Los 2129
Genelli, Buonaventura
(1798-1868)Brief 1850 an Georg Wigand. 1850
Schätzung
450€ (US$ 469)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Genelli, Buonaventura, dt. Maler, Zeichner und Graphiker (1798-1868). Eigh. Brief m. U. "B. Genelli". 2 S. Doppelblatt mit Adresse. Gr. 4to. München 25.IX.1850.
Aus Genellis "brotlosen" Münchener Jahren an den Verleger Georg Wigand in Leipzig, dem er seinen Zyklus von Zeichnungen "Aus dem Leben eines Wüstlings" anbietet. "... Seit einigen Monaten habe ich eine Serie von achtzehn Compositionen (das Titelblatt mit eingerechnet) vollendet - dieselbe stellt dar Situationen aus dem Leben eines Wüstlings. Künstler und nicht Künstler wünschen dieser wohldurchstudirten Arbeit die Veröffentlichung und ich sehe mich genöthigt mich nach einem Käufer und Herausgeber umzuthun - und da Sie Herr Wiegand [!] als einer von den Männern in Deutschland gelten, der eines solchen Untrnehmens fähig wäre - so wende ich mich an Sie mit der Frage, ob wir nicht zusammen ein Geschäft machen könnten? ... Ich könnte Ihnen nur vorschlagen solche Männer wie Prof: Rietschel - Dir: Schnorr - Pr: Hähnel - Pr: Richter usw in Dresden - und in Ihrer Nähe Dir: Jäger über den Kunstwehrt dieser Arbeit zu fragen - da ja all' diese Künstler dieselbe kennen ... Meine Forderung wäre fals [sic] die Zeichnungen selbst in Ihren Besitz kämen 6000 Gulden - von dieser Summe müßten mir jedoch bei Ablieferung der Zeichnungen 3000 fl. ausgezahlt werden die andere Hälfte nach Verlauf eines Jahres. Oder ich behielte die Zeichnungen und ich gäbe Ihnen die Erlaubniß sie stechen zu lassen, für welche Erlaubniß ich 4000 Gulden die mir aber ganz bei Ablieferung der Zeichnungen ausgezahlt werden müßte[n] - verlangen würde. - Der für einen Unternehmer schwierigere Theil bliebe wohl die Honorirung der Kupferstecher welche jedoch allhier unter meiner Leitung jedenfalls sich billiger und besser finden ließen als in irgend einer anderen Stadt Deutschlands - schon deßhalb billiger weil es ihnen Freude machen würde, daß diese Arbeit in die Welt käme ...". - Der 1840-1849 entstandene Zyklus von Aquarellen, den Genelli noch dreimal variierte, erschien von Georg Koch lithographiert erst 1866 bei F. A. Brockhaus in Leipzig. - Beiliegend ein Porträt des Künstlers mit faksimilierter Unterschrift, nach dem Gemälde von Rahl gestochen von C. Gonzenbach.
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