Los 1094
Nizami, Ganjavi
(1141 – 1209)Khamsa Panj Ganj Farsi-Handschrift im Nastaliq-Duktus mit schwarzer und roter Tinte auf leicht gelatiniertes Büttenpapier
Schätzung
2.200€ (US$ 2,292)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Nizami Ganjavi. Khamsa (Panj Ganj). Farsi-Handschrift im Nastaliq-Duktus mit schwarzer und roter Tinte auf leicht gelatiniertes Büttenpapier. 328 S. Schriftraum: 21 x 12,5 cm. Format: 27,4 x 17,5 cm. Mit 5 ’Unwan-Zierseiten in Gold und Farben sowie 25 großen Miniaturen in Deckfarben und teils mit Goldhöhung. Schwarzgefärbtes Kalbsleder d. Z. (Gelenke brüchig, Deckel gewölbt, mit Knickspuren und Bezugsfehlstellen, stärker beschabt und bestoßen). Persien AH 1271 (d. i. AD 1854).
Hauptwerk des aus Gandscha im heutigen Aserbaidschan stammenden Dichters Ganjavi Nizami (1141-1209), der als der prominenteste Vertreter des sog. "romantischen Epos" in der persischen Literatur gilt. Sein "Chamsa", "Hamse" oder "Khamsa", bekannt unter dem Titel die "Die fünf Schätze", enthält fünf Epen. Die "Hamse" ist ein "Sammelwerk, enthaltend fünf epische Dichtungen von Mohammad Elyas ebn-e Yusof Nezam. Die in dieser Sammlung vereinigten fünf Werke sind voneinander völlig unabhängige Schöpfungen, was schon daraus hervorgeht, daß jedes Epos sein charakteristisches Versmaß hat [...]. Der Epiker Nezami, der in der persischen Literatur als einer ihrer bedeutendsten Dichter einen Ehrenplatz einnimmt, fesselt den Leser auch heute noch durch die Frische seiner Gedanken, die Lebendigkeit seiner Sprache und sein plastisches Darstellungsvermögen. Seine fünf Epoen gelten als Höhepunkt in der Kunst der romantischen Dichtuing" (KLL 1426f.).
Prachtvolle Farsi-Handschrift in fünf Teilen, die jeweils mit einer hübschen ’Unwan-Zierseite beginnen und mit einer Art Kolophon enden, in dem eine Jahreszahl "1271" lesbar ist. Das Jahr "Anno Hegirae Solaris" der arabischen Zeitrechnung entspricht dabei dem Jahr "Anno Domini" 1854 unserer christlichen Zeitrechnung. Die bemerkenswert detailreichen, hübschen Miniaturen zeigen zahlreiche Lustbarkeiten des Hofes und Palastszenen, wobei die Farbgebung hier besonders auffällt. So sind die Szenen mit Audienzen, Gastmälern etc. jeweils einmal in den Nachttönen Schwarz und Blau, dann in goldgehöhten Rottönen, dann in Weiß, dann in Zartrosé gehalten, wodurch eine einheitlich künstlerisch Virtuosität erreicht wird. – Gegen Anfang und Ende teils etwas stärkere Gebrauchsspuren und Feuchtränder, mit Randläsuren und Rissen, die meist alt hinterlegt oder überklebend geschlossen wurden (kaum Buchstabenverlust), fingerfleckig und hier und da mit Anschmutzungen und Braunflecken, wenige Tintenflecken. Insgesamt für eine Gebrauchshandschrift in guter Gesamterhaltung, augenscheinlich vollständig, kaum Oberflächenabrieb, Gold in den Zierseiten teils minimal blasser oder leicht berieben, die Miniaturen durchgehend in ausgezeichneter, frischer und leuchtender Farbigkeit.
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