Los 3068

Corinth, Lovis
(1858-1925)Das Hohe Lied. Ausgabe B in Halbkalbleder

Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 3068 - Corinth, Lovis - Das Hohe Lied. Ausgabe B in Halbkalbleder - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Moderne Literatur und Kunstdokumentation
Auktionsdatum 15.4.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026

Lot 3068, Auction  127, Corinth, Lovis, Das Hohe Lied. Ausgabe B in Halbkalbleder

Das Exemplar des berühmten Orientalisten Lazarus Goldschmidt
Corinth, Lovis. Das Hohe Lied. 18 Bl. Mit 26 farbigen Original-Lithographien im Text und auf 10 Tafeln von Lovis Corinth. 44 x 32,5 cm. Crèmefarbener OHalbkalblederband mit goldgeprägtem RTitel und Deckelgoldfilete (gebräunt, Kanten beschabt, Gelenke brüchig und teils gebrochen, leicht geknickt) mit Seidenleinenbezug (fleckig, angestaubt, etwas unfrisch) und schwarzgeprägtem VDeckeltitel (Entwurf: Emil Rudolf Weiß). Berlin, Paul Cassirer, 1911.
Bücher der Bibel in der Übersetzung von Martin Luther. - Rodenberg 452. Caspers 3.5. Hayn-Gotendorf IX, 286. Schwarz L 82. Feilchenfeldt-Brandis 29.B.a. – Fünftes Werk der Panpresse. Eines von 250 numerierten Exemplaren auf Strathmore-Japan (Gesamtauflage: 310), hier in der edleren der beiden Einbandvarianten in Halbkalbleder. Der Text von Else Penzig geschrieben und lithographiert. "'Alles meilenweit ab von der landläufigen Bibelillustration, aber den wahren Inhalt der morgenländischen Geschichte tiefer packend als je ein früherer Illustrator', so schliesst Max Osborn eine Besprechung der Lithographien zu dem Buche Judith. Der Meister lässt jetzt das Hohe Lied folgen. Leicht möglich, dass den einen oder anderen Beschauer - der an eine fromme und sanfte Auffassung des Hohen Liedes gewöhnt ist - die starke männliche Sinnlichkeit seiner Visionen, die Wildheit der Linien, die Kühnheit der Farben erschrecken. Aber wessen Seele ein starker Trunk mundet, wem die Brust sich weitet beim Anblick des Ausbruches eines grossen Temperamentes, einer originellen Phantasie, einer männlichen Kraft des Ausdruckes, der wird den Visionen Corinths, die in dem neuen Werk der Pan-Presse niedergelegt sind, ein dankbarer Beschauer sein.
Dieses letzte Werk der Pan-Presse bedeutet technisch ein Novum. Corinth malte die Bilder auf den Stein, und die sorgliche Hand einer Schülerin des Kunstgewerbe­museums, des Fräulein Penzig, schrieb auf denselben Stein die Buchstaben. Das Papier dieses Buches wurde von keiner Buchpresse berührt; zu gleicher Zeit wie die Bilder druckte die Steinpresse die schwarzen Buchstaben auf den gemeinsamen Grund. Wir hoffen, dass wir mit diesem neuen Versuch nicht nur den Beifall der Bibliophilen finden werden, sondern, dass mit der Publikation des Hohen Liedes eine neue Art des illustrierten Buches geschaffen ist" (Börsenblatt vom 22. 1. 1913). – Durchgehend innen sauber und wohlerhalten. Aus der Handbibliotek des berühmten Gelehrten, Orientalisten und Bibliophilen Lazarus Goldschmidt (Elieser ben Gabriel; 1871-1950 ), mit dessen künstlerischen Exlibris auf dem vorderen Innendeckel. – Dabei: Zwei signierte Originalgraphiken von Lovis Corinth (Lithographie "Jeova" und die Radierung "Venus im Spiegel I" auf Bütten). - Maschinenschriftl. Schreiben der Redaktion "Der Bildermann", 1 Bl. mit Briefkopf der Redaktion, von Leo Kestenberg eigenhändig signiert. Datiert: Berlin, 11. Mai 1916.


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