Los 5343
Gmelin, Wilhelm Friedrich - nach
(1745 Badenweiler - 1820 Rom)Blick vom Aventin über Rom
Schätzung
3.000€ (US$ 3,409)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 3.6.2026


nach. Veduta generale della città di Roma presa dal Monte Aventino (Panorama von Rom, vom Aventin aus gesehen). Radierung und Grabstichel von drei Platten von Wilhelm Noack und Agostino Penna, mit aufwändigem Kolorit und Gouache, auf drei zusammengefügten Bögen. Ca. 191 x 42 cm. Nicht bei Heller-Andresen, Bevilacqua (in: Roma veduta: Disegni e stampe panoramiche della città dal XV al XIX secolo, Ausst. Kat. Rom 2001) Nr. 5.
Das monumentale Rompanorama basiert maßgeblich auf Studien, die Wilhelm Friedrich Gmelin vom Garten seines eigenen Hauses in Rom aus machte. Er residierte auf dem Aventin, dem südlichsten der römischen Hügel, von wo aus man einen unverstellten Blick nach Norden hatte. Nach Gmelins Ableben gelangten 1829 viele seiner späten Zeichnungen in den Besitz eines erst kürzlich in Rom eingetroffenen Künstlers, dem damals noch jungen Wilhelm Noack. Daraus wollte dieser ein grandioses Panorama der Stadt schaffen. Doch waren 1833, als Noack unerwartet starb, nur zwei Platten vollendet. Das Projekt geriet in Vergessenheit bis Agostino Penna es wieder aufgegriff und 1846 vollendete. Auf dem linken Paneel kann man den Verlauf des Tibers vom Porto di Ripa am Fuße des Hügels bis zum Ponte Palatino verfolgen; das mittlere Paneel erstreckt sich vom Vesta-Tempel bis zur Kirche S. Anastasia; das dritte vom Palatin bis zu den Caracalla-Thermen, die Albaner Berge in der Ferne. Hier vorliegend alle drei Paneele auf zusammengefügten Bögen mit prachtvollem Kolorit und schmalem Rändchen. Insgesamt etwas altersspurig, vor allem im Himmel, dort Bereibungen mit Pigmentabplatzungen und losen Farbschollen, diese teils retuschiert, im rechten Paneel eine kleine ausgebesserte Läsur, weiterhin ausgebesserte Randschäden rechts, die Blattkanten außerhalb des Plattenrandes mit weißer Farbe übergangen, weitere Gebrauchsspuren und kleine Mängel, angesichts der Abmessungen im Gesamteindruck gleichwohl schön und überwiegend frisch. Im Rahmen beschrieben. Außerordentlich selten, wir konnten nur ein weiteres vollständiges und koloriertes Exemplar nachweisen (University of Melbourne, Ian Potter Museum of Art, Inv. 1978.0025).
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