Los 6447

Scheidel, Franz Anton von
(1731-1801, Wien)Der Schuppenpanzer einer Hawksbill'schen Meeres-Schildkröte

Schätzung
3.000€ (US$ 3,409)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 6447 - Scheidel, Franz Anton von - Der Schuppenpanzer einer Hawksbill'schen Meeres-Schildkröte - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Horizonte – Zauber ferner Welten
Auktionsdatum 4.6.2026

Lot 6447, Auction  127, Scheidel, Franz Anton von, Der Schuppenpanzer einer Hawksbill'schen Meeres-Schildkröte

Der Schuppenpanzer einer Hawksbill'schen Meeres-Schildkröte.
Aquarell über Bleistift. 36,6 x 50,5 cm. Am oberen Bildrand eigenh. in brauner Feder betitelt: "Testudo Imbricata. Schuppenschild". Wz. J. Honig & Zonen.

Als Naturalienmaler spezialisierte sich Franz Anton von Scheidel auf faszinierend getreue, meist großformatige Darstellungen aus der Tier- und Pflanzenwelt. Er war einer der gefragtesten Illustratoren für die enzyklopädischen Werke der Naturwissenschaft, die bei dem gebildeten Publikum ihrer detailgetreuen Bildtafeln wegen sehr populär waren. Obwohl auch vorliegendes Blatt aus einem solchen Album entstammen dürfte, wie die alten Heftspuren am Oberrand nahelegen, löst sich Scheidel bei diesem Aquarell doch von der Tradition der klassischen Naturaliendarstellung. Der vom Tier isoliert dargestellte Schuppenpanzer ist schräg von links oben gesehen, die bizarre Form mit den gezackten Kanten erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Der Bildgegenstand entfaltet als urzeitliches Relikt eine eigene Magie. In dieser Hinsicht entspricht das Werk den Zeichnungen des rund 70 Jahre nach ihm geborenen Aloys Zötl, dessen Aquarelle von den Surrealisten eben wegen dieser über den Gegenstand hinausgehenden eigenen Realität geschätzt wurden. - Die Hawksbill'sche Meeres-Schildkröte, die meist in tropischen Meeren vorkommt und heute übrigens vom Aussterben bedroht ist, wurde erstmals 1766 von dem schwedischen Zoologen Carl Linnaeus (Carl von Linné) in der 12. Ausgabe seiner Nomenklatur Systema Naturae als "Testudo imbricata" aufgeführt. Heute trägt sie den zoologischen Namen "Ertmochelys imbricata".

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge