Los 6179

Thoma, Hans
(1839 Bernau im Schwarzwald - 1924 Karlsruhe)Apoll und Diana

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
18.600€ (US$ 19,787)

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Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister
Auktionsdatum 30.11.2023

Lot 6179, Auction  122, Thoma, Hans, Apoll und Diana

Apoll und Diana.
Öl auf Leinwand. 68 x 50 cm. Rechts unten monogrammiert (ligiert) und datiert "HTh 1887".

Hans Thoma widmete sich in seinem Werk nur verhältnismäßig selten Motiven der antiken Mythologie. In dem vorliegenden Gemälde greift er dabei gestalterisch auf Darstellungstraditionen der Renaissancekünstler Jacopo de’Barbari, Albrecht Dürer und Lucas Cranach zurück. Während de’Barbari das olympische Geschwisterpaar des tatkräftigen Apoll und der nachsinnenden Diana vor allem kosmologisch als Verkörperungen von Sonne und Mond bzw. von Tag und Nacht interpretierte, spielen Dürer und Cranach eher auf den Gegensatz des athletisch zur Jagd vorbereiteten Apoll und seiner Schwester Diana, nicht als Jägerin, sondern als Beschützerin der Tiere an (vgl. hierzu Schoch/Mende/Scherbaum, Albrecht Dürer - Das Druckgraphische Werk, München/London/New York 2001, S. 108f). Thoma wiederum scheint all diese Interpretationen offen zu halten und stellt das himmlische Geschwisterpaar als in ihrer Gegensätzlichkeit vereint dar. Vor einem dunkelblauen Wolkenhintergrund, der sowohl den frühen Morgen als auch die Nacht andeuten könnte, hat Apoll den Bogen voll Tatendrang gespannt, doch richtet er den Blick nicht auf die Erde, sondern gen Himmel, während Diana sich zu seinen Füßen nachsinnend niedergelassen hat und neben ihr friedlich ein junger Hirsch und eine liegende Hirschkuh das Paar motivisch spiegeln. Hans Thoma war mit der für Apoll gefundenen Form offensichtlich künstlerisch so zufrieden, dass er das Motiv des mit gespanntem Bogen gen Himmel schauenden jungen Mannes erneut, in leicht abgewandelter Form im folgenden Jahr in dem Gemälde "Bogenschütze" verwendete (vgl. Klassiker der Kunst in Gesamtausgaben, Bd. XV, Hans Thoma, Stuttgart und Leipzig 1909, S. 286, mit Abb.).

Provenienz: Auktion Lempertz, Köln, 6.6.1929, Los 192 (mit Abb.)
Sammlung des Zigarettenfabrikanten und Kunstsammlers Bruno Behr, Köln
Auktion Hugo Helbing, Frankfurt, 10.3.1932 und 23.11.1932, Los 162 bzw. 140 (jeweils mit Abb.), dort unverkauft
Auktion Paul Graupe, Berlin, 23.3.1935, Los 62a
Auktion Grisebach Berlin, 28.11.1992, Los 792 (mit Abb.)
Privatsammlung Berlin.

Literatur: Klassiker der Kunst in Gesamtausgaben, Bd. XV, Hans Thoma, Stuttgart und Leipzig 1909, S. 262, mit Abb.

Errata/Addenda:Auktion Lempertz, Köln, 6.6.1929, Los 192 (mit Abb.)
Sammlung des Zigarettenfabrikanten Bruno Behr, Köln
Auktion Hugo Helbing, Frankfurt, 10.3.1932 und 23.11.1932, Los 162 bzw. 140 (jeweils mit Abb.), dort unverkauft
Auktion Paul Graupe, Berlin, 23.3.1935, Los 62a
Auktion Grisebach Berlin, 28.11.1992, Los 792 (mit Abb.)
Privatsammlung Berlin.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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