Los 1204

Bröndsted, Peter Oluf
(1780-1842)Reisen und Untersuchungen in Griechenland

Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 1204 - Bröndsted, Peter Oluf - Reisen und Untersuchungen in Griechenland - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Alte Drucke, Theologie, Orientalia
Auktionsdatum 6.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 1204, Auction  128, Bröndsted, Peter Oluf, Reisen und Untersuchungen in Griechenland

Bröndsted, P(eter) O(luf). Reisen und Untersuchungen in Griechenland, nebst Darstellung und Erklärung vieler neuentdeckten Denkmäler griechischen Styls, und einer kritischen Übersicht aller Unternehmungen dieser Art, von Pausanias bis auf unsere Zeiten. 2 Teile in 1 Band. XX, 129 S.; XXII, (S. 131)-318. Mit 29 Kupfertafeln und 33 (4 koloriert) gestochenen Vignetten. 35 x 26 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. (berieben, Ecken bestoßen, unteres Kapital mit Fehlstelle) mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Paris, Didot, 1826-1830.
Erste Ausgabe vom Hauptwerk des dänischen Archäologen und Philologen Peter Oluf Bröndsted (1780-1842), parallel zur vorliegenden deutschen erschien ebenda auch eine französische Ausgabe. Bröndsted bereiste Griechenland erstmals bereits 1810, also einige Jahre vor dem Befreiungskampf der Griechen gegen die Osmanen und der damit aufkommenden Philhellenenbewegung. Im Winter 1811/1812 führte er Ausgrabungen am Apollon-Tempel auf der Insel Kea durch und wurde somit der erste Däne, der an archäologischen Arbeiten in Griechenland teilnahm. In den Jahren 1820 bis 1821 bereiste er Sizilien und die Ionischen Inseln, wo er weiteres Material für seine vorligende Monographie sammeln konnte. Das Werk blieb allerdings Fragment: von den geplanten acht Bänden erschienen lediglich die vorliegenden Teile I und II, in denen Bröndsted seine Ausgrabungen am Apollon-Tempel auf der Insel Kea (Teil I) sowie den Parthenon auf der Athener Akropolis (Teil II) behandelt. Nach seiner Rückkehr nach Kopenhagen wurde er zum ordentlichen Professor der Philologie und Archäologie und zum Direktor der königlichen Münz- und Medaillensammlung ernannt. Widmungsexemplar für Georg Friedrich Creuzer (1771-1858), den bedeutenden Philologen, Orientalisten und Mythenforscher, mit entsprechendem eingeschaltetem Zwischenblatt aus chamoisfarbenem Papier vor Teil II ("an F. Creuzer hochachtungsvoll der Verfasser"). Beide Gelehrte waren Kollegen an der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften in Kopenhagen. – Mal mehr, mal weniger stockfleckig, Innenspiegel mit montiertem Exlibris. Großzügiger Druck auf festem Vélin. - Selten.


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