Los 2313

Bauernfeld, Eduard von
(1802-1890)Gedichtmanuskript und Brief. 1878

Schätzung
300€ (US$ 345)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 2313 - Bauernfeld, Eduard von - Gedichtmanuskript und Brief. 1878 - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 2313, Auction  128, Bauernfeld, Eduard von, Gedichtmanuskript und Brief. 1878

Bauernfeld, Eduard von, liberaler Wiener Schriftsteller und viel gespielter Dramatiker, Hausdichter des Burgtheaters, mit Schwind, Schubert und vielen anderen Künstlern befreundet, Ehrenbürger Wiens (1802-1890). 1 eigh. Gedichtmanuskript und 1 eigh. Brief m. U. "Bauernfeld". Zus. ca. 5 S. 4to und 8vo. O. O. bzw. Bad Ischl 29.VII.1878.
Das politisch tendenziöse Gedicht ist wohl ein Konzept (mehrere Verbesserungen), betitelt "Aus Schlaraffien". "... Sie hausen in einem glücklichen Lande / Im völligen Naturzustande, / Genießen des Daseins in vollen Zügen, / Nur wenig Arbeit und viel Vergnügen. / Das ist das Staatsziel, das sie leitet, / Auch in Regierungskreisen verbreitet; / Das gute Völkchen ist so lenkbar, / Daß sie revoltiren gar nicht denkbar ..." (22 Zeilen). - Das zunächst nicht signierte Gedicht trägt am Schluß doch mit anderer Tinte den eigenhändigen Namenszug "Bauernfeld". - Der Brief an einen Verleger mit der Nachricht, dass er die in Wien versprochenen "Xenien" in Ischl "theils aus Mangel eines besseren Stoffes, theils aus langer Weile fortgesetzt und deren weit über 800 vorliegen habe. Sie sind in 4 Abtheilungen: I. Leben, Welt, Gemüt. - II. Literatur und Kunst, Theater. - III. Wissen und Glaube, Religion, Kirche. - IV. Politica. Die letzteren von der Art, wie die unlängst in der 'Fr. Presse' gelegentlich des Berliner Congresses mitgetheilten. - Meinen Sie nicht, daß man diese Dinge als kleines Bändchen separat herausgeben könnte? Und mit dem Übrigen zuwartend. Oder soll der größere Band ... erscheinen mit den Xenien zum Schluß? Sind Sie für das Letztere, so sende ich Ihnen sogleich einen Theil des Manuskripts zum Druck. - Mit den beiden Druckproben bin ich bei näherer Prüfung nicht einverstanden. Die eine Probe hat zu große Lettern, die andere zu kleine ...". - Das Gedichtblatt mit Schäden an einem Rand.


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