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Lot 6089, Auction  115, Piepenhagen, Charlotte, Wildbach beim Gewittersturm

Piepenhagen, Charlotte
Wildbach beim Gewittersturm
Los 6089

Ergebnis
3.936€ (US$ 4,524) *

Details

Wildbach beim Gewittersturm.
Öl auf Papier. 17 x 25,5 cm. Um 1893.

Wohl Vorstudie zu dem Gemälde (44 x 61 cm) aus dem Jahr 1893, das sich in der Prager Burg befindet (siehe Nadezda Blazícková-Horová: August Bedrick, Charlotta a Luisa Piepenhagenovi, Ausst. Kat. Narodni Galerie Prag, 2009-2010, S. 287, Nr. 404 mit Abb. sowie ganzseitige Abb. S. 177).

Provenienz: Aus dem Nachlass der Künstlerin.
Seitdem im Besitz der Familie.

Lot 6090, Auction  115, Piepenhagen, Charlotte, Der Achensee in Tirol

Piepenhagen, Charlotte
Der Achensee in Tirol
Los 6090

Ergebnis
1.968€ (US$ 2,262) *

Details

Der Achensee in Tirol.
Öl auf Papier. 23,4 x 32,7 cm. Verso in Bleistift wohl von Emmi Minna Anna Elisabeth Piepenhagen (geb. 1892 in Berlin) bez. "Ch. (Achensee, Tirol)".



Provenienz: Aus dem Nachlass der Künstlerin.
Seitdem im Besitz der Familie.

Lot 6091, Auction  115, Piepenhagen, Charlotte, Wildbach im Kleinarltal im Salzburger Land

Piepenhagen, Charlotte
Wildbach im Kleinarltal im Salzburger Land
Los 6091

Ergebnis
2.706€ (US$ 3,110) *

Details

Wildbach im Kleinarltal im Salzburger Land.
Öl auf Karton. 24,2 x 33,1 cm. Verso von fremder Hand bez. "Ch. (klein Arlt)".



Provenienz: Aus dem Nachlass der Künstlerin.
Seitdem im Besitz der Familie.

Lot 6092, Auction  115, Krumpigel, Karl, Waldige Landschaft mit Bäuerin auf einem Weg

Krumpigel, Karl
Waldige Landschaft mit Bäuerin auf einem Weg
Los 6092

Ergebnis
677€ (US$ 778) *

Details

Waldige Landschaft mit Bäuerin auf einem Weg.
Öl auf Holz. 21 x 29,8 cm. Verso in Bleistift bez. "Krumpigl". Um 1830.

Die Bekanntschaft mit dem Landschaftsmaler August Piepenhagen in Prag führte bei Karl Krumpigel dazu, sich für den Malerberuf zu entscheiden. Nach Beendigung seiner Studien machte er mit Piepenhagen eine Reise nach Salzburg. Auf derselben reifte sein Entschluss, sich der Kunst zu widmen; auch gelang es ihm, die Einwilligung der Eltern zu erlangen. Er begann nun 1826 unter Piepenhagens Leitung seine Kunststudien und entschied sich für die Landschaftsmalerei. In den besten Galerien Prags machte er mit Erfolg seine Studien und begab sich 1831 nach München, um dort seine künstlerische Ausbildung zu vollenden. Eben daran, sein hervorragendes Talent zur Geltung zu bringen, überraschte ihn der Tod in der Vollkraft seines Lebens, im Alter von erst 27 Jahren. Seine Bilder, fleißige Studien nach der Natur, bekunden eine reiche, zuweilen düstere Phantasie. Er liebte es, Waldpartien mit Wasserfällen darzustellen. Ein Gemälde, das Innere einer Gruft darstellend, gibt auch eine gelungene Probe seines Talentes für Architekturzeichnung.

Provenienz: Aus dem Nachlass von August Piepenhagen.

Lot 6093, Auction  115, Reese, Marx Ernst Christian, Ansicht von Jerusalem

Reese, Marx Ernst Christian
Ansicht von Jerusalem
Los 6093

Ergebnis
1.107€ (US$ 1,272) *

Details

Ansicht von Jerusalem.
Öl auf Leinwand. 35,5 x 53 cm. Unten rechts signiert "Reese".


Lot 6094, Auction  115, Deutsch, 19. Jh. Blick auf Jerusalem und den Felsendom

Deutsch
19. Jh. Blick auf Jerusalem und den Felsendom
Los 6094

Ergebnis
923€ (US$ 1,060) *

Details

19. Jh. Blick auf Jerusalem und den Felsendom.
Öl auf Leinwand. 19 x 29,7 cm.


Lot 6095, Auction  115, Riedmüller, Franz Xaver von, Strandhaus bei Bordighera an der italienischen Riviera

Riedmüller, Franz Xaver von
Strandhaus bei Bordighera an der italienischen Riviera
Los 6095

Ergebnis
1.107€ (US$ 1,272) *

Details

Strandhaus bei Bordighera an der italienischen Riviera.
Öl auf Leinwand, kaschiert auf Leinwand. 34,5 x 48,5 cm. Unten rechts bez., signiert und undeutlich datiert "Bordighera FX von Riedmüller 1893 [?]", verso ein altes Klebeetikett bez. "Parthie bei Bordighera, Oelgemälde / von Franz Xaver von Riedmüller / Grossherzogl. Badischer Hofmaler geb: zu Konstanz 1829 [gestorben] zu Stuttgart 1901" sowie auf dem Keilrahmen "bei Bordighera".


Lot 6096, Auction  115, Wuttke, Carl, Ansicht von Marina Piccola auf Capri

Wuttke, Carl
Ansicht von Marina Piccola auf Capri
Los 6096

Ergebnis
1.845€ (US$ 2,121) *

Details

Ansicht von Marina Piccola auf Capri.
Öl auf Karton. 19,3 x 32 cm. Unten links signiert "C. Wuttke", verso mit der Feder in Braun bezeichnet "Capri". Um 1890.

Der deutsche Landschafts- und Orientmaler Carl Wuttke studierte 1871-1873 in Berlin, 1873 unter Quaglio in München und 1877-1880 als Meisterschüler von Eugen Dücker in Düsseldorf. Neben seinen späteren Fernreisen nach Afrika, in die Vereinigten Staaten, in den Sinai und seiner Weltreise, die er zwischen 1897 und 1899 unternahm, reiste Wuttke erstmals 1874 nach Italien und bleibt zwei Jahre. Wie auch viele andere Künstler seiner Generation faszinierte ihn der Golf von Neapel mit seinen pittoresken Ansichten der Küste und den umgebenden Inseln. Auch in diesem Gemälde fängt er das südliche Licht der untergehenden Sonne mit einem locker-lebendigen Duktus ein.

Lot 6097, Auction  115, Kummer, Robert, Felsen vor Capri

Kummer, Robert
Felsen vor Capri
Los 6097

Ergebnis
2.952€ (US$ 3,393) *

Details

Felsen vor Capri.
Öl auf Papier, auf Karton aufgezogen. 12,5 x 16,2 cm. Verso auf dem Untersatzkarton in brauner Feder signiert "Robert Kummer". Um 1833.

Robert Kummer wurde 1825 in jugendlichem Alter von fünfzehn Jahren Schüler der Dresdener Akademie und erhielt seine künstlerische Ausbildung bei Carl August Richter und Johan Christian Clausen Dahl. Mit einem königlichen Stipendium bereiste er 1832/33 erstmals Italien. In Neapel angekommen, zog es ihn sogleich nach Capri, wo er die Naturschönheiten der Insel regelrecht aufsog. Das für Capri so charakteristische Zusammenspiel zwischen den bizarren Formationen der weißen Kalksteinfelsen und dem azurblauem Meer wurde hier zum Gegenstand eines nahansichtigen Landschaftseindrucks, das die Natürlichkeit und Spontaneität der vor Ort ausgeführten Studie auszeichnet. Dr. Elisabeth Nüdling bestätigte die Autorschaft Robert Kummers. Sie datiert das Werk um 1833.

Budtz Møller, Carl
Zwei Italienerinnen im Gespräch in den Tempelruinen von Paestum
Los 6098

Ergebnis
9.840€ (US$ 11,310) *

Details

Zwei Italienerinnen im Gespräch in den Tempelruinen von Paestum.
Öl auf Leinwand. 84 x 108 cm. Unten rechts signiert und datiert "Budtz-M-1908".

Vorliegende Ansicht des Poseidontempels in Paestum entstand während des Studienaufenthalts Carl Budtz Møllers in Italien in den Jahren 1907-08. Er hatte sich auf die Schilderung des Lebens des italienischen Volkes und Kircheninterieurs spezialisiert. In unserem Gemälde stellt er das Innere der Tempelruine mit den mächtigen Säulenreihen dar, welche Giovanni Battista Piranesi etwa hundert Jahre zuvor bereits fasziniert haben. Budtz Møller platziert zwei Italienerinnen in die imposante Architekturkulisse, wodurch er die beeindruckenden Proportionen der Tempelanlage untermalt und gleichzeitig die Strenge der Architekturszenerie auflockert. In seiner Farbpalette und der Motivwahl orientiert sich der Künstler an Kristian Zahrtmann, der viele seiner Schüler in Italien während zahlreicher Sommeraufenthalte unterrichtete.

Grassi, Vittorio
Ein Bogengang im Kolosseum
Los 6098a

Ergebnis
1.968€ (US$ 2,262) *

Details

Ein Bogengang im Kolosseum.
Öl auf Holz. 23,2 x 14,8 cm. Um 1910-12.

Der Maler und Illustrator Vittorio Grassi war als Künstler Autodidakt und trat 1903 erstmalig mit seinen Werken in Rom an die Öffentlichkeit. Grassi erlangte schnell eine größere Bekanntheit in der römischen Kunstszene und gehörte mit Onorato Orlandi (1848-1939) und Giacomo Balla (1871-1958) zu den Mitgliedern der 1904 gegründeten Künstlergruppierung XXV della campagna romana. 1913 erhielt Grassi eine Professur an der römischen Accademia di Belle Arti, seit 1921 bekleidete er zudem ein Lehramt an der dortigen Scuola Superiore di Architettura. Die vorliegende Studie entstammt der Frühzeit des Künstlers. Das kleine Bildchen, das einen Winkel aus dem Kolosseum zeigt, besticht durch die Originalität des Bildausschnitts und durch seinen Sinn für formale Reduktion. Das fein abgestufte, auf wenige Grau- und Ockertöne reduzierte Kolorit gibt das gleißende, warme Sonnenlicht eines römischen Sommertages überzeugend wieder.

Lot 6099, Auction  115, Beccaria, Angelo, "Giovane Contadina"

Beccaria, Angelo
"Giovane Contadina"
Los 6099

Ergebnis
984€ (US$ 1,131) *

Details

"Giovane Contadina".
Öl auf Karton. 22,2 x 13,3 cm. Verso mit dem Galerieetikett der Galleria d'Arte, Turin mit den handschriftl. Angaben zum Künstler.



Provenienz: Aversa Galleria d'Arte, Turin.

Lot 6100, Auction  115, Hay, Bernardo, Italienerin vor der Villa Pompeiana auf Capri, im Hintergrund die Kirche Santo Stefano

Hay, Bernardo
Italienerin vor der Villa Pompeiana auf Capri, im Hintergrund die Kirche Santo Stefano
Los 6100

Ergebnis
7.995€ (US$ 9,190) *

Details

Italienerin vor der Villa Pompeiana auf Capri, im Hintergrund die Kirche Santo Stefano.
Öl auf Leinwand. 55,2 x 35 cm. Unten rechts signiert und bezeichnet "B. Hay / Capri".

Bernardo Hay, Sohn der in Florenz lebenden britischen Malerin Jane Benham Hay und des italienischen Malers Francesco Saverio Altamura, studierte in Neapel und lebte im Anschluss an sein Studium in Venedig, Florenz und Brügge. Ab den 1880er Jahren ließ er sich wieder in Neapel nieder. Capri hatte es Hay besonders angetan, er reiste viele Male auf die Insel und ließ sich später dort nieder. Auf Capri fand Hay auch eine Vielzahl an motivischen Impressionen für seine Gemälde. In diesem Bild zeigt er uns eine Italienerin mit einem Krug auf einem Weg - ein beliebtes Motiv Hays -, hinter ihr zeigt sich die rote Fassade der Villa Pompeiana, die der deutsche Fabrikant und Kaufmann Adolf Köttgen 1879 in der Via Camerelle errichten ließ. Dahinter erblicken wir die Kuppel der Kirche Santo Stefano.

Lot 6103, Auction  115, Französisch, 19. Jh. Flusslandschaft mit steinerner Brücke.

Französisch
19. Jh. Flusslandschaft mit steinerner Brücke.
Los 6103

Ergebnis
984€ (US$ 1,131) *

Details

19. Jh. Flusslandschaft mit steinerner Brücke.
Öl auf Papier, kaschiert auf Karton. 20 x 32 cm. Unten rechts monogrammiert "HW [...]".


Lot 6105, Auction  115, Billotte, René, Montmartre - Le Moulin de la Galette

Billotte, René
Montmartre - Le Moulin de la Galette
Los 6105

Ergebnis
2.214€ (US$ 2,545) *

Details

Montmartre - Le Moulin de la Galette.
Öl auf Holz. 18,5 x 27 cm. Unten links betitelt "Montmartre" sowie rechts signiert "René Billotte".

René Billotte war Schüler seines Onkels, dem Maler Eugène Fromentin und stellte als Maler regelmäßig auf den Pariser Salons aus. 1890 gehörte Bilotte zu den Gründungsmitgliedern der Pariser Société Nationale des Beaux-Arts und hatte seit 1900 den Rang eines Ritters der Légion d'honneur inne. Der schon zu Lebzeiten hoch geschätzte Maler widmete sich in seinen höchst atmosphärischen Gemälden, Pastellen und Aquarellen leidenschaftlich der Stadtlandschaft von Paris und ihren Vororten. Seine meist kleinformatigen Arbeiten werden charakterisiert durch eine zurückhaltende, grautonige Farbpalette und den Einsatz von meist schwachem, dämmrigen Licht. Der Kritiker und Herausgeber des Magazine of Art Marion Harry Alexander Spielmann sah in Billotte einen "magician of greys of the most delicate and beautiful quality" (vgl. M. H. A. Spielmann: "René Billotte: The Painter of the Parisian Suburbs", in: The Magazine of Art, Januar 1898, S. 121-127). Zu seinen bevorzugten Motiven gehörten neben Stadtansichten auch Marinen und Landschaften aus der Seineregion. Im 1896 veröffentlichten Führer Paris-Parisien wurde Billotte als "le peintre de Paris par excellence [qui] donne la note d'air et de lumière spéciale à la ville" bezeichnet. Die vorliegende, undatierte Ansicht des Butte Montmartre mit der am Horizont erscheinenden Moulin de la Galette ist in der für Bilotte typischen, reduzierten Farbgestaltung ausgeführt. Die erdigen Grün- und Brauntöne des Vordergrundes harmonieren mit dem dunstigen Schleier des bewölkten Himmels, die nur teilweise sichtbare Mühle bildet das dunkle Zentrum dieser atmosphärisch dichten kleinen Studie. Eine weitere, 1879 datierte Ansicht Billottes vom Butte Montmartre mit der Umgebung der Moulin de la Galette befindet sich im Pariser Musée Carnavalet (59 x 80.5 cm, Inv.-Nr. P1785).

Lot 6106, Auction  115, Froment, Paul, La Promenade

Froment, Paul
La Promenade
Los 6106

Ergebnis
1.845€ (US$ 2,121) *

Details

La Promenade (Frau mit Sonnenschirm auf einem Waldweg).
Öl auf Leinwand. 48,5 x 65 cm. Verso auf dem Keilrahmen wohl eigenhändig bezeichnet "Paul Froment Paris", mit dem Atelierstempel.

Der Kunstkritiker und Schriftsteller Hippolyte Durand-Tahier wurde 1890 zum Generalsekretär der neugegründeten Société Nationale des Beaux-Arts in Paris ernannt. Er unterhielt enge, freundschaftliche Verbindungen zu führenden Künstlern seiner Epoche, wie Maxime Maufra, Paul Gauguin, Pierre Puvis de Chavanne und Auguste Rodin. Ab 1897 widmete sich Durand-Tahier aktiv der Malerei unter dem Pseudonym Paul Froment. Das vorliegende Gemälde "La Promenade" ist in einer spätimpressionistischen Stilsprache ausgeführt, die auch den Einfluss der Nabis verrät.

Lot 6107, Auction  115, Bonvin, François, Stillleben mit Brot, Zitrone, Pfirsich und Weinflasche

Bonvin, François
Stillleben mit Brot, Zitrone, Pfirsich und Weinflasche
Los 6107

Ergebnis
6.150€ (US$ 7,069) *

Details

Stillleben mit Brot, Zitrone, Pfirsich und Weinflasche.
Öl auf Leinwand. 33 x 40,5 cm. Unten rechts signiert "F. Bonvin". Verso mit dem Stempel des Künstlerbedarfs Pierre Pascal, Paris.

Obwohl heute als einer der führenden Vertreter des französischen Realismus anerkannt und bereits von Künstlerkollegen und der zeitgenössischen Kritik sehr bewundert, blieb für François Bonvin der große Durchbruch zeitlebens aus. Für den aus sehr einfachen Verhältnissen stammenden Künstler stellte in jungen Jahren ein Studium keine Option dar, weshalb er sich neben seinem Broterwerb weitestgehend autodidaktisch ausbildete. Bonvins Schule waren die Galerien des Louvre, wo ihn vor allem die niederländische Kunst des 17. Jahrhunderts in ihren Bann zog - eine Auseinandersetzung, die prägend für seinen Stil werden sollte. Auch in vorliegendem Stillleben stehen das Sujet, das tonige Kolorit und der kräftige Pinselstrich in direkter Nachfolge der Meister des "Goldenen Zeitalters". Mit Anfang dreißig dann die Wende: sein Mentor François-Marius Granet ermöglichte ihm 1847 die erste erfolgreiche Teilnahme am Salon, drei Jahre darauf folgte eine Medaille. Bonvin wurde zu einem Referenzpunkt der realistischen Bewegung. Als 1859 die Arbeiten seiner Freunde und Kollegen Henri Fantin-Latour, Alphonse Legros, Théodule Ribot and James McNeill Whistler vom Salon abgelehnt wurden, stellte er sie kurzerhand in seinem als „Atelier Flamand“ bekannten Studio aus. Für den offiziellen Kunstbetrieb blieben ihm nur harsche Worte: „Zwanzig Jahre lang wurden wir von Direktoren, Senatoren, Liebhabern und Inspektoren der schönen Künste bloßgestellt, ausgezeichnet, mit Medaillen prämiert und manchmal sogar entehrt. Was haben sie mit ihrer Macht und ihrem Einfluss beigetragen?“ (Le Figaro, Ausgabe vom 21. Juni 1869, S. 2f). Um den gesundheitlich angeschlagenen Künstler zu unterstützen, organisierten seine Freunde, zu denen auch Gustave Courbet zählte, 1886 eine große Retrospektive, die er allerdings nur um wenige Monate überlebte.

Lot 6108, Auction  115, Deutsch, um 1840. Selbstbildnis eines Künstlers mit weißer Schirmkappe.

Deutsch
um 1840. Selbstbildnis eines Künstlers mit weißer Schirmkappe.
Los 6108

Ergebnis
1.046€ (US$ 1,202) *

Details

um 1840. Selbstbildnis eines Künstlers mit weißer Schirmkappe.
Öl auf Leinwand. 21,4 x 17,3 cm.


Lot 6109, Auction  115, Thoma, Josef, An der dalmatinischen Küste: Heimkehr vom Fischfang

Thoma, Josef
An der dalmatinischen Küste: Heimkehr vom Fischfang
Los 6109

Ergebnis
1.476€ (US$ 1,697) *

Details

An der dalmatinischen Küste: Heimkehr vom Fischfang.
Öl auf Leinwand. 50,5 x 82 cm. Unten links signiert "J. Thoma".

Josef Thoma studierte an der Wiener Akademie und widmete sich insbesondere der Landschaftsmalerei. Seine Motive, die er vor allem in der heimischen Alpenlandschaft Österreichs fand, zeigen sich von der Romantik beeinflusst. Viel ist nicht über Josef Thoma bekannt, doch einige wenige Werke mit Motiven vom Bosporus und Dalmatien legen die Vermutung nahe, dass Thoma auch zu Studienreisen außerhalb Österreichs aufbrach, um neue Eindrücke zu gewinnen.

Lot 6110, Auction  115, Locher, Carl Ludvig Thilson, Ein Schiff in Seenot mit ausfahrendem Rettungsboot

Locher, Carl Ludvig Thilson
Ein Schiff in Seenot mit ausfahrendem Rettungsboot
Los 6110

Ergebnis
1.107€ (US$ 1,272) *

Details

Ein Schiff in Seenot mit ausfahrendem Rettungsboot.
Öl auf Leinwand. 29,7 x 43,4 cm. Unten links signiert und datiert "Carl Locher (18)77", sowie rechts "2. Juli", verso mit Pinsel undeutlich (wohl) auf Dänisch bezeichnet.



Provenienz: F. Dörling , Hamburg, Auktion 107, 1983, Los 6846.
Privatsammlung Berlin.

Lot 6112, Auction  115, Uphues, Joseph Johann Ludwig, Bogenschütze

Uphues, Joseph Johann Ludwig
Bogenschütze
Los 6112

Ergebnis
5.166€ (US$ 5,938) *

Details

Bogenschütze.
Bronze mit dunkelbrauner Patina. H. 96 cm. In der Plinthe signiert "J. Uphues", an der Seite der Plinthe mit dem Stempel "Akt. Ges. vorm. H. Gladenbeck & Sohn" (wie diese seit 1888 firmierte). Um 1888.

Joseph Uphues studierte an der Berliner Akademie unter Reinhold Begas und Fritz Schaper und machte sich 1892 selbstständig, bevor er im Jahre 1899 selbst Professor an der Akademie und Mitglied der Berliner Secession wurde. Als einer der bedeutenden Bildhauer der Wilhelminischen Zeit gehören zu seinem Werk viele bekannte Skulpturen im öffentlichen Raum, darunter zahlreiche Skulpturen im Berliner Tiergarten und die Schillerstatue in Wiesbaden. Bereits als junger Mitarbeiter im Atelier von Reinhold Begas stellte er 1889 unter eigenem Namen die Skulptur des mit festem Blick nach oben einem abgeschossenen Pfeil hinterherblickenden Bogenschützen, zusammen mit der Skulptur einer Tänzerin, erstmals auf der Ausstellung des Münchner Glaspalastes vor. Der Bogenschütze (heute im Museum von Melbourne) erregte große Aufmerksamkeit und wurde seine kommerziell erfolgreichste Arbeit. Sie wurde in mehreren Fassungen aufgelegt, von denen die hier vorliegende die größte und aufwendigste uns bekannte Variante darstellt.

Lot 6113, Auction  115, Ribot, Théodule-Augustin, Stillleben mit Quitten, Birne und Zwetschge

Ribot, Théodule-Augustin
Stillleben mit Quitten, Birne und Zwetschge
Los 6113

Ergebnis
14.760€ (US$ 16,966) *

Details

Stillleben mit Quitten, Birne und Zwetschge.
Öl auf Holz. 32,2 x 41 cm. Unten rechts mit Signaturstempel.

Der junge Ribot verdingte sich in unsteten Verhältnissen mal als Buchhalter, mal als Wachmann, mal als Dekorateur, bevor er sich ab den späten 1850er Jahren schließlich ganz der Malerei widmen konnte. Neben einer Ausbildung bei Auguste Glaize perfektionierte er seine Malerei durch die Beschäftigung mit der Kunst der Vergangenheit. Vorbilder fand Ribot bei den Alten Meistern im Louvre, wo er insbesondere die bis 1853 bestehende Galerie spanischer Meister studierte. Die von König Louis-Philippe I. gewollte Sammlung führte im Paris der Jahrhundertmitte zu einer starken Rezeption der Werke des „Siglo de Oro“. Auch bei Ribot fand eine fruchtbare Auseinandersetzung statt, die sich vor allem in einer starken Faszination für die Arbeiten Jusepe de Riberas äußerte. Dies führen nicht zuletzt der düstere Realismus sowie der scharfe Chiaroscuro unserer Arbeit vor Augen. Im elegant reduzierten Stillleben sind einige wenige, mit kräftigen Pinselstrichen aufgefasste Früchte aus dem dunklen Fond herausgearbeitet; das stark von links einfallende Licht hebt die runzlige Struktur der Quittenschalen, das Wurmlöchlein in der Birne sowie das tiefe Rotviolett der Pflaume hervor. Ribots Talent blieb seinen Zeitgenossen nicht verborgen, und er fand unter den etablierten Künstlerkollegen, etwa Henri Fantin-Latour und Auguste Rodin, viele Förderer und Bewunderer. Nach seiner ersten Salonteilnahme 1861 stellte sich schnell der Erfolg ein: Mehreren Medaillen und Auszeichnungen folgte 1878 die Aufnahme in die Ehrenlegion, 1890 war er unter den Gründungsmitgliedern der Société National des Beaux-Arts. Die bis heute in vielen großen Museen Europas und Amerikas aufbewahrten Werke zeugen von der Wertschätzung, die diesem heute zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstler in Vergangenheit zu Teil wurde.

Provenienz: Gustav Delbanco, London.
Galerie Hans, Hamburg (verso mit Etikett).
Privatsammlung Norddeutschland.

Lot 6116, Auction  115, Melbye, Vilhelm, Dreimaster auf stürmischer See bei Nacht

Melbye, Vilhelm
Dreimaster auf stürmischer See bei Nacht
Los 6116

Ergebnis
2.952€ (US$ 3,393) *

Details

Dreimaster auf stürmischer See bei Nacht.
Öl auf fester Malpappe. 30,5 x 40,5 cm.


Lot 6117, Auction  115, Dänisch, Um 1880. Schiffsportrait des dänischen Segeldampfers "Kursk"

Dänisch
Um 1880. Schiffsportrait des dänischen Segeldampfers "Kursk"
Los 6117

Ergebnis
492€ (US$ 566) *

Details

um 1881. Schiffsportrait des dänischen Segeldampfers "Kursk".
Gouache auf Velin. 44,5 x 65 cm.

Die Kursk war ein dänisches Frachtschiff, das 1881 in Dienst gestellt wurde und im Jahre 1912 bei einem Sturm vor der holländischen Küste sank. Da das Schiff eine große Ladung wertvoller Glaswaren geladen hatte, war es immer wieder Ziel verschiedener Bergungsexpeditionen, bei denen auch ein großer Teil der Ladung geborgen werden konnte. Allein eine damals für ein Mahnmal für das Schlachtfeld von Borodino gedachte, fast vier Meter große Bronzeskulptur eines Adlers liegt bis heute in dem mittlerweile nicht mehr zugänglichen Wrack.

Provenienz: Horsten Antique, Kopenhagen, 1984.
Seitdem Privatsammlung Berlin.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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