153050

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Lot 1211, Auction  127, Vigo, Giovanni da, La pratica universale in cirugia

Vigo, Giovanni da
La pratica universale in cirugia
Los 1211

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Vigo, Giovanni da. La pratica universale in cirugia. Di nuovo ristampata, & ricorretta. 4 Bl., 558 S.Mit kleiner Holzschnitt-Druckermarke und einigen Textholzschnitten. 19,5 x 15 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (Rücken etwas lädiert; ohne Schließbänder). Venedig, Domenico Imberti, 1585.
Vgl. Durling 4628. – Bei Durling nicht genannter früher Imberti-Druck der italienischen Übersetzung vom Hauptwerk des Chirurgen Giovanni da Vigo (um 1450-1525), die lateinische Erstausgabe erschien 1514 in Rom. Da Vigo war ab 1503 Leibarzt von Papst Pius und galt als Spezialist für die Behandlung von Schusswunden. – Titel stärker fleckig, mehrfach gestempelt sowie verso et recto mit mehreren alten Tinteneinträgen. Etwas fleckig, im oberen Bug auch mit verblasstem Feuchtigkeitsrand.

Lot 1212, Auction  127, Vislicza, Michael de, Ephemeridiarium Anni Christi 1536.

Vislicza, Michael de
Ephemeridiarium Anni Christi 1536.
Los 1212

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6.000€ (US$ 6,818)

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Polnisches Rarissimum: lateinisch-polnisches Kalendarium von allergrößter Seltenheit
Vislicza, Michael de (Michal z Wiślicy). Ephemeridiarium Anni Christi 1536. per Magistrum Michaelem a Visticza. In celebri studio Cracoviense diligentia ordinatum. 16 nn. Bl. Mit großer Holzschnitt-Titelvignette und 12 Textholzschnitten. Ca. 11 x 7,5 cm. Moderner Pergamentband unter Verwendung eines Handschriftenfragment des 13. Jahrhunderts. (Krakau, Matthias Scharffenberg, 1536 [i. e. 1535]).
Hübsches kleines Kalendarium mit dem Titel "Ephemeridiarium", einer Zusammensetzung aus "Ephemerides" (Zeitberechnung auf Basis der Positionsbestimmungen von Himmelskörpern) und und "Diarium" (Kalender mit Mondphasen, Zodiakus etc.). Nach der "Configurationum Lune cum Sole et planetis ennaratio" folgen die Monate in lateinische und polnischer Sprache "Januarius. Styczeń. habet dies.xxxi.", "Februarius. Luty. habet dies.xxix." etc. Die kleinen Querholzschnitte zeigen typische, den Jahreszeiten zugeordnete Szenen wie Eggen, Aussaat, Mähnen, Pflügen, Weinkeltern, Jagd und winterliches Festmahl. Darunter jeweils der Heiligenkalender mit den prominenten Heiligen der römisch-katholischen Kirche, aber auch vielen polnischen Lokalheiligen wie dem Heiligen Adalbert von Prag (23. April), Stanislaus von Krakau (8. Mai) etc.

Zusammengestellt wurde dieser äußerst seltene Krakauer Kalender für das Jahr 1536 von Michal z Wiślicy, Professor für Astrologie und Theologie an der Krakauer Akademie, und in der Werkstatt von Maciej Szarffenberg (Matthias Scharffenberg) gedruckt, einem der führenden Drucker Krakaus in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Wie andere Almanache und Prognostika jener Zeit wurde er höchstwahrscheinlich bereits im letzten Teil des Vorjahres produziert - in diesem Fall Ende 1535 -, damit Exemplare bereits zu Beginn des Jahres 1536 verfügbar waren, auch wenn das Kolophon selbst "anno Domini 1536" angibt.

Der Titelholzschnitt zeigt den polnischen König Siegismund I. den Alten (Zygmunt I Stary), König von Polen von 1506 bis 1548 und Großfürst von Litauen: "SIGISMUND.I.R[EX] PO(LONIAE) 1532". Die Holzschnitte sind ebenfalls winzig im Stock datiert. Es handelt sich um eine eindrucksvolle und ausgesprochen repräsentative Darstellung des Monarchen, zu Lebzeiten entstanden und eine der bedeutendsten königlichen Bildnisse des frühen polnischen Buchdrucks. Die zwölf Monatsdarstellungen zeigen typische jahreszeitliche Arbeiten und bilden einen kohärenten ikonographischen Zyklus, wie er für die Krakauer Kalendertradition der 1530er Jahre charakteristisch ist.

Der Inhalt folgt der etablierten Struktur der Krakauer Prognostica. Auf der Rückseite der Titelseite findet sich eine Erklärung der astrologischen und typographischen Zeichen. Es folgt ein ausführlicher Überblick über die wichtigsten lunarischen und planetarischen Konstellationen des Jahres, einschließlich der "glücklichen Zahl", günstigen und ungünstigen Tage sowie medizinischer Hinweise wie empfohlene Aderlasszeiten. Der eigentliche Kalender - der zentrale Teil des Büchleins - enthält für jeden Tag die liturgisch relevanten Heiligenfeste, die Mondposition im Tierkreis sowie die bedeutenden planetarischen Aspekte. Kurze Versmaximen beschließen jeden Monat. Das letzte Blatt zeigt ein Diagramm der für 1536 erwarteten Mondfinsternisse mit erklärendem Text sowie das Impressum "In Cracovia, anno Domini 1536". – Das Exemplar wurde ursprünglich als Einbandmakulatur in einem historischen Band genutzt und später vorsichtig entnommen und konserviert. Spuren dieser früheren Verwendung - vereinzelt Klebstoffreste und kleine Randverluste, mehrere Wurmschäden und einige Ausrisse bzw. Löcher und Fehlstellen durch Abrieb (teilweise mit Text und Bildverlusten, meist von den äußeren Rändern her), fleckig, gebräunt und teils mit Randansetzungen und Füllungen sorgsam restauriert. Die Holzschnitte sind insgesamt gut erhalten; kleinere Randverluste an einigen äußeren Rahmen - durch die frühere Verwendung als Einbandmaterial - wurden fachkundig verstärkt und beeinträchtigen weder Lesbarkeit noch Gesamteindruck. - sind noch sichtbar, wurden aber durch Faservestärkung professionell stabilisiert. Alle Blätter sind vollständig, der Druck ist klar, und das Papier hat seine frische Anmutung bewahrt. Heute ist das Werk in ein einzelnes Pergamentfragment des 12. oder 13. Jahrhunderts gebunden, geschrieben in regelmäßiger Rotunda und enthaltend einen Teil des Hieronymus-Kommentars zu Matthäus 15 - ein typisches, historisch stimmiges Beispiel mittelalterlicher Handschriftenmakulatur.

Von allergrößter Seltenheit. So konnte nur ein einziges weiteres Exemplar nachgewiesen werden: in der Kolekcja Krystyny Piórkowskiej der Polnischen Nationatlbibliothek zu Warschau (Biblioteka Narodowa, Magazyn Starych Druków, SD XVI.O.6549). Beide nachweisbaren (vorliegendes und das genannte) stammen aus demselben historischen Einbandfund. Ein Exemplar wurde 2024 in Budapest öffentlich versteigert und gelangte anschließend in die polnische Nationalbibliothek. Das vorliegende Exemplar ist das zweite und einzige weitere vollständige bekannte Stück. Es stellt ein seltenes und bedeutendes Zeugnis der frühen polnischen Druckgeschichte sowie der astrologischen und akademischen Traditionen der Krakauer Akademie dar.

Lot 1213, Auction  127, Wecker, Johann Jacob, Antidotarium Speciale

Wecker, Johann Jacob
Antidotarium Speciale
Los 1213

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1.200€ (US$ 1,364)

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Wecker, Johann Jacob. Antidotarium Speciale. Ex opt. Autorum tam veterum quam recetiorum scriptis fideliter congestum, methodice digestum, & amplius triente auctum: cum duobus Elenchis locupletiss. 6 Bl., 475 S., 12 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 32,5 x 20 cm. Leder d. Z. (stark lädiert, angestaubt und fleckig). Basel, Episcopius, 1588.
VD16, W 1356. Adams W 33. Durling 4706. Vgl. Neu 4286 u. Duveen 612. – Vierte Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1574. Beeindruckendes Rezeptsammlung von "Johann J. Wecker (1528-1586), das in den Folgeauflagen mit seinem "Antidotarium generale" zusammen gedruckt wurde. – Mit Exlibris auf dem Vorsatz. Durchgehend feuchtrandig, teilweise etwas braun- und stockfleckig.

Lot 1214, Auction  127, Wild, Johann, Die Parabel oder Gleychnuß von dem verlornen Son

Wild, Johann
Die Parabel oder Gleychnuß von dem verlornen Son
Los 1214

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Wild, Johann. Die Parabel oder Gleychnuß von dem verlornen Son, kurtz und christlich aufgelegt [und:] Johann Hofmeister. Ein furchtbar unklare Außlegung des schönen Buchs Tobie. 2 in 1 Band. 6 Bl., 134 num. Bl.; 7 Bl., 204 num. Bl., 1 Bl., 1 l. w. Bl. 20 x 14,5 cm. Schweinsleder d. Z. (berieben, bestoßen, etwas fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit 1 (von 2) Messingschließen. Mainz, Franciscus Behem, 1557.
VD16 W 2981. Nicht bei Adams und STC. – Das erste Werk liegt hier in der zweite Ausgabe vor, das zweite wohl in der ersten Ausgabe. – Papierbedingt leicht gebräunt, Innegelenk leicht offen sowie etwas stock- und fingerfleckig.

Lot 1215, Auction  127, Witzel, Georg, Winterteil (Sommerteil). Ecclesiasticae demegoriae

Witzel, Georg
Winterteil (Sommerteil). Ecclesiasticae demegoriae
Los 1215

Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)

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Witzel, Georg. Winterteil (Sommerteil). Ecclesiasticae demegoriae. Postill oder gemeyne predig rechter Catholischer lere. 2 Teile in 1 Band. 1 Bl.,180 S., 1 Bl.; 1 Bl., 418 S. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel. 31,5 x 17,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und fleckig, mit kleinen Fehlstellen und kleinen Einrissen an den Kapitalen) über Holzdeckel und über 5 Bünde sowie mit 2 Messingschließen. Köln, Erben Arnold Birckmann, Franz Behem und Gerard Virendunck, 1571.
VD16 W 3950-3952. Nicht im STC und Adams. – Vierte Ausgabe. Der Theologe Georg Witzel (Wicelius, 1501-73) "repräsentirt als eifriger katholischer Ireniker im Zeitalter der Reformation den Standpunkt der Vermittelung zwischen der mittelalterlichen Frömmigkeit und den berechtigten Ansprüchen der lutherischen Reformation. Zwischen Luther und Erasmus schwankend, bei den Reformatoren als verschlagener Katholik verhaßt, bei den Katholiken als ein unsicherer Genosse beurtheilt, hat er sein Leben in rastlosem Eifer ohne bleibenden Erfolg verzehrt …" (ADB XLIII, 657). – Mit hs. Besitzeintrag auf dem Titel und montiertem Buchhandlungsschild auf dem Vorsatz. Etwas stock- und fingerfleckig, vereinzelt mit leichten Feuchträndern. – Vorgebunden: Derselbe. Sommerteil. Homiliarum orthodoxarum. Postillen Außlegung und Erklärung der heyligen Episteln und Evangelien aller Sontagen und hohen Festagen durchs gantze Jar. 4 Bl., 481 S., 2 Bl. Mit zahlreichen Text-Holzschnitten. Mainz, Franz Behem, 1571. - VD16 W 3954.

Lot 1216, Auction  127, Zonoras, Johannes, Histoire sacrée touchant l'origine et naissance du peuple de dieu & de son  eglise

Zonoras, Johannes
Histoire sacrée touchant l'origine et naissance du peuple de dieu & de son eglise
Los 1216

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Zonoras, (Johannes). Histoire sacrée touchant l'origine et naissance du peuple de dieu & de son eglise, depuis le commancement du monde iusques à la Monarchie de Cyrus, ensemble les faits & gestes valeureux, tant des anciens Roys d'Assyrie & Babylone, que des Medes & Perfes ... en langage François par Jean de Maumont traducteur & recueilleur d'icelles. 5, 1 w. Bl., 756 S., 2 (von 12?) Bl. Titel in Rot und Schwarz mit Holzschnitt-Druckermarke. 38 x 23,5 cm. Pergament d. Z. (etwas geworfen, fleckig, hs. RTitel) mit spanischen Kanten. Paris, Fédéric Morel, 1597.
Vgl. STC 450. Graesse VI/2 158. Nicht bei Adams. – Zweiter Druck der Übersetzung ins Französische des Hellenisten Jean de Maumont (1505-1584). Die Chroniken des byzantinischen Schriftstellers Johannes Zonoras des 12. Jahrhunderts umfassen die Zeit der Schöpfung der Welt bis 1118. De Maumont beschränkt sich jedoch nur auf die Antike. Die erste Ausgabe erschien 1561 bei Michel de Vascosan mit dessen Druckvermerk auf dem letzten Blatt. – Die erste Ausgabe mit 12 Blatt am Schluss, hier fehlen wohl 10. Innenspiegel und Titel mit Exlibris (ausradiert). Oberhalb etwas sporfleckig, teils kleine Wasserflecken. Breitrandiger Druck und selten.

Lot 1217, Auction  127, Zwinger, Theodor, Theatrum humanae vitae

Zwinger, Theodor
Theatrum humanae vitae
Los 1217

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Zwinger, Theodor. Theatrum humanae vitae. Bände I-III in 1 Band. 20 Bl., 1078 S. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 36 x 22 cm. Flexibles Pergament d. Z. (leicht berieben und gewellt) mit hs. RSchild. Basel, Eusebius Episcopius, 1586.
Adams Z 215. Hirsch-Hübotter V, 1056. Durling 4808 (1586-87). Jöcher IV, 2246. – Frühe Ausgabe dieser Universalencyklopädie, "zu seiner Zeit viel bewundert" (ADB). Theodor Zwinger (1533-1588) "gehörte zu den gelehrten philolog. Medicinern des 16. Jahrh. und war ein ebenso ausgezeichneter Arzt, wie ein tüchtiger Lehrer" (Hirsch-Hübotter). "Sein vornehmstes Buch, so dreymahl gedruckt worden, ist das Theatrum vitae humanae..." (Jöcher). – Titel mit hs. Anmerkungen. Titel und wenige Blätter der ersten Lage mit Fehlstellen im unteren Rand (ohne Textverlust). 2 Blätter der ersten Lage mit Fehlstellen im unteren Rand (ohne Textverlust). 2 Blätter angerändert. Leicht gebräunt und gering braunfleckig.

Lot 1218, Auction  127, Biblia germanica, Biblia, das ist: Die gantze heilige Schrifft alten und neuen Testaments

Biblia germanica
Biblia, das ist: Die gantze heilige Schrifft alten und neuen Testaments
Los 1218

Schätzung
180€ (US$ 205)

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BIBELN
Biblia germanica. - Biblia, das ist: Die gantze heilige Schrifft alten und neuen Testaments. 3 Teile in 1 Band. 52 Bl., 336 S.; 226 S., 20 Bl.,; 160 S. Mit gestochenem Frontispiz, Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, 22 Kupfertafeln und 4 Kupferkarten. 22 x 13 cm. Leder des 18. Jahrhunderts (etwas berieben, Rücken mit Einrissen und Fehlstelle) mit dreiseitigem punziertern Kopfgoldschnitt. Wittenberg und Frankfurt, B. C. Wust, 1682.
Die deutsche Bibel stammt aus der Offizin von Balthasar Christoph Wust (1630-1704), der den Verlag seines Vaters bis zu dessen Tode fortführte. – Etwas stock- und braunfleckig, teilweise mit Randläsuren Innensteg am Frontispiz etwas geöffnet.

Lot 1219, Auction  127, Biblia germanica, Biblia, mit der Ausslegung

Biblia germanica
Biblia, mit der Ausslegung
Los 1219

Schätzung
750€ (US$ 852)

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Biblia germanica. Biblia, mit der Ausslegung. Das ist: Die gantze Heilige Schrifft, Altes und Neues Testaments, D. Martini Lutheri. Mit einer kurtzen, jedoch gründlichen Erklärung dess Textes, D. Lucae Osiandri ... 3 Teile in 1 Band. 20 Bl., 373 S., 6 Bl., 251 S., 7 Bl., 244 S., 5 Bl. Mit 3 gestochenen Titeln, gestochene und gefaltete Kupfertafeln und 1 (von 2) Kupferkarte. 42 x 27 cm. Schweinsleder d. Z. (berieben und fleckig, oberes Kapital mit kleinen Einrissen) mit 8 Messingbeschlägen und zwei Messingschließen. Lüneburg, C. J. Stern, 1711.
Dumrese I, 113. Graesse I, 379 (Anm. zur Ausg. 1672). Vgl. Reinitzer, Nr. 193 u. Abb. 200. Nicht bei Darlow-Moule. – Hübsche Ausgabe der "Osianderbibel", mit einer Mittelmeer-Karte und einer doppelblattgroßen Ansicht von Jerusalem. – Es fehlt die Karte zu Palästina. Vorsatz mit hs. Brief und fünf roten Siegeln, erstes weißes Blatt mit hs. Notizen. Insgesamt papierbedingt gebräunt, etwas braun- und fingerfleckig, mit Randläsuren und vereinzelt etwas feuchtrandig.

Biblia germanica und Biblia das ist
die gantze Heilige Schrift Deutsch
Los 1220

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Biblia germanica. - Biblia das ist die gantze Heilige Schrift Deutsch: D. Mart. Luthers. 48 Bl., 408 S.; 1 Bl., 542 S.; 1 Bl. 590 S.; 1 Bl., 426 S., 4 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, Kupfertitel, 3 Holzschnitt-Bordüren und 1 Holzschnitt-Druckermarke. 14 x 7 cm. Leder d. Z. (bestoßen, wenige Wurmlöcher, Leder etwas brüchig) als Dos-à-Dos-Einband mit Blindprägungen und Datierung "1628" auf den Deckeln. Lüneburg, Stern, 1627.
VD17 23:673436T (Ex. auf Pgt.). VD17 23:673438H (Ex. auf Pgt.). VD17 23:673454R (Ex. auf Pgt.). STC B 1016 (Ex. auf Pgt.). Strohm E 741 (Ex. auf Papier). Graesse I, 379. Nicht bei Darlow-Moule. – Vollständiges Exemplar der Stern'schen Taschenbibel in der Übersetzung Martin Luthers (1483-1546), die 1627 unter dem Gesamttitel: "Biblia das ist Die gantze Heilige Schrifft Deutsch: D. Mart. Luthers" bei Johann und Heinrich Stern in Lüneburg erschienen war. – Modernes Exlibris. Titel des dritten Teils mit Randläsuren. Etwas braunfleckig.

Lot 1221, Auction  127, Bilderbibel, Das alte Testament des ewigen Gottes unsers Schöpfers in 91 Kupferbildern vorgestelle

Bilderbibel
Das alte Testament des ewigen Gottes unsers Schöpfers in 91 Kupferbildern vorgestelle
Los 1221

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Bilderbibel. Das alte Testament des ewigen Gottes unsers Schöpfers in 91 Kupferbildern vorgestelle. (Und:) Das neue Testament Jesu des Gesalbten unsers Erlösers in 90 Kupferbildern vorgestellet. 2 Bände. 2 Bl. Mit zusammen 181 Kupfertafeln. 23,5 x 17 cm. Lederbände d. Z. (stärker berieben und beschabt sowie mit Wurmspuren) mit goldgeprägten RSchildern und RVergoldung. Wien, J. Adam, um 1810.
Tafeln oben und unten mit Paralleltext in deutscher und lateinischer Sprache. – Fliegende Vorsätze mit d. Exlibris von Franz Sandkühler. Im weißen Rand mal mehr, mal weniger stockfleckig.

Lot 1222, Auction  127, Silberbeschlagband und Einbände, um 1811

Silberbeschlagband und Einbände
um 1811
Los 1222

Schätzung
900€ (US$ 1,023)

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Einbände. - Silberbeschlagband. Schwarzer Kalbslederband mit 2 großen Mittelbeschlägen (Wappen mit leerem Schild) und 8 Eckbeschlägen sowie 2 dreiteiligen Schließbeschlägen, alles aus massiven Silber getrieben, dreiseitiger punzierter Goldschnitt. 19 x 11 cm. Niederlande um 1811.
Dekorativer Silbereinband mit massiven Eckbeschlägen und Wappenverzierung als Mittelstück in massivem Silber. Die Schließen innen mit dem Monogramm "G. C. Jg.", womöglich für die sich hs. am Anfang nennende erste Eignerin: "Gusche Christina Jürgens gehöret diese BIEBEL Holdorff d. 30ten März 1820". Untere Schließe innen mit Punktierschrift die Gewichtsangabe "Wiegt 12 1/4 Loth" (entspricht etwa 120g). – Bezugsleder brüchig, Kapitale mit größeren Fehlstellen, Silberbeschläge kaum oxidiert. - Inhalt: Die Bibel, oder die ganze heilige Schrift des alten und neuen Tesatments. 2 Teile in 1 Band. 1079; 308 S. Mit zahlreichen kolorierten Kupfertafeln. Halle, Canstteinische Bibel-Anstalt, 1811. - Mehrere Tafeln lose, Block stellenweise etwas ausgebunden. Vorsatz mit hs. Besitzeintrag d. Z. Wenige Gebrauchsspuren. Nicht kollationiert.

Silberbeschlagband und Einbände
um 1824
Los 1223

Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)

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Einbände. - Silberbeschlagband. Holzdeckeleinband mit dunkelbraunem Samtbezug und 2 dreiseitigen, vielfach durchbrochenen punzierten Kantenbeschlägen sowie 2 dreiteiligen Schließbeschlägen, alles aus massiven Silber getrieben, punzierter dreiseitiger Goldschnitt. 15,5 x 9 cm. Niederlande um 1824.
Prachtvoller Silbereinband mit zwei mächtigen Silberschließen, auf denen sich je drei von Rocaillen umgebene Allegorien befinden, darunter Fides, Caritas, Spes, Vanitas und Justitia. Auf den Schließen monogrammiert "A. B." und mit einer Gewichtsangabe "Wiegt 10 3/8 Lood" (entspricht etwa 100g). – Gelenke brüchig, Rücken mit Fehlstellen, lädiert, Samt teils stärker abgerieben und beschabt. Das Silber teils oxidiert. - Inhalt: Biblia dat is de gantsche H. Schrifture ... des ouden en nieuwen Testaments. 3 Teile in 1 Band. 420; 132; 135 Bl. Mit zahlreichen Kupfertafeln. Haarlem, Enschede en Zoonen, 1796. - Beigebunden: zwei weitere niederländische theologische Schriften. - Gebrauchsspuren. Nicht kollationiert.

Lot 1224, Auction  127, Goeree, Wilhelm, Voor-bereidselen tot de Bybelsche wysheid, en Gebruik der heilige en kerklijke Historien

Goeree, Wilhelm
Voor-bereidselen tot de Bybelsche wysheid, en Gebruik der heilige en kerklijke Historien
Los 1224

Schätzung
500€ (US$ 568)

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Goeree, Wilhelm (Hrsg.). Voor-bereidselen tot de Bybelsche wysheid, en Gebruik der heilige en kerklijke Historien. Teil I und II in 2 Bänden. 20 Bl., 844 S., 18 Bl.; 1 Bl., Seite 845-1716, 18 Bl. Mit 2 gestochenen Titeln, 84 teils doppelblattgroßen gefalteten Kupfertafeln und 34 Textkupferstichen. Titel in Schwarz und Rot. 33 x 20 cm. Pergament d. Z. (berieben, oberes Kapital mit teils großem Einrissen, etwas geworfen) mit hs. RTitel. Amsterdam, Wilhelm, Goeree, 1690.
STCN 102584524. Klaversma-Hannema 571. – Gezeigt werden verschiedene biblische Szenen sowie jüdische und antike Altertümer. Besonders interessant sind die Ansichten von Jerusalem, aber auch die botanischen und zoologischen Merkwürdigkeiten. – Papierbedingt gebräunt, wenige Blätter lose, etwas braun- und stockfleckig, Tafeln mit hinterlegten Einrissen.

Lot 1225, Auction  127, Hugo von Saint-Cher und Lucas, Franciscus, Sacrorum Bibliorum. Venedig, Nicolas Pezzana, 1754. - Dreispaltig gedruckte Konkordanz, die auf Hugo de Sancto Caro zurückgeht

Hugo von Saint-Cher und Lucas, Franciscus
Sacrorum Bibliorum. Venedig, Nicolas Pezzana, 1754. - Dreispaltig gedruckte Konkordanz, die auf Hugo de Sancto Caro zurückgeht
Los 1225

Schätzung
120€ (US$ 136)

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Aus der Bibliothek des Germanisten und Mediaevisten Gerhard Eis
Hugo von Saint-Cher. - Lucas, Franciscus (Hrsg.). Sacrorum Bibliorum vulgatae editionis concordantiae Hugonis Cardinalis ordinis Praedicatorum. 6 Bl., 1028 S. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel und Buchschmuck. Titel in Schwarz und Rot. 30 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (stärker berieben und fleckig) über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RSchild und 1 (von 2) Messingschließen. Venedig, Nicolas Pezzana, 1754.
Dreispaltig gedruckte Konkordanz, die auf Hugo de Sancto Caro zurückgeht. "Lucas Franciscus (Britgensis), one or the ablest of the Roman Catholic commentators, was born at Bruges in 1549 ... He also produced a Concordance of the Pidgate, corrected and augmented by Herbert Phalesius and Benedict of Afflighem, Antw. 1606" (Best Edition, Antwerpen 1642). – Vereinzelt etwas stock- und fingerfleckig. Titel mit Bibliotheksstempel "Bibliothek des erzb. Klerikalseminars Freising. Duplum D. d. F." und Vorsatz mit hs. Besitzvermerk "Dr. Gerhard Eis Erworben 21. Januar 1948", mit montiertem Besitzschild.

Lot 1226, Auction  127, 2 Akzidenzdrucke und Jauer, Kirchenliedtexte in zwei Heftchen

2 Akzidenzdrucke und Jauer
Kirchenliedtexte in zwei Heftchen
Los 1226

Schätzung
450€ (US$ 511)

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THEOLOGIE, GEBET- UND GESANGBÜCHER
Jauer. - 2 Akzidenzdrucke. Kirchenliedtexte in zwei Heftchen. 2 Bl.; 2 Bl. 19,5 x 15 cm. Modernes Halbpapier-Bindung. Jauer, H. C. Müller 1754-1756.
Seltene Kirchenlieder, die in Jauer gedruckt wurden. Vorhanden sind: I. Die Zierde des Hauses Gottes in Reinigkeit der Lehre und Heiligkeit des Lebens, betrachtete am Tage der Installation des wohl-ehrwürdigen und hochgelehrten Herren Johann Gottlieb ... Mit Holzschnitt-Kopfvignette. 4. August 1754. - II. Da unß unßer Erndten-Fleiß abermahl mit Gott gelungen; hat auch Hochkirch Gott zum Preiß sein gestifftet Lied gesungen. 1756. – Papierbedingt gebräunt, minimal gebräunt und leicht knickspurig.

Lot 1227, Auction  127, Augustinus, Aurelius, Opera omnia

Augustinus, Aurelius
Opera omnia
Los 1227

Schätzung
700€ (US$ 795)

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Augustinus, Aurelius. Opera omnia. 11 Teile in 7 Bänden. Mit 2 Titelkupfern und 8 Titelholzschnitten. 39 x 24,5 cm. Blindgeprägtes Pergament d. Z. (leicht fleckig, stellenweise feuchtrandig, teils mit Fehlstellen im Bezug, etwas bzw. auch stark angeschmutzt) mit hs. RSchild. Lyon, J. Radisson, 1664.
Graesse I, 253. Wetzer-Welte I, 1675. Vgl. Brunet I, 558. Nicht bei Goldsmith. – Spätere Gesamtausgabe der Werke des Kirchenvaters Augustinus. – Leicht braun- und stockfleckig sowie gebräunt. Titel des achten Teils vollständig hinterlegt und mit stärkeren Randläsuren (mit Fehlstellen, teils mit Textverlust). Dieser achte Teil stark feuchtrandig und mit Fehlstellen im Rand, die anderen Teile nur selten feuchtrandig. – Nachgebunden: Ferdinand Vellosillo. Advertentiae theologiae. 4 Bl., 326 (recte 296) Sp. Mit Titelholzschnitt. Ebenda 1664.

Lot 1228, Auction  127, Augustinus, Aurelius, Operum

Augustinus, Aurelius
Operum
Los 1228

Schätzung
400€ (US$ 455)

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Augustinus, Aurelius. Operum. Editio nova a multis mendis purgata. 12 Teile in 8 Bänden. Mit gestochenem Portraitfrontispiz und einigen gestochenen Kopfvignetten und gestochenen Initialen. 38 x 24,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig, berieben und angeschmutzt, stellenweise gewellt, teils bestoßen, Gelenke gelegentlich angeplatzt) mit fragmentarischem RSchild und hs. Anmerkungen. Antwerpen, Societas, 1700-1703.
Brunet I, 558. – Antwerpener Werkausgabe mit dem Teil zwölf "accompagnée d'un Appendix Augustiana, recueilli par Jean Le Clerc" (Brunet). – Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig. Stellenweise stärker feuchtrandig (vor allem Teil I und II). Exlibris (typographisch und gestochen).

Lot 1229, Auction  127, Barbosa, Agostinho, Pastoralis solicitudinis, sive de officio, et potestate episcopi, tripartita descriptio

Barbosa, Agostinho
Pastoralis solicitudinis, sive de officio, et potestate episcopi, tripartita descriptio
Los 1229

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Barbosa, Agostinho. Pastoralis solicitudinis, sive de officio, et potestate episcopi, tripartita descriptio. Nunc ultimùm ab ipso auctore recognita, variis resolutionibus exornata, & multis Doctorum citationibus, aliisque accessionibus illustrata. 2 Teile in 1 Band. 16 Bl., 478 S., 55 Bl.; 611, 124 S., 2 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit großer gestochener Druckermarke auf dem Titel (in Teil II als Holzschnitt wiederholt). 34,5 x 21,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; ohne Schließen) und Wappensupralibros mit den Initialen "AM" auf dem VDeckel. Lyon, Borde, Arnaud et al., 1665.
Umfangreiche Abhandlung über Aufgaben, Rechte und Pflichten eines Bischofs. Zuerst 1621 in Rom erschienen. Teil II enthält als Anhang: Formularium episcopale, in quo variae continentur formulae ad episcopalem iurisdictionem ritè & rectè exercendam maximè utiles. Barbosa, zuletzt Bischof von Ugento (gest. 1649), galt als einer der berühmtesten Kirchenrechtler seiner Zeit. "Seine gediegenen Werke verbreiten sich über das ganze canonische Recht und sind gesammelt erschienen zu Lyon 1657-75 in 19 Bänden. Zu den geschätztesten gehören: Pastoralis sollicitudinis ... descriptio etc." (Wetzer/Welte I, 1985). Exemplar mit eigenhändigem, 1669 datierten Kaufvermerk von Simon Hörmann, Prior des Klosters Altomünster in Bayern (vgl. Wetzer/W. I, 662 mit Erwähnung Hörmanns). – Gebräunt und stockfleckig. Anfangs und am Schluss mit mehreren Wurmstichen bzw. -gängen. Titel verso mit zeifach gestempelt (Bibl. Acad. Land(shut) & UBM(ünchen) abgegeben).

Lot 1230, Auction  127, Bellarmino, Roberto Francesco Romolo, De controversiis Christianae fidei aduersus huius temporis haereticos, quator tomis comprehensarum

Bellarmino, Roberto Francesco Romolo
De controversiis Christianae fidei aduersus huius temporis haereticos, quator tomis comprehensarum
Los 1230

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Bellarmino, Roberto Francesco. Disputationum de controversiis Christianae fidei adversus huius temporis haereticos, quator tomis comprehensarum. 13 Bl., 1044 Sp., 18 Bl. Mit gestochener Titelbordüre. Titel in Schwarz und Rot. 32,5 x 21,5 cm. Pergament d. Z. (berieben und geworfen). Venedig, Minimen, 1603.
Vgl. De Backer-Sommervogel I, 61 f. IA III, 470. – Hauptwerk des bedeutenden Gegenreformators, das durch seine gründliche und klare Darstellung besticht und oft nachgedruckt worden ist. "Es ist das ausführlichste Werk, welches zur Vertheidigung des katholischen Glaubens, namentlich gegen die Angriffe der Protestanten, bis auf den heutigen Tag erschien, und hat sowohl durch die Erudition, die darin zu Tage tritt, als durch die würdige, von aller Schmähung der Gegner freie Polemik dem Verfasser unvergänglichen Ruhm gebracht" (Wetzer-W.). – Mit montiertem Exlibris auf dem Vorsatz. Vereinzelt leicht feucht- und fingerfleckig, mit kleinen Wurmlöchern. Insgesamt wohlerhalten.

Lot 1231, Auction  127, Bünting, Heinrich,  Itinerarium sacrae scripturae

Bünting, Heinrich
Itinerarium sacrae scripturae
Los 1231

Schätzung
240€ (US$ 273)

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Bünting, Heinrich. Itinerarium sacrae scripturae, Oder: Reise-Buch über die gantze heilige Schrift ... 2. Auflage. 5 Teile in 1 Band. Mit gestochenem Frontispiz und 35 teils gefalteten Kupfertafeln und 2 Kupferkarten. Titel in Rot und Schwarz. 21 x 16,5 cm. Pergament d. Z. (berieben und fleckig) mit spanischen Kanten. Erfurt, Joh. D. Jungnicol, 1754.
Vgl. Graesse I, 572. Röhricht 205, 773. – Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1581. Das Werk von Heinrich Bünting (1545-1606) beschreibt die Reisen der Patriarchen, Richter, Völker u. a. des Alten Testaments und von Maria, Joseph, Jesu, der Weisen aus dem Morgenland und der Apostel. Dargestellt sind unter anderem der Plan von Jerusalem, Ansichten des Tempels Salomos, des Ölbergs, jüdischen Altertümern und Münzen etc. sowie Porträts der Apostel und Evangelisten. – Innengelenke leicht offen, etwas stock- und braunfleckig sowie mit kleineren Gebrauchsspuren.

Burnet, Thomas
De statu mortuorum et resurgentium tractatus
Los 1232

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Burnet, Thomas. De statu mortuorum et resurgentium tractatus. Ajicitur, appendix de futura Judaeorum restauratione. Editio secunda. VIII, 432 S. Mit gestochenem Portrait (in Pag.). 19,5 x 13 cm. Blindgeprägter Lederband d. Z. (fleckig und berieben, Gelenke geplatzt, Deckel gelockert, Ecken und Kapitale bestoßen). London, A. Bettesworth und C. Hitch, 1733.
Vgl. Brunet I, 1410f. u. Graesse I, 578. – Spätere Auflage der zuerst 1723 ebenda bei Hooks erschienenen Abhandlung, auf die laut Graesse 1726 und 1727 zwei weitere Ausgaben folgten. Posthum erschienene Schrift des englischen Theologen Thomas Burnet (1635-1715), der mit seinem Hauptwerk Telluris Theoria Sacra, einer spekulativen Kosmogonie, einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des geologischen Denkens lieferte und bis in die Gegenwart in der Wissenschaftsgeschichte rezipiert wird. – Einige Blatt mit Stauchspur im Seitenrand, Titel im Bug alt verstärkt.

Lot 1233, Auction  127, Busembaum, Hermann, Theologia morum

Busembaum, Hermann
Theologia morum
Los 1233

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Busembaum, Hermann. Theologia morum ab Herm. Busembaum S. J. primum tradita, tum a Claudio La-Croix, et Franc. Ant. Zacharia ejusdem sociis aucta, nunc demum ab Angelo Franzoja ad trutinam recvocata. XX, 546 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit großer Holzschnitt-Titelvignette. 36,5 x 22 cm. Leder d. Z. (berieben, mit vereinzelten Schabspuren) mit reicher RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Bologna, Occhio, 1760.
ADB III, 646. – Schöner zweispaltiger Druck der überaus populären Schrift. Hermann Busembaum (1600-1668) "ist Verfasser eines zu großer Berühmtheit gelangten Abrisses der casuistischen Moraltheologie, bei dessen Abfassung er vornehmlich die Hefte und Dictate zweier seiner Ordensgenossen, der PP. Hermann Nünning und Friedrich Spee benutzte. Die Bedeutung dieser Arbeit, von Busembaum 'Medulla theologiae moralis' betitelt, bestand darin, daß zum ersten Male der specifische Lehrstoff der casuistischen Moraltheologie unter Ausscheidung der früherhin mit ihr so vielfach vermengten juridisch-canonistischen Materien in einer übersichtlichen und concisen Zusammenstellung dargeboten wurde, deren Ordnung und System zum mustergültigen Typus für alle nachfolgenden Darstellungen der theologischen Moralcasuistik wurde und auch von Alphons v. Liguori adoptiert worden ist. Das Büchlein erlebte von 1645-1670 nicht weniger als 45 Auflagen, denen später noch viele weitere folgten" (ADB).
Nach ungefähr 200 Auflagen wurde das Buch vom Pariser Parlament verurteilt und verbrannt, da man in ihm die Ursache für das Attentat Damiens auf Ludwig XV sah; Busembaum erlaubte den Königs- und Tyrannenmord. – Titel mit durchschlagendem Stempel sowie alten Besitzvermerken in Tinte, erste Blatt mit Braunfleck in der unteren rechten Ecke. Stellenweise mit schmalem Feuchtigkeitsrand.

Lot 1234, Auction  127, Bussières, Jean de, Paradisus Historico-Politicus: Das ist, Die fürnehmste Weltgeschichten

Bussières, Jean de
Paradisus Historico-Politicus: Das ist, Die fürnehmste Weltgeschichten
Los 1234

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Bussières, Jean de. Paradisus Historico-Politicus: Das ist, Die fürnehmste Weltgeschichten. Von Adam dem ersten Menschen, biß auff Christum unsern Erlöser. 2 Bl., 318 (recte: 518) S. Mit 16 Porträt-Kupfertafeln. 15,5 x 9,5 cm. Modernes Halbleder (unter Verwendung von älteren Deckeln, berieben, leichte Wurmspuren). Cölln, Andreas Bingen, 1656.
VD17 12:206845V. – Bibelhistorisches und politisch-moralisches Lehrwerk; eine Chronik der Weltgeschichte von der Schöpfung bis zur Geburt Christi. Mit Paginierungssprung von S. 418 auf S. 219. – Papierbedingt gebräunt, teils stockfleckig. Vorsätze mit mehreren Sepiaeintragungen von alter Hand (um 1700). Innenspiegel mit Exlibris. Vorsätze und erste Lagen mit kleinen Wurmspuren, stellenweise mit leichtem Darstellungs- bzw. geringem Textverlust. Titelblatt mit Besitzvermerk von 1912.

Lot 1235, Auction  127, Castro, Jodocus von,  Conciones super evangelia dominicalia

Castro, Jodocus von
Conciones super evangelia dominicalia
Los 1235

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Castro, Jodocus von. Conciones super evangelia dominicalia. 12 Bl., 728 S., 28 Bl. Mit gestochener Titelvignette und einer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 23 x 19,5 cm. Pergament d. Z. (gering gebräunt) mit spanischen Kanten. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1633.
Vgl. Jöcher I, 1763.. – Jodocus a Castro (gest. 1630) war ein Mönch aus Brüssel, vgl Jöcher. – Kaum stockfleckig oder gebräunt. Innenspiegel mit modernen Graphitnotizen. Titel mit Sepiamarginalie von alter Hand im Rand "Sum loci".

Lot 1236, Auction  127, Catechismus Catholicorum, Per imagines pro ignorantibus, qui litteras nesciunt, expressus.

Catechismus Catholicorum
Per imagines pro ignorantibus, qui litteras nesciunt, expressus.
Los 1236

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Catechismus Catholicorum. Per imagines pro ignorantibus, qui litteras nesciunt, expressus. - Catholischer Catechismus, durch unterschiedliche Kupfferstich entworffen, den jenigen zu Nutzen so deß Lesens unerfahren seynd. 110 durchgehend pagnierte Bl., davon 103 in Kupferstich. 14,5 x 9 cm. Leder d. Z. (stärker berieben, ohne Schließen). O. O. u. Dr. 1709.
Fast vollständig in Kupfer gestochenes barockes Erbauungsbuch für den des Lesens wenig kundigen Gläubigen. – Viel und achtsam benutztes und dadurch stärker fingerfleckiges Exemplar, nur wenige Blatt auch mit kleinen Läsuren.

Lot 1237, Auction  127, Constitutiones insignis, et collegiatae Ecclesiae sancti Laurentii Florent

Constitutiones insignis
et collegiatae Ecclesiae sancti Laurentii Florent
Los 1237

Schätzung
90€ (US$ 102)

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Constitutiones insignis, et collegiatae ecclesiae sancti Laurentii Florent. 4 Bl., 191 S. Mit 4 schenkligem Holzschnitt-Bordüre und Holzschnitt-Vignette auf dem Titel sowie 3 ganzseitigen Text-Holzschnitten. 22,5 x 16 cm. Pergament d. Z. (berieben, bestoßen, fleckig, mit kleiner Fehlstelle am RDeckel und oberes Kapital mit größerem Einriss) Rücken mit späterem Bibliotheksschildchen. Florenz, Zenob Pignonius, 1617.
Frühe Ausgabe über die Kirche des heiligen Laurentius in Florenz. Mit hübscher Darstellung des Heiligen als junger Diakon, der ein Rost und einen Kasten mit Kirchengeräten und Münzen hält. In lateinischer Sprache. – Etwas stock- und braunfleckig, teils mit geöffneten Innengelenken und Vorsatz mit größerem Einriss. Mit hs. Beistzvermerk auf dem Vorsatz. Selten.

Lot 1238, Auction  127, Creutzberg, Amadeus, Gottseelige Betrachtungen

Creutzberg, Amadeus
Gottseelige Betrachtungen
Los 1238

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Creutzberg, Amadeus (d. i. Ph. B. Sinold von Schütz). Gottseelige Betrachtungen auf alle Tage des gantzen Jahres ... Auch mit einer Vorrede (von) J. G. Pritius. 11 Bl., 1184 S., 20 Bl. Mit gestoch. Titelvignette, gestoch. Textvignette und 12 Kupfertafeln. Titel in Rot und Schwarz. 26,5 x 20 cm. Lederband d. Z. (berieben; Rücken mit einigen Fehlstellen). Nürnberg, Peter Conrad, 1737.
Vgl. Georgi, 340. – Die erste Ausgabe des Andachtsbuches erschien 1719. Die Kupfertafeln zeigen Putten bei einer für den Monat typischen Beschäftigung (Bienenzucht, Obsternte, Weinlese u. a.). – Vorderer und hinterer Innensteg etwas geöffnet, ersten beiden w. Blätter mit hs. Notizen d. Z. Teilweise etwas stock- und braunfleckig.

Lot 1239, Auction  127, Kyrill von Alexandria, De cultu veri dei opus aureum ex Graeca vetustate nunc primum erutum

Kyrill von Alexandria
De cultu veri dei opus aureum ex Graeca vetustate nunc primum erutum
Los 1239

Schätzung
750€ (US$ 852)

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Kyrill von Alexandria. De cultu veri dei opus aureum ex Graeca vetustate nunc primum erutum. 1 Bl., 358 S., 18 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel in Rot und Schwarz. 32 x 22 cm. Pergament d. Z. (berieben, Fleckig und Kapitale fehlen) mit 2 (von 4) Verschlussbändchen. Paris, Paulus, 1604.
Seltene spätere Ausgabe. Von uns konnten zwei weitere Exemplare bestimmt werden: In der Bayerischen Staatsbibliothek München und in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg. – Mit Exlibris auf dem Vorsatz. Titel mit hinterlegter Fehlstelle und hs. Besitzvermerk sowie etwas gelockert. Insgesamt etwas feucht- und braunfleckig sowie leicht gewellt.

Lot 1240, Auction  127, Doederlein, Johann Alexander, Slavonisch-Russisches Heiligthum mitten in Teutschland

Doederlein, Johann Alexander
Slavonisch-Russisches Heiligthum mitten in Teutschland
Los 1240

Schätzung
400€ (US$ 455)

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Doederlein, Johann Alexander. Slavonisch-Russisches Heiligthum mitten in Teutschland. 142, 8 S., 1 Bl. Geheftet (ohne Einband). 22,5 x 18 cm. Nürnberg, Endter, 1724.
Pfeiffer 22373. Cat Russ. D. 683. Nitsche-St. 64. – Monographie über die Ikone des hl. Theodor Stratelates, die sich in der Rieterkirche zu Kalbensteinberg befindet. Es handelt sich um die erste im Westen erschienene Einzelstudie, die sich einem russischen Kunstwerk widmet. Theodor Stratelates, ein römischer Militärführer, wird sowohl in der orthodoxen Tradition als auch in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. – Ohne die gefaltete Kupfertafel. Letztes Blatt gestempelt. Stockfleckig, besonders im weißen Rand. Letzte Lage mit Knickspuren oben.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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