Los 1009

Canticum canticorum
2 Fragmente aus einem Kommentar zum Hohenlied Salomonis. Mittelniederländische Handschrift auf Pergamen

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Los 1009 - Canticum canticorum - 2 Fragmente aus einem Kommentar zum Hohenlied Salomonis. Mittelniederländische Handschrift auf Pergamen - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Alte Drucke und Handschriften
Auktionsdatum 14.4.2026

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Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026

Lot 1009, Auction  127, Canticum canticorum, 2 Fragmente aus einem Kommentar zum Hohenlied Salomonis. Mittelniederländische Handschrift auf Pergamen

Canticum canticorum. 2 Fragmente aus einem Kommentar zum Hohelied Salomons. Mittelniederländische Handschrift auf Pergament. 4 S. auf 2 Bl. 2 Spalten. 2 Kolumnen mit Resten von jeweils 5-6 Zeilen der oberen Blatthälfte. Schriftraum ca. 2,5 x 10,2 cm. Fragmentgrößen ca. 3,2 x 16,6 cm. Bastarda in schwarzer Tinte mit wenigen roten Auszeichnungen. Westliche Niederlande (Holland oder Utrecht), um 1400.
Fragmente aus einem Kommentar zum Hohelied der Bibel in seltenem mittelniederländischen Idiom. Der Germanist und Mediävist Gerhard Eis identifizierte den Text in einem Aufsatz: "Wiewohl nur sehr wenig Text erhalten ist, konnte der Inhalt genau bestimmt werden. Allein schon eine Stelle wie Dijn borsten sijn beter dan wijn (BI. 2ra) ist eindeutig als Zitat aus dem Hohenlied zu erkennen (Cant. I,1 quia meliora sunt ubera tua vino). Es handelt sich aber nicht um eine reine Übersetzung, sondern um eine Erklärung des Hoheliedes". So Gerhard Eis, Fragment einer mittelniederländischen Erklärung des Hohenliedes, in: Studia neophilologica 34 (1951-1952), S. 59-62 (mit einer Edition der Fragmente).
Der in diesen Fragmenten überlieferte Text ist die mittelniederländische Bearbeitung einer anonymen Erläuterung des Hohelieds mit dem Titel Glossa tripartita super Cantica (13. Jh.). Diese Bearbeitung ist als Bedudinghe op Cantica canticorum in 43 mittelniederländischen Handschriften überliefert. Unsere Fragmente stammen aus dem Anfang von Buch 4, Kap. 10. S. Kees Schepers, Bedudinghe op Cantica canticorum. Vertaling en bewerking van ‘Glossa Tripartita super Cantica’, Leuven 2006, Bd. 1, S. 365-366, Bd. II, S. 228-230 (Edition, in der Hs. mit erheblichen Varianten). – Text teils etwas berieben, kaum fleckig, gut leserlich. Gerhard Eis erhielt diese Fragmente 1951 als Geschenk des Münchener Antiquars Adalbert Lauter. In seiner Sammlung erhielten sie die Signatur Hs. 49. Ein Brief von Lauter an Eis liegt dem Fragment bei.


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