Los 2320
Eberhard, August Gottlob
(1769-1845)2 Briefe, einer an Göschen in Leipzig, der zweite nach Dresden. 1807-1817
Schätzung
300€ (US$ 345)
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Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Eberhard, August Gottlob, Schriftsteller, Verleger und Publizist in Halle, lebte später in Dresden (1769-1845). 2 eigh. Briefe m. U. "A G Eberhard". Zus. 3 S., der erste Brief auch mit Adresse und Lacksiegel. Gr. 4to und 4to. Halle (Saale) 29.VII.1807 bzw. 19.XI.1817.
Der erste Brief (als Verleger) an den Buchhändler Göschen in Leipzig. Er habe eine "sehr wichtige Frage": woher und zu welchem Preis Göschen das "treffliche Papier" beziehe, "worauf sich Ihr Druck so herrlich ausnimmt? Ein gemeiner Buchhändler würde auf solche Frage vielleicht antworten, daß er sich seine Künste so nicht abfragen laße; aber Sie ehr' ich als einen sehr ungemeinen Buchhändler, und darum darf ich so etwas schon wagen ...". - Der zweite Brief an einen Freund in Dresden, bei dem Eberhard sich nach der Adresse des "trefflichen Kupferstechers" Heinrich Schmidt erkundigt. Er möchte diesen mit dem Stich "der beikommenden Zeichnung" beauftragen. "... ich möchte gern etwas möglichst Treffliches, deutscher Kunst Ehre Bringendes in diesem Blättchen zu Stande gebracht sehen". Der Adressat erweise ihm eine "große, große Gefälligkeit, den besten Künstler dieses Fachs, den es in Dresden gibt, für diese Arbeit zu gewinnen. Die jetzige Dresdner Künstlerwelt ist mir leider fremd geworden, wird es Ihnen aber nicht seyn: also darf ich Ihrer Wahl wohl vertrauen. Es hat mir [ein] Freund den jungen Stölzel genannt; allein es ist mir noch keine Arbeit von ihm bekannt. Was meinen Sie von ihm? Ich verlange nicht nur einen trefflichen Kupferstecher, sondern auch einen tüchtigen Zeichner, der in der Hauptfigur des beikommenden Blättchens manches zu verbeßern im Stande ist, was zur Veredlung der Formen noch nöthig ist, der vieles nur leicht angedeutete Treffliche in dem Ganzen gehörig auszuführen versteht, und vollkommene Kenntniß des Nakten hat ...". - Der erste Brief leicht stockfleckig.
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