Los 5073

Dürer, Albrecht
(1471-1528, Nürnberg)Die Nemesis oder: Das große Glück

Schätzung
35.000€ (US$ 39,773)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 5073 - Dürer, Albrecht - Die Nemesis oder: Das große Glück - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 3.6.2026

Lot 5073, Auction  127, Dürer, Albrecht, Die Nemesis oder: Das große Glück

Die Nemesis oder: Das große Glück. Kupferstich. 33,1 x 22,9 cm. Um 1501-02. B. 77, Meder 72 II c (von f). Wz. Krüglein (Meder 158, um 1525).

Wurde das programmatische und gesuchte Blatt, das in seinen Abmessungen lediglich vom "Hl. Eustachius" übertroffen wird, von Bartsch und Heller noch mit dem Titel "Das Große Glück" versehen, konnte Bernhard Hausmann den Zusammenhang zu der von Dürer in seinen Schriften erwähnten Darstellung der "Nemesis" herstellen. Der Künstler gab ihr "die Gestalt eines nackten, geflügelten Weibes von mächtiger Statur und Körperfülle, das weltbeherrschend hoch über der Erde schwebt. In strenger Profilansicht steht die Rächerin mit ausgebreiteten Schwingen und im Wind flatternden Gewandzipfeln auf einer Kugel. (...) Die Attribute bezeichnen die ausgleichenden Eigenschaften der Göttin der Vergeltung, die den Menschen Strafe und Lohn im rechten Maß zuteilt." (Schoch/Mende/Scherbaum, S. 97). Die Landschaft zeigt die Stadt Klausen in Tirol am Zusammenfluss von Eisack und Tinnebach. Dürer machte hier Station auf seiner Reise nach Italien, die ihn zuvor über den Brennerpass geführt hatte.
Ganz ausgezeichneter, harmonischer und gleichmäßiger Druck mit sehr feinem Rändchen um die Facette, unten auf die Darstellung geschnitten. Geringfügig fleckig, weiteres zartes Fleckchen unten im linken Mittelgrund der Landschaft, verso geglättete horizontale Mittelfalte, geglättete diagonale Knickspur verso, entlang des unteren Randes sehr sorgsam angerändert, weitere unmerkliche und meist punktuelle Ausbesserungen in den äußeren Rändern, in all diesen Stellen vereinzelt sehr dezente und versierte Federretuschen, ausgebesserte Stelle zwischen Scham und Geschirr, sonst insgesamt wunderbares Exemplar.


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