Los 1063

Ibn al-Dschazari
(1350-1429)Persisches Gebetbuch mit Texten aus Ibn-al-Gazans

Schätzung
2.500€ (US$ 2,841)

Abgabe von Vorgeboten möglich

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Lot 1063, Auction  127, Ibn al-Dschazari, Persisches Gebetbuch mit Texten aus Ibn-al-Gazans

Ibn al-Dschazari (auch: Ibn al-Jazari bzw. Ibn-al-Gazari, Muhammad Ibn-Muhammad). Kitab al-hisn al-hasin min kalam saiyid al-mursalin (arabice: Abhandlung über Zeiten und Gelegenheiten zum Gebet für den Propheten Muhammad, zusammengestellt nach Traditionswerken). Persische Handschrift mit prachtvoller Illumination auf gelatiniertem Büttenpapier. 298 nn. Bl. 9 Zeilen mit den Versen in schwarzer Naskhi-Schrift und interlinearer Farsi-Übersetzung in Nastaliq-Duktus. Jede Seite mit breitem Goldrahmen in vielfachem schwarzen und blauem Lineament, Zeilentrennern in goldgefülltem Doppellineament, Auszeichnungen in roter Tinte und 7 besonders reich vergoldeten Doppelzierseiten Sar-lauh im Stil der typischen Carpet Pages in Lapislazuli-Blau mit breiter Rahmenornamentik in Blattgold, Lapisblau und teils mit Goldblumen und floralen Elementen in Hellblau, Rot, Orange und Grün. Schriftraum: 13,2 x 6,5 cm. Format: 19 x 12,5 cm. Schlichter schwarzbrauner Lederband des 19. Jahrhunderts (stärker berieben und beschabt, teils überarbeitet bzw. alt restauriert) mit goldgeprägten Deckelfileten (diese ebenfalls berieben). Persien (Shiraz, Isfahan?) 18. Jahrhundert.
Besonders schöne, kostbar illuminierte Handschrift mit sieben doppelblattgroßen Zierseiten "Sar-lauh", sogenannten "Carpet Pages", die den Text mit besonders üppigen, breiten Bordüren einfassen. Es handelt sich um das Hauptwerk des Korangelehrten Ibn al-Dschazari (1350-1429), eine Zusammenstellung aus den bedeutendsten Koranrezitatoren bis zum 15. Jahrhundert mit mystischen Gebeten und Erbauungstexten. Ibn al-Dschazari schrieb über die Auslegung von Hadithen und Fiqh, islamische Rechtswissenschaft, Geschichte und die arabische Sprache, aber eben auch über die Deutungsmöglichkeiten des Koran.
Während der mystisch-heiligen Urtexte in hoher aufrecht gezogener, minimal nach links kippender schwarzen Kalligraphie im Naskhi-Duktus und mit Auszeichnungen in Rot, etwa für den Gottesnamen "Allah", "Der Mächtigste", "Der Allerbarmer" etc., geschrieben wurde, sind in den schmaleren Zeilen dazwischen - jeweils unter dem arabischen Urtext - Übersetzungen in Farsi im Nastaliq-Duktus. Die Textanlage mit den interlinearen Übersetzungen ist typisch für die Koranschulen und Schreiberwerkstätten in Isfahan oder Shiraz, teils auch in Teheran, in der Übergangszeit vom späten Safawiden- zum Qajar-Reich (18. und 19. Jahrhundert). Die Künstler der Kitabkhana (Werkstätten bzw. Schreiberateliers) zeichneten sich nicht nur durch eine Rückbesinnung auf klassische Stile, sondern auch durch neue, phantasievolle Ornamente aus, die ganz besonders minutiös und nuanciert ausgearbeitet waren, so daß Koran- und Gebetshandschriften entstanden, die für die reiche Mittel- und Oberschicht, den Hof und wohlhabende Händler gedacht waren. – Nur leichte Handhabungsspuren, der erste Ziertitel mit kleinen Knitterspuren und sauberer Randansetzung, sonst kaum Randläsuren, gelegentlich etwas stock- und braunfleckig. Vorsätze mit arabischen Annotationen von alter Hand. Vereinzelt auch im Textblock Randkommentare in Rot. Mit wenigen hinterlegten Randläsuren und kleinen Randausbrüchen. Insgesamt altersgemäß in herausragend gutem Zustand.


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