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Los 499Kley, Heinrich
Atlantropa-Ausstellung Wien 1932. 3 Tafeln mit 5 Darstellungen
Auktion 127
Schätzung
800€ (US$ 909)
Kley, Heinrich. Atlantropa-Ausstellung Wien 1932. 3 Tafeln mit 5 Darstellungen. Schwarze Tusche mit Feder auf Karton. Je ca. 54 x 43 cm. Teils in der Darstellung signiert "Kley" und mit Bleistift unter den Darstellungen bezeichnet. Wien 1932.
Originalzeichnungen des aus Karlsruhe stammende Zeichners und Malers Heinrich Kley (1863-1945) für das große Atlantropaprojekt Herman Sörgels. Ein Karton zeigt die historischen Voraussetzungen des Projekts, mit dem durch Austrocknung des Mittelmeeres die Kontinente von Europa und Afrika wieder vereint werden sollten, wie im alten Gondwana. Humoristisch zeigt Kley die freie Wanderung der Tiere über den einstigen Großkontinent und die mühsame Rettung derselben nach der Sintflut in der Arche Noas (Bilder I+II). Die zweite Schautafel zeigt die Strömungsbewegungen des Wasser im Atlantik: "Ausbreitung des kalten Wassers, das aus dem Mittelmeer strömt und wie ein Abwehrpolster den Golfstrom ablenkt". Sowie "Zentralheizung Europas durch den Golfstrom I., heute und II., nach Schliessung der Straße von Gibraltar durch einen Damm: Mitteleuropa bekommt ein wärmeres Klima". Ironie des Schicksals: das Eingreifen des Menschen in die Natur mit Großprojekten und Überindustrialisierung führte schon heute, nicht einmal ein Jahrhundert später zu einer thermischen Erhitzung des Kontinents und zur Veränderung des Golfstroms.
Die dritte Tafel zeigt genau diese damals noch als Segnungen begriffenen neuen Techniken: Das schrumpfende, hier schwarz dargestellte Mittelmeer, wird von Fabriken, Eisenbahn, Dampfschiffen, Flugzeugen und Luftschiffen allerseits bedrängt, die unten dargestellte "primitive" Idylle mit Pferdekarren, Windmühle und Brotbackofen ist passé. Vgl. Herman Sörgel, Die drei großen A. Amerika, Atlantropa, Asien, 1938, S. 66. – Teils mit kleinen Oberflächenschäden und Abrieb, die dritte Tafel auch etwas löchrig unten rechts und an Rändern, meist aber gut erhalten, Kartons etwas gebräunt.
Los 3542Kley, Heinrich
Sammel-Album. Alte und neue Zeichnungen
Auktion 120
Zuschlag
90€ (US$ 102)
Kley, Heinrich. Sammel-Album. Alte und neue Zeichnungen. 127 S. Mit zahlreichen Illustrationen im Text von Heinrich Kley. 34,5 x 27,5 cm. München, Albert Langen, o. J. (1923).
Thieme-B. XX, 490 f. – Eines von 100 arabisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Signatur des Künstlers im Druckvermerk. Enthält viele Arbeiten, die im Zusammenhang mit Kleys langjähriger Tätigkeit für den Simplicissimus entstanden sind. Kleys bekannte sarkastische Feder charakterisierte auch die "Berliner in München" - er traf damit ein Klischee, das bis heute fortlebt. – Vereinzelt minimal fingerfleckig, ansonsten wohlerhaltenes Exemplar.
Los 6813Kley, Heinrich
Studie einer mittelalterlichen Rüstung im Armeemuseum München
Auktion 120
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
500€ (US$ 568)
Studie einer mittelalterlichen Rüstung im Armeemuseum München.
Aquarell und Gouache auf chamoisfarbenem Karton. 38,7 x 16,8 cm. Am Unterrand eigenh. bez. "Skizze aus dem Armeemuseum, München".
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (mit dessen Nachlassstempel verso, nicht bei Lugt).
Los 6732Kley, Heinrich
Crevettenfischer am Strand von Koksijde
Auktion 119
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.063€ (US$ 1,207)
Crevettenfischer am Strand von Koksijde in Belgien.
Aquarell und Gouache über schwarzer Feder und Spuren von Bleistift, aufgezogen. 19,4 x 36,1 cm. Unten links signiert und datiert "Kley 1914", verso (eigenh.?) bez. "Crevettenfischer aus Coxyde (1914) am Strande bei Nieuport".
Vorlagenzeichnung für eine Illustration, die 1915 in der Münchner Zeitschrift Jugend erschien (1915, Bd. 1, Nr. 2, S. 20).
Provenienz: Kunsthandlung U. Findorff, Lüneburg (Etikett verso auf dem Untersatz).
Los 7230Kley, Heinrich
Skizzenblatt mit höfischen Reitern, Fahnenträgern und
Auktion 116
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
525€ (US$ 597)
Skizzenblatt mit höfischen Reitern, Fahnenträgern und Kavallerie
Feder in Schwarz, weiß gehöht, auf Velin.
31 x 25,5 cm.
Unten rechts sowie mittig links mit Feder in Schwarz zweifach signiert "Kley".
Verso mit weiteren Federskizzen von Reitern in Rüstung und einer Schnecke.
Spukgestalten.
Gouache und Tusche auf Karton. 17,8 x 12 cm. Um 1910.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Privatsammlung Süddeutschland.
Der Apfel.
Feder in Schwarz, aquarelliert, weiß gehöht. 41,7 x 32,8 cm. Signiert oben links "Kley". Um 1910. Verso mit Zollamtstempel München, Hauptbahnhof.
In diesem großformatigen Aquarell paraphrasiert Heinrich Kley augenzwinkernd den Sündenfall, indem er ihn in die Antike versetzt, Eva in eine Nymphe und Adam in einen Satyr verwandelnd.
Ausstellung: Kat. Ausst. München, Museum Villa Stuck 2011, Alexander Kunkel: Heinrich Kley. 1863-1945. Meister der Zeichenfeder im Kontext seiner Zeit. S. 76, S. 125, Kat.Nr. 61, Farbabb. S. 83.
Kley, Heinrich, Zeichner und Maler, vor allem berühmt durch seine satirischen und grotesken Tier- und Monster-Szenen, auch bedeutender Industrie-Darsteller (1863-1945). Feder- und Blei-Skizze mit eigh. Beschriftung. Blattgr. 19 x 13,5 cm. (München 1890?).
"Weib mit Traube sich gegen einen Satyr vertheidigend". Die heftigen Bewegungen mit flüchtigen Strichen nur angedeutet, lassen letztere doch einen meisterhaften Zeichner erkennen. - Unten rechts mit Bleistift datiert "München 1890", was insofern fraglich ist, als der Künstler sich erst 1909 in München niederließ.
Los 6726Kley, Heinrich
Zwei Damen mit Maske: "Halbblind"
Auktion 111
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 852)
Zwei Damen mit Maske: "Halbblind".
Rohrfeder in Dunkelbraun auf Velin. 25,5 x 36,4 cm. Oben rechts signiert "Kley", unten mittig eigenh. betitelt "halbblind". Verso Figurenstudien in Bleistift.
Los 6803Kley, Heinrich
Die Dampfeisenbahn mit Passagieren 3. Klasse
Auktion 109
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.750€ (US$ 1,989)
Dampfeisenbahn mit Waggons der 4. Klasse.
Feder in Schwarz, Bleistift, Spuren von Deckweiß auf Velin. 31,8 x 75,3 cm. Unten rechts monogrammiert "H.".
Seit 1852 verkehrten erstmals in Preußen Personenzüge mit Wagen der vierten Klasse, um auch weniger Betuchten das Bahnfahren zu ermöglichen. Äußerst spartanisch waren diese Eisenbahnwagen ausgestattet: Einfache Lattenbänke dienten zum Sitzen und viele Wagen verfügten weder über Fenster noch Dach. Insbesondere nach Einführung der Fahrkartensteuer im Jahr 1906 nahm die Zahl der Fahrgäste der 4. Klasse rasant zu, so daß schließlich auch in Süddeutschland ab Mai 1907 die Reisenden in den Genuß des "luftigen" Fahrgefühls kamen. Heinrich Kley macht mit seiner akkuraten Zeichnung die Situation deutlich: Selbst elegante Herren mit Zylinder und Damen mit Hauben nutzten diese Art der Fortbewegung. Dicht gedrängt sitzen sie im Waggon und wehren mit den gespannten Sonnenschirm den Fahrtwind ab.
Provenienz: Aus dem Nachlaß des Künstlers (verso mit dessen Nachlaßstempel).
Kley, Heinrich, Maler, Illustrator und Karikaturist, Mitarbeiter der "Jugend" und des "Simplicissimus" (1863-1945). Eigh. Brief m. U. "H. Kley" und großer Original-Federzeichnung am Kopf. 1 S. Gr. 4to. (Wohl München vor 1925).
An seinen Galeristen F. J. Brakl (1854-1935), der zum Verkauf eines Bildes einen Preisnachlaß erbeten hatte. Der Künstler erklärt sich wohl oder übel dazu bereit. "... Sie wissen, dass ich mich nur schwer entschließe, die ohnehin mäßigen Preise noch zu verkleinern, aber im vorliegenden Fall, in dem es sich darum handelt einem Manne von der Bedeutung des Directors des Germ. Museums Nürnberg entgegenzukommen, pflichte ich Ihnen gerne bei und willige in einen 20 % Nachlaß ...". - Im Briefkopf eine Selbstkarikatur, die den Künstler sitzend beim Malen zeigt, wobei eine Stütze der Leinwand zugleich als Buchstabe "V" der Anrede dient. - Direktor des Germanischen Nationalmuseums und somit Käufer von Kleys Bild war entweder Gustav von Bezold (1894-1920) oder Ernst Heinrich Zimmermann (1920-1936). - Kleine Faltenrisse.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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