Artist Index: Lyser, Johann Peter


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Los 2373Lyser, Johann Peter
Brief an die Redaktion des Frankfurter "Conversationsblattes". 1845

Auktion 128

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details Los merken

Lyser, Johann Peter (eigentl. L. P. Burmeister), Schriftsteller, Bühnenmaler, Illustrator, Karikaturist und Musikkritiker, unterstützt u. a. vom Ehepaar Schumann und von Heinrich Heine (1804-1870). Eigh. Brief m. U. "J. P. Lyser". 1 S., eng beschrieben. Doppelblatt mit Adresse. Gr. 8vo. Wien 10.V.1845.
An die Redaktion des "Conversationsblattes" in Frankfurt a. M. Lyser hatte sich in den deutschlandweiten Aufruhr um den Priester Johannes Ronge gemischt, der mit seiner Bewegung der "Deutschkatholiken" zahlreiche Anhänger gewann und vor allem in den katholischen Gebieten für größte Aufregung sorgte. Lyser ergriff überflüssigerweise in der Presse das Wort, um sich gegen Ronge zu wenden. Auch an das "Conversationsblatt" hatte er einen Artikel gesandt. "... Ich weiß nicht, ob Sie meine Bitte erfüllt und meinen offenen Brief an den Priester Johannes Ronge in die Spalten Ihres Blattes abgedruckt haben ...". Dessen Aufnahme sei von allen norddeutschen Blättern verweigert worden, "was ich erbärmlich und unrechtlich von jenen Herrn Redacteuren finde, die nichts eiligeres zu thun hatten als Ronges Angriff auf mich nachzudrucken, daß übrigens das Ganze von Ronge und seinen Anbetern (zu denen ich nie gehörte) nichts war als ein Puff, um das ziemlich verblaßte Interesse an der trierischen Rockgeschichte wieder aufzufrischen, hat sich jetzt in Leipzig selber herausgestellt, wo Ronge sich völlig als Comödiant und - Werkzeug gezeigt hat. Ich kann mich also immerhin vorerst zufrieden geben. - Da übrigens meine Stellung in Wien es mir wünschenswerth macht auch dann und wann in auswärtigen Blättern etwas drucken zu lassen, so erlaube ich mir die Anfrage, ob Ihnen damit gedient wäre, Correspondenzen von mir aus Wien für Ihre Zeitschrift zu erhalten, sowie dann und wann einen belletristischen Beitrag ...". Fügt eine (hier nicht vorliegende) "Correspondenz" bei und nennt seine Wiener Adresse. - Friedrich Hirth hat 1911 das höchst bewegte Leben Lysers eingehend beschrieben und die sehr umfangreiche Bibliographie seiner Werke erstellt. - 1 Tintenfleck, ferner ein Ausschnitt im Adressblatt vom Öffnen der Versiegelung. - Sehr selten.

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Los 2101Lyser, Johann Peter
Abendländische Tausend und eine Nacht

Auktion 109

Zuschlag
180€ (US$ 207)

Details

Lyser, J(ohann) P(eter). Abendländische Tausend und eine Nacht oder die schönsten Mährchen und Sagen aller europäischen Völker. Zum ersten Male gesammelt und neu bearbeitet. 16 Teile (von 30; mit je 2 Abteilungen) in 4 Bänden. Mit 16 lithographischen Titeln mit Bordüre und 15 (statt 16) lithographischen Tafeln von Johann Peter Lyser. 12,5 x 10,5 cm. HLeinen d. Z. (etwas berieben) mit RVergoldung und montierter (wdh.) Deckelillustration. Meissen, Friedrich Wilhelm Goedsche, (1838).
Rümann 1263. Rümann, Das illustrierte Buch S. 342. Wegehaupt I, 1351 und 1353. Hobrecker 4899. Hayn-Gotendorf V, 281. Kosch X, 172. – Erste Ausgabe, "von großer Seltenheit, besonders complett" (H.-G.). "Als Zeichner ist Lyser erfindungsreich, in seinen Karikaturen humor- und temperamentvoll" (Thieme-Becker). – Nur gering gebräunt. Insgesamt wohlerhalten.

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Los 1638Lyser, Johann Peter
Abendländische Tausend und eine Nacht

Auktion 107

Zuschlag
1.200€ (US$ 1,379)

Details

Komplette Reihe
Lyser, J(ohann) P(eter). Abendländische Tausend und eine Nacht oder die schönsten Mährchen und Sagen aller europäischen Völker. Zum ersten Male gesammelt und neu bearbeitet. 15 Teile (mit je 2 Abteilungen) in 5 Bänden. Mit 24 lithographischen Titeln mit Bordüre und 30 lithographischen Tafeln von Johann Peter Lyser. 13 x 11 cm. HLeder d. Z. (berieben) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Meissen, Friedrich Wilhelm Goedsche, (1838-1839).
Rümann 1263. Rümann, Das illustrierte Buch S. 342. Wegehaupt I, 1351 und 1353. Hobrecker 4899. Hayn-Gotendorf V, 281. Kosch X, 172. – Erste Ausgabe, "von großer Seltenheit, besonders complett" (H.-G.). Komplette Reihe der von Lyser kongenial illustrierten Ausgabe. Die lithographischen Titel der Teile X bis XV beziehen sich jeweils auf die beiden Abteilungen, demnach fehlt keiner der lithographischen Titel. "Als Zeichner ist Lyser erfindungsreich, in seinen Karikaturen humor- und temperamentvoll" (Thieme-Becker). Im Jahr 1840 erschienen noch vier Fortsetzungsteile unter dem Titel Einhundert und eine Nacht (siehe Los 1639). – Wohlerhaltenes Exemplar in dekorativen Halblederbänden.

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Los 1639Lyser, Johann Peter
Einhundert und eine Nacht

Auktion 107

Zuschlag
600€ (US$ 690)

Details

Lyser, J(ohann) P(eter). Einhundert und eine Nacht. Ein Mährchen- und Sagen-Strauß. 4 Teile in 1 Band. Mit 4 lithographischen Tafeln von Johann Peter Lyser. 13 x 11 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (Kanten und Gelenke berieben, Ecken leicht bestoßen). Meissen, Friedrich Wilhelm Goedsche, 1840.
Rümann 1263. Rümann, Das illustrierte Buch S. 342. Wegehaupt I, 1351 und 1353. Hobrecker 4899. Hayn-Gotendorf V, 281. Kosch X, 172. – Der sehr seltene Fortsetzungsband zur Ausgabe Abendländische Tausend und eine Nacht, die 1838 bis 1839 ebenda in 15 Teilen erschien. – Vereinzelte Stockflecken.

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Los 1772Lyser, Johann Peter
Polichinell

Auktion 105

Zuschlag
320€ (US$ 368)

Details

Ein "höllisch vernichtender Spaß"
Lyser, Johann Peter. Polichinell. Dramatisches Feen-Mährchen für kleine und große artige Kinder. 2 Bl., 71 S. Mit 17 Holzschnitt-Illustrationen von George Cruikshank. 15,5 x 12,5 cm. Halbleinenband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben). Stuttgart, Paul Neff, (1837).
Hirth S. 557. – Seltene einzige Ausgabe dieses allegorisch-dramatischen Märchens, eine Auftragsarbeit Lysers, die er auf Wunsch seines Verlegers zu Cruikshanks Skizzen anfertigte. In der Nachschrift lobt Lyser den "höllisch vernichtenden Spaß" in Cruikshanks Illustrationen, "der selbst den Teufel todtschlägt, des Spasses wegen" und die sicher auch nach seinem eigenen Geschmack gewesen sind. – Etwas stockfleckig. Mit Exlibris Dr. Strähuber.

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Los 1851Lyser, Johann Peter
Abendländische Tausend und eine Nacht

Auktion 104

Zuschlag
500€ (US$ 575)

Details

Komplette Reihe
Lyser, J(ohann) P(eter). Abendländische Tausend und eine Nacht oder die schönsten Mährchen und Sagen aller europäischen Völker. Zum ersten Male gesammelt und neu bearbeitet. 15 Teile (mit je 2 Abteilungen) in 7 Bänden. Mit 28 lithographischen Titeln mit Bordüre und 30 lithographischen Tafeln von Johann Peter Lyser. 13,5 x 11 cm. Blindgeprägte Leinenbände des späten 19. Jahrhundert (etwas fleckig und berieben) mit teils oxidierter RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Meissen, Friedrich Wilhelm Goedsche, (1838-1839).
Rümann 1263. Rümann, Das illustrierte Buch S. 342. Wegehaupt I, 1351 und 1353. Hobrecker 4899. Hayn-Gotendorf V, 281. Kosch X, 172. – Erste Ausgabe, "von großer Seltenheit, besonders complett" (H.-G.). Vollständiges Exemplar der von Lyser kongenial illustrierten Ausgabe. Die lithographischen Titel der Teile XII und XIII beziehen sich jeweils auf die beiden Abteilungen, das Exemplar ist mit 28 Titel also komplett. "Als Zeichner ist Lyser erfindungsreich, in seinen Karikaturen humor- und temperamentvoll" (Thieme-Becker). Im Jahr 1840 erschienen noch vier Fortsetzungsteile unter dem Titel Einhundert und eine Nacht. – Etwas gebräunt und stockfleckig. Mit Geschenkwidmung von 1890 und Exlibris Dr. Strähuber.

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Los 1852Lyser, Johann Peter
Benjamin. Ein Roman

Auktion 104

Zuschlag
480€ (US$ 552)

Details

(Lyser, Johann Peter). Benjamin. Ein Roman. Aus der Mappe eines tauben Malers. Erster Theil (alles Erschienene) mit zwölf Charakterbildern. XVI, 248 S. Mit 12 lithographischen Tafeln von Johann Peter Lyser. 16 x 11 cm. Neuerer marmorierter HLederband im Stil d. Z. mit figürlicher RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1830.
Rümann 1269. Rümann, Das illustrierte Buch S. 341. Kosch X, 171f. – Sehr seltene erste Ausgabe vom unvollendet gebliebenen und seinerzeit kaum beachteten Frühwerk des aus Flensburg stammenden Schriftstellers, Malers und Satirikers Johann Peter Lyser (eigentlich Ludewig Peter August Burmeister; 1804-1870), dem ersten Werk, das er selbst illustrierte und das Rümann seine "Lebensbeichte" nennt: "technisch zwar sehr unbeholfen, aber voll geistreichen Witzes" (a. a. O. S. 341). Laut einem Tagebucheintrag hielt sich der skurrile und "tolle Kauz" Lyser in seinen letzten Lebensjahren in Hamburg für ein paar Groschen Salair als Lohnschreiber für Zeitungsanzeigen über Wasser. Er starb daselbst verarmt und in elendsten Verhältnissen, auf Kosten des Altonaer Armenhauses. Das Motto seines autobiographischen Künstlerromans Benjamin lautet symptomatisch: "Er war ein Kind der Zeit. Sie hob ihn, Sie trug ihn, Sie ließ ihn fallen". Mit einer Zueignung an Ludwig Börne. Eine zweite Auflage erschien ebenda erst 1920. – Titel gestempelt und mit etwas größerem Braunfleck. Durchgehend mal mehr, mal weniger braun- und stockfleckig. Mit Exlibris Dr. Strähuber.

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Los 1853Lyser, Johann Peter
Des Knaben Wunderhorn. Mährchen und Lieder

Auktion 104

Zuschlag
380€ (US$ 437)

Details

Lyser, J(ohann Peter). Des Knaben Wunderhorn. Mährchen und Lieder. IV, 149 S., 1 Bl. (Verlagsanzeige). Mit 8 lithographischen Tafeln von Johann Peter Lyser. 17,5 x 11,5 cm. Illustrierter OPappband (fleckig und etwas stärker brieben). Leipzig, Wigand, 1834.
Rümann 1290. Hirth 551. Kosch X, 171f. ADB LIII, 58. Doderer, Ergänzungsband 394f. – Erste Ausgabe dieser seltenen Sammlung. Der seit seinem 16 Lebensjahr gehörlose Verfasser Johann Peter Theodor Burmeister (1804-1870) nannte sich nach seinem Stiefvater Lyser und publizierte unter zahlreichen Pseudonymen (s. Kosch), u. a. war er als Schauspieler, Zeichenlehrer, Buchdrucker sowie als Redakteur bei der von Robert Schumann gegründeten Neuen Zeitschrift für Musik tätig. Er war mit Heinrich Heine befreundet und lebte ab 1830 als freier Schriftsteller in Hamburg, wo er auch zahlreiche für die Jugend gedachte Schriften sowie Märchensammlungen herausgab, die er häufig selber - so auch hier - illustrierte. Die Anthologie enthält u. a. die Märchen "Die Zwergen-Burg", "Vom lustigen Schneidergesellen", "Der Mohr im Walde", "Der dumme Gottlieb", "Die Hexenkammer" und "Amanda oder der verzauberte Wald". – Gebräunt und stock- oder braunfleckig, stellenweise etwas stärker betroffen. Mit Exlibris Dr. Strähuber.

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Los 1854Lyser, Johann Peter
Neue Kunst-Novellen

Auktion 104

Zuschlag
240€ (US$ 276)

Details

Lyser, J(ohann) P(eter). Neue Kunst-Novellen. 2 Teile in 1 Band. VIII, 310 S., 1 Bl.; VIII, 306 S., 3 Bl. Mit zusammen 7 lithographischen Tafeln von Johann Peter Lyser. 15,5 x 11 cm. HLederband d. Z. (berieben) mit 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Frankfurt, Johann David Sauerländer, 1837.
Rümann 1301. Kosch X, 171f. – Erste Ausgabe dieser Sammlung biographischer Skizzen, eine Erweiterung der 1835 in Leipzig erschienenen Kunstnovellen. Über Callot, Händel, Tartini, Bach, Don Juan, Bellini, Gluck, Haydn u. a. – Frontispiz von Band I im Bug mit Transparentstreifen hinterlegt. Durchgehend mal mehr, mal weniger braun- und stockfleckig, vereinzelt mit kleinen Wasserrändern. Mit Exlibris Dr. Strähuber.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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