Los 2376

Matthisson, Friedrich von
(1761-1831)Brief an einen Freund und Brief seiner Frau Luise. 1783, 1794

Schätzung
450€ (US$ 517)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 2376 - Matthisson, Friedrich von - Brief an einen Freund und Brief seiner Frau Luise. 1783, 1794 - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 2376, Auction  128, Matthisson, Friedrich von, Brief an einen Freund und Brief seiner Frau Luise. 1783, 1794

Matthisson, Friedrich von, Dichter, Pädagoge, Vorleser, Privatsekretär der Fürstin Luise von Anhalt-Dessau in Wörlitz, später Geh. Legationsrat, Theaterintendant und Oberbibliothekar in Stuttgart (1761-1831). Eigh. Brief m. U. "F. Matthisson". 3 S. Kl. 4to. Dessau 14.XII.1783.
An einen Freund, den er mit "mein Theuerster" anredet und dem er die im Mittelalter angesiedelte märchenhafte Erzählung der "Una" ausführlich wiedergibt.
"Noch zu rechter Zeit erinner' ich mich meines Versprechens, Ihnen die Geschichte der Una zu erzählen ... Was zur Erklärung des Bildes gehört, steht im ersten Band und zweiten Gesange von Spensers Fairy Queen. - Die Dame, mit welche der Ritter vom rothen Kreuz, St. Georg (d. i. die Heiligkeit) ausreitet, ist Una (d. i. die Wahrheit). Ihr erstes Abentheuer ist, daß sie sich, bei einem Ungewitter, in dem Wald der Irrthümer verirren ..." [usw.]. Kommt zum Schluß noch auf ein beigefügtes (hier nicht mehr vorhandenes) Gedicht zu sprechen. "... Beiliegendes Gedicht quoll aus dem Innersten meiner Seele, als ich in einer stillen Abendstunde, unter wehmüthig-frohen Empfindungen, Ihrer gedachte, und die Stunde tausendmal segnete, die mich Ihnen entgegen brachte ...". - Dabei: Luise Matthisson (geb. von Glafey), die erste Gattin des Dichters, Hofdame der Fürstin Luise von Anhalt-Dessau, vermählte sich 1793 mit Friedrich von Matthisson in Zürich. Eigh. Brief m. U. "Luise Matthisson, geb. von Glafey". 12/3 S. Doppelblatt mit Adresse und Lacksiegel. 4to. Bern (Schweiz) 31.VII.1794. - An den Kammerrat Rode in Dessau, der sich offenbar für Luise von Glafey um die Auszahlung einer Pension vom Hof aus Dessau bemühte. "... Da ich das Geld bald zu haben wünschte, so bitte ich Ew. Wohlgeb. es mir diesmal unter meiner Adresse geradeswegs durch die Post hierher nach Bern zu senden. Ich logire im Hause des Herrn von Bonstetten, gewesenen Landvogt zu Nion ... Sehr verpflichten würden Sie mich wenn Sie mir in Golde auszahlen könnten, vorausgesezt daß es Ihnen keine Umstände mache die Münzsorte zu bekommen die in der Schweiz cursirt, widrigenfalls ich mir Laubthaler bitte, wie das Erstemal ...". - Das Ehepaar Matthisson war in dieser Zeit zu Gast im Landhaus Karl Viktor von Bonstettens bei Bern.


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