Los 494
Behrens, Peter
(1868-1940)Verkehrspalast 7 Gibraltar. Übergang Westflügel-Rotunde
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Varia
Auktionsdatum 14.4.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026


Ein wahrhaftes Kontinentalprojekt aus dem Wiener Büro Peter Behrens
Behrens, Peter. - Gibraltar, Verkehrspalast 7. Architekturvisualisierung des gesamten Bauprojekts aus der Vogelperspektive von Südost. Entwurfszeichnung der Meisterschule Peter Behrens im Rahmen von Herman Sörgels Projekt "Atlantropa", Ausführung "Loth". Zeichnung in farbigen Wachskreiden mit Gouachehöhungen auf Transparentpapier. 124 x 95 cm. Wien 1932.
Der "Verkehrspalast in der Bäderstadt" aus dem Wiener Büro des Peter Behrens (1868-1940) ist nach dem Staudamm vor Gibraltar der wohl ehrgeizigste Architekturentwurf für das Atlantropa-Projekt. Dargestellt ist der als Verkehrsverteiler dienende Palast, eine Schnittstelle von Eisenbahn, Schiffen, Autos, Flugzeugen und Luftschiffen. So erscheint in der durchgezeichneten Architekturvisualisierung auf dem Flachdach der monumentalen Rotunde ein Segelflugzeug, und in der Mitte sollte ein gigantischer Mast herausgefahren werden, um daran Luftschiffe zu verankern.
Die immensen Dimensionen des Gebäudekomplexes des Verkehrspalastes am Übergang von Europa und Afrika zeigen sich eindrucksvoll an dem 560.000 m² umfassenden Gelände, das neben Fahrterrassen, Bahnhöfen, der zentralen Fahr- und Verteilerrotunde, Fahrstuhltürmen etc. aber auch zahlreiche Wald- und repräsentative Gartenflächen aufnehmen sollte. Links oben sieht man den angrenzenden Atlantik, rechts unten den riesigen Halbkreis von Büro- und Empfangsgebäuden, die wie zwei Arme den Besucher empfangen, der auf zwei breiten Fahrtrassen mit dem Auto anreist.
Hochgerechnet wären architektonische Nutzflächen von fast 5 Millionen Quadratmeter entstanden, ein wahrhaftes Kontinentalprojekt aus dem Wiener Büro Peter Behrens, der 1922 als Nachfolger Otto Wagners die Leitung der "Meisterschule für Architektur" an der Wiener Akademie der bildenden Künste übernommen hatte und bis 1927 als Direktor der Architekturabteilung arbeitete.
Verzeichnet auf dem Hängeplan Deutsches Museum, München, Sign. NL 092/835, Nr. 7. – Vereinzelte Flecke, dreifach geknickter Bildträger, meist ohne Verletzungen an den Falzen, wenige Randläsuren, in insgesamt bemerkenswert gutem Erhaltungszustand, in leuchtender, frischer und überaus nuancierter Farbigkeit.
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