Los 8145

Höch, Hannah
(1889 Gotha - 1978 Berlin)Die Braunellen

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
29.760€ (US$ 31,660)

Los 8145 - Höch, Hannah - Die Braunellen - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Moderne und Zeitgenössische Kunst I
Auktionsdatum 2.12.2023

Lot 8145, Auction  122, Höch, Hannah, Die Braunellen

Die Braunellen
Papiercollage auf Karton, auf Unterlagepapier kaschiert. Um 1955.
27,9 x 17,6 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert "H.H.", darunter auf Papierklebestreifen betitelt, verso auf dem Unterlagepapier mit Kugelschreiber in Schwarz signiert "Hannah Höch" und mit der durchgestrichenen Bezeichnung "24".

Hannah Höch gilt als eine der bedeutendsten deutschen Avantgardekünstlerinnen und als eine der Hauptvertreterinnen der Dada-Bewegung. Sie besuchte ab 1915 die Klasse für Graphik und Buchkunst von Emil Orlik in der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. Nebenbei war sie als Entwurfszeichnerin von Stoff- und Tapetenmustern für die Handarbeitsredaktion des Ullstein-Verlags tätig und verfasste Texte für die Zeitschriften des Verlags, in denen sie später häufig Motive für ihre Collagen und Fotomontagen fand. Durch Raoul Hausmann, mit dem sie von 1915 bis 1922 eine Liebesbeziehung führte, wurde Höch in den Dada-Zirkel in Berlin eingeführt. Höch experimentierte in ihrer Kunst mit verschiedenen Materialien und Techniken, aber ihre bekanntesten Werke sind ihre Collagen. In diesen Collagen kombinierte sie verschiedene Bilder und Texte aus Zeitschriften und Zeitungen, um neue Bedeutungen zu schaffen. Das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete für Höch eine ersehnte Befreiung von Unterdrückung, Vereinsamung und der Diffamierung ihrer Kunst durch die Nationalsozialisten. Gleichzeitig fand ihr künstlerisches Schaffen neue Aufmerksamkeit und wurde ab 1945 vermehrt ausgestellt und mit zahlreichen Preisen geehrt. In diese produktive Nachkriegszeit fällt die Entstehung der vorliegenden Collage. Der Titel ist dem verwendeten Material verbunden, lässt jedoch eine genaue Entschlüsselung des Dargestellten nicht zu, was die Collagen von Hannah Höch oftmals so reizvoll macht. Das surreale Element bleibt ein bestimmender Faktor der Komposition, die zwar Gedankenwelten evoziert, die individuelle Interpretation jedoch dem Betrachter überlässt. Sucht das Auge in diesem Fall nach einem Vogel oder einer Pflanze? Die zugehörigen Elemente muss das Auge des Betrachters zunächst ausfindig machen und enträtseln. So entsteht in diesem wunderbaren Werk ein Spiel mit der visuellen Wahrnehmung und der Assoziation. Wir danken Dr. Ralf Burmeister, Berlin, für freundliche Hinweise vom 11.10.2023.

Provenienz: Grisebach, Berlin, Auktion 135, 27.05.2006, Lot 553
Privatbesitz Österreich

Ausstellung: Hannah Höch. Collagen 1956-1959, Galerie Gerd Rosen, Berlin 1959 (Kat.-Nr. 24)

Errata/Addenda:Nicht wie im Printkatalog beschrieben auf Unterlagekarton, sondern auf Unterlagepapier kaschiert, auf diesem verso in Schwarz signiert "Hannah Höch" und mit der durchgestrichenen Bezeichnung "24".

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 24% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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