Los 6434
Ažbe, Anton
(1862 Dolenčice (Slowenien) - 1905 München)Portrait eines jungen Mannes, wohl aus Südost-Asien
Schätzung
3.000€ (US$ 3,409)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Horizonte – Zauber ferner Welten
Auktionsdatum 4.6.2026


Portrait eines jungen Mannes, wohl aus Südostasien.
Öl auf Leinwand, doubliert. 50,8 x 44,4 cm.
Nach einem viersemestrigen Studium in Wien entschloss sich der in Österreich-Ungarn geborene slowenische Maler Anton Ažbe 1884 an der Münchner Akademie weiter zu studieren. Von seinen Kollegen Ferdo Vesel (1861-1946) und Rihard Jakopič (1869-1943) ermuntert, eröffnete Ažbe 1891 ein eigenes Atelier, wo er Unterricht erteilte und in dem man nach dem Modell zeichnen und malen konnte. Aufgrund seiner ausgezeichneten pädagogischen Fähigkeiten errang die Ažbe-Schule bald einen internationalen Ruf und die Zahl der Schüler an der privaten Akademie erreichte bald mehr als einhundert. Zu den später berühmtesten zählten von 1897 bis 1899 der gerade in München angekommene junge Wassily Kandinsky, der bei Ažbe auch zum erstenmal auf Alexej von Jawlensky traf. Laut Jawlensky hatte ihr Lehrer einen vorzüglichen Sinn für Farben, das Aufflimmern des Lichtes und pflegte eine „virtuose Maltechnik“. In der National Gallery of Slovenia (Narodna galerija) in Ljubljana findet man heute ein unserem Gemälde vergleichbares, von Anton Ažbe 1889 datiertes Portrait einer unbekannten schwarzen Dame (Inv.Nr. NG S 1). Dieses frühe Portrait hing als Vorbild und zur Ermutigung der Schüler, unter dem Verzicht auf scharfe Umrisskonturen „mit Farbe zu zeichnen”, im Zeichensaal seiner Schule. Insbesonders die Darstellung dunkeler Haut galt in Bezug auf Farben und Licht als anspruchsvolle Aufgabe. Im gleichen Museum findet man ein 1890 datiertes frühes Gemälde seines Kollegen Rihard Jakopič, dem augenscheinlich derselbe Mann wie in unserem Bild Modell stand (Inv.Nr. NG S 1398, 60,5 x 48,5 cm). Ažbe litt in seinen beiden letzten Lebensjahren an Kehlkopfkrebs, dem er, erst 43 Jahre alt, erlag. Noch Jahre nach seinem Tod hatte seine Schule einen hervorragenden Ruf und wurde als „Ažbe-Schule“ für Malerei und Graphik bis 1913 von Paul Weinhold und Felix Eisengräber weitergeführt.
Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.
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