keinen Abbruch.
Provenienz: Grisebach, Berlin, Auktion 192, 26.11.2011, Lot 783
Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Abstrakte Komposition
Aquarell, Deckweiß und Pinsel in Schwarz auf Japan.
50,5 x 74,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Grau monogrammiert "H.H.".
Dynamische Komposition in leuchtend-transparenter Farbigkeit und mit lebendiger Kontrastwirkung. Geradezu explosiv streben die geometrischen Farbflächen auseinander, konturiert von spitzwinklig aufeinandertreffenden Geraden. Die Orlik-Schülerin Hannah Höch wusste sich im "Männerclub" der Berliner Dadaisten zu behaupten. Sie war nicht nur Muse und kooperative Freundin von Arp, Schwitters und van Doesburg, sondern vor allem höchst produktiv in ihrem eigenen vielseitigen Schaffen. Höch blieb zwar in bestimmten Farben und Mustern auch später ihren Lösungen der 1920er Jahre treu, entwickelte sie aber mannigfaltig weiter.
Provenienz: Irene Lehr, Berlin, Auktion 25.10.2014, Lot 176
Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Ohne Titel
Collage. Offset und farbige Tonpapiere auf Velin. 1950er Jahre.
60 x 42 cm.
Unten links monogrammiert (collagiert) "h".
Die detailreiche abstrakte Komposition führt Behrens-Hangeler in seiner bevorzugten Technik der Collage aus. Sie zeugt von seinen künstlerischen Wurzeln im Berlin der 1910er Jahre. Der Collagetechnik blieb er treu und verband mit ihr später sein Interesse für experimentelle Fotografie. Von 1949 bis 1963 war er als Lehrer für Farblehre und Maltechnik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee tätig, zu seinen berühmtesten Schülern gehört Georg Baselitz.
Provenienz: Nachlass des Künstlers
Grisebach, Berlin, Auktion 31.05.2014, Lot 1031
Privatbesitz Rheinland
Ohne Titel
4 Décollagen, je auf festem, mit Packpapier überzogenem Unterlagekarton. 1963.
Je 28,5 x 19,5 cm.
Alle mit Bleistift signiert "aeschbacher" und datiert.
Nach seiner Ausbildung an der École des Beaux-Arts in Genf schloss sich der Schweizer Künstler Arthur Aeschbacher ab 1959 den Affichisten des Nouveau Réalisme an, die Abrisse von Plakaten in sogenannten Décollagen neu kombinierten und zusammenklebten.
Provenienz: Privatsammlung Rheinland
Abstrakte Komposition (Schiffe und Brücke)
Tempera auf dicker Malpappe. 1950.
26 x 42 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Hellgrau signiert "Arnold Fiedler" und datiert.
Nicht bei Schoop.
Mit spielerischer Leichtigkeit und harmonierender Farbigkeit bewegt sich Fiedler in dieser Arbeit zwischen einer noch gegenständlich lesbaren Bildsprache und zunehmender Abstraktion, zu der er sich nach dem Zweiten Weltkrieg früh bekennt. Die Arbeit gehört als weitere Variante in eine Werkgruppe, die er zwischen 1950 und 1951 schuf und die im Werkverzeichnis von Uta Schoop mit den Titeln „Hafen mit Brücke“ bzw. „Schiff mit Brücke“ gelistet werden (vgl. Schoop G 79, 80, 86). Fiedler, der vor dem Krieg in München von Hans Hofmann ausgebildet wurde und später der Hamburgischen Sezession angehörte, emigrierte 1938 nach Paris, bevor er in den Volkssturm einberufen wurde. Zurück in Hamburg nach dem Krieg, blieben seine Nähe zur französischen Avantgarde und seine intensive Auseinandersetzung mit dem französischen Surrealismus, während er sich parallel dem Informel und Tachismus zuwandte. Verso mit einer weiteren abstrakten Komposition, einer Variante von „Blaues Zimmer“ (vgl. Schoop G 81 und 82).
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Pěšinky (Fußwege)
Enkaustik auf Hartfaser.
20 x 23 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Weiß signiert "V. Kiml", verso auf Klebeetikett typographisch mit der Künstleradresse, betitelt, mit den Maßangaben und bezeichnet "vosk.tech." sowie handschriftlich "79028" und "13" (gestrichen).
Die poetische Komposition in harmonischer, warmer Farbgebung scheint in einer Grenzwelt zwischen Traum und Realität angesiedelt zu sein. Kiml beendete seine Ausbildung in Prag an der Akademie der Bildenden Künste bei Emil Filla 1952. 1960 schloss er sich der Künstlergruppe "Etapa" an. Spielerisch integriert er Elemente des Surrealismus und Stilmittel Paul Klees in seine Gemälde.
Provenienz: Privatbesitz Brandenburg
Vol de nuit (Oiseau XII)
Farblithographie auf Arches-Velin. 1957.
38,5 x 68,5 cm (54 x 76 cm).
Signiert "G Braque". Auflage 75 num. Ex.
Vallier 111.
Erschienen bei Maeght, Paris, in einer Gesamtauflage von 75 Exemplaren, zudem einige Künstlerexemplare; Druck Mourlot, Paris. Ganz prachtvoller, farbintensiver Druck des charakteristischen Motivs, mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.
Equinoxe (Tagundnachtgleiche)
Farblithographie auf Velin. 1962.
35 x 52,8 cm (54 x 77 cm).
Signiert "G Braque". Auflage 75 num. Ex.
Vallier 177.
Erschienen und gedruckt bei Adrien Maeght, Paris. Prachtvoller, farbiger Druck mit dem vollen, breiten Rand, rechts und links mit dem Schöpfrand.
Le ciel bleu
Farblithographie auf Japan. 1962.
17 x 24,5 cm (36,7 x 44,4 cm).
Signiert "G Braque". Auflage 75 num. Ex.
Vallier 175.
Erschienen und gedruckt bei Adrien Maeght, Paris. Prachtvoller, klarer Druck mit dem vollen, sehr breiten Rand.
Braque, Georges
Fenêtre I: Poissons bleus, aus: Si je mourais là-bas
Los 7171
Schätzung
3.000€ (US$ 3,409)
Fenêtre I: Poissons bleus, aus: Si je mourais là-bas
Farbholzschnitt auf Velin. 1962.
32 x 57 cm (47 x 74 cm).
Signiert "G Braque". Auflage 70 num. Ex.
Vallier 181.
Entstanden als Illustration zu Guillaume Apollinaires Werk "Wenn ich dort stürbe", erschienen in einer Gesamtauflage von 180 Exemplaren bei Louis Broder, Paris, Druck Féquet et Baudier, Paris. Die doppelblattgroßen Farbholzschnitte dienten als Schutzblätter zu Anfang und Ende des Buches. Prachtvoller Druck mit breitem Rand.
Abend in Forio, Ischia
Aquarell und Deckweiß über Bleistift auf dünnem Velin. 1950.
21,5 x 28 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Bargheer." und datiert.
Die kastenförmig geometrisierten Formen von Häusern und Vegetation fügt Bargheer zu einem dicht gefügten, kontrastreichen Mosaik zusammen, das die charakteristische kristalline Wirkung entfaltet. Hell leuchtet der Ort unter einem abendlich dunklen, intensiv kontrastierenden Himmel. Ansichten des Örtchens Forio malt und zeichnet Bargheer zeitlebens in immer neuen Variationen. Mit diesen Darstellungen bewegt sich der Künstler souverän in einem Zwischenreich zwischen gesehener Wirklichkeit und abstrahierter, ungegenständlicher Malweise.
Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
"22. Okt. 57"
Eiöltempera auf unregelmäßig geschnittener Leinwand. 1957.
Ca. 14,6 x 19 cm
Unten mittig rechts mit Pinsel in Rot signiert „Jules Bissier“ und datiert.
Poetisch reduzierte Formen und skripturale Zeichen in dezenten Farben, teils mit Goldelementen, dominieren diese kleinformatige Arbeit. Sie ist ein besonders schönes Beispiel aus einer Reihe ähnlicher Werke, die Bissier ab Mitte der 1950er Jahre mit Eiöltempera auf unregelmäßig geschnittenen oder gerissenen Leinen- oder Baumwollstücken fertigte. Die Arbeit ist im Archivio Bissier, Ascona, unter der Nummer "22.Okt.57_Diap.16 XXII/8XXIV", registriert.
Provenienz: Sotheby's Paris, Auktion Alias Daniel Cordier, 27.09.2018, Lot 7
Privatsammlung Rheinland
Ausstellung: Julius Bissier, Galerie Daniel Cordier, Paris, 1960, Kat.-Nr. 77 (mit Abb.)
Picador
Keramikschale (Aschenbecher). Weißer Scherben mit oxidiertem Paraffindekor, glasiert. 1952.
Durchmesser 15 cm.
Verso bezeichnet "Edition Picasso", dort mit den beiden Prägestempeln "Edition Picasso" sowie "Madoura Plein Feu" (unleserlich). Auflage 500 Ex.
A. Ramié 176.
Neben dem Picador gibt es fünf weitere Motive aus der Serie von Aschenbechern, meist mit Vögeln, je in einer Auflage von 500 Exemplaren.
Provenienz: Anfang der 1960er Jahre bei Madoura, Vallauris, erworben
Privatbesitz
Irene Lehr, Berlin, Auktion 28.10.2023, Lot 305
Privatsammlung Berlin
Visage No. 130
Keramikteller. Weißer Scherben mit Engobefarben in Schwarz, Grün, Blau und Gelb sowie Glasur. 1963.
Durchmesser 25,5 cm.
Unter dem Stand bezeichnet "N°130/EDITION PICASSO/22/500/MADOURA". Auflage 500 num. Ex.
A. Ramié 479.
Ab 1947 arbeitete Picasso in der Keramikwerkstatt Madoura im südfranzösischen Vallauris an der Côte d’Azur, nachdem er deren Besitzer Georges und Suzanne Ramié kennengelernt hatte. Über mehr als zwanzig Jahre hinweg schuf er dort in Zusammenarbeit mit den lokalen Töpfern zahlreiche Editionen sowie Unikate und experimentierte intensiv mit unterschiedlichen Formen, Dekoren und Brenntechniken.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Homme-oiseau (Thomas l'Imposteur)
Farbstifte auf Titelblatt. 1954.
21,4 x 16 cm.
Unten rechts mit Farbstift in Orange signiert "Jean", mit Farbstift in Blau datiert sowie in Schwarz gewidmet.
Der Universalkünstler Cocteau, Dichter, Schriftsteller, Filmregisseur und Maler, zeichnet das charakteristische Mischwesen in der Profildarstellung mit sicher fließenden, farbig changierenden Konturlinien. Zu seinem Freundeskreis zählten Igor Strawinsky, Edith Piaf, André Gide, Marcel Proust und Edmond Rostand, er stand in Kontakt mit berühmten Künstlern wie Pablo Picasso und Charlie Chaplin. Das Blatt ist Annie Guedras, Périgeux, bekannt.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Le Baiser
Zimmermannsbleistift auf Skizzenblockpapier. Um 1955.
27 x 37 cm.
Unten links mit dem roten Monogrammstempel "JC".
Mit einfachsten Mitteln, in wenigen fließenden Konturlinien und ganz ohne Binnenstrukturen erfasst Cocteau das küssende Liebespaar im Profil, mit leichter Hand und in geradezu schlafwandlerischer Sicherheit hingeworfen.
Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Les amoureux
Zimmermannsbleistift auf Skizzenblockpapier. Um 1955.
36,9 x 27 cm.
Unten links mit dem roten Monogrammstempel "JC".
Kurvige Formen und Geraden spiegeln sich im Zusammenspiel der beiden sich küssenden Figuren und stehen in spannungsvollem Kontrast zueinander. Zum Motiv der zwei Liebenden entstanden zahlreiche Zeichnungen und Lithographien des Künstlers.
Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Untitled (Figurinen)
Aquarell und Pinsel in Schwarz auf Annonay-Skizzenblockpapier.
35,5 x 48,5 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Dorothea Tanning", verso (von fremder Hand?) bezeichnet "9".
Amorph-nebulöse, in ihrem hohen Abstraktionsgrad schwer greifbare Figurenkomposition. Nachdem die junge Künstlerin Tanning 1936 durch die die New Yorker Ausstellung "Fantastic Art, Dada and Surrealism" mit dadaistischen und surrealistischen Werken in Berührung gekommen war, zeigte sie sich davon so immens in ihrer Entwicklung beeinflusst, dass sie mit ihrem bahnbrechenden Selbstportrait "Birthday" (1942) in Peggy Guggenheims Galerie Art of This Century 1943 in der legendären Gemeinschaftsausstellung "Exhibition by 31 Women" vertreten war, zwei Einzelausstellungen schlossen sich an. Später heiratete sie Max Ernst, den damaligen Ehemann Guggenheims.
Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Nature morte
Grattage und Kasein auf gestrichenem Velin. Um 1960.
34,4 x 25 cm.
Unten rechts monogrammiert (geritzt) "L-C", unten links bezeichnet "10" (im Kreis, geritzt).
In seinem Spätwerk der 1950er und 1960er Jahre nutzte Le Corbusier häufiger die Technik der Grattage auf Kasein- oder auch Bitumenfarbe. Die plastische Wirkung der ins Schwarz eingegrabenen Linien verleiht der abstrahierten Komposition Tiefe, während in der weichen Farboberfläche die Struktur der Pinselstriche deutlich sichtbar bleibt. Die Haptik dieser Technik entspricht der Bedeutung der Materialästhetik im Schaffen des Künstlers. Zum Motiv vgl. zum Beispiel die rechte Bildhälfte der Collage "Nature morte avec bouteilles, verre et gant" aus dem Jahr 1959 (Fondation Le Corbusier, FLC 37).
Provenienz: Privatbesitz Sachsen
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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