Los 5149
Mantegna, Andrea
(1431 Isola di Cartura - 1506 Padua)Die Grablegung
Schätzung
25.000€ (US$ 28,409)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 3.6.2026


Humani Generis Redemptori: Die Grablegung Jesu. Kupferstich. 30,1 x 43,4 cm. Um 1470. B. XIII, S. 229, 3, Hind V, 2, Levenson/Oberhuber/Sheehan: Early Italian engravings from the National Gallery of Art, Washington 1973, Nr. 70, TIB (Commentary) .001 S4, G. Metze (Hrsg.): Ars Nova. Frühe Kupferstiche aus Italien, Ausst.Kat. Dresden 2013, S. 118, Nr. 66. Wz. Bekröntes Wäppchen mit Monogramm PS (vgl. Briquet 9667, Arras, Paris, ab 1539).
Mantegna wählt mit der Grablegung Jesu ein traditionelles Motiv aus der christlichen Ikonographie und erzählt das Thema emotional und pathosreich. Mittig ist es dem "Retter der Menschheit" gewidmet. Die Grablegung wird in der jüngeren Literatur übereinstimmend als eine der frühesten druckgraphischen Arbeiten Mantegnas eingeordnet. Fletcher beobachtete 2011, dass Mantegna hier frei geführte Konturen und alternierend zarte und kräftige Parallelschraffuren erprobte, und setzte es deshalb an die zweite Stelle nach dem Kupferstich "Der auferstandene Christus". Für die genaue Datierung bleibt eine erhebliche Spanne; Landau, Matile und Aldovini schlugen die frühen 1470er Jahre vor. Ursprünglich wurden vier Druckzustände für den Kupferstich unterschieden, doch konnte nachgewiesen werden, dass die Unterschiede lediglich auf Erhaltungszustände oder nachträgliche Überarbeitungen der untersuchten Exemplare gründeten. Die zahlreichen, auch späteren Abzüge zeugen von der großen Beliebtheit der Komposition (vgl. Ars Nova, Ausst.Kat. Dresden 2013, S. 67).
Prachtvoller, überwiegend kräftiger Abzug wohl mit der vollen Darstellung. Verso geglättete Mittelfalte, weitere geglättete Knickspuren, umlaufend eine minimal verblasste Federrahmung, vereinzelt winzige Wurmlöchlein, dünne Stellen unten, dort partielle Ausbesserungen, sonst vollkommen und ungewöhnlich schön erhaltenes Exemplar.
Zeitgenössische Abzüge dürften nach dem Chatsworth-Exemplar nicht mehr auf dem Kunstmarkt vorhanden sein. Auch posthume Drucke sind von größter Seltenheit. Das vorliegende Exemplar wurde offensichtlich während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Frankreich (oder Italien) gedruckt. Das Wasserzeichen kommt ähnlich auf Blättern der Meister der Schule von Fontainebleau vor.
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