Los 6508

Valckenborch, Lucas van - Umkreis
(1535/1536 wohl Leuven - 1597 Frankfurt a. M.)Der Turmbau zu Babel

Schätzung
15.000€ (US$ 15,789)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 6508 - Valckenborch, Lucas van - Umkreis - Der Turmbau zu Babel - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Zeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 3.6.2022

Lot 6508, Auction  119, Valckenborch, Lucas van - Umkreis, Der Turmbau zu Babel

Umkreis. Der Turmbau zu Babel.
Gouache auf Pergament, auf einer Eichentafel kaschiert. 24 x 37 cm. Verso auf der Eichentafel bez. "Matthäus Merian Fct 1630".

Mit seiner gewaltigen Masse überragt der legendäre Turm zu Babel eine weite Küstenlandschaft. Obwohl die kegelförmige, in Terrassen angelegte Konstruktion zunächst an die berühmten und genrebildenden Gemälde Pieter Bruegels d. Ä. von 1563 erinnert, entwirft unser Anonymus eine Komposition, für die bislang kein direktes Vorbild gefunden werden konnte. In der Nachfolge Bruegels widmeten sich im ausgehenden 16. Jahrhundert insbesondere flämische Künstler dem Sujet. Eine besondere Nähe scheint hier zu den Darstellungen des Lucas van Valckenborch zu bestehen, der sich wie sein Bruder Maerten wiederholt dem Thema zuwandte und in mindestens sieben Gemälde verarbeitete (vgl. u.a. Alexander Wied: Lucas und Marten van Valckenborch. Das Gesamtwerk mit kritischem Œuvrekatalog, Freren 1990, Kat. 6, 66, 82, 83 und 102). Wie auch in einigen der Arbeiten Valckenborchs ist die Szenerie hier in den fernen Orient versetzt: Lastentiere sind Dromedare und Elefanten, der sagenhafte König und Erbauer des Turms Nimrod trägt einen Turban. Man erblickt ihn vorne links im Vordergrund, wo er von einem erhöhten Plateau das Voranschreiten der Arbeiten inspiziert.
Steht die alttestamentarische Geschichte eigentlich für die menschliche Hybris, rückt hier kollektives Streben in den Mittelpunkt. Steinmetze bearbeiten große Blöcke, Schiffe werden entladen, Schmiede hämmern am Amboss, während Gehilfen den Ofen anfeuern und Arbeiter mit Schubkarren Material transportieren. Auf dem Turm veranschaulichen Kräne, ja sogar eine kleine Windmühle, das emsige Schaffen. Eine bis ins kleinste Detail durchdachte Welt wird erschaffen, in der jede Figur einem nachvollziehbaren Gewerk nachgeht - eine Akribie, die insbesondere angesichts des kleinen Formats beeindruckt.

Provenienz: Wohl Landgrafen von Hessen.
Hofjägermeister Freiherr von Brandenstein.
Dessen Nachfahren.
Privatsammlung Hessen.
Privatsammlung Rheinland.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


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