Los 480
Umschulungswerkstätten für Siedler und Auswanderer
Photodokumentation mit rund 390 Vintage-Photographien
Schätzung
600€ (US$ 690)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Varia
Auktionsdatum 6.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Umschulungswerkstätten für Siedler und Auswanderer. - Photodokumentation mit rund 390 Vintage-Photographien, mit Photoecken lose montiert in 3 Pappalben d. Z. (1932-1939).
Umfangreiches privates Dokumentationsmaterial in Wort und Bild zu der heute wenig bekannten historischen Ausbildungstätte mit dem Namen "Umschulungswerkstätten für Siedler und Auswanderer" (U.S.A.). Die 1932 in Bitterfeld-Gräfenhainichen durch den Ingenieur Wilhelm Quack (1876-1955) gegründete und von der IG Farben unterstützte Einrichtung hatte sich zum Ziel gesetzt, deutsche Jugendliche und junge Familien durch praktische Schulungen im Handwerk und in der Landwirtschaft auf eine gelingende Siedlerexistenz in der ehemaligen deutschen Kolonie in Ostafrika vorzubereiten. Das recht kurzlebige Projekt wurde im Verlauf des Zweiten Weltkriegs eingestellt. Die Fülle von privaten Photos dokumentieren in allen Details sowohl die Ausbildung in den verschiedenen Einrichtungen in Gräfenhainichen (Breitewitzer Mühle), die als abenteuerlich zu geltende Reise der Absolventen mit dem Fahrrad nach Italien mit anschließender Dampferfahrt nach Ägypten und Weiterreise nach Daressalam im heutigen Tansania, schließlich die handwerklichen und landwirtschaftlichen Tätigkeiten in den ländlichen Siedlungen und Farmen, teils unter Mitwirkung der dort ansässigen Bevölkerung. Von besonderem Interesse sind die teils umfangreichen Erläuterungen zu den Photos, in denen zahlreiche U.S.A.-Absolventen namentlich Erwähnung finden, und die Tätigkeiten auf den Farmen und in den "Missionsgebieten" beschrieben werden, z. B. Kaffee- und Tabakanbau, Haus- und Stallbau, Möbelbau, Brunnenbau, Getreideernte, Einbaumboote, "Ölmarkt in Kamerun" etc. Namentlich erwähnt werde u. a. Orte wie Mbozi ("Neu Mannheim"), Neu-Langenburg, Ngogollo, Mufindi, Iringa, Malangali und Daressalam. Die wohl aus verschiedenen Photonachlässen der Absolventen kompilierte Sammlung beginnt im Gründungsjahr 1932 (mit dem Portrait von Quack als Frontispiz) und endet mit der Reichskolonialtagung 1939 in Wien, auf der die Nazis noch einmal, kurz vor Ausbruch des Krieges, ihren angeblichen Anspruch auf die früheren Kolonialgebiete zu festigen versuchten. Zur Geschichte der U.S.A. vgl. auch das Archivmaterial im Landesarchiv Sachsen-Anhalt unter der Signatur I 506, Nr. 2566. – Wohlerhalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge