Los 2548

Voss, Luise Gräfin von
(1780-1865)Brief an den Dichter Friedrich de la Motte Fouqué. 1816

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250€ (US$ 284)

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Los 2548 - Voss, Luise Gräfin von - Brief an den Dichter Friedrich de la Motte Fouqué. 1816 - 0 - thumb

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Autographen
Auktionsdatum 15.4.2026

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Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026

Lot 2548, Auction  127, Voss, Luise Gräfin von, Brief an den Dichter Friedrich de la Motte Fouqué. 1816

Voss, Luise Gräfin von, geb. von Berg, Berliner Salonnière ab 1808, Mitglied des Tugendbundes, stand in Kontakt mit zahlreichen Schriftstellern und Politikern, u. a. mit Jean Paul und Königin Luise befreundet, deren Biographie sie auch schrieb (1780-1865). Eigh. Brief m. U. "Luise Vos". 21/4 S. auf 2 Bl. mit Adresse. 4to. (Berlin 1816).
Ausführlich an den Dichter Friedrich de la Motte Fouqué in Nennhausen. Entschuldigt sich für die Seltenheit ihrer Briefe. "... Sie wissen ja nun einmahl wie es mit mir steht in puncto des Schreibens, daß nur eine besondere Veranlassung oder ein querelliger Harnisch mich dazu bringen kann - u. doch würde ich geschrieben haben um für Ihren freundlichen Brief zu danken, wenn ich nicht an jedem Maytag erwartet hätte daß er uns den Dichter zuführen würde. Da nun aber heute der letzte Tag des Mays ist u. Sie noch nicht da sind, so ergreife ich die Feder, um schriftlich um die Absolution zu bitten, die ich mündlich zu erlangen hoffte ... Von hier weiß ich Ihnen wenig zu sagen, ausser daß Ihr Freund Segemund besser ist u. ich ihn gestern in der Justinianischen Gallerie an seinem ersten Ausgang begrüßt habe. Diese Gallerie wäre allein eine Reise hieher wehrt - sie mus aber ordentlich gründlich studirt werden, wenn man den vollen Genuß daran haben will; auch das herliche Danziger Bild ist izt noch dabey. Neuigkeiten schreibt Theodor u. wird bald erzählen - ich frage also nur nach, wie es mit der Sängerliebe steht, soll denn der Frühling vergehen ehe Sie sie uns mittheilen? - Ich erbitte sie mir ganz eigens als Begleitung in die öde Unterwelt wohin ich nun in Kurzem abgehe. Adieu lieber Fouqué - schreiben Sie mir nur immer bisweilen, auch nach Schoenfeldt, wohin die Briefe mir eine wahre Wohlthat sind ... Wissen Sie denn daß izt ein französischer Gesandter hier ist, ein Marquis de Bonay der die Undine u. einen Theil des Zauberringes übersetzt hat ...". - Charles François, Marquis de Bonnay, französischer General und hoch dekorierter Staatsmann unter der Revolutionsregierung und unter Ludwig XVIII., war ab 2. März 1816 Sondergesandter in Berlin (1750-1825). - Mit der "Justinianischen Gallerie" ist die berühmte Sammlung Giustiniani gemeint, die ein Teil des Grundstocks der Berliner Gemäldegalerie wurde. - Leicht gebräunt; ein Blatt mit 2 Eck-Abrissen, ein Ausriss am Adressblatt alt restauriert, mit Fouqués [?] Anmerkung: "Das Siegel habe ich selbst so zerrissen." - Sehr selten.


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