Los 1056
Ge'ez Gebetbuch
Amharische bzw. Tigrinya Handschriften im Ge'ez Duktus auf Pergament
Schätzung
400€ (US$ 455)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Alte Drucke und Handschriften
Auktionsdatum 14.4.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026


ORIENTALIA
Ge’ez Gebet- und Liederbuch. Amharische bzw. Tigrinya Handschriften im Ge'ez Duktus auf Pergament. 180 nn. Bl. Schrift in Schwarz und Rot, hin und wieder mit Buchschmuckornamentik in Rot und Schwarz. 11,8 x 10 cm. Lagenbindung über drei Knüpfbünde und 2 kantigen Holzdeckeln mit Ritzornamentik, in intaktem Lederetui mit Laschenklappe (minimal eingerissen) und Trageband (übliche Abreibungen und Gebrauchsspuren). Äthiopien zwischen 1840-1880.
Sehr suggestives, hübsches Gebetbuch in altäthiopischer Ge'ez-Schrift mit zahlreichen Gebeten, Liedtexten, aber auch Beschwörungsformeln für alle möglichen Lebenslagen und zur Abhilfe von Krankheiten, Bösem Blick und anderen Gefahren.
Wie üblich wurden die Zeilen durch kleine Nadelstiche vorgegeben und die Linien dann mit dem Griffel regliert. Die wenigen hübschen Flecht-, Schlingwerk- und Knollenbänder und floralen Friese sind in Schwarz und Rot eingemalt.
Geschrieben in schwarzbrauner Tinte mit roten Überschrift- und Verszeilen wurde hier eine Auswahl von Gebeten und Lobgesängen versammelt. Das Amharische bzw. Tiginya wurde in der Abugida-Schrift Ge'ez geschrieben, die sich aus der dem altsüdarabischen Duktus entwickelt hatte und im Gegensatz zum Arabischen selbst und im Gegensatz zu zahlreichen weiteren semitischen Schriften von links nach rechts geschrieben wird. Zum Gebrauche der äthiopischen Wüsten- oder Steppennomaden waren oftmals Gebets- und Andachtsbücher in kleinen Formaten hergestellt worden, die in entsprechenden Futteralen mit Bändern am Sattelknopf des Kamels oder am Gürtel des Beduinen befestigt werden konnten.
Die Ritzornamente auf den Deckeln zeigen das abstrahierte Symbol des Engels der vier Himmels- bzw. Windrichtungen. – Gebrauchsspuren, nur vereinzelte Fleckchen, wie üblich mit einigen späteren Zusätzen und Erweiterungen, wohl vollständige, sehr pittoresk in dem orginalen Etui.
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