Los 2335

Schiller, Friedrich von
(1759-1805)Manuskript-Fragment

Zuschlag
7.000€ (US$ 7,447)

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Aus dem Katalog
Literatur und Autographen
Auktionsdatum 11.10.2023

Lot 2335, Auction  122, Schiller, Friedrich von, Manuskript-Fragment

Schiller, Friedrich von, Dichter, Übersetzer und Philosoph, überragender Dramatiker der großen Vier der Weimarer Klassik (1759-1805). Eigh. Manuskript-Fragment. 2 S. Aus einem größeren Manuskript ausgeschnittener Streifen. 20,3 x 4,5 cm. (Weimar 1804).
Ausgeschnittener Streifen aus dem Rohmanuskript von Schillers Übertragung der "Phädra" des Racine, Schillers letzter vollendeter dramatischer Arbeit. Beide Seiten enthalten je 4 Zeilen aus dem ersten Auftritt des vierten Aktes, dem Dialog zwischen Theseus und Önone: "O wird mir solcher Dank für meine Liebe? | O freche That! Verdammliches Erkühnen! | Und seiner wilden Lust genug zu thun, | Erlaubte sich der Freche gar Gewalt!" Mehrere Wörter sind gestrichen oder ersetzt; so sollte es zunächst "Verwegenes Erkühnen" und "frevelhaften Lust zu büßen" heißen. - Die Rückseite enthält - ohne Korrekturen - 4 Zeilen aus Önones zweiter Entgegnung: "denk an die Klagen meiner Königinn | o Herr! Aus einer frevelhaften Liebe | Entsprang ihr ganzer Haß. - Theseus". - "Nicht zufällig klingt die Sprache der deutschen 'Phädra' gelegentlich an Schillers eigene Meisterdramen an. So zeugt auch diese Übersetzung nicht bloß von dem Können und dem unermüdlichen Fleiß ihres Verfassers, sie trägt auch die Spuren seines eigenen Geistes ... Vollständige Handschrift nicht erhalten. Ein Viertel das Dramas etwa liegt in handschriftlichen Bruchstücken vor, die zum Teil nur den Wert von Entwürfen haben, zum größeren Teil aber der Reinschrift entstammen. Auch diese aber ist für den Druck noch mannigfach geändert worden" (Robert Petsch im Kommentar zur zweiten kritischen Schiller-Gesamtausgabe des Bibliographischen Instituts).

* Alle Angaben inkl. 24% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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