Los 2036
Fontane, Theodor
(1819-1898)Die Poggenpuhls
Schätzung
450€ (US$ 517)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Literatur und Buchillustration 17.–19. Jahrhundert
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Fontane, Theodor. Die Poggenpuhls. 2 Bl., 176 S. Mit Titelvignette. 18 x 12 cm. Hellbrauner OLeinenband (minimal berieben) mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel sowie Jugendstilillustration auf dem VDeckel in Gold, Grün und Dunkelbraun. Berlin, Friedrich Fontane & Co., 1896.
Schobeß 234. Borst 4148. – Erste Buchausgabe, der bei Schobeß nicht verzeichnete Erstdruck erschien 1895/96 in Spermanns illustrierter Zeitschrift Vom Fels zum Meer. Exemplar in der seltenen Einbandvariante des Barsortimenters Friedrich Volckmar mit dem bekannten Jugendstilmotiv auf dem Vorderdeckel (untergehende Sonne zwischen zwei stark stilisierten Bäumen) und dessen Signet auf dem Rückdeckel. Gestaltet wurde der Einband, der auch für andere Fontane-Titel Verwendung fand, von Carl Schmidt-Helmbrechts (1872-1936), einem Mitarbeiter der Zeitschrift Jugend, mit dessen Signet auf dem Vorderdeckel (vgl. Georg Wolpert. Die Verlagseinbände der ersten Buchausgaben Theodor Fontanes (V). In: Fontane Blätter Heft 104, Jg 2017. S. 140ff.). Fontanes später, realistischer Roman aus der Berliner Gesellschaft ist durch einen Wandel der Stände gekennzeichnet: Der verarmte preußische Adel muß die Standestradition überwinden und sich mit dem neuen jüdischen "Geldadel" arrangieren. Die Redaktion der populären Wochenschrift Daheim hatte das Manuskript abgelehnt. "Das Buch ist kein Roman und hat keinen Inhalt […] Daß man dieses Nichts, das es ist, um seiner Form willen so liebenswürdig anerkennt, erfüllt mich mit großer Hoffnung, nicht für mich, aber für unsere literarische Zukunft" (Theodor Fontane, zitiert nach KNLL). – Papierbedingt gleichmäßig schwach gebräunt, Titel mit altem Besitzvermerk. Sehr schönes und frisches Exemplar in der seltenen Einbandvariante.
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