Los 6113

Ribot, Théodule-Augustin
Stillleben mit Quitten, Birne und Zwetschge

Ergebnis
14.760€ (US$ 16,400) *

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Los 6113 - Ribot, Théodule-Augustin - Stillleben mit Quitten, Birne und Zwetschge

Stillleben mit Quitten, Birne und Zwetschge.
Öl auf Holz. 32,2 x 41 cm. Unten rechts mit Signaturstempel.

Der junge Ribot verdingte sich in unsteten Verhältnissen mal als Buchhalter, mal als Wachmann, mal als Dekorateur, bevor er sich ab den späten 1850er Jahren schließlich ganz der Malerei widmen konnte. Neben einer Ausbildung bei Auguste Glaize perfektionierte er seine Malerei durch die Beschäftigung mit der Kunst der Vergangenheit. Vorbilder fand Ribot bei den Alten Meistern im Louvre, wo er insbesondere die bis 1853 bestehende Galerie spanischer Meister studierte. Die von König Louis-Philippe I. gewollte Sammlung führte im Paris der Jahrhundertmitte zu einer starken Rezeption der Werke des „Siglo de Oro“. Auch bei Ribot fand eine fruchtbare Auseinandersetzung statt, die sich vor allem in einer starken Faszination für die Arbeiten Jusepe de Riberas äußerte. Dies führen nicht zuletzt der düstere Realismus sowie der scharfe Chiaroscuro unserer Arbeit vor Augen. Im elegant reduzierten Stillleben sind einige wenige, mit kräftigen Pinselstrichen aufgefasste Früchte aus dem dunklen Fond herausgearbeitet; das stark von links einfallende Licht hebt die runzlige Struktur der Quittenschalen, das Wurmlöchlein in der Birne sowie das tiefe Rotviolett der Pflaume hervor. Ribots Talent blieb seinen Zeitgenossen nicht verborgen, und er fand unter den etablierten Künstlerkollegen, etwa Henri Fantin-Latour und Auguste Rodin, viele Förderer und Bewunderer. Nach seiner ersten Salonteilnahme 1861 stellte sich schnell der Erfolg ein: Mehreren Medaillen und Auszeichnungen folgte 1878 die Aufnahme in die Ehrenlegion, 1890 war er unter den Gründungsmitgliedern der Société National des Beaux-Arts. Die bis heute in vielen großen Museen Europas und Amerikas aufbewahrten Werke zeugen von der Wertschätzung, die diesem heute zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstler in Vergangenheit zu Teil wurde.

Provenienz: Gustav Delbanco, London.
Galerie Hans, Hamburg (verso mit Etikett).
Privatsammlung Norddeutschland.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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