Aubry-Lecomte, Hyacinthe Victor Jean-Baptiste
Agandecca, Guerrier Français, Starno; Starno
Los 5330
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Agandecca, Guerrier Français, Starno; Starno. 2 Lithographien auf Velin nach Anne-Louis Girodet de Roussy-Trioson. 54 x 35,5 cm. 1821. IFF Après 1800, S. 213.
Im Jahr 1800 wurde Girodet damit beauftragt, den salon doré im Château de Malmaison bei Paris auszustatten. Girodets monumentales Werk stellt den legendären schottischen Barden Ossian und seine Anhänger dar, die französische Kriegshelden im Paradies willkommen heißen. Als Girodet seinen Lehrer Jacques-Louis David einlud, das Gemälde in seinem Atelier zu betrachten, rief David aus: „Il est fou Girodet ! Ou je n’entends plus rien à l’art de la peinture. Ce sont des personnages de cristal qu’il nous a faits là !“
Die vorliegenden Lithographien Nummer 5 und 6 sind Teil einer insgesamt 16 Blatt umfassenden Folge mit Details zu einem großformatigen Gemälde Girodets. Nummer 5 fängt einen besonders spannungsgeladenen Moment ein: Ossians Feind Starno, rechts angedeutet, packt Ossians Tochter Agandecca am Haar, als diese versucht, die siegreichen französischen Soldaten zu erreichen. Der Soldat in der Mitte wehrt Starnos ausgestreckte Klinge ab und sticht ihm ins Auge; das zweite Blatt zeigt noch einmal das Detail Starnos in größer.
Prachtvolle Drucke mit dem wohl vollen Rand. Etwas angestaubt, Starno zusätzlich leicht stockfleckig, die Ränder teils bestoßen und mit ausgebesserten Randläsuren, sonst insbesondere die Darstellungen in sehr schöner Erhaltung. Jeweils mit dem Trockenstempel von Anne-Louis Girodet de Roussy Trioson (Lugt 5272).
Sonntag. Gedicht in sechs Gesängen von Ludwig Bechstein, erfunden und radiert von Ferdinand Berthold. 6 Radierungen, passepartouriert und lose in einem elegnaten, modernen Halbleder-Pappband. Je ca. 23 x 32,7 cm. Leipzig, Verlag C. G. Boerner, (1832). Meyers Allgem. Künstler-Lexikon 2-7, Andresen 2-7, je IV, John Ittman: The Enchanted World of German Romantic Prints 1770-1850, Philadelphia 2017, S. 72, Abb. 52.
Ferdinand Berthold war Schüler an der Dresdener Akademie, wo er unter Franz Gerhard von Kügelgen studierte. Eine frühzeitige Krankheit fesselte den Künstler beständig an sein Zimmer, so dass er in erster Linie Autodidakt war, weshalb es nur sehr wenige Arbeiten von ihm gibt. Sein Hauptwerk ist zweifelsohne der Graphikzyklus "Sonntag", der in Anlehnung an die Faustillustrationen von Peter Cornelius entstanden ist und zu dem der Dichter und Altertumsforscher Ludwig Bechstein (1801-1860) erklärende Lieder verfasste. Andresen beschrieb die Folge 1866 ganz im Vokabular des 19. Jahrhunderts als "reiche, schöne und edle Darstellungen aus dem Sonntagsleben einer wohlhabenden, bürgerlichen Familie vom frühen Kirchengang bis zum Abendsegen, im Stil des 16. Jahrhunderts, ebenso wahr charakterisiert als warm, lebendig und poetisch aufgefasst" (Andresen, Bd. I, S. 61f.). Unbestritten handelt es sich um ein druckgraphisches Meisterwerk der deutschen Frühromantik. Prachtvolle, klare und markante Abzüge mit Rand. Nur vereinzelt schwach stockfleckig, sonst in einheitlich vollkommener und unberührt schöner Erhaltung.
mit Luigi (1801-1860) und Giuseppe Bramati (1795-1871). Der Mailänder Dom. Radierung und Aquatinta alt koloriert und gouachiert, mit Einfassungslinie in Schwarz sowie braun gouachiertem Rand. 52,5 x 72,5 cm (Darstellung), 60,4 x 80 cm (Blattgröße).
Die Brüder, Zeichner und Kupferstecher Bramati, tätig in Mailand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, gelten als die fruchtbarsten auf dem Gebiet der Architekturansichten ihrer Zeit. Aufgrund ihrer gemeinsamen Tätigkeit und einer gewissen Einheitlichkeit in ihrer künstlerischen Ausrichtung und den behandelten Motiven aus der Mailänder Umgebung ist es nicht leicht, den Anteil jedes Einzelnen zu bestimmen. Prachtvoller Druck mit Rand von gemäldehafter Wirkung und in prächtigem zeitgenössischem Kolorit. Kleine Farbverluste am gouachierten Rand und minimal fleckig, sonst in sehr guter, farbfrischer Erhaltung. Mit dem Stempel des Mailänder Graphikhandels Genevresi e Vallenzasca, Via Rastrelli Nr. 4906.
Le ruisseau des gorges (Der Fluss in der Felsenschlucht). Lithographie auf chamoisfarbenem, gewalztem China. 11,2 x 14,7 cm. 1871. Van Gelder 130 (report sur pierre).
Ausgezeichneter Druck der ersten Auflage mit Rand der auf den Stein übertragenen Komposition. Vornehmlich der weiße Rand minimal stockfleckig sowie leicht angeschmutzt, sonst gut.
Mon rêve (II. Version). Radierung auf gewalztem China. 21,9 x 13,7 cm. 1883. Signiert. Van Gelder 150 II.
Prachtvoller, kräftiger Probedruck des zweiten Zustandes vor aller Schrift im Unterrand, vor der Auflage in "L'Art Moderne", mit breitem Rand. Minimale Fleckchen, Spuren alter Montierung verso und entlang des linken Randes, minimale Handhabungsspuren, sonst in sehr schöner Erhaltung.
Dahl, Johan Christian Clausen
Norwegische Seeküste während eines Sturmes
Los 5335
Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)
Norwegische Seeküste während eines Sturmes. Radierung. 11,6 x 14,9 cm. 1819. Andresen 3.
Die Radierung ist nach dem Gemälde "Morgen nach einem Sturm" (heute Neue Pinakothek, München) aus dem Jahr 1819 entstanden, als Dahl seinen ersten vielbeachteten, öffentlichen Auftritt als Landschaftsmaler in Dresden hatte. Das druckgraphische Schaffen des Johan Christian Dahl zählt lediglich drei Radierungen, von denen das vorliegende, seltene Blatt den frühesten Versuch auf diesem Gebiet darstellt. Ganz ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit breitem Rand. Minimal vergilbt und stockfleckig, leicht angestaubt, sonst sehr schönes Exemplar. Aus der Sammlung Walter Bauer, Fulda (mit dessen Sammlungsnummer in Bleistift am unteren Rand).
Dahl, Johan Christian Clausen
Die Bauernhütte am Tannenwald
Los 5336
Schätzung
900€ (US$ 1,023)
Die Bauernhütte am Tannenwald. Radierung auf Velin. 14,5 x 19,5 cm. 1828. Andresen 4 II.
Ganz ausgezeichneter Druck mit breitem Rand, unten mit dem Schöpfrand. Etwas stockfleckig, kleine Randläsuren sowie im weißen Rand vereinzelt leichte Knitterspuren, unten kleine Bleistiftannotation, verso kleine Montierungsreste, sonst schön erhalten.
"Mon cher, je vous félicite...". Lithographie sur blanc, mit zeitgenöss. Kolorit. 24,5 x 32,7 cm. (1836). Delteil 471 II.
Blatt 6 aus der Serie "Croquis d'expression". Ganz ausgezeichneter Abzug mit zeitgenössischem Kolorit, oben minimal in die Darstellung geschnitten, unten mit dem Text. Minimal fleckig, ganz schwach vergilbt, vornehmlich zu den Rändern hin, oben Heftspuren sowie verso schwache Knickspuren, sonst schön erhalten.
Liegender Löwe in der Wüste. Radierung auf gewalztem China. 9,2 x 13,5 cm. (1846). Delteil 25 IV (von VI).
Vor Löschung der Adresse von Picot. Ausgezeichneter Druck mit ungewöhnlich lebhaftem Plattenton und mit schmalem Rand. Leicht angeschmutzt und vereinzelte Fleckchen, stockfleckig, weitere geringe Erhaltungsmängel. Beigegeben von Thomas Doesburgh die Radierung "Tanger" (Hollstein (Allard), aus 53).
Reise-Skizzen. 11 Lithographien, lose Blatt in einer Ledermappe d. Z. mit goldgeprägtem Titel (etwas berieben). Folio. "Gezeichnet u. litho. von Julie Gräfin von Egloffstein". Nicht bei Winkler.
Die junge Gräfin erhielt ihre erste Ausbildung bei Johann Heinrich Ramberg in Hannover und Haller von Hallerstein, bevor sie sich seit 1816 der Förderung Goethes erfreute. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Aquarelle in biedermeierlichem Stil. Nach einem Gastaufenthalt an der Dresdner Akademie 1819, wurde sie 1824 Hofdame in Weimar und verfügte dort über ein eigenes Atelier im Fürstenhaus. Zwischen 1829 und 1832 verweilte sie in Italien. Die italianisanten Darstellungen geben verschiedene, genrehafte Szenen wieder. Ganz ausgezeichnete Drucke mit weißem Rändchen um die Darstellungen. Teils etwas stärker stockfleckig, einheitlich auf feste Untersatzpapiere aufgezogen, weitere Gebrauchsspuren, sonst in sehr guter und originaler Erhaltung. Beiliegend ein handschriftliches Inhaltsverzeichnis in Versform verfasst von Auguste von Egloffstein, Schwester der Künstlerin. Aus herzoglichem Besitz, Coburg (laut Auskunft der Vorbesitzer).
Führich, Joseph von - nach
Jesus nimmt das Kreuz entgegen (Kupferdruckplatte)
Los 5340
Schätzung
600€ (US$ 682)
nach. Jesus nimmt das Kreuz entgegen. Originale Kupferdruckplatte von Alois Petrak. 31,8 x 24,5 cm. (1856). Vgl. Joseph Führich - Die Kartons zum Wiener Kreuzweg, Ausst. Kat. Wien 2005, S. 55.
Kupferplatte zum Stich der II. Station der Folge "Der heil. Kreuzweg in 14 Stationen" nach Joseph Führichs Kreuzwegfresken in der Pfarrkirche St. Johann Nepomuk in Wien, erschienen 1856 in zweiter Auflage bei G. J. Manz in Regensburg; die Schrift unterhalb der Darstellung ausgeschliffen. Alois Petrak, ein hervorragender Stecher aus dem Kreis der Nazarener, der mehrfach Kompositionen Führichs stach, arbeitet hier wohl direkt nach den Kartons, erhalten in der Wiener Albertina. Kratzer, vereinzelt Oxidationsflecken, sonst in guter Erhaltung.
Horses going to a fair. Lithographie auf Velin. 27 x 35,4 cm. 1821. Delteil 32 II. Wz. Schriftzug "Whatman 1821".
Prachtvoller Druck auf einem Bogen aus dem Jahr der Entstehung, mit Rand. Im weißen Rand schwach stockfleckig und unten rechts ein Fleck, unten links leichte diagonale Knickspur, weitere geringe Gebrauchsspuren, sonst sehr schön erhaltenes Exemplar.
A French Farrier. Lithographie, zart koloriert. 24,8 x 35,7 cm. "C. Hullmandel's Lithography". (1821). Delteil 41 II.
Ausgezeichneter Druck mit Rand, der Abdruck der Kanten des Lithographiesteins teils sichtbar. Schwach vergilbt und stockfleckig, geschlossene und geweißelte Randeinrisse oben, die weiße Ecke rechts oben ergänzt und ebenso mit weißer Farbe übergangen, geglätteter horizontaler und vertikaler Falz im weißen Rand links bzw. oben, dieser verso verstärkt, vollständig mit Japanpapier hinterlegt, sonst in guter Erhaltung.
Gmelin, Wilhelm Friedrich - nach
Blick vom Aventin über Rom
Los 5343
Schätzung
3.000€ (US$ 3,409)
nach. Veduta generale della città di Roma presa dal Monte Aventino (Panorama von Rom, vom Aventin aus gesehen). Radierung und Grabstichel von drei Platten von Wilhelm Noack und Agostino Penna, mit aufwändigem Kolorit und Gouache, auf drei zusammengefügten Bögen. Ca. 191 x 42 cm. Nicht bei Heller-Andresen, Bevilacqua (in: Roma veduta: Disegni e stampe panoramiche della città dal XV al XIX secolo, Ausst. Kat. Rom 2001) Nr. 5.
Das monumentale Rompanorama basiert maßgeblich auf Studien, die Wilhelm Friedrich Gmelin vom Garten seines eigenen Hauses in Rom aus machte. Er residierte auf dem Aventin, dem südlichsten der römischen Hügel, von wo aus man einen unverstellten Blick nach Norden hatte. Nach Gmelins Ableben gelangten 1829 viele seiner späten Zeichnungen in den Besitz eines erst kürzlich in Rom eingetroffenen Künstlers, dem damals noch jungen Wilhelm Noack. Daraus wollte dieser ein grandioses Panorama der Stadt schaffen. Doch waren 1833, als Noack unerwartet starb, nur zwei Platten vollendet. Das Projekt geriet in Vergessenheit bis Agostino Penna es wieder aufgegriff und 1846 vollendete. Auf dem linken Paneel kann man den Verlauf des Tibers vom Porto di Ripa am Fuße des Hügels bis zum Ponte Palatino verfolgen; das mittlere Paneel erstreckt sich vom Vesta-Tempel bis zur Kirche S. Anastasia; das dritte vom Palatin bis zu den Caracalla-Thermen, die Albaner Berge in der Ferne. Hier vorliegend alle drei Paneele auf zusammengefügten Bögen mit prachtvollem Kolorit und schmalem Rändchen. Insgesamt etwas altersspurig, vor allem im Himmel, dort Bereibungen mit Pigmentabplatzungen und losen Farbschollen, diese teils retuschiert, im rechten Paneel eine kleine ausgebesserte Läsur, weiterhin ausgebesserte Randschäden rechts, die Blattkanten außerhalb des Plattenrandes mit weißer Farbe übergangen, weitere Gebrauchsspuren und kleine Mängel, angesichts der Abmessungen im Gesamteindruck gleichwohl schön und überwiegend frisch. Im Rahmen beschrieben. Außerordentlich selten, wir konnten nur ein weiteres vollständiges und koloriertes Exemplar nachweisen (University of Melbourne, Ian Potter Museum of Art, Inv. 1978.0025).
"Bettine": Bettina Brentano, fast ganze Figur, in einem Sessel (Bildnis Bettina von Arnim vor dem Entwurf für ein Goethedenkmal). Radierung auf Velin. 27,7 x 22,2 cm. 1838. Stoll 52 II.
Bettina von Arnim, geb. Brentano (1785-1859) schuf um 1824 einen visionären Entwurf für ein Goethe-Denkmal. Vorliegende Radierung ist Zeugnis dieser Vision. Das Denkmal ist ein Ausdruck ihrer intensiven, idealisierten Verehrung für Johann Wolfgang von Goethe, literarisch in "Goethes Briefwechsel mit einem Kinde" von 1835 verarbeitet. Das vollendete Denkmal befindet sich heute, bekannt als "Goethe und Psyche" im Treppenhaus des Neuen Museums Weimar. Prachtvoller, feinzeichnender Druck mit schmalem Rand. Leicht und vornehmlich zum Rand hin stockfleckig, in den Ecken verso alte Montierungsreste, sonst sehr schön und original erhalten.
"Das Preusje von Schlüchtern. nix ze bestelle nach Schlüchtern ? Ke Haasebälkge? nix wo Waar?". Radierung auf Velin. 14,3 x 10,4 cm. 1815. Stoll 95 wohl I (von III).
Als Ludwig Emil Grimm im Sommer 1815 das Städtchen Steinau besuchte, begegnete er dem jüdischen Kleinwarenhändler Mordechai Löb, der im Volksmund das "Preusje" genannt wurde. Grimm fertigte zwei Porträtzeichnungen an, die als Modell u.a. für die vorliegende Radierung dienten. Grimm selbst schrieb in einem Brief an seine Geschwister: "Das Preusje Mordechai Löb, jetzt zweiundsiebzig Jahre, läuft aber noch die Woche Jahr ein Jahr aus zweimal nach Steinau ... Ein wahres Bedürfnis für Steinau, weil es Zitronen und dergleichen dahinschleppt, alle Leute haben es gern, und ich habe es gezeichnet und sehr ähnlich." Als Mordechai Löb sein Konterfei sah, soll er ausgerufen haben: "Is es meglich in der Welt, so was mache zu kenne" (Stoll, S. 560 f). Ausgezeichneter, Druck vor der Nummer. Minimale Altersspuren, insgesamt etwas stockfleckig, sonst sehr gut erhalten.
Grimm, Ludwig Emil
Drei Mädchen, in bergiger Landschaft sitzend
Los 5346
Schätzung
450€ (US$ 511)
Drei Mädchen, in bergiger Landschaft sitzend. Radierung. 15,8 x 16,9 cm. 1824. Stoll 138.
Aufgrund des Stundenglases in der Mitte wird angenommen, dass die drei Mädchen über die Vergänglichkeit des Lebens sinnieren. Ausgezeichneter Druck mit schmalem Rand. Etwas stockfleckig und altersspurig, sonst gut. Beigegeben von demselben die drei Radierungen "Der junge Drahtbinder", "Landschaft mit der Martersäule" und "Entwurf mit dem Hund" (Stoll 169, 200 und 232).
Friederike Grimm, etwa 6-jährig, zweimal dargestellt, von hinten und vorn mit aufgelöstem Haar und Häschen. Radierung auf Velin. 16,3 x 15,4 cm. Stoll 144.
Charmante Darstellung der sechsjährigen Tochter Grimms, von der Seite mit Hasen auf dem Arm gesehen, sowie von hinten das wellig fallende Haar detailliert dargestellt. Ganz ausgezeichneter, feinzeichnender und zarttoniger Druck mit breitem Rand. Insgesamt etwas stockfleckig, alters- und gebrauchsspurig, sonst sehr gut. Beigegeben von demselben die Radierungen "Marie Grimm, ihrem Kind zu trinken reichend" und "Lotte Hassenpflug mit ihren beiden älteren Kindern" (Stoll 142 und 150, gemeinsam auf einem Bogen gedruckt).
Gubitz, Friedrich Wilhelm
Sophie Wilhelmine Charlotte Marie, Gräfin von Voß, geborne von Dannewitz
Los 5348
Schätzung
350€ (US$ 398)
"Sophie Wilhelmine Charlotte Marie, Gräfin von Voß, geborne von Dannewitz, Oberhofmeisterin der höchstseeligen Königin Louise von Preußen". Farbholzschnitt von 8 Blöcken, im Oval, die Schrift von einer separaten Platte gedruckt. 54,5 x 40,7 cm. (Blattgröße). Nagler V, S. 417, Drugulin 22205, Thieme-Becker XV, S. 184.
Ganz ausgezeichneter Druck mit breitem Rand und mit teils sehr schönem und prägnantem Druckrelief. Etwas angestaubt und altersspurig, im Passepartout-Ausschnitt schwach lichtrandig, links horizontale Quetschfalte, sonst gutes Exemplar.
Günther, Christian August
Charakteristische Darstellung der meisten deutschen Hölzer...
Los 5349
Schätzung
600€ (US$ 682)
Baumstudien sowie verschiedene Pflanzenstudien. 14 Radierungen mit Aquatinta in Braun. Je ca. 16,5 x 13 cm, teils original montiert. Wohl um 1809. Vgl. Nagler, S. 176.
Der aus Pirna gebürtige Günther war acht Jahre in der Werkstatt von Adrian Zingg an der Dresdner Akademie und erlernte bei ihm die Kunst der Landschaftsdarstellung. Er wurde 1789 Pensionär und 1810 Mitglied der dortigen Akademie und erhielt 1815 schließlich eine Professur. Dass die vorliegenden Blätter nicht nur didaktischen Zwecken dienten, sondern durchaus einen eigenen ästhetischen Wert besitzen, vermitteln die in attraktiven Braun mit Aquatinta gedruckten Studien, die Bäume, Pflanzen und Kräuterstücke in einer landschaftlichen, atmosphärisch hoch wirksamen Komposition darstellen. Vermutlich stammen die Blätter alle oder zumindest teilweise aus der Folge "Charakteristische Darstellung der meisten deutschen Hölzer als Lektionsblätter für Landschaftszeichner" bzw. eine weiteren, ebenfalls 1809 entstandenen Suite "Landschaftszeichenschule". Die Arbeiten Günthers sind von großer Seltenheit. Bis auf ein Blatt sämtlich original und alt montiert, auf den bräunlichen Untersatzbögen mit Federrahmung, drei Blatt mit den aufmontierten Titeln: Buche, Erle, Linde. Prachtvolle, kräftige und teils leuchtende Drucke meist mit feinem Rändchen um die Einfassungslinie. Lediglich geringe Alters- und Gebrauchsspuren, alt montiert, auf der Montierung einige Gebrauchsspuren, ein Blatt ohne Montierung, sonst überwiegend einheitlich und sehr schön erhalten. Sämtlich aus der Sammlung Friedrich August II von Sachsen (Lugt 971).
Fulham. Kaltnadelradierung auf Bütten. 11,2 x 27,4 cm. Schneiderman 22, Harrington 19.
Prachtvoller, atmosphärischer Druck auf dem vollen Bogen. Leicht stockfleckig, sonst tadellos. Beigegeben vom demselben die Radierung "Egham Lock" (Schneiderman 21, Harrington 16).
Eine junge Frau Pfifferlinge sortierend (Canthareller). Radierung auf Van Gelder Zonen-Bütten. 19,7 x 14,8 cm. (1893). Olufsen-Svensson (Radierungen) 19. Wz. Schrift.
Prachtvoller, kontrastreicher Druck mit den vollen Rändern. Geringe Gebrauchsspuren im weißen Rand, die Oberkante sowie verso im Darstellungsbereich schwach gebräunt, isolierte Stockfleckchen, kleine Bleistiftnummer unten rechts, sonst in sehr schöner Erhaltung.
Bildnis von Vilhelm Hammershøi. Radierung auf blauem Bütten. 13 x 10,2 cm. Signiert. (1900). Olufsen-Svensson (Radierungen) 44. Wz. Stehende Figur.
Ganz ausgezeichneter, sehr markanter Druck mit Rand. Minimal angestaubt und vor allem zu den Außenkanten hin leicht gegilbt, vereinzelt blass stockfleckig, unten links schwach fingerfleckig, Bleichflecken (?) rechts, sonst in sehr guter Erhaltung.
Zwei spielende Mädchen. Farbiges Schabkunstblatt auf hellbraunem, gewalztem China. 47,3 x 44,7 cm. Auflage 150 num. Ex. Signiert. (1911). Olufsen-Svensson 9.
Ausgezeichneter, nuancierter Druck mit Rändchen. Lichtrandig, unauffällige Wasserflecken links außerhalb der Darstellung, die äußersten Blattkanten teils mit Falzspuren, sonst in sehr guter Erhaltung.
Herbstliche Blüten (Norwegisches Ruhrkraut). Farbiges Schabkunstblatt auf festem Velin. 13 x 23,3 cm. Signiert. (1914). Olufsen-Svensson 30.
Ausgezeichneter Druck mit schmalem Rand. Schwach gebräunt, kleine Fleckchen im weißen Rand, die Eckspitzen minimal bestoßen, verso kleine Montierungsreste, sonst in sehr schöner Erhaltung.
Mädchen mit Tablett. Farbiges Schabkunstblatt auf gewalztem China. 49,3 x 40,2 cm. Signiert. (1915). Olufsen-Svensson 33.
Ilsted schuf dieses Motiv für den DDRF (Den Danske Radeerforening). Ganz ausgezeichneter, nuancierter Druck mit schmalem bzw. seitlich sehr schmalem Rand, oben und unten minimal unregelmäßig beschnitten. Schwach angestaubt, das China sich stellenweise ablösend sowie mit unauffällig ausgebesserten Rissen auf der Tür unten und in der Ecke oben rechts, weiterhin je ein geschlossener und geweißelter Riss im weißen Rand links sowie rechts, letzterer überwiegend entlang der Plattenkante, minimal gebräunt, im Gesamteindruck jedoch sehr gut.
Das alte Apartment. Schabkunstblatt auf festem Velin. 41,4 x 37,9 cm. Signiert (stärker berieben) und wohl eigenh. nummeriert "No 25". (1920). Olufsen-Svensson 40.
Ausgezeichneter, nuancierter Druck mit schmalem Rand oben und unten sowie Rändchen rechts und links. Angestaubt, die Ränder stellenweise gering bestoßen, leicht gebräunt, in Gesamteindruck sonst sehr gutes Exemplar.
Landschaft bei Fredensborg. Farbiges Schabkunstblatt auf Velin. 31 x 43,1 cm. Unten rechts bezeichnet "Peter Ilsted". (1930). Olufsen-Svensson 65.
Ganz ausgezeichneter, harmonischer Druck mit breitem Rand. Minimal angestaubt, winzige vornehmlich verso sichtbare Rostfleckchen, sonst tadellos.
Landschaft bei Maglemose. Farbiges Schabkunstblatt auf gewalztem China. 25,2 x 28,9 cm. Signiert. (1930). Olufsen-Svensson 66.
Ausgezeichneter, in der gedämpften Farbigkeit schön abgestimmter Druck mit breitem Rand. Dieser etwas knickfaltig und stockfleckig, zwei hinterlegte Randeinrisschen unten, ebenda ein winziges Löchlein, Bleistiftannotation unten links, angestaubt, insgesamt von guter und harmonischer Wirkung. Selten.
Ilsted, Peter
Ein Junge und ein Mädchen mit einem Holzpferd spielend
Los 5359
Schätzung
450€ (US$ 511)
Ein Junge und ein Mädchen mit einem Holzpferd spielend (Et køretøj). Farbiges Schabkunstblatt auf festem van Gelder Zonen-Velinkarton. 21,4 x 27,4 cm. Wohl signiert und nummeriert. (1932). Olufsen-Svensson 73.
Ganz ausgezeichneter Druck mit Rand. Etwas verbräunt, verso stärker, kleiner Wasserrand unten, der Gesamteindruck sonst schön.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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