Los 6601

Caucig, Franz
(1755 Görz (Gorizia) - 1828 Wien)Kompositionsentwurf zu einer mythologischen Hochzeitsszene

Schätzung
3.000€ (US$ 3,409)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 6601 - Caucig, Franz - Kompositionsentwurf zu einer mythologischen Hochzeitsszene - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Zeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 5.6.2026

Lot 6601, Auction  127, Caucig, Franz, Kompositionsentwurf zu einer mythologischen Hochzeitsszene

Kompositionsentwurf zu einer mythologischen Hochzeitsszene.
Feder in Schwarz, Pinsel in Braun, braun laviert. 38,9 x 57,5 cm. Wz. Pro Patria.

Der aus der slowenischen Stadt Gorizia stammende Maler Franz Caucig studierte zuerst an der Wiener Akademie und bildete sich ab 1779 in Bologna und Rom weiter, wo er sich dem Neoklassizismus zuwandte und freundschaftliche Beziehungen zu Felice Giani und Antonio Canova knüpfte. Caucig verbrachte insgesamt ein Jahrzehnt (1781-1791) in der Ewigen Stadt, die in diesen Jahren zu einem Zentrum klassizistischer Kunst avancierte. Ein längerer Studienaufenthalt in Venedig (1791-97) bildete den Abschluss der italienischen Wanderjahre. Nach seiner Rückkehr nach Wien erhielt Caucig 1798 eine Professur an der dortigen Akademie und war seit 1820 bis zu seinem Tod Direktor dieser Lehranstalt, von wo aus er die Ideale eines rigorosen Klassizismus energisch postulierte. Hauptbestandteil des malerischen und umfangreichen zeichnerischen Œuvres - die Graphische Sammlung der Akademie der bildenden Künste in Wien allein beherbergt über 2.000 Blätter - bildeten dabei antike Themen klassischer griechischer und römischer Autoren, von Homer über Ovid und Plutarch bis hin zum jüngsten unter ihnen, Diogenes Laertius. Rozman schrieb dazu: "His works with antique motifs present episodes from ancient history, art, philosophy, literature and politics, which we know, have forgotten or have never known." (vgl. Ksenija Rozman: Franz Kavčič / Cauzig: Themes of Antiquity, Ausst. Kat. National Gallery of Slovenia, Ljubljana 2010/2011, S. 11). Eine mögliche Deutung unseres Themas könnte die Hochzeit von Iphis und Ianthe sein, mit Juno bzw. Isis als Ehestifterin im Himmel, Venus und Cupido sowie Hymenaios, der Gott der Hochzeit, als Begleitfiguren. Entnommen den Metamorphosen des Ovid (Buch 9, Vers 666-797) beschreibt der Mythos die Geschichte der Iphis, Tochter des verarmtenLigdus, der droht, das Kind, falls es nicht als Junge geboren wird, zu töten. Die Göttin Isis hilft der verzweifelten Mutter Telethusa beim frommen Betrug das Neugeborene für einen Jungen auszugeben, und dies dem Vater zu verheimlichen. Jahre später verlobt der Vater Iphis mit dem Mädchen Ianthe. Die Verzweiflung der Liebenden ist groß, denn die Jungfrau brennt für die Jungfrau, und die Hochzeit naht. Da Träume und Vorzeichen nicht helfen, bringt Telethusa die Iphis in den Tempel der Isis und erfleht Erbarmen und Hilfe. Isis gibt ein Zeichen, und beim Weggang folgt der Iphis der Mutter: Aber mit größerem Schritt als sonst; auch bleibet die Weiße nicht im Gesicht, und es mehrt sich die Kraft, und die Mienen erhalten schärferen Zug [...] Mut auch, wie er im Weib nicht war, drängt jetzt. Zum Vermählungsfest erscheinen Hymenaios und Venus und Juno und Iphis als Mann sich vereinigt mit seiner Ianthe.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


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