Los 2418

Schoppe, Amalie
(1791-1858)Brief an Theodor Hell (Winkler) in Dresden. 1826

Schätzung
300€ (US$ 345)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 2418 - Schoppe, Amalie - Brief an Theodor Hell (Winkler) in Dresden. 1826 - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 2418, Auction  128, Schoppe, Amalie, Brief an Theodor Hell (Winkler) in Dresden. 1826

Schoppe, Amalie, Hamburger Schriftstellerin, enorm produktive Erzählerin, Kinder- und Jugendbuch-Autorin, Mäzenin des jungen Friedrich Hebbel, Herausgeberin zweier Zeitschriften, Leiterin einer Erziehungsanstalt für Mädchen, starb in den USA (1791-1858). Eigh. Brief m. U. "Amalie Schoppe, geb. Weise" sowie mit Adresse und Siegel. 1 S., sehr eng beschrieben. Gr. 4to. Winterhude 30.IV.1826.
Umfangreicher Brief an den Dresdener Schriftsteller, Hoftheater-Sekretär und Herausgeber der Dresdener "Abendzeitung" K. G. Th. Winkler (Pseud. Theodor Hell). Empfiehlt wärmstens den Überbringer des Briefes, einen Julius Lübbers, der nach seiner Rückkehr in Hamburg eine Sortimentsbuchhandlung eröffnen wolle. Sie selbst habe ihre Hamburger Stadtwohnung aufgegeben und sei ganz nach Winterhude übergesiedelt. Äußert sich dann über Winklers Schwiegersohn und kommt schließlich auf eigene schriftstellerische Arbeit zu sprechen: "... Noch konnte ich nicht Zeit gewinnen, versprochenermaßen für Ihre Abendzeitung eine Geschichte zu schreiben; mein ländliches Stilleben aber wird mir mehr Muße geben, und dann denke ich zuerst an die holde Waszentina ... Ihre liebe Abendzeitung hat kein Wort über meine 'Schicksalswege' enthalten - haben Sie sie vergessen, mein theurer Freund? Meyer sandte sie Ihnen ganz gewiß, wie ich weiß: Sie würden mich sehr glüklich machen, wenn Sie noch jetzt etwas darüber sagten, weil der gute Meyer dies aus Ihrer freundlichen Feder so sehnlichst wünscht; er schrieb mir noch in diesen Tagen darüber. Gedenken Sie dieser Bitte einer alten Freundin und erfüllen sie baldmöglichst!" - Mit dem "guten Meyer" ist wahrscheinlich der vielseitige Schriftsteller Friedrich Ludwig Wilhelm Meyer (1758-1840) in Bramstedt gemeint, der auch als erster Biograph Friedrich Ludwig Schröders bekannt geblieben ist.


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