Herbart, Johann Friedrich
Allgemeine Pädagogik aus dem Zweck der Erziehung abgeleitet.
Los 2198
Schätzung
200€ (US$ 227)
Herbart, Johann Friedrich. Allgemeine Pädagogik aus dem Zweck der Erziehung abgeleitet. X, 482 S., 2 Bl. (Anzeigen). 20 x 12 cm. Pappband d. Z. (berieben, Gelenke beschabt, Ecken etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Göttingen, Johann Friedrich Röwer, 1806.
Goedeke V, 13,3. Ziegenfuß I, 514. – Erste Ausgabe. Das grundlegende Werk der Herbartschen Pädagogik. Als Philosoph steht Herbart bis heute im Schatten des deutschen Idealismus, dessen spekulative Methode er scharf kritisiert hat. Von grundlegender Bedeutung ist er dagegen bis heute mit seiner Forderung, die Pädagogik müsse sich auf ihre "einheimischen" Begriffe besinnen. Ausgehend von dieser Forderung wurde er einer der einflussreichsten Begründer der Pädagogik als selbständiger Wissenschaft. Der Grundbegriff seiner Pädagogik ist die "alle einseitigen Freiheits- und endogenen wie exogenen Determinationslehren negierende dem Menschen eigene 'Bildsamkeit'. Der Mensch ist eine offene, personale und individuelle Ganzheit von epochal und inhaltlich gebundenen Fähigkeiten. Ihn zu sittlichen Selbstbestimmung zu befähigen ist die Aufgabe der Erziehung" (NDB VIII, 574). – Vereinzelt gering fleckig, insgesamt wohlerhalten.
(Pestalozzi, Johann Heinrich). Léonard et Gertrude ou les moeurs villageoises, telles qu'on les retrouve à la Ville & à la Cour. Histoire morale. Traduite de l'allemand (par L. E. Pajot de Moncet). XVI S., 6 Bl., 416 S., 1 Bl. Mit 12 Kupfertafeln von Daniel Chodowiecki. 17 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas stärker berieben) mitgoldgeprägtem RSchild. Berlin, G. J. Decker, 1783.
Engelmann 444ff. Israel I, 7, 2. – Erste französische Ausgabe und erste Ausgabe mit der schönen Kupferstich-Folge von Chodowiecki. "Die 12 von Chodowiecki gezeichneten und gestochenen Bilder sind sehr charakteristisch ... Pestalozzi schrieb am 6. November 1781 über diese Kupfer an Iselin: 'sie sind das Angenehmste, was mir mit diesem Buche hätte widerfahren können'" (Israel). – Stärker gebräunt und braun- bzw. stockfleckig.
KINDER- UND JUGENDBÜCHER
Bürkner, Hugo. Bilder aus dem Familienleben in vierzehn Original-Radirungen. Text von Franz Bonn. 15 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und 14 radierten Tafeln. 28 x 36,5 cm. Roter Halbkaliko-Leinenband mit Goldfileten und VDeckeltitel (Bezug leicht fleckig, dieser und Rücken mit wenigen Fehlstellen). Leipzig, Alphons Dürr (1874).
Rümann 161. Thieme-Becker V, 198. Wegehaupt II, 445. Seebaß 298. – Erste Ausgabe. Meisterliche Darstellungen spätbiedermeierlicher Familienidylle und von Kinderszenen. Die Bilder aus dem Familienleben zeigen Motive aus Hugo Bürkners (1818-1897) eigenem Familienkreis. Die reizende Folge zeigt Kinder, im Sujet ähnlich den Darstellungen Ludwig Richters, für den Bürkner auch als Holzschneider tätig war. Bürkners Kinder wirken jedoch bei aller Anmut natürlicher und realistischer. Die Nähe zur Düsseldorfer Schule ist unverkennbar. – Bindung leicht gelockert, minimale Gebrauchsspuren. Kaum fleckiges, sehr schönes Exemplar, die Seidenhemdchen sind vorhanden, die Tafeln bemerkenswert frisch.
Dingler, Max. Sonnenkinderstuben. 12 Bl. Mit 11 ganzseitigen Farbillustrationen von Else Wenz-Viëtor. 23 x 20 cm. Farbig illustrierter OHalbleinenband. Oldenburg, Gerhard Stalling, 1925.
Nürnberger Bilderbücher Nr. 36. Vgl. Liebert 36 und Reetz 35 (12. Auflage). Seebaß II, 475. – "Von dem Leben Auroras des bunten Schmetterlings kurzer Erdenfahrt, erzählt uns dies Buch. Ein naturwissenschaftlicher Anschauungsunterricht, wie er feiner und graziöser nicht gedacht werden kann" (Verlagswerbung 1929). Neben der Wunderburg im Meer wohl das bekannteste Bilderbuch von Max Dingler (1883-1961), der im Hauptberuf Professor für Entomologie war. Das Titelblatt in Sütterlinschrift. – Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.
Geissler, Peter Carl
Neuester Orbis Pictus für die Jugend
Los 2202
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
Geissler, P(eter) C(arl). Neuester Orbis Pictus für die Jugend. Oder lehrreiche und unterhaltende Bilderschau von Gegenstaenden aus der Natur, der Kunst und dem Menschenleben, mit beigefügter Erklärung in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache. 12 Bl. Mit lithographischem Titel und 24 kolorierten lithographischen Tafeln von P. C. Geissler. 36 x 25 cm. OHalbleinen (etwas fleckig und berieben, Rückenbezug mit Fehlstellen). Nürnberg, C. H. Zeh, 1842.
Pilz 375. Vgl. Rammensee 496. – Einzige Ausgabe des prächtigen Bilderalphabets. Die akkurat kolorierten Foliotafeln illustrieren nach dem Alphabet verschiedene Berufe und Gewerbe wie Böttcher und Bänkelsänger, Gemüse- und Obsthändlerin, Scherenschleifer, Violinspieler, Xylograph, Zimmermann etc., jede Tafel mit unkolorierter Bordüre, in der sich ebenfalls illustre Darstellungen zum jeweiligen Buchstaben finden. Der Aquarellmaler und Kupferstecher Peter Carl Geißler (1802-1872) gründete 1830 in Nürnberg eine Verlagsbuchhandlung, für die er (ebenso wie für andere Verlage) eine große Anzahl von Illustrationen lieferte. – Vorderes Innengelenk leicht angeplatzt. Textblätter etwas stärker stockfleckig, die prächtigen ABC-Tafeln auf festem Papier nur gering betroffen. Schönes Exemplar ohne jegliche Papierläsuren im typographischen Verlagseinband. - Selten.
Gerlach's Jugendbücherei. Hrsg. von H. Fraungruber. 3 Bde der Reihe (von 34). Mit zahlr. teils farb. Illustrationen. 15 x 14 cm. OLeinenbände. Wien und Leipzig, Gerlach & Wiedling, (1901-1924).
Vgl. Heller S. 156f. Doderer IV 220. – Vorhanden: Bd 1. Brüder Grimm. Kinder- und Hausmärchen. Mit Bildern von Ign. Taschner. (1901). - Bd. 20. Cl. Brentano. Gockel, Hinkel und Gackeleia. Bilder und Buchschmuck von Fr. Wacik. (1908). - Die Nibelungen dem deutschen Volke wiedererzählt von Franz Keim. Bilder und Ausstattung von C. O. Czeschka. 1924 - Titelauflage der 2. Auflage. – Frische, sehr schöne Exemplare.
Gleitsmann, Margarete
Familie Klatschmohn (mit 2 Orig.-Entwürfen)
Los 2204
Schätzung
450€ (US$ 511)
Gleitsmann, Margarete. Familie Klatschmohn. 8 Bl. Mit einigen farbigen Textillustrationen und 2 Orig.-Illustrationsentwürfen. 25,5 x 31 cm. Farbig illustrierte OBroschur (Rücken etwas lädiert, minimale Randknicke). Breslau, Priebatsch, (1911).
Vgl. Schug 497. Nicht bei Klotz. – Einzige Ausgabe der überaus phantasievoll illustrierten "Mohnpuppenkinder" (Nachwort) der biographisch nicht nachweisbaren Illustratorin Margarete Gleitsmann, wohl ihr zweites und letztes Kinderbuch nach den Lustigen Pilzfamilien, die 1909 bei Dietrich in München erschienen (vgl. Schug). Beides herausragende Beispiele der sich allmählich etablierenden naturpoetisch-märchenhaften Bilderbuchproduktion in der Nachfolge Ernst Kreidolfs: "Wenn sie auch künstlerisch hinter Kreidolfs Vorbild zurückbblieb, so liefert sie doch mehr oder minder glückliche Beiträge zu einer Beseelung des Naturreichs. Darin steht sie im Gegensatz zum sachlich-pädagogischen Anliegen der sogenannten Anschauungsbilderbücher, wie sie das 18. und 19. Jahrhundert hervorgebracht hat. Aber wenn auch pädagogisch umstritten, so bedienen sich diese Bücher doch der zutiefst kindlichen Sehweise, die sichtbare Welt mit menschlichen Empfindungen auszukleiden. Tatsächlich führt eine solche Animation zu einer tieferen Einfühlung in die Umwelt, wie sie weder dieser, noch den Kindern zum Scheiden gereicht" (Schug). Die beiden lose beiliegenden, getuschten und für die finale Veröffentlichung nicht realisierten Entwürfe zeigen einen Kaffeeklatsch in illustrer Runde bzw. die Familie Klatschmohn beim Schlafen unter dem Mondhimmel, ein Blatt verso auch mit dem Entwurf zu einer Schlussvignette, jeweils mit dazugehörigen Versen. – Über den KVK nur ein Standortnachweis in der Internationalen Jugendbibliothek München, das Exemplar dort ist mit zehn Blatt kollationiert, wobei der illustrierte Umschlag wohl mitgezählt ist. Das Exemplar der Berliner Stabi gilt als Kriegsverlust. – Dabei: Ein zweites Exemplar, jedoch nur als Fragment (lädierte Einbandbroschur mit jeweils zwei wiederholten Doppelblatt, diese im Seitenrand unbeschnitten).
Grumbach, Karl
Unterhaltungs-Bibliothek für Söhne und Töchter gebildeter Familien
Los 2205
Schätzung
450€ (US$ 511)
Nicht im KVK
Grumbach, Karl. Unterhaltungs-Bibliothek für Söhne und Töchter gebildeter Familien; ein Beitrag zur Bildung und Veredelung des Geistes und Herzens. 148 S., 4 Bl. 15 x 9,5 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (berieben, Rücken und Gelenke beschabt). Berlin, E. H. Schröder, (1836).
Klotz II, 2147/18. Kosch VI, 946. – Einzige Ausgabe. Spätwerk des überaus produktiven, aus Merseburg stammenden Privatlehrers und Predigers Karl Heinrich Grumbach (1790-nach 1851), der ab 1811 eine ganze Reihe moralisch-erbaulicher Jugendschriften verfasste (vgl. Klotz und Kosch). Enthält zwölf Erzählungen und Balladen, darunter Titel wie "Die Nachbarskinder", "Rachsucht und Edelmuth", "Mahnung der Muse an gute Jünglinge und Jungfrauen" oder "Stolz und Demuth. Prämienexemplar für die Drittklässlerin Auguste Ohle aus Nauen, datiert den 9. April 1839. Mit entsprechendem mehrzeiligen Geschenkeintrag auf dem fl. Vorsatz. – Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten. Kein Nachweis über den KVK.
Hildebrandt, Lily
Klein-Rainers Weltreise. München, G. W. Dietrich, 1918.
Los 2206
Schätzung
2.200€ (US$ 2,500)
"Eines der bedeutendsten Beispiele für das experimentelle Bilderbuch"
Hildebrandt, Lily. Klein-Rainers Weltreise. 16 Bl. Mit 14 chromolithographischen Illustrationen von Lily Hildebrandt. 26 x 32 cm. Farbig illustrierter OPappband. München, Georg W. Dietrich, 1918.
Dietrichs Münchener Künstler-Bilderbücher 33. Schug 604. Ihme III, 141. Vollmer II, 444. Brüggemann II,139, 389. Hoffmann-Thiele 199. – Erste Ausgabe. "Eines der bedeutendsten Beispiele für das experimentelle Bilderbuch" (LKJ). "Ein Bilderbuch, das die moderne Ausdruckstechnik in den Dienst des Kindes stellt und dessen originelle Rhythmen von Farbzusammenstellungen erzieherisch auf das Auge des Kindes wirken" (Liebert). "Die Bilder wirken wie aus Buntpapierstücken zusammengesetzt und erzielen ihre Wirkung durch geometrisierte, farbenfrohe großflächige Formen" (Hoffmann-Thiele). Lily Hildebrandt (1887-1974) zog 1913 nach Stuttgart und wurde an der dortigen Akademie Meisterschülerin bei Adolf Hölzel. Ein Jahr später wurde ihr Sohn Rainer Hildebrandt geboren, für den sie dieses Buch anfertigte. Bald darauf entstanden erste Hinterglasbilder, deren flächige und farbenreiche Strukturen auch in den Farblithographien dieses Buches zu erkennen sind. Ab 1935 schuf sie zahlreiche Glasfenster, noch im selben Jahr wurden ihre Arbeiten allerdings für "entartet" erklärt. Nachdem sie im privaten Kreis noch weitere Wand- und Glasmalereien schuf, brach sie ihre künstlerische Tätigkeit um 1943 ab. – Nahezu verlagsfrisches Exemplar.
Humberto. Zirkus. Panorama-Pop-up-Buch. 32 x 22 cm. Illustriertes OHalbleinen (leicht berieben, bestoßen und fleckig). Tschechien 1960.
Sehr hübsches Panorama-Pop-up-Buch mit einem Zirkus. Das Buch wurde vom tschechischen Illustrator und Grafikdesigner Vladimír Kovárík (1913-1982) entworfen und besteht aus einer einzigen ausklappbaren Doppelseite mit einer aufwendigen dreidimensionalen Zirkusszene. – Mit der selten noch vorhandenen Seiltänzerin, diese allerdings mit verso verstärkten Armen. Insgesamt gutes Exemplar.
Kapff, W(ilhelm). Sechs alte Mährchen für die Jugend. IV, 305 S. Mit 6 kolorierten lithographischen Tafeln. 15 x 9,5 cm. Halbleinen d. Z. (stärkere Gebrauchsspuren). Reutlingen, Fleischhauer und Spohn, 1846.
Kosch II, 3249/2. – Einzige Ausgabe. Zweites von nur zwei bei Kosch genannten Jugendbüchern des biographisch nicht nachweisbaren Verfassers Wilhelm Kapff. Enthält die sechs Märchen: Die drei Schwestern im Zauberwalde. Rolands Knappen. Sagen von Rübezahl. Der Kaufmann von Bremen. Der Schätzgräber. Der Bisamapfel. – Stärker fleckig, einige Blatt im Bug verstärkt (minimaler Buchstabenverlust), Block verschoben. Über den KVK nur ein Standortnachweis in Stuttgart.
Karafiat, Jan. Broucci. Pro male i velike deti. (Tschechischer Druck: Leuchtkäferchen. Für kleine und große Kinder). 30. Auflage. 107 S. Mit zahlreichen Farbillustrationen von Rudolf Mates. 26 x 20,5 cm. Farbig illustrierter OLeinenband (gering fleckig, Ecken leicht bestoßen). Prag, Hynek, (1932).
Balcar 26. – Wohlerhaltenes Exemplar des Klassikers der tschechischen Kinderbuchliteratur.
Nicolai-George, M(arie). Der Zepp im Eis. Ein Bilderbuch für große und kleine Kinder. 16 Bl. Mit Portraittafel, einigen Textillustrationen und 14 ganzseitigen Farbtafeln von Georg Schleinitz. 30,5 x 23 cm. Farbig illustrierter OHalbleinenband (etwas fleckig und berieben, gering bestoßen). Leipzig, Edwin Freyer, (1932).
Klotz 10148/1 (Nachtrag). – Einzige Ausgabe des die Euphorie um die Zeppelinluftfahrt aufnehmenden Kinderbuchs, neben ihrem "Storchenbuch" das einzige erschienene Kinderbuch der biographisch nicht nachweisbaren Marie Nicolai-George. Gewidmet dem "Führer des Luftschifffes 'Graf Zeppelin', Herrn Dr. Dr. Hugo Eckener und seinen wackeren Begleitern in Erinnerung an die erfolgreiche Arktisfahrt" (Untertitel), mit dessen Portraittafel. – Eine Farbtafel mit kleinem Randeinriss, die Portraittafel mit schwachen Knickspuren, fl. Vorsatz mit hs. Besitzeintrag von 1932. Insgesamt wohlerhalten, die Farbtafeln frisch und mit Abklatsch.
Ostini, Fritz von. Der kleine König. Ein Märchen zu zwölf Bildern. 2 Bl., 24 S. Mit 12 chromolithographischen Tafeln mit Golddruck von Hanns Pellar. 26,5 x 29 cm. Illustrierter OHalbleinenband (etwas lichtrandig, fleckig und berieben, Kapitale leicht bestoßen). München, G. W. Dietrich, (1909).
Dietrichs Münchener Künstler-Bilderbücher, 8. Seebaß II, 1424. Katalog Stuck-Villa 461. Pressler S. 207. Schug 476. – Erste Ausgabe. Wohl eines der schönsten Kinderbücher seiner Zeit. "Das ... ungewöhnlich farbintensive Bilderbuch ... verrät den Einfluß G. Klimts sowie den v. Pellars Lehrern Lefler und Stuck" (Schug). – Erste Tafel mit schwachten Knickspuren im Seitenrand. Wohlerhaltenes und sauberes Exemplar.
Reiser, Hans und Goldschmitt, Bruno
Holdeguck und Dieterwackl oder Die Reise ins Wunderland. Eine lustige Erzählung wie sie Kinder gerne lesen.
Los 2212
Schätzung
120€ (US$ 136)
Reiser, Hans. Holdeguck und Dieterwackl oder Die Reise ins Wunderland. Eine lustige Erzählung wie sie Kinder gerne lesen. Mit schönen Bildern von Bruno Goldschmitt. 37 S. Mit 35 (6 ganzseitigen) kolorierten Abbildungen nach Zeichnungen von Bruno Goldschmitt. 36,5 x 29 cm. OHalblederband (Rücken und Lederecken stärker beschabt, letztere auch bestoßen) mit Kleisterpapierbezug und goldgeprägtem RTitel. Stuttgart und Heilbronn, Walter Seifert, (1921).
Schug 620. Stuck-Villa I, 362. Stuck-Villa II, 194. Pressler 242. Klotz IV, 5772/1. Vollmer II, 269. – Erste Ausgabe in einem Exemplar der handkolorierten Vorzugsausgabe, die sich auch im Format und in der Seitenzahl von der Normalausgabe unterscheidet. Die kongenialen Illustrationen zu den Reiseschilderungen des "Schwabinger Vagabundendichters" Hans Reiser (1888-1946) schuf der Münchener Künstler Bruno Goldschmitt (1881-1964) bereits 1913 als Entwürfe zu einem Bilderbuch für seine Kinder. – Innen weitestgehend sauber und schön erhalten.
Schäfer, Daniel F. Der Weltumsegler. Oder Reise durch alle 5 Theile der Erde ... für die Jugend. Teil I (von VII). X 374 S. Mit 1 gestochenen Faltkarte und 8 kolorierten Kupfertafeln. 20 x 15 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Berlin, Oehmigke d. Jüngeren, 1801.
Wegehaupt 1879. Nicht bei Seebaß. – Hübsch illustriertes geographisches Kinderbuch. Der vorliegende erste Teil behandelt Amerika (sehr genau für die einzelnen Staaten der USA). – Etwas braun- und fingerfleckig sowie etwas knickspurig.
Schmidhammer, Arpad. Maledetto Katzelmacker. Eine wunderschöne Räubergeschichte. 10 Bl. Mit chromolithographischen Textillustrationen. 25 x 17,5 cm. Farbig illustrierter OHalbleinenband (etwas fleckig, berieben, bestoßen und geworfen). Mainz, Josef Scholz, (1916).
Scholz' Künstler-Bilderbücher Nr. 146. Schug 1838. – Propagandistisches Kriegsbilderbuch der Kaiserzeit, das den Verrat Italiens an Deutschland und Österreich thematisiert. Der Maronibrater "Katzelmacker" schließt sich der Räuberbande des Dreibunds an und wird von "Michl" (Deutschland) und "Seppel" (Österreich) dabei erwischt und verprügelt. Als "Katzelmacker" wurden in Österreich und im süddeutschen Raum italienische Handwerker, die Kochgeräte reparierten und Löffel (Gatzeln) herstellten, bezeichnet. Seit Kriegsbeitritt Italiens wurde dieser Begriff allgemein abschätzig für Italiener gebraucht. – Innengelenke leicht offen. Titel mit hs. Besitzvermerk und minimal knickspurig.
Schmidt-Pauli, Edgar von
Bilderbuch für kleine und große Kinder
Los 2215
Schätzung
120€ (US$ 136)
Schmidt-Pauli, Edgar von. Bilderbuch für kleine und große Kinder. 20 Bl. Mit zahlreichen kolorierten lithographischen Textabbildungen von Hedwig Hahlweg. 27 x 32 cm. OLeinen (leicht bestoßen und etwas stockfleckig) mit DTitel. Berlin, Meisenbach-Riffarth, o.J. (um 1930).
Nicht im Saur, Schug oder Klotz. – Bezauberndes Kinderbuch mit Tierzeichnungen von Hedwig Hahlweg und Texten von Edgar von Schmidt-Pauli (1881-1955). – Papierbedingt gebräunt, teils etwas stockfleckig, sonst gutes Exemplar. Sehr selten.
Chimani, Leopold
Folge von 6 Hebelzug-Billets. Kolorierte Kupfertafeln
Los 2216
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
PAPIERANTIQUITÄTEN
Chimani, Leopold. Folge von 6 Hebelzug-Billets. Kolorierte Kupfertafeln mit Ziehmechanismus (funktionsfähig), aus: Chimanis "Die beweglichen Bilder... Zum Nutzen und zur Erheiterung der Jugend". (Wien, H. F. Müller, um 1836).
Seebaß II, 344. - Rümann 76. - Pressler S. 117. - Goedecke VI, 584, 81. – Frühe und seltene Folge beweglicher Hebelzug-Billets. Vorliegend ausschließlich die Serie der kolorierten Kupferstiche ohne den Begleittext und Einband. Die schön kolorierten und sorgfältig ausgeführten Tafeln sind funktionsfähig und zeigen lebhafte Genreszenen: Gesellschaftstänze, Kapellen, einen Jahrmarkt sowie städtische und ländliche Vergnügungen. Die sechs unten betitelten Tafeln zeigen: "Der Masken-Ball, Die Rückkehr des Bruders, Nachkirchweihe, Die Jagd, Der Prater, Musik und Tanz." Beim Betätigen des Hebelmechanismus treten sukzessive Figurenstaffeln hervor, wodurch die Darstellungen ihre Lebendigkeit erhalten. – Die Ziehstreifen fachmännisch modern restauriert und intakt; im oberen rechten Rand jeweils mit Nummerierung. Hübsch und frisch koloriert. Das Blatt Der Masken-Ball mit kleinem Randeinriss im Bereich des Mechanismus. Selten.
Konewka, Paul. Scherenschnitt auf hellbraunem Velin, rechts unten vom Künstler signiert. Unter Glas in Holzleiste. 12,5 x 19,5 cm. Deutschland um 1860.
Feiner Scherenschnitt mit der Darstellung einer Figurengruppe zwischen Bäumen: Zu sehen sind preußische Offiziere in Uniform mit Pickelhaube, mehrere Herren mit Zylinder und Gehrock sowie, im Zentrum, ein sich aufbäumendes Ross. Paul Konewka (1841-1871) war ein deutscher Silhouettenschneider und Zeichner. Schon früh fertigte er Scherenschnitte an und bildete sich in Berlin u. a. bei Friedrich Drake und Adolph Menzel aus, blieb jedoch der Kunst des Schattenrisses treu. Berühmt wurde er mit phanatsievollen und humorvollen Illustrationen zu Faust (1865), später auch zu Shakespeares Sommernachtstraum (1868) und Falstaff (1870). – Trägerkarton papierbedingt gebräunt. Nur sehr winzige Abplatzungen, insgesamt wohlerhalten. Selten.
Alexis, Willibald (d. i. Wilhelm Haering), Berliner Schriftsteller und Publizist, erfolgreicher früher Vertreter des realistischen Romans (1798-1871). Eigh. Brief m. U. "W. Haering". 2 S., eng beschrieben. Gr. 8vo. Berlin 4.V.1855.
An den ihm befreundeten Schauspieler, Bühnenautor und Vortragskünstler Carl von Holtei. Bedankt sich für die Zusendung eines Manuskripts von Holtei, das er zum Abdruck befördern werde. "... Sie hat mir recht gefallen, wird aufgenommen u. wahrscheinlich bald abgedruckt werden. Nur bitte ich zu bemerken, dass ich nur Redacteur bin u. mit dem Honorarpunkt nichts zu thun habe; da einige Dich, wenn Du es nicht schon hast, mit Herrn Barthel. - Hoffentlich wirst Du per 1856 nicht in übler Gesellschaft erscheinen ...". Geht dann ausführlich auf eigene Arbeit ein und nennt mancherlei Schwierigkeiten. "... Hätte ich, als ich anfing, gewußt, wohin Preußen einst kommen würde, hätte ich wohl auch einen andern Weg eingeschlagen ...". Behandelt schließlich noch familiäre Nachrichten.
Archenholtz, Johann Wilhelm von
Brief an den Verleger Camesina in Wien. 1799
Los 2502
Schätzung
180€ (US$ 205)
Archenholtz, Johann Wilhelm von, preuß. Offizier, Historiker, Schriftsteller und Publizist (1743-1812). Brief m. U. "Ihr ergebenster v. Archenholtz". 21/2 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. Hamburg 15.VIII.1799.
An den Buchhändler Joseph Albert Camesina in Wien, dem er diverse Restbestände seiner Zeitschriften und Reihenwerke mit 50 % Rabatt anbietet. "... Da mein Journal Minerva als das größte Magazin der wichtigsten Schriften und Dokumente zur Geschichte der Revolutions-Epoche anerkannt ist, und also auch noch nach Jahren gelesen werden wird, so glaube ich eine respectable Handlung wie die Ihrige auf diesen Umstand aufmerksam machen zu müssen; da die meisten Jahrgänge dieses Werks jezt noch leicht zu ergänzen sind, und manchen Subscribenten damit gedient wäre, wenn es mit nicht grossen Kosten geschehn könte. Diese zu erleichtern ist meine Absicht. Ich trage Ihnen daher die Jahrgänge 1794, 1795, 1796 und auch 1797 ... mit 50 % Rabat an, Fr: Leipzig, wobey der Zahlungs-Termin nach der Ostermesse 1800, oder auch noch später bestimmt werden kann ...". Bietet dann weitere Restauflagen an: die Brittischen Annalen, die Miscellen zur Geschichte des Tages und Select Pieces in Prose and Verse, "das leztere zum Gebrauch derjenigen, die Englisch lernen ... Im Fall Sie ein compl. Exempl: der Minerva für einen Bücherfreund verlangen, oder auch für Ihre eigne Handlung, die doch wohl ein Ex: eines solchen Werks aufs Lager haben solte, so würden wir uns um den Preis wohl verstehen. - Dieser Brief bleibt übrigens unter uns ...". - Ausrisse mit geringem Buchstabenverlust durch das Öffnen der Versiegelung.
Assing, Ludmilla
Brief an eine Dame wegen Varnhagens Nachlass. 1859
Los 2503
Schätzung
250€ (US$ 284)
Assing, Ludmilla, Schriftstellerin, Biographin, Übersetzerin, Herausgeberin, Journalistin und Künstlerin, Nichte Karl August Varnhagens, Herausgeberin seines und anderer Personen Nachlässe (1821-1880). Eigh. Brief m. U. "Ludmilla Assing". 1 S. Blaues Papier mit weißen Einsprengseln. 8vo. Berlin 20.IV.1859.
An eine Dame, die um bestimmte Briefe unter Varnhagens Papieren gebeten hatte. "... Es freut mich sehr, sie jetzt gefunden zu haben, und ich beeile mich, sie Ihnen zu übersenden. Möchte doch eine geeignete Feder eine Lebensskizze von Doctor Frank entwerfen und dadurch das Andenken an einen so ausgezeichneten und eigenthümlichen Mann in unserer Literatur erhalten bleiben! - Ich sage Ihnen nichts von der traurigen Zeit, die ich durchlebt habe. Für ein so glückliches Zusammenleben, wie es mir eine Reihe von Jahren zu Theil geworden, giebt es keinen Ersatz, und die Erinnerung ist das Beste was übrig bleibt ...". - Ludmillas Oheim Karl August Varnhagen von Ense war am 10. Oktober 1858 verstorben.
Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de
Brief an einen Redakteur. 1780
Los 2504
Schätzung
800€ (US$ 909)
Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de, franz. Schriftsteller, Autor des "Barbier de Seville" und "Le Mariage de Figaro" (1732-1799). Eigh. Brief m. U. "Caron de Beaumarchais". 1 S. 4to. (Paris) 13.I.1780.
Wohl an einen Redakteur. Beaumarchais schreibt im Auftrag des Londoner Publizisten Samuel Swinton, Herausgeber des "Courrier de l'Europe" (erschienen von 1776 bis 1792). Swinton als Beaumarchais' Freund "désire obtenir votre avis par Ecrit sur un mémoire à consulter qu'il aura l'honneur de vous presenter et Il pense que si je joins mon instance à la Sienne Il obtiendra plutôt de vous cette consultation qui le presse un peu ...". Er, Beaumarchais, freue sich, auf diese Weise den Kontakt zu dem Adressaten erneuern zu können. - Am unteren Rand knapp beschnitten; 1 kleiner Einriss.
Béranger, Pierre-Jean de
Brief an Mad. Roland in Paris. Um 1850
Los 2505
Schätzung
150€ (US$ 170)
Béranger, Pierre-Jean, franz. Lyriker und Chansondichter (1780-1857). Eigh. Brief m. U. "Béranger". 1 S. Doppelblatt mit Adresse und vorphilatelistischen Stempeln. 8vo. O. O. (wohl um 1850).
An eine Madame Roland in Paris, der er in einer "affaire" behilflich sein soll. "... Dans les affaires, il faut être précis. Si je n'etais toujours retenu à la chambre j'aurais été causer de cela avec vous. Ayez donc la complaisance de me donner quelques détails bien claires ... s'il m'est possible de vous être utile, je le ferai avec empressement. Mais à dire vrai, il me semble que vous avez plus appuis qu'il n'enfaut pour soulever ce brin de paille ...".
Biester, Johann Erich
2 Schreiben über Buchhandel an Daniel Fr. Parthey. 1813-1814
Los 2506
Schätzung
250€ (US$ 284)
Biester, Johann Erich, Berliner Popularphilosoph, mit Kant befreundet, Bibliothekar, Schriftsteller und Publizist, neben Nicolai und Gedike Hauptvertreter der Berliner Spätaufklärung, Mitherausgeber der "Berlinischen Monatsschrift" und der "Berlinischen Blätter", Direktor der Königlichen Bibliothek in Berlin (1749-1816). 2 Schreiben m. U. "Biester". Zus. 2 S. Kl. 4to. (Berlin) 9.IV.1813 und 4.VI.1814.
An die von Daniel Friedrich Parthey geleitete Nicolaische Buchhandlung, wegen Problemen bei der Abrechnung von Bücherkäufen. "Mein Departement ist sehr förmlich, und darum muß ich Sie noch einmal beschweren. Von den 2 Büchern, die ich aus Halberstadt erhielt, war eines für mich selbst, das andere für die Bibliothek verschrieben. Bei meiner Rechnung über das letztere wird nun verlangt: Daß Sie darauf bemerken mögen, daß Ihnen die 4 (Taler) 6 (Groschen) durch mich bezahlet sind ..." [9.IV.1813]. - Auf eine Mahnung Partheys antwortet Biester: "Ich bitte Ihre eigenhändige Berechnung der zensirten Bücher, nebst dem Betrage der (mir damals geschickten) Gebühren nachzusehen, vom 23 Mai, welche ich quitirt zurückgesandt habe; darunter hatten Sie Selbst bemerkt, daß ich nächstens das Exemplar vom Phädon erhalten solle, welches itzt noch nicht erfolgen könne mit den andern Büchern, und seitdem nicht erfolgt ist. Daß ich nunmehr zwei Exemplare der neuen Ausgabe des Phädon richtig erhalten habe, wird hiedurch bescheinigt ..." [4.VI.1814]. - Die Neuausgabe von Moses Mendelssohns "Phädon oder Über die Unsterblichkeit der Seele" war 1814 im Verlag Nicolai erschienen.
Billinger, Richard, österr. Schriftsteller, erfolgreicher Dramatiker (1890-1965). Eigh. Briefgedicht m. U. "Richard". 1 S. Gr. 4to. (Linz ?) Dez. 1959.
Briefgedicht mit Grüßen und Wünschen am Rand. "Zum Neuen Jahre!" 8 Zeilen: "Die Schranken offen frei zur Fahrt! / Sei uns die Zeit von Gott geoffenbart! / Ich schreib' es Dir als Neujahrsgruß. / Mach mit dem alten Jahre Schluß / und was sich drin begeben! / Wir leben ... Wir leben ... / Übers Auf, übers Ab / wächst Rasen, wächsts Grab." Am Rand noch Weihnachtsgrüße und Hoffnung auf baldiges Wiedersehen. - Gering tintenfleckig.
Chesterfield, Philipp. D. Stanhope Earl of
Brief an Sir Thomas Robinson. Mit Beigabe Lady Stanhope. 1757
Los 2508
Schätzung
250€ (US$ 284)
Chesterfield, Philip D. Stanhope, 4. Earl of, engl. Staatsmann und Schriftsteller, Freund von Pope, Swift und Voltaire (1694-1773). Eigh. Brief m. Namenszug "Lord Chesterfield" am Kopf. 1/4 S. Mit Adresse. 4to. O. O. "Monday Morning" (7.II.1757).
An den Diplomaten und Politiker Sir Thomas Robinson, den späteren Baron Grantham, wegen der Verschiebung einer Einladung. "Lord Chesterfield makes his compliments ... and desires that the appointment with Mr. Wilton may be put off till Thursday morning. He having been very much out of order these two days, and being not yet well enough to venture out today ...". - Eine untere Ecke abgeschnitten. - Dabei: Lady Anne Thistlethwayte Stanhope (1759-1798). Eigh. Brief m. U. "A. Chesterfield". 1 S. O. O. 1798. - Aus ihrem Todesjahr an eine königliche Hoheit, deren Loge im Drury Lane Theatre sie gern benutzen möchte. "... Should your Royal Highness not have disposed of your Box at Drury Lane on Thursday Evening, I shall think myself particularly obliged if you will allow me to make use of it ...".
Dahn, Felix
Signiertes Manuskript eines Festspiels zu Ehren Moltkes. 1890
Los 2509
Schätzung
600€ (US$ 682)
Dahn, Felix, Rechtshistoriker, Erzähler und Dramatiker, leidenschaftlicher Erforscher der germanischen Frühgeschichte, Professor in Würzburg, Königsberg und Breslau (1834-1912). Eigh. Manuskript mit Namenszug "Felix Dahn" beim Titel. 24 lose Bl., davon 25 S. beschrieben. Quer-gr. 8vo. O. O. (1890).
"Festspiel zur Feier des neunzigsten Geburtstags des Feldmarschalls Grafen Hellmuth Moltke." Vollständiges Roh-Manuskript eines dreiteiligen Festspiels, dessen Hauptfiguren Hermann der Cherusker, Kaiser Friedrich Barbarossa, Friedrich der Große und Feldmarschall Blücher sind. Mit zahlreichen Änderungen, Streichungen und Verbesserungen, meist von Hand des Autors. Schwärzliche Fingerspuren lassen darauf schließen, dass dieses Manuskript auch als Druckvorlage diente.
Dahn, Felix
Signiertes Porträtfoto mit 4 Beilagen. 1875-1905
Los 2510
Schätzung
200€ (US$ 227)
Dahn, Felix (1834-1912). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Text und Unterschrift "Felix Dahn" unter dem Bild. 14 x 9 cm. (Breslau 31.XII.1905).
"Ja, er ist es. Felix Dahn". Erfüllung eines Autogramm-Wunsches für eine Verehrerin in Purkersdorf bei Wien. Unter dem Foto (Orig.-Abzug) befinden sich, sehr klein gedruckt, 3 Sentenzen des Autors: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Das höchste Gut des Volkes ist sein Staat. Und seine Seele lebt in seiner Sprache." - Leichte Knick- und andere Gebrauchsspuren. - Beiliegend ein eigh. Albumblatt mit dem fast immer verwendeten Spruch Dahns: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Felix Dahn". - Der von der Literaturgeschichte meist unterschätzte Verfasser von "Ein Kampf um Rom" starb nicht in Wroclaw, wie es bei Wikipedia heißt, sondern in Breslau. Von den zahllosen Werken des unglaublich fleißigen Gelehrten gehören seine rund 3000 Seiten umfassenden Memoiren zu den lesenswertesten. - 3 weitere Beilagen: Friedrich Spielhagen, Schriftsteller, erfolgreicher Romancier, Publizist und Literaturtheoretiker (1829-1911). 3 eigh. Briefe m. U. "Friedrich Spielhagen". Zus. 31/2 S. Gr. 8vo. Berlin und Frankfurt a. M. 1875-1890. - An verschiedene Adressaten, über die Aufführung von zwei seiner Stücke sowie ein Treffen wegen eines literarischen Projekts.
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