Los 2630
Miller, Henry
(1891-1980)Brief an die Verlegerin Madame Voilier. 1947
Schätzung
600€ (US$ 690)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Autographen
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Miller, Henry, amerikan. Schriftsteller und Maler (1891-1980). Eigh. Brief m. U. "Henry Miller". 4 S. Gr. 4to. Big Sur (California) 24.IX.1947.
Sehr umfangreicher Brief an Madame Voilier (Jeanne Loviton) im Verlag Editions Denoël. Ausführlich über Pläne und Vermarktung seiner Werke, darunter auch der vielfach verbotene Bestseller "Tropic of Cancer". "... Also, from you, the two books - thank you. (Do not forget to think about a French translation of Hesse's 'Siddartha' [!], I beg you.) ... I have been thinking about the silk screen book and the possibilities of doing business with your private librairie in Paris ... It is my firm conviction that this book would sell in France. If you could assure us of the sale of a large enough quantity, we could then arrange ways and means for you to act as our distributor in France and at terms which would be mutually satisfactory ...". Erörtert dann Möglichkeiten und Wege der Vermarktung mit Hilfe seines Agenten Dr. Michael Hoffman und fährt fort: "... In my letter to Hoffman, I spoke of the de luxe illustrated edition of 'Tropique de Cancer' which your firm has been engineering thru les Editions des Deux Rives (?). I suggested that, if you knew a way to pay me in dollars, perhaps it could be arranged that I get my share direct ...". Diskutiert diverse Vertriebs- und Zahlungsmöglichkeiten und fragt schließlich an, ob sie nicht ein Dutzend oder mehr Exemplare seines Buches "Into the hight Life" verkaufen kann, sobald diese in Paris eingetroffen seien. Kündigt ihr einen Stapel Werbeprospekte für das Buch an sowie Fotos der Ausstellung des Museum of Art in San Francisco, wo die ersten experimentellen Seiten des Buches zu sehen sind. Auch André Breton habe in seiner Exposition Surréaliste ein Exemplar ausgestellt, was für die Werbung hilfreich sei. Im übrigen wundere er sich, dass der Schriftsteller Blaise Cendrars so wenig verbreitet ist. Er, Miller, mache weltweit Werbung für Cendrars und fragt, ob sich nicht ein amerikanischer Verleger finden ließe, der für die Übersetzungen sorgt. - Ausgiebige Informationen über die Aktivitäten, mit denen der stets in finanziellen Nöten steckende Henry Miller seine Veröffentlichungen in der wirtschaftlich schwierigen Nachkriegszeit an den Mann bzw. die Frau zu bringen versucht. - Beide Blätter gelocht.
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