Los 653

Kalachakra-Mandala
Nepal-Tibet wohl Anfang 20. Jahrhundert.

Schätzung
800€ (US$ 909)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 653 - Kalachakra-Mandala - Nepal-Tibet wohl Anfang 20. Jahrhundert. - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Varia
Auktionsdatum 14.4.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026

Lot 653, Auction  127, Kalachakra-Mandala, Nepal-Tibet wohl Anfang 20. Jahrhundert.

Gott Kala im Chakra-Kreis - eine der qualitätsvollsten Arbeiten des Genres
Kalachakra-Mandala. Nepalesisch-tibetisches Thangka, ein Rollbild des tantrischen Buddhismus. Feine Deckfarbenmalerei auf Gaze, verso mit rotem Blumenstempel. Ca. 71 x 56 cm. Nepal-Tibet wohl Anfang 20. Jahrhundert.
Die Darstellung eines Kalachakra-Mandalas symbolisiert die kosmische Ordnung und den Zeitenlauf in Form eines Rades. Hier ist es mit blauen, roten, grünen und gelben Ornamenwulsten umgeben und zeigt im Innenkreis acht vielfigürliche Szenen mit Menschen, Tieren und Göttern in akadischen Landschaften. Oben erscheint Buddha und weitere Götter in Mandorla-Aureolen oder auf Wolkenbetten, im quadratischen Innenraum reihen sich Figuren um die vielarmige Zentralgestalt (Kala).

Das Kalachakra-Mandala dient der Meditation und Heilung, die während einer Transfiguration stattfindet, bei der sich der meditierende Mensch in eine Gottheit verwandelt. So zeigen die Figuren in der Mitte neben roten, weißen, gelben und grünen Personen auch zweifarbige Halbwesen. Sie befinden sich in der prachtvollen Architektur des Palastes der Gottheit Kalachakra, die als viergesichtiger Gott mit zwölf Armen und vierundzwanzig Händen dargestellt ist - Sanskrit "Kala" heißt so viel wie Zeit, und Chakra ist der ewige Zyklus in der buddhistischen und hinduistischen Kosmologie.

Äußerst vielfigurige, höchst dekorative Thangka mit der Darstellung von Königen und Göttern. Unter dem Begriff "Thangka" fasst man in der tibetisch-nepalesischen Kunstgeschichte ein Rollbild des tantrischen Buddhismus. Die prachtvollen, großformatigen Tanghkas hingen zumeist in den buddhistischen Tempeln Nepals und Tibets, kleinere schmückten auch private Hausaltäre. Das Gazebild ist eingefasst von einem breiten rotgemaltem Rahmen. Vgl. u. a. Giuseppe Tucci: Tibetan Painted Scrolls. 3 Bände. Rom 1949. – Ganz wenige, winzige Randläsuren, kaum Gebrauchsspuren oder Fleckchen, nur minimale Rollspuren oder Bereibungen, insgesamt in bemerkenswert gutem Erhaltungszustand. In leuchtenden, besonders frischen Gouache-Farben, die Zeichnungen überaus minutiös und detailliert im Wechsel zwischen dem großen Gesamtbild und den zahlreichen umgebenden Kleinszenen - eine der qualitätsvollsten Arbeiten des Genres.


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