Los 2590
Gesine von Bilolvesheim
Beurkundung einer Mitgift. Deutsche Handschrift auf Pergament.
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Autographen
Auktionsdatum 15.4.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026


Gerine von Bilolvesheim. Beurkundung einer Mitgift. Deutsche Handschrift auf Pergament. 1 Bl. mit 1 S. Sehr saubere Bastarda. 36 Zeilen. Schriftraum ca. 23,8 x 17,8 cm. Format ca. 27,4 x 18,4 cm. Straßburg, um 1300.
Auflistung der Grundstücke, die Gerine von Bilolvesheim zu ihrem Eintritt ins Dominikanerinnenkloster St. Johannes bei Straßburg diesem Kloster als Mitgift übergeben hat. Gerine von Bilolvesheim stammt aus einer edelfreien Familie, die bis ins 14. Jahrhundert urkundlich nachgewiesen ist. Bilolvesheim (heute Bilwisheim) liegt ca. 25 km nördlich von Straßburg.
Textanfang: „Diz sint die ackere der frowen von sancte johannesu zu strazburc die sie habent in dem banne zu schaftolzheim die men in gab zu swester gerine von bilolvesheim. Diz ist daz ober velt zwene ackere neben hern frizemannes dritehalbes ackere an der gebrieten, anderhalb acker neben dem von sweinheim ... "
Die Lage jedes Grundstückes (meist Äcker) und seiner Grenzen werden genau angegeben, ebenso die Namen der Besitzer der benachbarten Grundstücke. In den letzten Zeilen handelt es sich um die Einkünfte aus einigen Grundstücken und deren Verwendung. Es handelt sich um eine Abschrift des Textteils (Dispositio) einer Urkunde, die wohl zu Verwaltungszwecken angefertigt wurde. – Die letzten sieben Zeilen mit Textauskratzungen, mehrere kleine Braunfleckchen durch Tropfen, unten mit wenigen Tintenverläufen, meist aber sehr gut erhalten und in bemerkenswert sauberer Handschrift.
Aus der Sammlung des Heidelberger Germanisten und Mediaevisten Gerhard Eis (1908-1982), der auf dem das Blatt bergenden Umschlag schreibt: "Hs. 192. Mitgift für Schwester Gerine von Bilolvesheim." 1 Bl. Perg. Straßburg 13. Jh. [korr.: "14. Jh."]. Gekauft am 22. Juni 1971 bei Jacques Rosenthal."
Beigegeben: Niederdeutscher Brief "Ich Heinrich soon von Eich, here zu Oelbruch (Ölbruch in Westfalen?) ind Barbel, myne elig …". Behandelt die Übernahme einer Bürgschaft. Datiert 23. April 1421. Pergament, 9 x 14,5 cm, 10 Zeilen, an der rechten Seite unvollständig (mit Textverlust).
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